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Buchrezension

Bücher

[Rezension] Guillermo del Toro & Chuck Hogan – Die Saat (The Strain #1)

Autor: Guillermo del Toro & Chuck Hogan
Titel: Die Saat
Reihe: The Strain #1
Genre: Roman
Seitenzahl: 529
Erscheinungsdatum: 07. Dezember 2009
Verlag: Heyne
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)

Reihe:

  1. Die Saat
  2. Das Blut
  3. Die Nacht

Inhalt: 

„New York, John-F.-Kennedy-Flughafen. Eine Maschine aus Europa landet – und kommt unvermittelt zum Stehen, alle Lichter gehen aus, der Funkkontakt bricht ab. Was ist geschehen? Ein Terroranschlag? Ein Seuchenausbruch? Oder etwas ganz und gar Unvorstellbares?“
(Heyne)

Meine Meinung:

‚The Strain‘ ist vermutlich vielen Serienjunkies ein Begriff. Doch auch ich wusste lange nicht, dass die Serie auf einem Buch, oder vielmehr einer Buchtrilogie, basiert. Von der Serie habe ich bereits die erste Staffel vor etwa 2 Jahren geschaut und dann den Anschluss verpasst. Bevor ich also nochmal neu durchstarte und von vorn beginne, dachte ich mir, dass ich zunächst erst die Bücher dazu lesen möchte. Mittlerweile fasst die Serie 4 Staffeln, womit sie nun auch beendet ist.

Der Auftakt der Trilogie beginnt recht ruhig, da sich viel Zeit genommen wird. So beschäftigt sich gut und gerne das ganze erste Drittel mit der Flugzeugmaschine, welche Behörden verwickelt sind und wie Schritt für Schritt in diesem unbekannten Fall vorgegangen wird. Bis wirklich etwas passiert, gehen einige Seiten ins Land. Trotzdem war ich die ganze Zeit wie gebannt, denn die beklemmende Atmosphäre war praktisch greifbar. Man wartete nur darauf, dass jeden Moment etwas schreckliches passieren wird.

Auch unsere Hauptfiguren werden zunächst eingeführt. So gehen wir beispielsweise auch in die weit zurückliegende Vergangenheit, und erfahren viele interessante Sachen, die zugleich sehr wichtig sind für unsere gegenwärtige Situation. Dadurch, dass ich die erste Stafel bereits gesehen habe, hatte ich auch für alle Charaktere direkt ein Gesicht vor Augen. Ich muss jedoch sagen, dass die Serie tatsächlich sehr nah an der Vorlage geblieben ist, wenn auch mit kleinen Abweichungen, und ich auch die Besetzung sehr gelungen und passend finde.

Trotz des langsamen Starts, finde ich Teil 1 der Reihe sehr gelungen. Die greifbare, beklemmende Atmosphäre war einfach unglaublich. Ich habe jede Sekunde erwartet, dass etwas schreckliches passieren würde. Der Werdegang einzelner Personen war extrem interessant und ich brenne darauf bald mit der Reihe fortfahren zu können!

Bücher

[Rezension] Michael Robotham – Die Rivalin

Autor: Michael Robotham
Titel: Die Rivalin*
Genre: Thriller
Seitenzahl: 512
Erscheinungsdatum: 27. Dezember 2017
Verlag: Goldmann
Preis: 14,99€ (Broschiert); 9,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„Agatha, Ende dreißig, Aushilfskraft in einem Supermarkt und aus ärmlichen Verhältnissen, weiß genau, wie ihr perfektes Leben aussieht. Es ist das einer anderen: das der attraktiven Meghan, deren Ehemann ein erfolgreicher Fernsehmoderator ist und die sich im Londoner Stadthaus um ihre zwei Kinder kümmert. Meghan, die jeden Tag grußlos an Agatha vorbeiläuft. Und die nichts spürt von ihren begehrlichen Blicken. Dabei verbindet die beiden Frauen mehr, als sie ahnen. Denn sie beide haben dunkle Geheimnisse, in beider Leben lauern Neid und Gewalt. Und als Agatha nicht mehr nur zuschauen will, gerät alles völlig außer Kontrolle …“
(Goldmann)

Meine Meinung:

Agatha lebt kein unbekümmertes Leben. Sie findet sich nicht sonderlich hübsch, hat einen sehr unangenehmen Chef im Supermarkt und wurde auch in ihrer Vergangenheit sehr vom Leben gebeutelt. Aus der Ferne beobachtet sie Meghan, die scheinbar alles hat, was Agatha sich schon immer erträumt hat. Ein attraktiver Ehemann, zwei süße Kinder – einfach ein perfektes Leben. Agatha freundet sich nach einiger Beobachtungszeit mit Meghan an. Meghan jedoch hat keinerlei Ahnung, auf was sie sich damit eingelassen hat…

‚Die Rivalin‘ war mein erstes Buch von Michael Robotham und ich war sofort Feuer und Flamme, als ich das Cover und den Klappentext gesehen hatte. Die Story klang einfach wie für mich gemacht. Im Klappentext wird es nicht erwähnt, jedoch verrät das Cover bereits ein weiteres Detail der Geschichte – der Kinderwagen im Hintergrund steht dort nicht umsonst. Bereits auf den ersten Seiten der Geschichte wird dem Leser klar, dass beide Frauen, Agatha und Meghan, schwanger sind. Dieser Umstand trägt erheblich zur Geschichte, aber natürlich möchte ich nicht zu viel verraten.

