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[Rezension] Corina Bomann – Die Frauen vom Löwenhof #3 – Solveigs Versprechen

[Rezensionsexemplar]

Autor: Corina Bomann
Titel: Die Frauen vom Löwenhof – Solveigs Versprechen
Reihe: Die Löwenhof Saga
Genre: Roman
Seitenzahl: 688
Erscheinungsdatum: 27. Dezember 2018
Verlag: Ullstein
Preis: 10,00€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)

Achtung Spoilergefahr! HIER geht’s zu Teil 1 der Saga

Reihenfolge:

  1. Agnetas Erbe
  2. Mathildas Geheimnis
  3. Solveigs Versprechen

Inhalt:

Nach einem Unfall liegt Solveigs Welt in Scherben. Gerade noch glaubte die junge Braut, die Zukunft glänzend vor sich zu sehen. Traurig zieht sie zurück auf den Löwenhof zu ihrer Mutter und Großmutter. Dort wird sie gebraucht, die Zeit hat dem ehrwürdigen Gut zugesetzt. Solveig hat viele Ideen, doch welcher Weg ist der richtige? Ein Besucher aus Amerika und ein attraktiver Geschäftsmann aus Stockholm stoßen für Solveig die Tür auf in die weite Welt. Doch kann sie die Trauer um ihr verlorenes Glück wirklich schon loslassen? Solveig will noch einmal von vorne anfangen, für den Löwenhof und auch für eine neue große Liebe.
(Ullstein)

Meine Meinung:

Wir befinden uns im Jahre 1967 und lernen Solveig kennen. Solveig ist eine selbstständige Frau, die gerade mitten im Studium der Veterinärmedizin steckt. Sie ist bis über beide Ohren verliebt, hat sich gerade mit ihrem Traummann verlobt und blickt in eine glanzvolle Zukunft. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihr. Solveig sucht Trost auf dem Gut ihrer Familie – dem Löwenhof. Ihre Mutter Mathilda und Großmutter Agneta bewirtschaften diesen seit vielen Jahren. Der Zahn der Zeit nagt etwas am Löwenhof, der in vielen Dingen in der Zeit steckengeblieben zu sein scheint. Kann die Familie noch einmal das Ruder umreißen und dem Löwenhof wieder zu seinem einst glanzvollen Ruhm verhelfen?

Es war schön zu sehen, wie sehr sich das Leben in Schweden seit 1913, als der 1. Teil spielte, gewandelt hat. Frauenrechte sind ein noch größeres Thema, die Technik schreitet weiter voran und es waren alle froh, den 1. Weltkrieg überstanden zu haben. Ich habe mich sehr gefreut wieder auf den Löwenhof zurückzukehren, denn der Gutshof wurde abermals wunderschön beschrieben. Auch gab es ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern. Leider hat der Zahn der Zeit etwas am Löwenhof genagt und so hat man inzwischen von vielen Traditionen abgesehen. Es gab keine Jahreszeitenfeste mehr und auch die Jagden wurden verständlicherweise abgeschafft.

Nachdem ich in Band 1 und 2 immer betonen konnte, dass das Pferdethema zum Glück nicht allzu stark thematisiert wurde, ändert sich das im dritten Band. Ganz drum herum kam man nie, da der Löwenhof an der Spitze der Pferdezucht stand, jedoch wurde es nun wirklich sehr stark in der Vordergrund gerückt. Pferde werden einfach nie mein Thema sein und hätte ich die Figuren und den Hof nicht in den ersten beiden Bänden schon liebgewonnen, so hätte ich mich wohl nun durch den letzten Band kämpfen müssen.

Sehr gut gefallen hat mir wieder einmal die Charakterentwicklung. Mittlerweile begleiten wir die dritte Generation und können trotzdem immer den Werdegang unserer Hauptprotagonisten aus  Band 1 und 2 weiterverfolgen. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass insgesamt Agneta den meisten Raum eingenommen hat. Vielleicht liegt es daran, dass wir Agneta nun am längsten von allen kennen oder aber auch daran, dass Agneta einfach ein bisschen mehr zu kämpfen hatte. 1913 waren die Dinge einfach sehr viel anders als nun 1967. Mathilda hingegen blieb recht blass im letzten Band – schade, denn ich hatte sie so kämpferisch in Erinnerung.

