Browsing Tag

Buchrezension

Bücher

[Rezension] J.D. Barker – The Fourth Monkey

Autor: J.D. Barker
Titel: The Fourth Monkey. Geboren, um zu töten*
Reihe: 4MK Thriller #1
Genre: Thriller
Seitenzahl: 544
Erscheinungsdatum: 27. Dezember 2017
Verlag: Blanvalet
Preis: 14,99€ (Broschiert); 9,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„5 Jahre, unzählige Opfer und ein Serienkiller, der auch nach seinem Tod nicht ruht …

Tue nichts Böses, sonst wird er dich bestrafen. Zuerst wird er einen Menschen entführen, den du liebst. Dann wird er dir ein Ohr des Opfers in einem weißen Geschenkkarton schicken. Daraufhin ein Auge, dann die Zunge. Du kannst versuchen, ihn zu stoppen, aber du wirst es nicht schaffen. Denn er ist der Four Monkey Killer, und er kennt kein Erbarmen. Du kannst nur hoffen, dass er nicht weiß, wer du bist, und dass er es nie erfährt …“
(Blanvalet)

Meine Meinung:

‚The Fourth Monkey‘ beginnt seine Story etwas unkonventionell, da man mitten in die Ermittlungen um einen Serienkiller geworfen wird, der bereits seit einigen Jahren mordet. Detective Porter wird zu einem Unfallort gerufen, an dem untrügliche Zeichen des Four Monkey Killers gefunden wurden. Noch stehen alle vor einem großen Rätsel, doch mit der Zeit werden immer mehr Geheimnisse gelüftet.

Hauptsächlich begleiten wir hierbei Detective Porter, der erstmal recht sympathisch rüberkommt, jedoch scheinbar ein paar Geheimnisse mit sich rumschleppt. Vor allem um seine Frau Helen wird erstmal ein großes Geheimnis gemacht, was sich jedoch später noch lösen wird. Auch die übrigen Beteiligten der Ermittlungen sind allesamt sympathisch, aber eben auch ohne Ecken und Kanten.

Trotz des abrupten Starts kam ich sehr schnell in die Story um den 4MK Killer hinein, was vor allem auch an der übermäßigen Spannung lag. Stetig wurde neue Hinweise entdeckt, so dass ich kaum die Auflösung abwarten konnte. Außerdem wird im Buch recht regelmäßig zwischen der gegenwärtigen Ermittlung und der Vergangenheit des Killers gewechselt. Die Geschichte um die Kindheit des Killers war äußerst interessant und nicht weniger spannend.

Auch der leicht zugängliche und lockere Schreibstil des Autors hat dazu beigetragen, dass ich förmlich durch die Seiten geflogen bin. ‚The Fourth Monkey‘ ist, wie ich gesehen habe, der Auftakt einer Reihe, und ich bin äußerst gespannt wie es mit der Fortsetzung weitergeht. Leider dürfte das noch etwas dauern, da die englischsprachige Ausgabe auch erst für den Sommer 2018 geplant ist.

Bücher

[Rezension] Helen Fields – Die perfekte Gefährtin

Autor: Helen Fields
Titel: Die perfekte Gefährtin*
Reihe: D.I. Callanach #1
Genre: Thriller
Seitenzahl: 476
Erscheinungsdatum: 21. Dezember 2017
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 9,90€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„WIE WEIT WIRD ER GEHEN, UM DIE PERFEKTE FRAU ZU FINDEN?

In der Nähe von Edinburgh werden in einer abgebrannten Waldhütte die Überreste einer Frauenleiche gefunden. Nur wenige Gewebespuren führen zu dem Schluss, dass es sich bei der Toten um die vor Tagen verschwundene Anwältin Elaine Buxton handelt. Detective Luc Callanach, der gerade erst seinen Dienst bei der Police Scotland angetreten hat, leitet die Ermittlungen. Doch er ahnt nicht, dass die echte Elaine Buxton noch lebt und in einem Keller gefangen gehalten wird — von einem Mann, der nur einen Wunsch hat: die Frau zu finden, die er in seine perfekte Gefährtin verwandeln kann. Wird Callanach das Rätsel lösen, bevor der Täter die Geduld mit seinem Opfer verliert?“
(Bastei Lübbe)

Meine Meinung:

In einer einsamen Waldgegend wird eine Frauenleiche gefunden und einzelne, wenige Spuren führen zu dem Ergebnis, dass es sich hierbei um eine bereits vermisste Frau handelt. Der neue Detectice Callanach wird auf den Fall angesetzt, jedoch hat er hier leichte Anlaufschwierigkeiten. Callanach wird von niemandem wirklich freudig empfangen, lediglich eine Kollegin ist ihm gegenüber freundlich gestimmt. Im Buch wird außerdem parallel ein zweiter Fall bearbeitet, wenn auch nicht ganz so intensiv. Ich fand diese Aufteilung jedoch recht gut gemacht, da man so gleich zwei Fälle geboten bekam.

