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Buchrezension

Bücher

[Rezension] Sarah J. Naughton – The Other Couple

[Rezensionsexemplar]

Autor: Sarah J. Naughton
Titel: The Other Couple – Böses Erwachen
Genre: Roman
Seitenzahl: 400
Erscheinungsdatum: 31. Mai 2019
Verlag: Ullstein
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)

Inhalt: 

Asha schwebt im siebten Himmel: Ausgerechnet sie, das unscheinbare Mädchen von nebenan, hat eine gute Partie gemacht. Oliver ist attraktiv, charismatisch und erfolgreich, und ihre Vorfreude auf die Flitterwochen in Vietnam entsprechend groß. Doch kaum sind sie dort, ist Oliver seltsam distanziert und sucht ständig Streit.
Als Asha im Krankenhaus langsam zu Bewusstsein kommt, kann sie sich an nichts erinnern. Nur eines weiß sie: Die Idylle ist zum Albtraum geworden. Denn Oliver ist tot.
(Ullstein)

Meine Meinung:

Asha hat scheinbar das große Los gezogen, denn ausgerechnet sie hat sich den erfolgreichen Geschäftsmann Oliver geangelt. Zwar ist seine Familie nicht gerade von ihr begeistert, doch Asha lässt sich nicht beirren. Glücklich treten die beiden ihre Hochzeitsreise nach Vietnam an. Doch kaum dort angekommen, verändert sich Oliver. Er wirkt distanziert und geht ihr aus dem Weg. Die Idylle ist schnell getrübt, denn eines Morgens wacht Asha in einem Krankenhaus auf und Oliver ist tot…

Was genau ist also passiert? Asha hat leider Erinnerungslücken, so dass auch wir Leser zunächst nicht mehr wissen als sie. Im Laufe der Story springen wir zwischen verschiedenen Zeitpunkten umher. So erfahren wir, dass Oliver bereits zur Hochzeit distanziert wirkte, und beginnen, die Ereignisse von hinten aufzurollen. Nach und nach erleben wir die Hochzeit, die ersten Tage der Flitterwochen und nähern uns immer mehr dem tragischen Ereignis.

Dadurch, dass man bereits wusste, dass Oliver sterben wird, fiebert man förmlich auf das Ereignis hin. Ich zumindest war sehr gespannt, wie der gute Oliver denn nun zu Tode kommt. Das ganze Drumherum war auch recht spannend erzählt, auch wenn einige Nebenfiguren eher skurril als glaubwürdig waren. Ich hatte immer mal wieder jemand anderen im Verdacht, die letztliche Auflösung war jedoch ganz anders als ich gedacht hätte.

Wir erleben im Laufe der Story ein paar Wendungen, die Licht ins Dunkel bringen. Ich muss zugeben, dass ich mir das Ende etwas anders vorgestellt habe, aber im Großen und Ganzen war es durchaus in Ordnung, wenn auch fast schon ein wenig kitschig.

Naughtons Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Eine gute Portion Spannung und ein roter Faden, der sich spürbar durch das Buch gezogen hat. Ich mag ihre Art zu schreiben, daher werde ich mir demnächst auch mal ihren anderen Thriller “Ich soll nicht lügen” anschauen.

Bücher

[Rezension] Joël Dicker – Das Verschwinden der Stephanie Mailer

[Rezensionsexemplar]

Autor: Joël Dicker
Titel: Das Verschwinden der Stephanie Mailer
Genre: Roman
Seitenzahl: 672
Erscheinungsdatum: 02. April 2019
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 25,00€ (Gebunden); 18,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Es ist der 30. Juli 1994 in Orphea, ein warmer Sommerabend an der amerikanischen Ostküste: An diesem Tag wird der Badeort durch ein schreckliches Verbrechen erschüttert, denn in einem Mehrfachmord sterben der Bürgermeister und seine Familie sowie eine zufällige Passantin. Zwei jungen Polizisten, Jesse Rosenberg und Derek Scott, werden die Ermittlungen übertragen, und sie gehen ihrer Arbeit mit größter Sorgfalt nach, bis ein Schuldiger gefunden ist. Doch zwanzig Jahre später behauptet die Journalistin Stephanie Mailer, dass Rosenberg und Scott sich geirrt haben. Kurz darauf verschwindet die junge Frau … – Die idyllischen Hamptons sind Schauplatz einer fatalen Intrige, die Joël Dicker mit einzigartigem Gespür für Tempo und erzählerische Raffinesse entfaltet.”
(Bastei Lübbe)