Über die ganze Story hinweg lesen wir abwechselnd ein Kapitel aus Meghans und Agathas Sicht. Manchmal überschneiden sich die Ereignisse hier, so dass wir diese aus zwei Sichten erzählt bekommen, meistens jedoch sind die Kapitel fortführend in der Story. Ich fand den Wechsel zwischen den beiden Perspektiven sehr gelungen, ich hatte das Gefühl beide Frauen gleich gut kennen zu lernen. Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, da ich ihn sehr leicht zugänglich und flüssig fand.

Für einen Thriller hat ‚Die Rivalin‘ recht viele Seiten, jedoch fand ich keine einzelne davon unnötig. Ich war fortwährend von der Story gefesselt und konnte den Ausgang der Geschichte kaum erwarten. Im Laufe der Story werden noch ein paar kleinere und größere Geheimnisse der beiden Frauen gelüftet, was enorm dazu beigetragen hat, dass ich das Buch kaum weglegen konnte.

Insgesamt war ‚Die Rivalin‘ ein sehr gelungener Thriller, der schon viel mehr in Richtung Psychothriller geht. Das Buch war sicherlich nicht das letzte, was ich von Michael Robotham gelesen haben werde.

Bücher

[Rezension] Sarah Lark – Das Geheimnis des Winterhauses

Autor: Sarah Lark
Titel: Das Geheimnis des Winterhauses*
Genre: Roman
Seitenzahl: 528
Erscheinungsdatum: 24. November 2017
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 19,90€ (Gebunden); 15,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„Ein großer Familienroman über Verrat und Vertrauen, Hass und Liebe

Wien, Gegenwart: Für Ellinor bricht eine Welt zusammen, als eines Tages durch Zufall ein lang gehütetes Geheimnis ans Licht kommt: Ellinor und ihre Mutter sind mit dem Rest der Familie nicht blutsverwandt. Auf der Suche nach ihren familiären Wurzeln macht sich Ellinor auf den Weg nach Dalmatien und Neuseeland, wo sie einer tragischen Liebesgeschichte und einem großen Familiendrama auf die Spur kommt …
Diese Reise bringt ihr Leben durcheinander und ihre Ehe ins Wanken. Wird sie am Ende Geborgenheit und ihr Glück finden?

Ein dunkles Familiengeheimnis, eine unglaublich starke Geschichte, große Frauenunterhaltung“
(Bastei Lübbe)

Meine Meinung:

Weil ihre Cousine Karla dringend eine Spenderniere braucht, lässt sich unsere Hauptprotagonistin Ellinor testen, ob sie für eine Spende in Frage kommt. Hierbei stellt sich heraus, dass Ellinor gar nicht verwandt ist mit ihrer Cousine. Es kommt ans Tageslicht, dass Ellinor und ihrer Mutter beide nicht blutsverwandt mit dem Rest der Familie sind. Ellinor möchte gerne mehr herausfinden und so verschlägt sie ihr Weg zunächst nach Kroatien und anschließend nach Neuseeland. Bei ihrer Recherche stößt Ellinor auf sehr verzwickte Familienverhältnisse, die gar nicht so leicht zu durchschauen sind…

Unsere Geschichte beginnt in Wien, wo uns zunächst Ellinor, ihre Familie und auch ihr Ehemann näher gebracht werden. Es scheint so, dass Ellinor momentan sowieso nicht sehr zufrieden mit einigen Aspekten in ihrem Leben ist und so kommt ihr die Suche nach ihren Wurzeln eigentlich ganz recht. Ellinor fackelt nicht lange und begibt sich nach Kroatien, wo sie bereits einen großen Teil des vergangenen Familiendramas lüften kann. Hierbei wird zwischen den zwei Zeitebenen hin und her gesprungen, da wir die Vergangenheit aus alten Tagebucheinträgen erfahren. Doch leider verliert sich die Spur in Kroatien und Ellinor muss in Neuseeland weiter forschen. Auch hier wird der Leser wieder mittels alter Tagebucheinträge in die Vergangenheit befördert.