Auch im 3. Teil wird viel auf die damaligen historischen Geschehnisse Bezug genommen. Ich fand die Verarbeitung der vielfältigen Themen sehr gelungen und wirklich interessant. Insgesamt liegt der Fokus aber nicht auf den historischen Aspekten, vielmehr haben wir wieder ein Familiendrama, in dem es sich viel um die Liebe und den persönlichen Weg durchs Leben. Aufgrund der interessanten Figuren, die alle nicht unterschiedlicher sein könnten, kam nie Langeweile auf. Natürlich treffen manche Figuren nicht immer die schlauesten Entscheidungen, aber das bleibt bei dem Thema wohl nicht aus.

Insgesamt hat mich auch die Fortsetzung wieder abholen können und ich konnte es kaum erwarten, zu erfahren welches Schicksal alle Figuren ereilen wird. Mit diesem Band endet die Saga um die Frauen vom Löwenhof. Mir haben alle drei Bände viel Spaß gemacht. Jede der Frauen hatte so ihre Eigenheiten und man konnte mit allen dreien mitfiebern. Eine sehr gelungene Saga für mich.

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[Rezension] Nele Neuhaus – Muttertag (Bodenstein & Kirchhoff #9)

[Rezensionsexemplar]
Autorin:
Nele Neuhaus
Titel: Im Wald (Bodenstein & Kirchhoff #9)*
Genre: Kriminalroman
Seitenzahl: 560
Erscheinungsdatum: 19. November 2018
Verlag: Ullstein
Preis: 22,00€ (Gebunden); 16,99€ (E-Book)

Bodenstein & Kirchhoff Reihe

  1. Eine unbeliebte Frau
  2. Mordsfreunde
  3. Tiefe Wunden
  4. Schneewittchen muss sterben
  5. Wer Wind sät
  6. Böser Wolf
  7. Die Lebenden und die Toten
  8. Im Wald
  9. Muttertag

Inhalt: 

„Im Wohnhaus einer stillgelegten Fabrik wird eine Leiche gefunden. Es handelt sich um den ehemaligen Betreiber des Werks, Theodor Reifenrath, wie Kriminalhauptkommissarin Pia Sander feststellt. In einem Hundezwinger machen sie und ihr Chef Oliver von Bodenstein eine grausige Entdeckung: Neben einem fast verhungerten Hund liegen menschliche Knochen verstreut und die Spurensicherung fördert immer mehr schreckliche Details zutage. Reifenrath lebte sehr zurückgezogen, seit sich zwanzig Jahre zuvor seine Frau Rita das Leben nahm. Im Dorf will niemand glauben, dass er ein Serienmörder war.

Rechtsmediziner Henning Kirchhoff kann einige der Opfer identifizieren, die schon vor Jahren ermordet wurden. Alle waren Frauen. Alle verschwanden an einem Sonntag im Mai. Pia ist überzeugt: Der Mörder läuft noch frei herum. Er sucht sein nächstes Opfer. Und bald ist Anfang Mai.”

Meine Meinung:

Auf seinem riesigen Landbesitz wird der Besitzer Theo Reifenrath tot aufgefunden. Zunächst ist unklar, ob Theo durch einen Unfall oder Fremdeinwirkung verstorben ist. Als jedoch durch Zufall im Außenbereich seines Hauses menschliche Knochen gefunden werden, nimmt der Fall eine beunruhigende Wende. War Reifenrath ein lang gesuchter Serienmörder? Die Spuren führen zu zahlreichen Vermisstenfällen, die mitunter viele Jahre zurückliegen. Kirchhoff und Bodenstein sind nicht überzeugt, dass Reifenrath ihr gesuchter Serienmörder ist. Doch warum liegen die Knochen dann auf seinem Grundstück? Um die Wahrheit rauszufinden, müssen die beiden tief in der Vergangenheit der gesamten Familie graben.

