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Hörbuchrezension

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[Hörbuchrezension] Ezekiel Boone – Die Brut. Die Zeit läuft (Die Brut #2)

Autor: Ezekiel Boone
Titel: Die Brut. Die Zeit läuft
Reihe: Die Brut #2
Genre: Thriller
Spieldauer: 10 Stunden
Sprecher: Wolfgang Wagner
Erscheinungsdatum: 24. August 2017
Hörbuchverlag: Argon Hörbuch
Preis: 20,95€ (Download); ein Guthaben (Audible), Spotify

Die Brut Reihenfolge:

  1. Die Brut. Sie sind da
  2. Die Brut. Die Zeit läuft
  3. Die Brut. Das Ende naht (Erscheinungstermin: 23. Mai 2018 / E-Book ist schon erhältlich!)

Wer nicht vom Inhalt gespoilert werden möchte, kommt HIER zum 1. Teil der Reihe.

Inhalt: 

„Sie sind da und vermehren sich rasend schnell … Doch das war erst der Anfang!

Fleischfressende Spinnen haben Los Angeles, Oslo, Delhi und Rio de Janeiro befallen. +++ Millionen von Menschen sind weltweit gestorben, China gleicht einem nuklearen Wasteland. +++ Da gibt die Wissenschaftlerin Melanie Guyer Entwarnung: Die Spinnen sterben, die Plage scheint überstanden. Doch hat sie damit recht? +++ In Japan wird ein Kokon gefunden, der Spinneneier gigantischen Ausmaßes enthält. +++ In Los Angeles verlassen Überlebende die Quarantänezone mit Waffengewalt. Weltweit müssen die Regierungen einsehen: Der Ausnahmezustand kann nicht aufgehoben werden. +++ Jetzt muss die Präsidentin der USA mit einer schrecklichen Nachricht an die Presse: Jeder ist auf sich allein gestellt – denn die Spinnen haben sich Wirte gesucht, menschliche Wirte …”
(Argon Hörbuch)

Meine Meinung:

Kurz nachdem ich den ersten Teil der Trilogie gehört hatte, habe ich auch schon zur Fortsetzung gegriffen, da mich die Story echt begeistert hatte und ja diesen Monat bereits der letzte Teil erscheinen soll.

Dass ich Tier-Thriller oder Horror sehr toll finde, muss ich wohl nicht mehr erwähnen. Keine Ahnung was es ist, was mich immer wieder so sehr daran begeistert, aber ich kann einfach nicht die Finger davon lassen. Und auch dieses Mal hat es mich wieder gehörig geekelt und gegruselt, denn ich möchte diesen Spinnen ganz sicher nicht begegnen. Wie gut, dass das alles Fiktion ist…

Die Erzählweise bleibt wie auch im ersten Teil recht sprunghaft, aber wir haben einige Figuren, die wir bereits aus dem ersten teil kennen. Unsere Sicht wechselt wieder zwischen Wissenschaftlern, Ermittlern, Soldaten, Politikern etc. und einigen Menschen, die leider nicht so viel Glück haben. Die wiederkehrenden Personen lernen wir zwar ein wenig besser kennen, jedoch kann man hier natürlich nicht von einem tiefgründigen Charakteraufbau reden. Für die Story fand ich es jedoch wirklich ausreichend.

Nachdem man am Ende des ersten teil fast schon aufatmete, kehren die Spinnen nun mit einer noch größeren Wucht zurück. Die Spinnen scheinen einen Plan zu verfolgen und was hier teilweise beschrieben wird ist wirklich mehr als gruselig und eklig. Eigentlich hatte ich mich ja gefragt, wie man diese Story auf drei teile ausdehnen kann, so langsam verstehe ich aber wohin die Reise gehen soll. Ich hoffe daher, dass Teil 3 nochmal eine Schippe drauflegen wird.

„Sie sind da“ hat mich wieder mal einfach mitgerissen durch die fesselnde und schnell voranschreitenden Story. Die Ereignisse folgen Schlag auf Schlag und die Masse an Spinnen scheint nicht mehr zu bewältigen zu sein. Wer kein Fan von Spinnen ist, der wird vielleicht das ein oder andere Mal von Gänsehaut überzogen werden, zumindest ist es mir einige Male so gegangen.