Sehr interessant waren hier die vielen geschichtlichen Infos zu Neuseeland, von denen auch mir einige neu waren. Es wurde sehr detailliert auf die damalige Zeit und die Einwanderungswellen eingegangen. Der Wechsel zwischen den Tagebucheinträgen und der Gegenwart war sehr gelungen, da hier nicht kapitelweise gewechselt wurde, sondern man längere Passagen zu lesen bekam. So konnte man ganz in die jeweilige Zeit eintauchen. Auch generell finde ich den Schreibstil von Sarah Lark sehr angenehm zu lesen.

Insgesamt war ich recht angetan von diesem Familiendrama, das wirklich sehr weitläufig war und letztlich auch mehrere Generationen umfasste. Die weiblichen Charaktere empfand ich wieder einmal als etwas anstrengend, da die Damen sehr naiv und gutgläubig waren und sich damit ins Unglück stürzten – obwohl sie natürlich hinreichend gewarnt wurden und gute Ratschläge bekamen. Und als hätte das Familiendrama der Vergangenheit selbst noch nicht gereicht, hat die Autorin am Ende sogar noch eine Überraschung für unsere Hauptprotagonistin bereitgehalten – wenngleich diese aber wohl voraussehbar war.

Bücher

[Rezension] Laura Walden – Der Fluch der Maorifrau

Autor: Laura Walden
Titel: Der Fluch der Maorifrau
Reihe: Neuseeland-Saga #1
Genre: Roman
Seitenzahl: 557
Erscheinungsdatum: 11. November 2008
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 8,99€ (Taschenbuch); 7,99€ (E-Book)

Reihe:

  1. Der Fluch der Maorifrau
  2. Im Tal der großen Geysire
  3. Das Geheimnis des letzten Moa
  4. Der Schwur des Maori-Mädchens
  5. Die Maori-Prinzessin
  6. Die Spur des Maori-Heilers
  7. Das Versteck am Ende der Klippen
  8. Das Erbe des Maori-Häuptlings

Die Bücher der Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden.

Inhalt: 

„Kurz vor ihrer Hochzeit reist die junge Hamburgerin Sophie nach Neuseeland, wo ihre Mutter Emma den Tod fand. Zu ihrer Überraschung erfährt sie, dass Emma Neuseeländerin war und ihr dort ein Haus und ein beachtliches Vermögen hinterlassen hat. Sophie ist verstört: Warum hat Emma all das nie erwähnt?

Nur Emmas Tagebuch kann das Geheimnis lüften, in dem sie die Geschichte ihrer Familie offenbart. Fasziniert vom Schicksal ihrer Vorfahren, taucht Sophie ein in eine exotische Welt voller Gefahren, und sie begreift, dass ihre Mutter sie schützen wollte – vor einem Unheil bringenden Fluch.“
(Bastei Lübbe)

Meine Meinung:

‚Der Fluch der Maorifrau‘ erzählt die Geschichte einer ganzen Familie über viele Generationen hinweg. Wir lernen Sophie kennen, die im heutigen Hamburg lebt. Ihre Mutter ist überraschend bei einem Unfall verstorben hinterlässt ihr ein Haus in Neuseeland. Doch woher kommt auf einmal dieser Familienbesitz? Sophie weiß von nichts und reist deshalb nach Neuseeland um ihre Familiengeschichte zu erforschen. Sie hofft vor allem durch das Tagebuch ihrer Mutter etwas Licht ins Dunkel zu bringen…

Da ich ein Fan von Familiengeschichten bin und auch Neuseeland liebe, war das Buch die ideale Mischung für mich. Wir bewegen uns abwechselnd in der heutigen Zeit und der Vergangenheit, die uns durch Tagebucheinträge näher gebracht wird. Hier beginnen wir recht frühzeitig um 1860 herum und begleiten so nach und nach die verschiedenen Frauen der Generationen.

Die Frauen haben alle eines gemeinsam – sie sind zwar allesamt recht liebenswert, aber durch die Bank weg sehr naiv, leichtgläubig und teilweise leider etwas doof. Es scheint sich durch die Generationen hindurch vererbt zu haben, dass alle Figuren es lieben, äußerst blöde Entscheidungen zu treffen.

Das war in Generation 1 und 2 noch recht amüsant und hat eher zum Augenrollen geführt, mit der Zeit jedoch wurde es etwas anstrengend. Ich wollte am liebsten in die Geschichte greifen und die Damen kräftig schütteln – allen voran Sophies Mutter, die sich blauäugig ins Chaos gestürzt hat.

Die Geschichte insgesamt ließ sich sehr gut lesen, da der Schreibstil sehr leicht zugänglich war. Leider fand ich, dass einige Aspekte etwas schnell abgehandelt wurden. Auch das Ende kam sehr plötzlich und wurde gefühlt auf den letzten 5 Seiten abgehandelt.

Alles in allem eine recht unterhaltsame Geschichte, die zwar nicht in sehr in die Tiefe geht, aber mich vor allem durch das Setting begeistern konnte. Die Geschichte des Landes wurde ein wenig angeschnitten und auch die Kultur der Maori, was mir wirklich sehr gefallen hat.

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