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Juni 2018

Bücher

[Rezension] Harlan Coben – In deinem Namen

Autor: Harlan Coben
Titel: In deinem Namen*
Genre: Thriller
Seitenzahl: 384
Erscheinungsdatum: 18. Juni 2018
Verlag: Goldmann
Preis: 14,90€ (Broschiert); 4,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„Fünfzehn Jahre ist es her, dass Detective Nap Dumas seinen Zwillingsbruder Leo verlor. Damals wurden Leo und dessen Freundin Diana unter mysteriösen Umständen tot auf den Eisenbahngleisen ihrer Heimatstadt in New Jersey gefunden. Damals verschwand auch Maura, Naps große Liebe, ohne ein Wort des Abschieds. Als jetzt im Wagen eines Mordverdächtigen Mauras Fingerabdrücke auftauchen, hofft Nap, endlich Antworten zu bekommen. Doch stattdessen stößt er nur auf immer neue Fragen: über die Frau, die er einst liebte, über eine verlassene Militärbasis und vor allem über Leo und Diana. Denn die Gründe, warum sie sterben mussten, sind dunkel und gefährlich …”

Meine Meinung:

Detective Nap verlor in einer Nacht vor 15 Jahren seinen Zwillingsbruder Leo bei einem mysteriösen Unfall. Tragischerweise verschwand in dieser Nacht ebenso seine damalige Jugendliebe Maura spurlos. Bis heute hat Detective Nap daran zu knabbern und ist stetig dabei Antworten zu suchen. Aber Maura scheint wie vom Erdboden verschluckt. Doch nun tauchen auf ein mal Mauras Fingerabdrücke an einem Tatort auf und Naps Spürsinn wird erneut geweckt. Immer tiefer rutscht er in den aktuellen Fall hinein, der weitaus verzwickter ist, als er zu Anfang scheint.

Ich habe nun schon einige von Harlan Cobens Büchern gelesen, und eines haben sie alle gemeinsam – es geht immer um mehr oder weniger verschwundene Personen. Auch hier haben wir wieder mit dem Verschwinden einer Person zu tun. Mauras Verschwinden hat Nap so fragend zurückgelassen, dass er noch 15 Jahre später nach ihr sucht. Dass Mauras erste Spur nach all den Jahren ausgerechnet mit einem Mordfall in Verbindung steht, bringt die nötige Spannnung herbei.

Detective Nap entspricht dem Stereotyp eines grummeligen Ermittlers, der nur so trieft vor schwarzem Humor. Nap richtet sich in Gedanken oft an seinen verstorbenen Bruder. Für mich wirkte das etwas holprig, da mich das oft aus dem Lesefluss geworfen hat. Trotzdem mochte ich Nap ganz gerne, was wohl vor allem an seinem Humor lag. Auch die Nebencharaktere waren allesamt gut gezeichnet, so dass ich trotz der Fülle an Namen nicht durcheinander kam, was mir sonst schnell mal passiert.

Harlan Coben baut gerne mal den einen oder anderen Plottwist ein, bei “In deinem Namen” konnte er mich jedoch nur bedingt überraschen. Es gab keine großen Wendungen, jedoch war die Auflösung letztendlich nochmal etwas anders als vermutet. Doch auch ohne große Twists fand ich die Story in sich stimmig.

Dass ich Harlan Cobens Schreibstil sehr mag, muss ich wohl nicht mehr erwähnen, denn er schreibt wirklich sehr spannungsgeladen und eindrucksvoll. Bei “In deinem Namen” hat der Autor eine recht düstere Stimmung geschaffen, ohne jedoch von blutigen Szenen Gebrauch zu machen. Coben schafft Hochspannung ohne Blut und große Gewalt, was viele Autoren nicht so leichtfertig zu schaffen scheinen. Daher werde ich auch in Zukunft gerne wieder zu seinen Werken greifen.

Bücher

[Rezension] Felicity Everett – Das Paar aus Haus Nr. 9

Autor: Felicity Everett
Titel: Das Paar aus Haus Nr. 9*
Genre: Roman
Seitenzahl: 416
Erscheinungsdatum: 04. Juni 2018
Verlag: HarperCollins
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„Sara und Neil begrüßen ihre neuen Nachbarn Gavin und Louise. Die Paare sind sich sofort sympathisch. Bald schon erscheint Sara ihr eigenes braves Familienleben neben den weltgewandten Nachbarn trist. Je mehr sie in die geheimnisvolle Welt von Gavin und Louise eintaucht, desto stärker wird die Versuchung, ihr eigenes Leben hinzuwerfen. Doch sie ahnt nicht, was das Paar von nebenan verbirgt. Und jede Veränderung hat ihren Preis.”
(HarperCollins)