Abschließend bin ich also sehr gespannt, wie die Story im dritten und letzten Teil vorangetrieben wird und ob die Menschheit wieder die Oberhand gewinnen kann. Da ich leider nicht weiß, wann das zugehörige Hörbuch auf Spotify verfügbar sein wird, kann es sein, dass ich das Buch lesen werde statt zu hören.

Hörbücher

[Hörbuchrezension] Deborah Harkness – Die Seelen der Nacht (All Souls #1)

Autor: Deborah Harkness
Titel: Die Seelen der Nacht
Reihe: All Souls #1
Genre: Fantasy
Spieldauer: 27 Stunden 49 Minuten bzw. 593 Minuten (gekürzte Lesung)
Sprecher: Dana Geissler
Erscheinungsdatum: 19. September 2011
Hörbuchverlag: Random House Audio
Preis: 34,95€ (Download); 16,95€ (Download gekürzt); 11,15€ (CD – gekürzte Lesung); ein Guthaben (Audible)

Reihenfolge:

  1. Die Seelen der Nacht
  2. Wo die Nacht beginnt
  3. Das Buch der Nacht

Inhalt: 

„Eine Liebe, stärker als das Leben selbst …

Diana Bishop ist Historikerin mit Leib und Seele. Dass in ihr zudem das Blut eines uralten Hexengeschlechts fließt, versucht sie im Alltag mit aller Kraft zu ignorieren. Doch als Diana in der altehrwürdigen Bodleian-Bibliothek in Oxford ein magisches Manuskript in die Hände fällt, kann sie ihre Herkunft nicht länger verleugnen: Hexen, Dämonen und Vampire heften sich an ihre Fersen, um ihr das geheime Wissen zu entlocken – wenn nötig mit Gewalt. Hilfe erfährt Diana ausgerechnet von Matthew Clairmont, Naturwissenschaftler, 1500 Jahre alter Vampir – und der Mann, der Diana bald schon mehr bedeuten wird als ihr eigenes Leben …”
(Random House Audio)

Meine Meinung:

Gerade bei Hörbüchern schaue ich immer sehr genau, dass ich keine gekürzte Version erwische, da ich sonst das Gefühl habe, zu viel zu verpassen. Allein deshalb war ich schon verwundert, dass es von “Die Seelen der Nacht” sowohl eine ungekürzte Version mit über 27 Stunden gibt, als auch eine gekürzte mit nur knapp 10 Stunden. Da muss ja schon einiges weggekürzt worden sein, also entschied ich mich natürlich für die lange Version. Ob das so schlau war?

“Seelen der Nacht” ist der Auftakt einer Trilogie rund um die Hexe Diana und den Vampir Matthew. Diana gehört einer alten, mächtigen Hexenfamilie an, möchte jedoch von ihren Kräften so gar nichts wissen. Wenn möglich verzichtet sie komplett auf Magie und versucht so ihre Wurzeln zu verdrängen. Als sie in der Bibliothek ihrer Universität auf ein verschollen geglaubtes Schriftstück stößt, sammeln sich plötzlich überall in ihrer Umgebung übernatürliche Wesen an. Auch der Vampir Matthew heftet sich an ihre Fersen, wobei zunächst unklar ist, was dieser wirklich für Ziele verfolgt…

Was zunächst erstmal ganz interessant klingt, hat sich leider als eine der zähesten Stories, die ich jemals gehört habe, herausgestellt. Die Autorin der Trilogie ist wie ihre Romanfigur Historikerin und mir scheint, dass viel persönliches in die Figur geflossen ist. So gibt es einige Parallelen zwischen der Autorin und der Hexe Diana, was mitunter wie eine kleine Selbstbeweihräucherung wirkte. Diana erfüllt so einige Klischees – sie ist sich ihrer Mächte natürlich nicht bewusst, ist aber selbstverständlich die mächtigste Hexe ihrer sowieso mächtigen Familie, und Diana ist natürlich hübsch, ohne zu wissen, dass sie hübsch ist.

Auch ihr Gegenpart hat so ziemlich in jede bestehende Vampirklischee-Kerbe gehauen, was ihn nicht unbedingt sympathisch machte. Nicht umsonst wird dieses Buch mitunter wohl als “Twilight für Erwachsene” bezeichnet. Die Geschichte schleicht quälend langsam voran, vor allem auch weil die Autorin es wissenschaftlich sehr genau nimmt und auch eine Schwäche für jegliche Details hat.

