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August 2018

Bücher

[Rezension] Shari Lapena – A Stranger in the House. Das Böse ist näher, als du denkst

[Rezensionsexemplar]

Autor: Shari Lapena
Titel: A Stranger in the House. Das Böse ist näher, als du denkst
Genre: Thriller
Seitenzahl: 334
Erscheinungsdatum: 27. Juli 2018
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 12,90€ (Broschiert); 9,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Für deinen Mann bist du ein Engel, für die Polizei eine Mörderin.

Du bereitest gerade das Abendessen für dich und deinen Ehemann vor, als das Telefon klingelt – es ist der Anruf, den du seit Jahren fürchtest. Kurz darauf erwachst du im Krankenhaus. Du hattest einen Unfall – und kannst dich nicht daran erinnern. Als in der Nähe des Unfallortes eine Leiche gefunden wird, glaubt die Polizei an einen Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen. Dein Mann ist fassungslos angesichts dieser Vermutung. Doch du weißt mehr als dein Mann. Und plötzlich bist du dir nicht mehr sicher, wie abwegig der Verdacht der Polizei wirklich ist …”
(Bastei Lübbe)

Meine Meinung:

Als Tom eines Abends spät nach Hause kommt, findet er die Tür unverschlossen vor, das Essen steht halbfertig auf dem Herd und von seiner Frau fehlt jede Spur. Als er bereits vermisst melden möchte, erreicht ihn plötzlich die Nachricht, dass seine Frau einen Autounfall hatte und im Krankenhaus liegt. Karen soll durch eine heruntergekommene Gegend gerast sein und dabei die Kontrolle über ihren Wagen verloren haben. Sehr untypisch für sie und leider kann Karen kein Licht ins Dunkel bringen, da sie ihr Gedächtnis verloren hat. Als unweit ihres Unfallortes nun eine Leiche gefunden wird, beginnt die Polizei, Karen etwas näher unter die Lupe zu nehmen. Leidet sie wirklich an einer Amnesie und hat sie etwas mit der Leiche zu tun?

Nachdem mir „The Couple next Door” von Shari Lapena recht gut gefallen hat, habe ich mich sehr auf ihr nächstes Buch gefreut. „A Stranger in the House“ klingt im Klappentext schon mal sehr vielversprechend und auch das Cover ist genau nach meinem Geschmack.

Zunächst lernen wir Tom kennen, der wohl sowas wie ein Vorzeigeehemann sein soll. Er ist stets besorgt um das Wohl seiner Frau und hat einzig den Wunsch, sie glücklich zu machen. Mir kam Tom ehrlich gesagt etwas suspekt vor, außerdem weinerlich und willensschwach. Karen hingegen war eine ganze Weile sehr schlecht einzuschätzen.

Die Stimmung im Buch ist insgesamt sehr ruhig, sie plätschert etwas bedrohlich vor sich hin, um dann am Ende das Rätsel aufzulösen – bloß um nochmals einen drauf zu setzen. Ich fand die Verstrickungen, die sich im Laufe der Story aufgezeigt haben, wirklich interessant. Auch wenn man manches vorausahnen konnte, so hatte ich wirklich keine Ahnung vom immensen Ausmaß des Ganzen. Das Buch ließ sich aufgrund der Spannung wirklich sehr schnell und flüssig durchlesen.

Insgesamt war „A Stranger in the House“ ein spannender, wenn auch eher ruhiger Thriller mit einem angenehmen Schreibstil, der zum Weiterlesen animiert.

Bücher

Lesemonat Juli 2018

Der Juli hat mir jede Menge Zeit zum Lesen beschert, dank Urlaub und viel Freizeit. 17 Bücher habe ich insgesamt gelesen, davon war eines ein Hörbuch. Ich würde sagen, der Juli verlief recht gut was die Bewertung meiner gelesenen Bücher angeht., jedoch waren auch einige Bücher Rereads – also Bücher, die bereits schon mal gelesen hatte. Mit einem Klick auf Titel und Autor kommt ihr wie immer meinen Rezensionen, sobald sie vorhanden sind.

Statistik Juli 2018

Anzahl Bücher: 17
Anzahl Seiten: 7399
Seiten pro Tag: 238

Gelesenes

Der Juli stand wohl vor allem unter dem Stern der Buchreihen. Bevor im August nun der neue Hunter & Garcia Teil rauskommt, wollte ich alle alten Bände nochmal rereaden. Außerdem habe ich einen Jugendfavoriten (Der magische Zirkel) nochmals angefangen, da ich bis heute nicht die neuen Bände dazu gelesen hatte.