‚Die perfekte Gefährtin‘ ist ein recht ungewöhnlicher Thriller, denn dem Leser ist bereits von Anfang an offenbart worden, wer der gesuchte Killer ist. Immer wieder kann man Kapitel aus der Sicht des Mörders lesen, der damit seine wahren Beweggründe zeigt und vor allem auch klar macht, dass die Polizei nicht sofort auf der richtigen Spur ist.

Es war recht interessant zu sehen wie die Polizeiarbeit voranschreitet, immer mit dem Hintergrund, dass man als Leser ja schon längst die Lösung weiß. Manchmal lagen Dinge für mich quasi auf der Hand, während die Polizei immer noch im Dunkeln tappte.

Da es sich hierbei um den Beginn einer neuen Reihe handelt, wurden wichtige Personen natürlich zunächst vorgestellt. Callanach ist mit einem Päckchen eigener Probleme nach Edinburgh gekommen und schließlich erfährt man auch, was den armen Mann so mürrisch wirken lässt. So richtig warm geworden bin ich mit ihm nicht, da er nicht wirklich sympathisch auf mich wirkte. Auch bei den Nebencharakteren gab es niemanden für mich, mit dem ich besonders mitgefiebert habe.

Die Story selbst war prinzipiell recht interessant, wenn auch nicht sehr schlüssig für mich. Der Mörder war trotz der vielen Einblicke nicht wirklich greifbar für mich, dass ich mich ein wenig durch die Story schleppen musste. Ich würde nicht ausschließen die Reihe weiterzuverfolgen, ich denke, dass ich dem Nachfolgeband sicherlich eine Chance geben würde.

Bücher

[Rezension] Belinda Pollard – Verschollen in der Poison Bay

Autor: Belinda Pollard
Titel: Verschollen in der Poison Bay*
Reihe: Wild Crimes #1
Genre: Krimi
Seitenzahl: 302
Erscheinungsdatum: 25. November 2017
Verlag: Small Blue Dog Publishing
Preis: 16,60€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„Fernsehreporterin Callie Brown ist ein Stadtmensch mit einer Vorliebe für guten Kaffee. Dennoch lässt sie sich darauf ein, mit einer Gruppe alter Freunde durch die unwirtliche Wildnis von Neuseeland zu wandern, in der Hoffnung, über eine zerbrochene Beziehung hinwegzukommen.

Was sie nicht weiß: Jemand hat es auf sie alle abgesehen.

Verloren in einer der entlegensten und rauesten Gegenden Neuseelands und nicht nur den Elementen ausgeliefert, setzt der Überlebenstrieb bei den Wanderern ein. Jeder von ihnen trägt seit zehn Jahren sein eigenes Geheimnis mit sich. Callie muss sich entscheiden, wem sie vertrauen kann, damit sie nicht die Nächste ist, die stirbt …“
(Amazon)

Meine Meinung:

‚Verschollen in der Poison Bay‘ hat sofort mein Interesse geweckt, denn das Cover sieht einfach richtig schön stimmungsvoll aus, und außerdem lese ich unheimlich gerne Bücher, die an Orten spielen, die ich bereits selber bereist habe. Die Gegend um den Milford Sound in Neuseeland gehört zu den schönsten, die ich jemals gesehen habe, auch weil ich damals mit schönstem Wetter alles auskundschaften konnte.

Anders geht es unserer Reisegruppe von 8 Freunden, die sich anlässlich eines Treffens nach vielen Jahren in Te Anau zusammengefunden haben. Te Anau liegt genau an der Grenze zum Fiordland National Park, wo die Truppe eine 10-tägige Wanderung machen möchte. Schnell merkt man, dass nicht Jeder mit Jedem kann, denn offenbar gibt es einige Altlasten und Fehden, die die Freundschaft der Clique belasten.

Die meiste Zeit lesen wir die Geschichte aus der Sicht von Callie, die eigentlich so gar kein Outdoor-Liebhaber ist. Callie können wir dadurch auch im Vergleich am besten kennen lernen, während die anderen Charaktere teilweise recht blass bleiben. Mit der Zeit kam ich aber gut zurecht und konnte alle Namen zuordnen.