Ich hatte die Hoffnung, dass das Hauptaugenmerk auf der mysteriösen Geschichte rund um das Manuskript liegt, leider ging es jedoch vordergründig um die Funken, die zwischen der Hexe und dem Vampir sprühen sollten – die ich übrigens so gar nicht gemerkt habe.

Ich habe mich durch dieses Hörbuch gequält, da mir eigentlich der Einstieg total gut gefallen hat. Was daraus wurde, war so gar nicht meins und ich werde die Trilogie definitiv nicht fortsetzen.

Hörbücher

[Hörbuchrezension] Ezekiel Boone – Die Brut. Sie sind da (Die Brut #1)

Autor: Ezekiel Boone
Titel: Die Brut. Sie sind da
Reihe: Die Brut #1
Genre: Thriller
Spieldauer: 9 Stunden 55 Minuten
Sprecher: Wolfgang Wagner
Erscheinungsdatum: 24. Mai 2017
Hörbuchverlag: Argon Hörbuch
Preis: 20,95€ (Download); ein Guthaben (Audible), Spotify

Die Brut Reihenfolge:

  1. Die Brut. Sie sind da
  2. Die Brut. Die Zeit läuft
  3. Die Brut. Das Ende naht (Erscheinungstermin: 23. Mai 2018)

Inhalt: 

„Etwas lebt. Und es vermehrt sich rasend schnell.

Am Amazonas stirbt eine Wandergruppe. Kurz zuvor war ein merkwürdiges Summgeräusch zu hören.
In Indien schnellen die Seismographen in die Höhe, doch es folgt kein Erdbeben.
In China wird eine Atombombe gezündet. Angeblich versehentlich.
In Minneapolis stürzt ein Flugzeug vom Himmel. Im Wrack findet Agent Mike Rich eine verbrannte Leiche aus der etwas Schwarzes kriecht.
Biologin Melanie Guyer erhält in Washington eine FedEx-Sendung. Ein mysteriöser Fund von den Nazca-Linien.”
(Argon Hörbuch)

Meine Meinung:

Bereits seit meiner Teeniezeit habe ich ein absolutes Faible für Tierhorrorfilme. Ob es eine Invasion von Schlangen oder Spinnen ist, oder Riesenhaie und Monsterkrokodile, die ihr Unwesen treiben – ich habe sämtliche Filme in diesem Genre verschlungen. Interessanterweise haben Tierhorrorfilme jedoch oft den Hang in Richtung Trash zu rutschen, manchmal beabsichtigt, manchmal vollkommen unabsichtlich. Manche Filme leben ja gar von ihrem Trash-Niveau. Solange ich mich gut unterhalten fühle, darf es auch gerne mal Richtung Quatsch abdriften. Allerdings weiß ich auch, dass meine Leidenschaft nicht von vielen Menschen geteilt wird, so dass die Meinungen zu „Die Brut“ wohl auch recht weit auseinanderdriften werden.

Als ich also „Die Brut“ entdeckte, hüpfte mein Liebhaber-Herz natürlich gleich auf. Ein Thriller, der von einer Spinneninvasion handelt? Dieses Buch wanderte sehr schnell auf meinen SuB. Die Erzählweise ist recht ungewöhnlich, da wir zwar wiederkehrende Figuren haben, jedoch sehr oft zwischen diesen hin- und herspringen. Unsere Sicht wechselt zwischen Wissenschaftlern, Ermittlern, Soldaten, Politikern etc. und einigen Menschen, die leider nicht so viel Glück haben. Die wiederkehrenden Personen lernen wir zwar ein wenig besser kennen, jedoch kann man hier natürlich nicht von einem tiefgründigen Charakteraufbau reden. Für die Story fand ich es jedoch wirklich ausreichend.

Vom Genre selbst mag man halten, was man möchte, aber ich fand „Die Brut“ hat mich einfach mitgerissen mit seinem spannenden und schnell voranschreitenden Schreibstil. Zu Beginn waren die Beschreibungen noch etwas verhalten, mit der Zeit jedoch wurde es expliziter und auch ekliger. Wer wie ich keine Spinnen mag, der wird vielleicht das ein oder andere Mal von Gänsehaut überzogen werden, zumindest ist es mir einige Male so gegangen.

Insgesamt war „Die Brut“ ein toller Auftakt, auch wenn ich mich frage, wie man die ganze Story noch auf 2 weitere Teile ausdehnt? Ich bin also gespannt wie es in den nächsten beiden Büchern weiter gehen wird und werde sicherlich zeitnah weiterlesen.