“Muttertag” ist der bereits 9. Band der Reihe um Bodenstein und Kirchhoff. Zwar entwickeln sich die Charaktere selbst in den Büchern weiter, jedoch sind die Fälle jeweils abgeschlossen, so dass es möglich wäre, die Bücher ohne chronologische Reihenfolge zu lesen.

Da es nicht mein erster Neuhaus war, wusste ich bereits was in etwa auf mich zukommt. Neuhaus hat eine sehr ruhige Art die Story aufzubauen. Alles nimmt sehr langsam an Fahrt auf und wir begleiten viel Ermittlungsarbeit. Mitunter hat mich das etwas an Spannung gekostet in den vorherigen Bänden, in “Muttertag” jedoch war ich vom Anfang bis zum Ende gefesselt. Ich weiß nicht genau, ob es am Fall selbst lag oder ich einfach sehr langsam mit den Charakteren warm geworden bin. Doch insbesondere Pia hat sich mir nun, in Band 9, sehr viel besser erschlossen als zuvor.

Neben unseren beiden Ermittlern haben wir es hier wieder mit einer Vielzahl an Nebencharakteren zu tun. Mir schwante bereits, dass es wieder viele Figuren geben würde, als zu Beginn des Buches 3 Seiten die Charaktere zusammenfassten. An sich ist das ganz hilfreich, jedoch blättere ich in einem E-Book selten zurück, sodass ich mich doch auf mein Gedächtnis verlassen musste. Da Nele Neuhaus hier wieder ein ganzes Dorf mit Leben gefüllt hat, sind manche Figuren eben weniger wichtig als andere, jedoch muss man ganz schön am Ball bleiben, um sich alle halbwegs zu merken. Manche Figuren konnte man sich dabei besser merken als andere, die eher ein wenig blass blieben. Auch die Verstrickungen im Ort, wer mit wem, wer ist mit wem verwandt etc. waren sehr komplex, vor allem durch die Pflegschaften.

Gerade das Thema Pflegefamilie wurde sehr interessant verarbeitet. Man möchte sich wünschen, dass es alles Fiktion ist, aber leider ist das Dargestellte wohl gar nicht so weit weg von der Realität. Insgesamt hat mir “Muttertag” wirklich sehr gut gefallen und bildet meinen bisherigen Höhepunkt der Reihe. Hier hat für mich einfach alles gestimmt – die Entwicklung unserer Ermittler, die Darstellung aller wichtigen Charaktere und der Fall an sich.

Bücher

[Rezension] Andreas Gruber – Rachewinter (Walter Pulaski #3)

Autor: Andreas Gruber
Titel: Rachewinter
Reihe: Walter Pulaski #3
Genre: Thriller
Seitenzahl: 592
Erscheinungsdatum: 17. September 2018
Verlag: Goldmann
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)

Reihenfolge:

  1. Rachesommer
  2. Racheherbst
  3. Rachewinter

Inhalt:

“Mehrere Männer im besten Alter, erfolgreich und vermögend, werden grausam ermordet – und obwohl sie in verschiedenen Städten lebten, haben sich alle kurz vor ihrem Tod mit einer geheimnisvollen dunkelhaarigen Frau getroffen. Doch diese bleibt ein Phantom. Das müssen auch Kommissar Walter Pulaski in Leipzig und Anwältin Evelyn Meyers in Wien feststellen, die beide in die Fälle verwickelt werden. Anders als die Polizei lassen sie sich jedoch nicht entmutigen, erst recht nicht, als sie erkennen, dass sie die Mordserie nur gemeinsam lösen können. Allerdings ist der Täter raffinierter, als sie denken – und spielt auch mit ihnen sein gefährliches Spiel …”
(Goldmann)

Meine Meinung:

“Rachewinter” bietet ein erneutes Wiedersehen mit unserem zynischen Ermittler Pulaski und der Anwältin Evelyn. Mehrere vermögende Männer kommen in kurzer Zeit durch rätselhafte Umstände ums Leben. Doch diese Männer leben weit voneinander entfernt, kann es trotzdem Zusammenhänge geben? Pulaski ist an der Aufklärung besonders interessiert, da es sich bei einem der Opfer um den Vater der besten Freundin seiner Tochter handelt. Um seine Tochter und ihre Freundin nun daran zu hindern auf eigene Faust zu ermitteln, hängt sich Pulaski nun besonders herein. Bald schon lassen sich Parallelen zwischen den Opfern finden. Das ganze Ausmaß des Falles kommt jedoch erst sehr viel später ans Licht. Währenddessen forscht auch Evelyn Meyers in einem besonders brenzligen Fall. Wie es das Schicksal so will, treffen die Wege von Evelyn und Pulaski wieder einmal aufeinander…