Chris Carter – Der Knochenbrecher (Hunter & Garcia #3)

Frank Schätzing – Der Schwarm

Anna Yorck – The Girl. Ein tödlicher Sommer

Chris Carter – Der Vollstrecker (Hunter & Garcia #2)

Chris Carter – Totenkünstler (Hunter & Garcia #4)

Karin Slaughter – Ein Teil von ihr

Stephan Ludwig – Tod und Regen (Zorn #1)

Adele Parks – Bei deinem Leben

Claire Douglas – Missing. Niemand sagt die ganze Wahrheit

Paul Cleave – Die Saat des Killers

L.J. Smith – Die Ankunft (The Secret Circle #1)

L.J. Smith – Der Verrat (The Secret Circle #2)

L.J. Smith – Die Erlösung (The Secret Circle #3)

Guillaume Musso – Das Atelier in Paris

L.J. Smith – Der Abgrund (The Secret Circle #4)

Julian Hannes – Die Welt ist böse!: Wahre Kriminalgeschichten

Gehörtes

Gehört habe ich den dritten und abschließenden Teil der Bill Hodges Reihe von Stephen King. Leider haben mir die ersten beiden Bände deutlich besser gefallen.

Stephen King – Mind Control (Bill Hodges #3)

Neuzugänge

Abgesehen von “Meg” habe ich diesen Monat wieder bei den Thrillern zugeschlagen. Thriller bleiben einfach meine liebsten Bücher. Außerdem durften wieder einige Rezensionsexemplare einziehen.

Ule Hansen – Neuntöter

Steve Alten – Meg

Eva Geßner – Niemand wird dich hören

Kaira Rouda – Best day Ever

Greer Hendricks & Sarah Pekkanen – The Wife between us. Wer ist sie wirklich?

Andreas Winkelmann – Das Haus der Mädchen

Christina Dalcher – Vox

Corina Bomann – Mathildas Geheimnis

Shari Lapena – A Stranger in the House

Cara Hunter – Sie finden dich nie

Ellison Cooper – Todeskäfig

Bücher

[Rezension] Anna Yorck – The Girl. Ein tödlicher Sommer

[Rezensionsexemplar]

Autor: Anna Yorck
Titel: The Girl. Ein tödlicher Sommer
Genre: Kriminalroman
Seitenzahl: 424
Erscheinungsdatum: 01. August 2018
Verlag: Knaur
Preis: 12,99€ (Taschenbuch); 4,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Ein Jahrhundertsommer, zwei beste Freundinnen und ein Familiengeheimnis, das mehr ist, als es auf den ersten Blick scheint. Das eindringliche und atmosphärische Debut der Krimi-Autorin Anna Yorck.
1983: Ein heißer Sommer in South Carolina. Die sechzehnjährigen Freundinnen Macy und Shailene verbringen ihre Ferien mit Partys und Flirts. Besonders ihr neuer Nachbar Dave hat es Macy angetan. Doch als eine junge Studentin verschwindet, beginnt die Idylle langsam zu bröckeln. Denn der Kentucky Highway Killer geht um, und es sieht so aus, als hätte er auch diesmal zugeschlagen. Macy und Shailene beteiligen sich zuerst aus Langeweile an der Vermisstensuche. Aber schnell häufen sich die bedrohlichen Vorkommnisse, und eines Tages ist Macys Mutter verschwunden. Hat der Killer die Mädchen bereits im Visier? Es beginnt ein fesselndes Katz-und-Maus-Spiel, bei dem nichts so ist, wie es zu sein scheint.”
(Knaur)

Meine Meinung:

Macy und Shailene sind beste Freundinnen und haben einen heißen, langen Sommer vor sich. Sie verbringen die Ferien mit Partys, hängen mit Freunden ab und interessieren sich für Jungs. Der Sommer wird jedoch getrübt, als in ihrer sonst so friedlichen Kleinstadt eine Leiche gefunden wird. Geht diese vielleicht auf das Konto des berüchtigten Kentucky Highway Killers, der bereits unweit ihrer Gegend sein Unwesen trieb? Die beiden Freundinnen sind natürlich neugierig, und beginnen zu recherchieren. Doch nachdem bereits einige merkwürdige Dinge passiert sind, verschwindet auf einmal Macys Mutter spurlos, und ihr Vater wird verdächtigt. Um ihren Vater zu entlasten, dringt Macy immer tiefer in das Geschehen ein und findet unglaubliche Sachen heraus…

“The Girl – Ein tödlicher Sommer” ist mir ins Auge gestochen, als ich auf der Suche nach einer lockeren Unterhaltung für die heißen Sommertage am Strand war. Was bietet sich da also besser an, als ein Buch, in dem es gerade ebenso sommerlich heiß ist. Und das hat die Autorin wahrlich gut eingefangen. Ich hatte die trockene und ausgedörrte Umgebung quasi vor Augen. Auch die Besonderheit, dass das Buch 1983 spielt wurde sehr gut verarbeitet. In so manchen Szenen dachte ich, dass alles wohl ganz anders ausgegangen wäre, wenn die Personen einfach ein Smartphone bei sich gehabt hätten. Doch 1983 waren nun mal andere Zeiten, so dass die Charaktere sich anders helfen mussten, als mal eben etwas zu googlen oder die Polizei zu rufen.