Hörbücher

[Hörbuchrezension] Corina Bomann – Die Jasminschwestern

Autor: Corina Bomann
Titel: Die Jasminschwestern
Genre: Roman
Spieldauer: 15 Stunden 56 Minuten
Sprecher: Elena Wilms
Erscheinungsdatum: 08. September 2015
Anbieter: Hörbuch Hamburg
Preis: 12,95€ (CD-gekürzt); 29,95€ (Download-ungekürzt); ein Guthaben (Audible-ungekürzt)

Inhalt: 

Ein Unfall, ein Schock und eine große Frage: Als ihr Freund verletzt ins Koma fällt, flüchtet Melanie Sommer zu ihrer vietnamesischen Urgroßmutter Hanna. Als Hanna merkt, wie sehr die junge Frau mit ihrem Schicksal und der Liebe hadert, erzählt sie ihr zum ersten Mal aus ihrem Leben: Von der dramatischen Kindheit im exotischen Saigon, vom schillernden Berlin der Zwanzigerjahre und einer großen Liebe, von der schweren Zeit während des Krieges und dem Neuanfang als Hutdesignerin in Paris. Hanna hat viel verloren, aber auch unendlich viel gewonnen. Und Melanie erkennt, dass ihre schönste Zeit noch vor ihr liegt – egal, was das Schicksal noch für sie bereithält.
(Ullstein)

Meine Meinung:

Melanie steht kurz vor ihrer Hochzeit mit ihrem Traummann, als dieser bei einem Autounfall verunglückt und ins Koma fällt. Nachdem Melanie wochenlang an seinem Bett saß, merkt sie, dass ihre Kraftreserven schwinden und beschließt eine Auszeit bei ihrer Urgroßmutter Hanna zu machen. Dort angekommen möchte ihre Urgroßmutter sie aufmuntern und so erzählt sie ihr ihre Lebensgeschichte. Beginnend mit ihrer Kindheit in Saigon bis hin zu ihrer Flucht und vielen schweren Jahren, erzählt Hanna sehr emotional von ihrem Leben.

“Die Jasminschwestern” ist mein erstes Buch von Corina Bomann und ich habe vor allem wegen des wunderschönen Covers zu dieser Geschichte gegriffen. Das Wetter wird inzwischen auch wieder schöner und sobald die Sonne herauskommt, bekomme ich immer Lust auf locker, leichte Familiengeschichten.

Die Sprecherin des Hörbuchs hat eine sehr angenehme Stimme und bringt sowohl die emotionalen als auch ernsten Aspekte der Geschichte gut herüber. In der Story springen wir zwischen den zwei Zeitebenen hin und her, wobei die Vergangenheit einen größeren Teil darstellt als die Gegenwart. Hannas Kindheit beginnt sehr glücklich und behütet, durch einige Umstände jedoch muss Hanna sich bald durch das härtere Leben kämpfen.

Doch auch die Gegenwartsgeschichte dient nicht nur als Lückenfüller, denn auch hier spielen sich viele Dinge ab, die die Geschichte am Leben halten. Dadurch, dass man Hanna von Kindesbeinen an verfolgt, kommt man ihr sehr nahe. Obwohl sich Hanna oftmals distanziert gibt, konnte ich mich gut in sie hineinversetzen und es machte wirklich großen Spaß sie zu begleiten. Auch der Wechsel zwischen Glück und Leid ist der Autorin sehr gut gelungen, denn beide Themen liegen hier wirklich sehr nah beieinander. Kaum konnte man aufatmen, lauerte bereits der nächste Schicksalsschlag um die Ecke.

Doch auch wenn Hannas Leben von viel Leid geprägt war, hat sie als alte Dame mit viel positiven Gedanken auf ihr Leben zurückblicken können. Und genau diese Lebensfreude konnte Hanna sehr gut an ihre Urenkelin weitergeben, so dass die Geschichte einfach ein sehr schönes Gefühl hinterlässt.

Hörbücher

[Hörbuchrezension] Stephen King – Finderlohn (Bill Hodges #2)

Autor: Stephen King
Titel: Finderlohn
Reihe: Bill Hodges #2
Genre: Roman
Spieldauer: 14 Stunden 54 Minuten
Sprecher: David Nathan
Erscheinungsdatum: 08. September 2015
Anbieter: Random House Audio
Preis: 19,99€ (CD); 15,95€ (Download); ein Guthaben (Audible)

Bill Hodges Reihe

  1. Mr. Mercedes
  2. Finderlohn
  3. Mind Control

Inhalt: 

„Besessen bis zum Mord. Der neue große Stephen King.