Auch “Rachewinter” weiß sofort in seinen Bann zu ziehen. Die Story beginnt damit, dass zwei Bauarbeiter durch ein Fenster einen grausamen Mord beobachten. Ein Verdächtiger ist schnell ausgemacht, doch bevor dieser verhaftet werden kann, steht er vor Evelyn Meyers Tür und beteuert seine Unschuld. Zeitgleich wird Pulaski in Leipzig zu einem Hotel gerufen, in dem ein Mann scheinbar bei einem Unfall verstorben ist. Pulaski zweifelt daran und möchte den Fall unbedingt aufklären, da er das Opfer persönlich kannte. Gewisse kleine Ungereimtheiten lassen ihm einfach keine Ruhe und Pulaski glaubt einfach nicht an einen Unfall.

Wie gewohnt haben wir unsere zwei Handlungsstränge, in denen wir abwechselnd Pulaski in Leipzig und Evelyn in Wien begleiten. Neu ist die Tatsache, dass wir auch Pulaskis Tochter und deren Freundin bei ihren zweifelhaften Ermittlungen begleiten, die diese auf eigene Faust durchführen. Zwar landen die beiden Teenies auch mal Volltreffer, die meiste Zeit jedoch möchte man die bei den beiden einfach nur den Kopf schütteln.

Die Story selbst fand ich insgesamt etwas unrund. Lange wurde man auf eine falsche Fährte geführt, ich hatte einige Zweifel und habe dennoch auf eine gelungene Auflösung gehofft. Leider blieb für mich hier das gewisse Extra aus. Mir fehlte ein wenig mehr Einsicht in die Beweggründe des Mörders, vor allem warum genau er einzelne Dinge nun tat. Auch habe ich bis zuletzt auf einen Plottwist gelauert, der aber einfach nicht kam. Es blieb bei der Auflösung, und diese war mir einfach nicht rund genug.

Trotzdem war das Buch lesenswert. Ich bin sehr schnell durch die Seiten geflogen und habe mich über das Wiedersehen mit all den vertrauen Figuren gefreut. Würde ich alle drei Teile der Reihe vergleichen wollen, würde wohl “Rachewinter” auf dem letzten Platz landen, aber eben nur, weil das Ende und die Auflösung einfach nicht mein Fall waren.

Bücher

[Rezension] Andreas Gruber – Racheherbst (Walter Pulaski #2)

Autor: Andreas Gruber
Titel: Racheherbst
Reihe: Walter Pulaski #2
Genre: Thriller
Seitenzahl: 512
Erscheinungsdatum: 14. September 2015
Verlag: Goldmann
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)

Reihenfolge:

  1. Rachesommer
  2. Racheherbst
  3. Rachewinter

Inhalt:

“Unter einer Leipziger Brücke wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau angespült. Walter Pulaski, zynischer Ermittler bei der Polizei, merkt schnell, dass der Mord an der Prostituierten Natalie bei seinen Kollegen nicht die höchste Priorität genießt. Er recherchiert auf eigene Faust – an seiner Seite Natalies Mutter Mikaela, die um jeden Preis den Tod ihrer Tochter rächen will. Gemeinsam stoßen sie auf die blutige Fährte eines Serienmörders, die sich über Prag und Passau bis nach Wien zieht. Dort hat die junge Anwältin Evelyn Meyers gerade ihren ersten eigenen Fall als Strafverteidigerin übernommen. Es geht um einen brutalen Frauenmord – und eine fatale Fehleinschätzung lässt Evelyn um ein Haar selbst zum nächsten Opfer werden …”
(Goldmann)

Meine Meinung:

Pulaski wird zu einer Leiche gerufen, die brutal verstümmelt wurde. Nachdem sich die Tote als Prostituierte herausstellt, scheint die Polizei kein großes Interesse an der Aufklärung des Falles zu haben. Pulaski jedoch findet keine Ruhe, und ermittelt wieder mal auf eigene Faust. Die Mutter der Toten drängt ebenso auf eine Klärung des Mordes und mischt sich immer wieder in die Ermittlungen ein, was die Sache nur noch schwerer macht für Pulaski. Langsam kommt Pulaski auf eine Spur, und diese zieht sich durch verschiedene Städte Europas. Unter anderem landet Pulaski erneut in Wien, wo sich bereits unsere bekannte Anwältin Evelyn Meyers mit einem recht brisanten Fall beschäftigt…

Viel zu lange habe ich mit der Fortsetzung um unseren zynischen Ermittler Pulaski gewartet. Doch da nun der dritte Teil in den Startlöchern stand, wurde es Zeit endlich Teil 2 “Racheherbst” zu lesen.

Pulaski macht seinem Ruf wieder alle Ehre und er ist genau so zynisch und grummelig wie im ersten Band der Reihe. Trotz dessen ist unser Hauptprotagonist eine grundsätzlich sympathische Figur, denn ich finde seine sarkastischen Kommentare und seine pragmatische Sichtweise einfach grandios. Auch das Zusammenspiel mit der Mutter der getöteten jungen Frau, hat etwas von Situationskomik. Mikaela grätscht Pulaski immer wieder in seine Ermittlungen, die ihm sowieso schon erschwert werden, da der Fall eigentlich zu den Akten gelegt werden sollte. Außerdem verstreuen sich die Spuren durch ganz Europa, so dass Pulaski und Mikaela in mehreren Städten recherchieren müssen.

Neben Pulaski und Mikaela haben wir wie gewohnt einen zweiten Erzählstrang, der uns nach Wien zur Anwältin Evelyn Meyers führt. Auch hier geht es recht brisant zu, denn Evelyn soll ihren ersten eigenen Fall übernehmen. Bald kreuzen sich die Wege von Pulaski und Evelyn. Bereits im ersten Band konnten beiden sehr gut miteinander arbeiten, klappt es auch dieses Mal wieder?

Der Fall, den wir hier im Buch präsentiert bekommen, war wirklich sehr spannend und hielt einige Überraschungen bereit. Nur langsam entblößte sich das gesamte Ausmaß und die kurzen Abschnitte aus der Sicht des Mörders waren wirklich hochinteressant. Einige Male wurde man auf eine falsche Fährte geführt, so dass man als Leser damit beschäftigt war, seine eigenen Theorien zusammen zu spinnen.

Im letzten Viertel gab es jedoch nicht mehr ganz so viele Möglichkeiten, in denen man sich verrennen konnte, so dass sich meine Theorie am Ende doch bestätigte. Doch der Ermittlungsweg dorthin war auf jeden Fall sehr spannend umgesetzt und ich bin in nur einem Tag durch die vielen Seiten gerauscht.

Bücher

[Rezension] Chris Carter – Blutrausch (Hunter & Garcia #9)

[Rezensionsexemplar]

Autorin: Chris Carter
Titel: Blutrausch. Er muss töten
Übersetzung: Sybille Uplegger
Reihe: Hunter & Garcia #9
Genre: Thriller
Seitenzahl: 448
Erscheinungsdatum: 24. August 2018
Verlag: Ullstein
Preis: 10,00€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)

Achtung Spoilergefahr! Zwar handelt es sich um abgeschlossene Fälle, jedoch könntet ihr euch hinsichtlich der Charakterentwicklung spoilern.

Reihenfolge:

  1. Der Kruzifix Killer
  2. Der Vollstrecker
  3. Der Knochenbrecher
  4. Totenkünstler
  5. Der Totschläger
  6. Die stille Bestie
  7. I am Death. Der Totmacher
  8. Death Call. Er bringt den Tod
  9. Blutrausch. Er muss töten

Inhalt:

Ein Killer mit Künstlerseele. Das Los Angeles Police Department ist aufgeschreckt. Ein neuer Fall für Robert Hunter und seinen Partner Garcia. Die härtesten Profiler der Welt!