Die Geschichte beginnt mit dem eigentlichen Ende, jedoch wurde der Ausschnitt so gewählt, dass nichts verraten wurde und man weiterhin mitfiebern konnte. Die Story insgesamt bekommen wir hauptsächlich aus der Sicht von Macy erzählt, dazwischen schieben sich jedoch immer wieder Kapitel, die uns die Sicht des Täters verraten. Außerdem ist es ratsam zu jeden Kapitelanfang genau auf das Datum zu achten, denn zeitweise springen wir um einige Monate. Das hat mich zunächst etwas verwirrt, doch nach einigen Malen des Zurückblätterns hatte ich den Dreh raus.

Im Laufe der Story werden einige Fährten gelegt, von denen sich natürlich nicht alle als richtig herausgestellt haben. So blieb die Story jedoch von Anfang an sehr fesselnd und man wartete gespannt auf die Auflösung. Ganz glücklich war ich mit dem Ende jedoch nicht, da es mit der Zeit doch etwas vorhersehbar war. Die ganzen finalen Verkettungen waren aber nicht absehbar, so dass die Auflösung trotzdem noch einige Überraschungen mit sich brachte.

Insgesamt hat mir “The Girl – Ein tödlicher Sommer” wirklich sehr gut gefallen. Ich mochte die frische Erzählweise der Autorin und ihre Art die Geschichte voran zu treiben. Unaufgeregt und ohne blutige Schockmomente, und trotzdem fesselnd. Offenbar handelt es sich hierbei um den ersten Roman der Autorin, ich bin also gespannt auf weitere Werke von ihr.

Bücher

[Rezension] Karin Slaughter – Ein Teil von ihr

[Rezensionsexemplar]

Autor: Karin Slaughter
Titel: Ein Teil von ihr
Genre: Thriller
Seitenzahl: 512
Erscheinungsdatum: 01. August 2018
Verlag: HarperCollins
Preis: 22,00€ (Gebunden); 18,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Wir alle kennen unsere Mütter. Oder etwa nicht? Wieder und wieder sieht Andrea Oliver das Gesicht ihrer Mutter Laura vor sich: gelöst, gutmütig, beherrscht – während sie einem Menschen das Leben nimmt. Nur knapp konnten sie beide einer grauenvollen Schießerei entkommen. Andrea will Antworten, doch stattdessen zwingt ihre Mutter sie in eine riskante Flucht. Weil sie verfolgt wird. Weil sie ein dunkles Geheimnis hat. Andrea folgt dem Befehl ihrer Mutter. Doch je weiter sich ihr die wahre Identität dieser Frau enthüllt, desto mehr entpuppt sich ihr Leben als eine Lüge. Wer ist ihre Mutter wirklich”
(HarperCollins)

Meine Meinung:

Andrea fühlt sich wie eine Versagerin als sie nach einigen erfolglosen Jahren in New York wieder in ihre Heimat zurückkehrt, um sich um ihre Mutter zu kümmern. Auch Jahre später wohnt sie noch bei ihr und geht einem recht trostlosen Leben nach – bis sie eines Tages mit ihrer Mutter in einem Einkaufszentrum mitten in eine Schießerei gerät. Doch ihre Mutter reagiert völlig untypisch und besonnen und tötet den Attentäter. Statt einer Erklärung, befiehlt ihre Mutter ihr Hals über Kopf zu verschwinden und gibt ihr ominöse Hinweise, wie sie ihre Flucht gestalten soll. Andrea flieht und gleichzeitig fangen die Ereignisse an, sich zu überschlagen…

Nachdem der erste Einstieg in die Geschichte recht ruhig verlief, geht es ab dem Zeitpunkt der Schießerei Schlag auf Schlag. Nichts wird wirklich aufgeklärt, man bekommt als Leser nur die selben rätselhaften Bröckchen wie die Hauptfigur zugeworfen. Als die Geschichte uns auch noch in die Vergangenheit führt, ist die Verwirrung nur umso größer. Lange habe ich mich gefragt, inwiefern diese Ereignisse und Personen nun zusammenhängen und es dauerte eine ganze Weile bis ich den Durchblick hatte.

Durch all die Wirrungen und Rätsel war es jedoch ein leichtes an der Geschichte dran zu bleiben. Man wollte einfach wissen, wie es nun weitergeht und hat regelrecht mitgefiebert. Als ich dann langsam merkte, in welche Richtung die Story sich bewegt, war ich zunächst etwas ernüchtert, da mir Verschwörungen in dem Thema nicht unbedingt die liebsten sind. Doch ich muss sagen, dass es Karin Slaughter hier wirklich gut gelungen ist, die Thematik mit einer interessanten udn vor allem fesselnden und mitreißenden Geschichte zu koppeln.

Slaughters letztes Buch (Die gute Tochter) hatte mir ein paar Längen zu viel, was mir im aktuellen Werk jedoch nicht aufgefallen ist. Auch die Rückblicke in die Vergangenheit fand ich für die Geschichte sehr passend und auch notwendig. Am besten gefielen mir jedoch die Passagen in der Gegenwart, in denen Andrea auf der Flucht war.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Es war eine unterhaltsame, wenn auch etwas kurzweilige Geschichte, die ich durchaus jedem ans Herz legen kann, der Thriller mit Verwicklungen mag.

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