John Rothstein hat in den Sechzigern drei berühmte Romane veröffentlicht, seither aber nichts mehr. Morris Bellamy, ein psychopathischer Verehrer, ermordet den Autor aus Wut über dessen »Verrat«. Seine Beute besteht aus einer großen Menge Geld und einer wahren Fundgrube an Notizbüchern. Bellamy vergräbt vorerst alles – und wandert dummerweise für ein völlig anderes Verbrechen in den Knast. Jahre später stößt der Junge Peter Saubers auf den »Schatz« und unterstützt mit dem Geld bis auf den letzten Cent seine Not leidende Familie. Nach 35 Jahren Haft wird Bellamy entlassen. Er kommt Peter, der nun die Notizbücher zu Geld machen will, auf die Spur und macht Jagd auf ihn. Kann Bill Hodges, den wir als Detective a. D. aus Mr. Mercedes kennen, den Wahnsinnigen stoppen?”
(Random House Audio)

Meine Meinung:

Nachdem mich Mr. Mercedes so begeistert hatte, habe ich mir vom März Guthaben bei Audible gleich den zweiten Teil gegönnt. Auch “Finderlohn” ist wie sein Vorgänger kein Buch, welches ich so von Stephen King erwartet hätte. Vieles im Buch erinnert mehr an einen Thriller als an einen Roman. Zu Beginn des Buches tauchen wir sogleich in die Vergangenheit ein und erfahren vom grausamen Raubüberfall, bei dem der Schriftsteller Rothstein ums Leben kam. Schon hier tauchen wir tief in die gestörte Gedankenwelt von Morris Bellamy ein. Erst viele Hörstunden später taucht auch wieder unser Bekannter Bill Hodges auf.

Nachdem Bellamy den Autoren umgebracht hat, und eine Menge Geld und vor allem sein Hauptziel, jede Menge Notizbücher mit unveröffentlichten Werken, erbeutet hat, wird er für eine andere Straftat ins Gefängnis geschickt. Dort verweilt er die nächsten 35 Jahre. Zuvor hatte er seine Beute in einem vermeintlich sicheren Versteck gebunkert. In der Zwischenzeit jedoch findet ein Schuljunge, Peter, durch Zufall das Geld und die Bücher. Bellamy kommt dem Jungen schnell auf die Spur und macht nun Jagd auf ihn.

Im Laufe der Story wechseln wir die Perspektive zwischen Detective Hodges, Bellamy und Peter. Ich kann wieder kaum sagen was ich spannender fand – die Ermittlungsarbeit oder die irren Gedanken von Bellamy, der den armen Jungen verfolgt.

Die Geschichte kam im Vergleich zu “Mr. Mercedes” etwas schwerer ins Rollen, da ich zu Beginn etwas irritiert war, dass Hodges so lange auf sich warten ließ. Doch letztlich hat es durchaus diese ganze Vorgeschichte gebraucht und wir wissen ja bereits, dass Stephen King auf langes Vorgeplänkel steht.

Nachdem erstmal alle Pfeiler der Geschichte standen, ging es durchaus etwas knackiger zur Sache, wobei ich unseren “Mr. Mercedes” noch eine Ecke irrer fand und etwas mehr Spaß hatte ihn zu verfolgen. Bellamy dagegen wirkt schon fast etwas gesetzter und ruhiger, da er klar seine Ziele verfolgt.

Theoretisch könnte man Finderlohn auch unabhängig lesen, jedoch empfehle ich wie immer die korrekte Reihenfolge. Es wird durchaus Bezug genommen auf den ersten Teil, wenngleich auch im selben Atemzug oft erklärt wird, was mit den Anspielungen gemeint ist. Trotzdem macht vor allem natürlich das Wiedersehen mit bekannten Gesichtern und das Erkennen von alten Ereignissen mehr Spaß, wenn man die Vorgeschichte kennt.

Trotzdem hatte ich wieder viele Stunden Hörspaß und werde natürlich auch den dritten und letzten Teil der Trilogie um Detective Bill Hodges lesen oder auch wieder hören.

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