‘Seit 37 Jahren bei der Truppe, und das Einzige, was ich vergessen möchte, ist das, was in diesem Zimmer ist.’
Ein Polizist vom LAPD warnt die Sonderermittler Robert Hunter und Carlos Garcia vor dem schockierenden Anblick. Die beiden Detectives sind auf Morde spezialisiert, bei denen der Täter mit extremer Brutalität vorgegangen ist. Im Morddezernat intern als ultra violent, kurz „UV“ eingestuft. Hunter und Garcia, ausgebildete Kriminologen und Psychologen, sind die UV-Einheit, und der neue Fall sprengt selbst für sie alle Grenzen des Verbrechens. Sie jagen einen Serienkiller, der die Welt einlädt, seine Galerie der Toten zu besichtigen.”
(Ullstein)

Meine Meinung:

Ein Jahr mussten wir nun warten bis der neueste Band der Hunter und Garcia Reihe in die Läden kam. Ich habe mir die Zwischenzeit mit einem kompletten Reread der gesamten Reihe verkürzt, so dass ich nochmal ganz tief in die Welt von Hunter und seinem Partner Garcia eintauchen konnte.

“Blutrausch” bietet wieder mal einen höchst brutalen Fall, der natürlich nur den Auftakt zu einer äußerst gefährlichen Ermittlung ist. Hunter und Garcia werden mit einem Tatort konfrontiert, der ihnen Rätsel aufgibt. Der Täter scheint mit der besonderen Inszenierung des Tatortes etwas sagen zu wollen, doch was genau ist das? Gerade Hunter hat da so seine ganz eigene Theorie. Schon bald müssen unsere beiden Ermittler jedoch auf die Hilfe des FBIs zurückgreifen, die sich nun auch in den Fall einmischen. Gibt es noch mehr Fälle, die auf die Rechnung des selben Täters gehen? Es wird Hand in Hand gearbeitet und Hunter kommt den Täter langsam näher…

Zunächst einmal ist auch “Blutrausch” wieder mal eine wahre Freude beim Lesen. Man fliegt nur so durch die Seiten, es kommt keine Langeweile auf und wie in den meisten Fällen habe ich auch diesen Teil der Reihe in einem Rutsch durchgelesen. Trotzdem sind alle Werke von Chris Carter bei mir immer ein wahrer Drahtseilakt, denn ich bewege mich immer ein wenig zwischen Frustration und dem Drang weiterlesen zu müssen. Carter hat die Angewohnheit viele seiner Kapitel mit einem Cliffhanger enden zu lassen. Da wird dann beschrieben wie dem Ermittler plötzlich ein Licht aufgeht und dem Leser werden noch ein paar Segmente an Infos hingeworfen und schon zieht der Ermittler los, um den Täter zu überführen. Ich als Leser sitze dann meist da und denke: ‘Mhh? Was hab ich verpasst? Was weiß Hunter nun schon wieder, was ich offensichtlich nicht weiß und übersehen habe?’. Und so schafft es Carter trotz meiner Frustration, dass ich wie festgeklebt an diesem Buch sitze und darauf warte, dass Hunter mir seinen Geistesblitz enthüllt.

Ebenso stört mich die immer wieder auftretende Wiederholung von Randinformationen, die man als treuer Leser nun in jedem Band im selben Wortlaut immer wieder lesen muss. Natürlich ist das gut für Leser, die mitten in der Reihe anfangen und so erstmal Hintergrundinfos bekommen, aber gerade wenn man alle Bände hintereinander liest, fällt einem diese Wiederholung enorm auf. Ich empfehle aber sowieso die Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da man so die Charakterentwicklung besser verfolgen kann.

Auch wenn sich das jetzt ein wenig nach Gemecker anhört, hat mir “Blutrausch” wieder wirklich gut gefallen. Carter schafft es einfach mich wirklich komplett zu fesseln und die Bücher lassen sich einfach wunder leicht lesen, und das trotz der eher schweren Kost! Leider hat das Buch mit einem Cliffhanger geendet und ich befürchte man muss nun wieder ein Jahr auf die Fortsetzung warten.

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