Meine Meinung:

Joël Dicker ist ja seit einiger Zeit in aller Munde mit seinen Büchern. Als nun vor Kurzem die Serie zu seinem Buch “Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert” erschien, dachte ich, es wäre langsam mal Zeit endlich etwas von ihm zu lesen. Doch statt mit dem Buch zur gleichnamigen Serie zu beginnen, habe ich mir sein neuestes Werk geschnappt.

In “Das Verschwinden der Stephanie Mailer” befinden wir uns in der idyllischen Stadt Orphea. Im Jahre 1994 passierte dort ein schreckliches Verbrechen. Der Bürgermeister und seine sowie eine zufällig vorbeikommende Joggerin sterben bei einem bestialischen Mord. Schnell wird ein Schuldiger gefunden und der Fall damit zu den Akten gelegt. Doch nun, 20 Jahre später, kommt die Journalistin Stephanie Mailer auf die damals ermittelnden Polizisten zu, und behauptet, dass diese sich geirrt haben. Kurz darauf verschwindet Stephanie spurlos. Ist an ihren Zweifeln bezüglich der Morde etwas dran?

Dicker hat in seinem Werk eine sehr große Welt geschaffen. Es prasseln sehr viele Charaktere auf den Leser ein und tatsächlich ist es mitunter etwas schwer dem Ganzen zu folgen. Man muss der Geschichte sehr aufmerksam folgen, um alle Zusammenhänge greifen zu können. Auch die Geschichte selbst ist sehr verstrickt und kleinteilig. Hier gibt es keinen geradlinigen Weg zur Lösung. Nein, Dicker biegt um zig Ecken, um am Ende das Ganze ein wenig unspektakulär enden zu lassen.

Zugegeben, ich hatte wohl etwas hohe Erwartungen an den Autoren, denn ich hatte im Vorfeld nur Gutes gehört. Inzwischen habe ich des Öfteren gelesen, dass “Das Verschwinden der Stephanie Mailer” wohl nicht so viel Anklang findet wie seine anderen Werke. Was ich jedoch aus dem Roman mitnehme, ist, dass ich seinen Schreibstil durchaus gut finde. Man muss sich nicht durch die Kapitel quälen, obwohl ist im mittleren Drittel tatsächlich etwas zäh wurde. Obwohl alles so verstrickt war, hätten ein paar weniger Seiten dem Buch wahrscheinlich gut getan. Auch war das ganze Thema um das Theaterstück nicht so ganz mein Fall.

Insgesamt war “Das Verschwinden der Stephanie Mailer” aber durchaus ein solider Roman. Ich habe trotzdem die Hoffnung, dass die anderen Bücher mir noch ein wenig besser gefallen werden. Als nächstes werde ich wohl zu “Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert” greifen, damit ich bald mit der Serie starten kann.

Bücher

[Rezension] Malin Persson Giolito – Quicksand. Im Traum kannst du nicht lügen

[Rezensionsexemplar]

Autor: Malin Persson Giolito
Titel: Quicksand. Im Traum kannst du nicht lügen
Genre: Roman
Seitenzahl: 461
Erscheinungsdatum: 04. April 2019
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 11,00€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Stockholm: Nach einem Blutbad an einem Gymnasium steht die achtzehnjährige Maja vor Gericht. Sie hat geschossen, und unter den Toten sind ihre beste Freundin Amanda, ihr Freund Sebastian und der Lehrer Christer. Wie konnte es dazu kommen, dass dieses einstmals so beliebte Mädchen zur meistgehassten Person Schwedens wurde? Und ist sie überhaupt eine Mörderin?”

