[Rezension] Marisa Kashino – Tödliches Angebot

„Das erste Angebot gewinnt. Das letzte kostet Leben.
»Ich werde dieses Haus bekommen, egal, was ich dafür tun muss.« Margo braucht für ihre Familie eine größere Wohnung, koste es, was es wolle. Nach monatelanger frustrierender Suche sieht sie den Inbegriff eines perfekten Lebens vor sich. Getrieben von ihrer Verzweiflung will Margo das Haus kaufen, bevor es überhaupt auf den Markt kommt. Ein bisschen Stalking? Harmlos. Etwas Hausfriedensbruch? Notwendig. Zunehmend skrupellos dringt Margo in das Leben der Hausbesitzer ein, sie umgarnt sie bis zur Erpressung. Bis sie auf Gegenwehr stößt. Die räumt sie so zielstrebig aus dem Weg wie die Geliebte ihres Mannes. Das Verstörende an der Geschichte? Sie werden Margo lieben, selbst wenn das Buch Sie fassungslos nach Luft schnappen lässt. Kann Margo ihr perfektes Leben in ihrem Traumhaus antreten? Natürlich nicht! Dieser Psychothrill kennt keine moralische Grenzen. “
Autorin: Marisa Kashino
Titel: Tödliches Angebot
Übersetzung: Sybille Uplegger
Genre: Thriller
Seitenzahl: 336
Erscheinungsdatum: 29. Januar 2026
Verlag: Ullstein
Preis: 16,99€ (Paperback); 12,99€ (E-Book)
Meine Meinung:
Margo und ihr Ehemann Ian sind auf Haussuche. Nicht aus einer Laune heraus, sondern mit Plan, mit Zukunftsvision und mit dem ganz klaren Wunsch nach Familie. Die aktuelle Wohnung ist zu klein, die Umgebung passt nicht und Margo hat sehr genaue Vorstellungen davon, wie die perfekten vier Wände auszusehen haben. Also besichtigen die beiden Haus um Haus, geben Gebot um Gebot ab und kassieren Absage um Absage. Das Traumhaus bleibt ein Traum.
Bis Margo eines Tages von genau diesem einen Haus erfährt. Dem perfekten Haus. Und während frühere Versuche eher nach dem Prinzip Hoffnung liefen, geht sie dieses Mal deutlich strategischer vor. Erst ein bisschen umhören, dann ein wenig beobachten, dann vielleicht ein kleiner Schritt über Grenzen, die man normalerweise nicht überschreitet. Aus neugierigem Auskundschaften wird sehr zielgerichtetes Nachforschen, aus Nachforschen wird Stalking und irgendwann steht Margo an einem Punkt, an dem sie längst nicht mehr nur zuschaut, sondern aktiv eingreift. Alles für den Lebenstraum vom Eigenheim. Und man ahnt früh, dass diese Reise definitiv nicht bei ein paar harmlosen Tricksereien enden wird.