Das Buch nimmt sehr schnell an Fahrt auf, denn es vergehen keine 50 Seiten bis durch ein Ereignis alles aus dem Ruder läuft. Das Abenteuer wird zu einem Survivaltrip… Während die Gruppe durch die Wildnis stolpert, können wir zeitgleich an einem Handlungsstrang außerhalb teilnehmen. Erfreulicherweise wird bereits nach der Clique gesucht und wir begleiten einen Polizeibeamten, der langsam davon überzeugt ist, dass es bei dem Verschwinden der Wandergruppe nicht mit rechten Dingen zugeht. Als Leser kann man hier prima miträtseln, da die ganzen Umstände bis zuletzt nicht ganz klar sind.

‚Verschollen in der Poison Bay‘ ist insgesamt eine recht gelungene Mischung aus Thrill und Abenteuer, gepaart mit einigen Beziehungskonflikten. Kein Genre, was ich bisher sehr häufig gelesen haben, aber ich war angenehm überrascht.

Bücher

[Rezension] Armando Lucas Correa – Das Erbe der Rosenthals

Autor: Armando Lucas Correa
Titel: Das Erbe der Rosenthals*
Genre: Roman
Seitenzahl: 432
Erscheinungsdatum: 21. Dezember 2017
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 20,00€ (Gebunden); 15,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„1939 muss die elfjährige Hannah mit ihrer Familie aus Berlin fliehen, denn sie ist Jüdin. Ein Schiff soll sie nach Kuba bringen, doch nur die Wenigsten dürfen die St. Louis dort verlassen. Auch Hannahs Familie wird auseinandergerissen.

2014 sucht die elfjährige Anna nach den Wurzeln ihres bei 9/11 verstorbenen Vaters. Ein Brief ihrer Großtante enthält Fotos und erste Hinweise. Doch erst als sie zusammen mit ihrer Mutter von New York nach Kuba reist, kommt sie der Geschichte ihrer Familie wirklich nahe …

Was bedeutet es, auf der Flucht zu sein, seine Heimat zu verlieren, die Liebsten? Einfühlsam und sprachgewaltig erzählt Armando Lucas Correa die Geschichte zweier Mädchen, die zwei Kontinente und mehr als sechs Jahrzehnte trennen, die aber so vieles verbindet: die Liebe zu ihren Vätern, ihr Überlebenswille, die Hoffnung.“
(Bastei Lübbe)

Meine Meinung:

Unsere Geschichte beginnt 1939 in Berlin, wo die Lage stetig gefährlicher wird für Hannah und ihre Familie, denn sie sind Juden. Hannah muss mitansehen wie ihrer Familie immer mehr genommen wird und schnell wird klar, dass sie Berlin verlassen müssen, bevor sich die Lage weiter zuspitzt. Hannah wird als ein sehr empathisches Mädchen dargestellt und auch sie begreift, dass Berlin keine Sicherheit mehr bietet. Ihre Familie versucht daraufhin Berlin zu verlassen und es wird sehr genau beschrieben, welchen Hürden sie sich dabei stellen müssen.

Parallel erfahren wir die Geschichte von Anna, die in der Gegenwart versucht ihre eigenen Wurzeln zu ergründen. Sie erhält Anhaltspunkte, dass ihre Vorfahren damals von Berlin nach Kuba geflüchtet sind. Sie macht sich auf den Weg nach Kuba, um mehr herauszufinden.

Ich mochte den Stil des Buches, beide Handlungsstränge abwechselnd darzustellen, sehr. Beide Zeitlinien waren sehr spannend und emotional geschrieben, wobei ich mit Hannah etwas mehr mitgefiebert habe. Der Autor hat es mit viel Fingerspitzengefühl geschafft Geschichte und Fiktion zu verbinden, sodass ein Buch mit viel Emotionsgewalt entstanden ist.

Neben der Familiengeschichte der Rosenthals, erfahren wir auch viel über andere Schicksale, die nicht weniger interessant als die der Familie Rosenthal waren. Der Schreibstil des Autoren war sehr flüssig zu lesen. Es wurde nicht davor gescheut Dinge beim Namen zu nennen, um die Grausamkeit jener Zeit zu unterstreichen. Durch diese sehr direkte Art und Weise, konnte ich mich sehr gut in die Figuren hineinversetzen. Man spürt deutlich die Hoffnungslosigkeit und Angst, die zu jener Zeit geherrscht haben.

Insgesamt war ‚Das Erbe der Rosenthals‘ eine sehr gelungene Geschichte für mich, die ich jedem ans Herz legen kann, der sich für Historical Fiction zum Thema Krieg- und Nachkriegszeit interessiert.

Scroll Up