Meine Meinung:

Auf das Buch “Quicksand” bin ich durch die gleichnamige Netflix Serie aufmerksam geworden. Die Serie basiert auf dem Buch von Malin Persson Giolito. Bevor ich die dazugehörige Serie gucke, wollte ich unbedingt vorher noch das Buch lesen – das ist meistens meine bevorzugte Reihenfolge.

Zu Beginn bekommen wir lediglich eine kurze Szene aus einem Klassenzimmer geliefert. Unsere Hauptprotagonistin Maja schildert eine Momentaufnahme direkt nach dem verheerenden Ereignis. Doch was genau ist passiert? Darüber lässt man uns zunächst im Unklaren, denn danach geht es direkt mit einem Zeitsprung in die Gerichtsverhandlung. Maja ist angeklagt, doch auch jetzt ist noch nicht ganz klar, was eigentlich passiert ist. Majas Schilderung driftet immer wieder zu Erinnerungen in die Vergangenheit zurück. Zwar verfolgt man im Buch die Gerichtsverhandlung chronologisch, jedoch wird diese immer wieder von Majas Erinnerungen an zurückliegende Ereignisse unterbrochen. Und das ist auch gut so und vor allem wichtig. Denn nur so kann man die Geschehnisse in seiner Gänze begreifen. Hier reicht keine einfache Schilderung der letzten Tage vor dem Blutbad, man muss sehr viel weiter ausholen.

Maja ist ein privilegiertes Mädchen aus einer intakten Familie. Äußerlich schon recht erwachsen, kämpft sie jedoch innerlich mit dem Erwachsenwerden. Maja steht an der Schwelle zum Erwachsenwerden und hat noch vieles zu lernen. Sie trifft viele dumme Entscheidungen und ist einfach sehr naiv in vielen Dingen. Oftmals habe ich gelesen, dass die Leser Maja unsympathisch finden. Das kann ich gar nicht mal so sagen. Im Laufe des Buches macht sie eine große Entwicklung durch und gerade durch die ausschweifende Erzählung bekommt sie sehr viel Tiefe und ich konnte einigermaßen nachvollziehen warum Maja so ist, wie sie eben ist. Sie ist eben noch keine gefestigte Person und weiß manche Dinge einfach nicht richtig einzuschätzen. Auch ihre Art am Anfang des Prozesses hat auf mich erst mal befremdlich gewirkt, doch hat man erstmal die ganze Geschichte erfahren, kann man das auch besser nachvollziehen.

Das erste Drittel des Buches ist mir ein wenig schwer gefallen. Man hat die ganze Zeit nur die Gewissheit, dass etwas furchtbares passiert ist. Was jedoch genau und vor allem warum – das wird erst im Laufe der Geschichte klar. Daher hat mir vor allem die Neugierde durch den Anfang des Buches geholfen, ansonsten hätte ich es vermutlich etwas zäh empfunden. Es wirkte alles sehr monoton und antriebslos – äußerst passend für Maja in der Situation – für mich als Leser jedoch eher ermüdend. Doch die Geschichte nimmt an Fahrt auf, man taucht immer tiefer in die Geschehnisse und kann das Unglück heranbrausen sehen.

Im Anschluss habe ich dann die Serie geschaut, die ich tatsächlich sehr gut umgesetzt finde. Auch in Kombination mit dem Buch hat mir das wirklich gefallen. Der ganzen Thematik ist es natürlich geschuldet, dass sowohl Serie als auch Buch keine Gute-Laune-Unterhaltung sind. Was hier in der Story geschildert wird ist schrecklich, traurig und macht betroffen. Wer jedoch darauf gefasst ist, der wird mit dem Buch auch zufrieden sein.

Bücher

[Rezension] Neal & Jarrod Shusterman – Dry

[Rezensionsexemplar]

Autor: Neal & Jarrod Shusterman
Titel: Dry
Übersetzung: Pauline Kurbasik, Kristian Lutze
Genre: Jugendbuch
Seitenzahl: 336
Erscheinungsdatum: 22. Mai 2019
Verlag: Fischer Sauerländer
Preis: 15,00€ (Broschiert); 12,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.
Niemand glaubte, dass es soweit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In den Nachrichten heißt es nur, die Bewohner Kaliforniens sollen sich gedulden. Aber als das Problem nicht nur mehrere Stunden, sondern Tage bestehen bleibt, geduldet sich niemand mehr. Die Supermärkte und Tankstellen sind auf der Jagd nach Wasser längst leer gekauft, selbst die letzten Eisvorräte sind aufgebraucht. Jetzt geht es ums Überleben.”

Meine Meinung:

Obwohl ich inzwischen gar nicht mehr viele Jugendbücher lese, schafft es Neal Shusterman doch immer wieder mein Interesse zu wecken. So auch mit seinem neuesten Werk, welches er zusammen mit seinem Sohn Jarrod geschrieben hat.

“Dry” spielt in der Gegenwart in Kalifornien. Der Sommer ist heiß und als unsere Hauptfigur Alyssa das Wasser aufdreht, kommt nichts aus dem Wasserhahn. Erst glaubt sie an ein handwerkliches Problem, doch in der gesamten Nachbarschaft scheint das Wasser abgestellt worden zu sein. Aber nicht nur dort – das Problem scheint weite Teile Kaliforniens zu betreffen. Die Bewohner werden dazu aufgerufen, sich zu gedulden. Doch schon in den ersten Minuten bricht Chaos aus, als zig Menschen in die Supermärkte stürmen, um die letzten Wasservorräte zu erbeuten. Schnell wird klar, dass es sich nicht nur um eine kurze wasserlose Periode handelt, sondern dass diese andauern wird.

Die beiden Autoren schildern sehr eingänglich, was die Wasserknappheit bei den Menschen auslöst. Chaos wäre wohl noch untertrieben, denn schnell geht es ums nackte Überleben. Menschen, die zu lange nichts mehr getrunken haben, werden als “Wasserzombies” bezeichnet, was ziemlich zutreffend ist. Die Schilderungen erinnern schnell an eine Zombieapokalypse. Wir erfahren die Geschichte hauptsächlich aus Alyssas Sicht, doch auch die anderen Jugendlichen, mit denen sie sich zusammentut, kommen abwechselnd zu Wort.

Einem Jugendbuch entsprechend liest sich die Geschichte recht einfach, aber ohne zu salopp zu klingen. Ich konnte mich tatsächlich sehr gut in unsere Protagonisten reinfühlen und hatte beim Lesen richtiggehend Durst bekommen. Wahrscheinlich bin ich auch nicht die Einzige, die nach dem Buch das Bedürfnis hatte, sich einen Vorrat an Wasser zuzulegen.

Das Ganze macht wohl auch viel von der Geschichte aus, denn die Autoren schreiben hier nicht von einer unvorstellbaren Utopie. Nein, im Gegenteil. Das Thema ist sehr greifbar und real, was die ganze Story umso beklemmender macht. Was würde man selbst tun in solch einer Lage? Wäre man fähig, all die Dinge zu tun, die unsere Protagonisten tun müssen, um zu überleben? Ich möchte ehrlich gesagt gar nicht so genau darüber nachdenken, doch eben genau das schaffen die Autoren. Man muss sich als Leser zwangsläufig mit all den unbequemen Dingen beschäftigen.

Mein einziges Problem mit dem Buch waren wohl einzig die etwas naiven Protagonisten. Aber das bringt ein Jugendbuch nun mal so mit sich. Die Charaktere sind keine gefestigten Erwachsenen, sondern eben Heranwachsende. Dass da nicht jede Entscheidung wohl durchdacht und logisch ist, ist dann zu erwarten. Aber so kommt man auch zur Erkenntnis, dass man eben NICHT so handeln würde wie Alyssa und Co.

Mir hat “Dry” wirklich sehr gut gefallen und ich habe tatsächlich das Bedürfnis ein paar Wasserkästen in meiner Wohnung einzulagern.

Bücher

[Rezension] Richard Laymon – Der verrückte Stan

Autor: Richard Laymon
Titel: Der verrückte Stan
Genre: Horror & Thriller
Seitenzahl: 512
Erscheinungsdatum: 12. Dezember 2018
Verlag: Festa
Preis: 14,99€ (Taschenbuch); 4,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Wie böse deine Fantasie auch sein mag – die von Richard Laymon ist schlimmer!

Schleicht der verrückte Stan nachts wirklich durch die Straßen und sucht nach unverschlossenen Türen? Und falls er eine findet? Kommt er dann ins Haus?

23 bitterböse Erzählungen des amerikanischen Kult-Autors. Für Thriller-Fans ein Muss.”
(Festa)

Welche Kurzgeschichten sind enthalten?

Die Seejungfrau
Blarney
Dracusons Chauffeurin
Pannenhelfer
Stickman
Der verrückte Stan
Der Verehrer
Gutenachtgeschichten
Dinker’s Pond
Schlechte Nachrichten
Speisesaal
Schnitt!
Die Annonce
Die Anhalterin
Am Set von Vampire Night
Der Junge, der Twilight Zone liebte
Der Job
Zehn Mücken, dass du’s nicht machst
Choppie
Hammerhead
Der Henker
Die lebenden Toten
Doppeldate

Meine Meinung:

Obwohl mein Lieblingsschriftsteller nun schon vor einigen Jahren verstorben ist, haben wir in Deutschland noch das Glück, dass viele Bücher noch nicht ins Deutsche übersetzt worden sind. So haben wir in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen das Glück, dass noch “neue” Bücher von ihm erscheinen. Beim Heyne Hardcore Verlag kam zwar seit einem Jahr nichts mehr, aber glücklicherweise ist auf den Festa Verlag Verlass. Hier kam zuletzt die Kurzgeschichtensammlung “Der verrückte Stan” heraus.

Ich bin zugegebenermaßen kein riesiger Fan von Kurzgeschichten, aber bei Herrn Laymon mache ich da gerne mal eine Ausnahme. Die Geschichten sind eine Sammlung quer aus allen Jahren, doch egal ob man frühe Werke oder spätere von ihm liest – man erkennt immer Laymon Handschrift. Seine Art Geschichten zu erzählen ist einfach unverkennbar. Die Charaktere sind eher oberflächlich gezeichnet. Wir haben es wie immer mit Charakteren zu tun, die nicht logisch handeln, die sogar eher verrückte Sache tun und in den blödesten Momenten zu Sexgedanken abdriften, statt sich um das Wesentliche zu kümmern. Man möchte so manche Personen einfach mal kräftig durchschütteln, damit diese mal aufwachen und beginnen logisch zu denken. Aber eben genau das macht für mich ein guter Laymon aus! Ich möchte abstruse Geschichten und einfältige Charaktere. Diese Kombination macht für mich eine gelungene Laymon Story aus.

Bei so einer Sammlung kann man natürlich jede Geschichte gleich gut finden, so habe ich auch Favoriten und eben Stories, die mich nicht so ganz überzeugen konnten. Was aber viele der Kurzgeschichten gemeinsam haben, sind die recht offenen Enden. Für manch einem mag das etwas abgehackt wirken, in den meisten Fällen passte es aber zur absurden Grundstimmung. Für mich hatte es etwas von den damaligen “Gänsehaut” Geschichten von R.L. Stine, nur eben in einer sehr erwachsenen Version. Diese Gänsehaut Geschichten endeten oftmals auch mit “WTF-Momenten”.

Laymons Kurzgeschichten Sammlung bietet einiges an Abwechslung, auch wenn sich der rote Faden von einfältigen Charakteren durch sämtliche Geschichten zieht. Meine Favoriten der Sammlung sind “Die Seejungfrau”, “Die Anhalterin” & “Hammerhead”. In den Geschichten haben wir es mit fiesen Babysittern, unheimlichen Seejungfrauen, Zombies und Hexen und vielen mehr zu tun. Die menschlichen Irren kommen aber natürlich auch nicht zu kurz. Kurz um – es sollte für jeden etwas dabei sein. Vorausgesetzt man kann generell etwas mit Laymons Art anfangen. Wer schon vorher kein Fan wird auch hiermit nicht glücklich. Wer allerdings zu seinem ersten Laymon greifen möchte, sollte lieber mit einem seiner normalen Bücher anfangen. “Der verrückte Stan” ist eher etwas für Kenner und Fans von Laymon.

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