Meine Meinung:

Sara lebt zusammen mit ihrem Mann und ihren Kindern ein einigermaßen gutes Leben. So wirklich zufrieden ist sie nicht, aber auch nicht wirklich unglücklich, so dass sie ein wenig im Trott vor sich hin lebt. Als nebenan ein neues Paar einzieht, ist Sara sofort von Lou und Gavin fasziniert, da diese all das zu verkörpern scheinen, was Sara sich wünscht. Die Familie von nebenan hält Sara all das vor Augen, von dem sie nicht mal wusste, dass sie es sich wünscht. Schnell freunden sich die beiden Paare an, und Sara löst sich immer mehr von ihren alten Freunden. Macht sie damit vielleicht einen großen Fehler?

In letzter Zeit scheine ich ein Händchen für Bücher zu haben, die laut Klappentext total spannend klingen, sich dann aber als total langweilige Stories entpuppen. Zuvor war ich bereits von “Truly Madly Guilty” von Liane Moriarty so enttäuscht. Und leider ging es mir nun auch mit “Das Paar aus Haus Nr. 9” so. Das Cover wirkte wunderbar düster und der Klappentext klang so ansprechend, dass ich sofort Feuer und Flamme war, das Buch zu lesen und in die Story einzutauchen.

Ich erwartete einen düsteren Roman über zwei Familien, die beide Geheimnisse voreinander haben und vielleicht auch die ein oder andere Leiche im Keller. Bekommen habe ich ein seichtes Familiendrama, aber so ist das wohl mit den Erwartungen. Manchmal klappt’s und manchmal greift man eben voll daneben.

Glücklicherweise empfand ich jedoch den Schreibstil als sehr leicht und zugänglich, so dass ich mich nicht durch die Seten quälen musste. Man muss der Autorin also durchaus zugestehen, dass sie weiß wie man den Leser bei der Stange hält. Es war also durchaus Spannung vorhanden, so dass ich immer darauf wartete, dass nun der große Knall kommt. Er kam nicht. Dadurch war ich am Ende wirklich enttäuscht, da es im Grunde wieder mal viel Tam Tam um Nichts war.

Lobend erwähnen muss ich jedoch die Figurenzeichnung. Ich glaube jeder hat schon mal jemanden im Leben getroffen, der nach außen sehr viel faszinierender wirkte, als er letztlich ist und genau diese Charakterzüge hat die Autorin wirklich gut eingefangen. Auch die Dynamiken, die zwischen den Charakteren geschildert wurden, fand ich sehr authentisch. Trotzdem werde ich wohl bei weiteren Büchern der Autorin gut abwägen, ob ich nochmal dazu greifen werde.

Bücher

[Rezension] Liane Moriarty – Truly Madly Guilty. Jede Familie hat ihre Geheimnisse

Autor: Liane Moriarty
Titel: Truly Madly Guilty. Jede Familie hat ihre Geheimnisse*
Genre: Roman
Seitenzahl: 575
Erscheinungsdatum: 25. Mai 2018
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 14,90€ (Broschiert); 4,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„In der Familie ihrer Freundin Clementine fand Erika stets Halt und Geborgenheit, in ihrem eigenen Zuhause nicht. Auch heute ist Clementine ihr Zufluchtsort, und nun hofft Erika in einem delikaten Fall auf Hilfe: Sie und ihr Mann Oliver sind ungewollt kinderlos, und sie möchte die Freundin um einen mehr als großen Gefallen bitten. Als Erika das Thema bei einem gemütlichen Barbecue anspricht, nehmen Ereignisse ihren Lauf, die in eine Katastrophe münden. Ist ihre Freundschaft stark genug, um diese zu überstehen?”
(Bastei Lübbe)

Meine Meinung:

Bisher hatte ich noch kein Buch von Liane Moriarty gelesen, allerdings habe ich die Serienverfilmung ihres Romans “Tausend kleine Lügen” gesehen und war sehr begeistert. Daher stand eigentlich “Tausend kleine Lügen” ganz oben auf meiner Wunschliste, jedoch kam jetzt das brandneue Buch “Truly Madly Guilty” dazwischen, wieso also nicht mit dem aktuellen Buch beginnen?

Der Einstieg in das Buch ist mir relativ schwer gefallen. In der Gegenwart erfahren wir, dass bei einem zuvor stattgefundenen Grillabend etwas schreckliches passiert sein muss. Und eben zwischen diesen beiden Zeitpunkten springen wir hin und her. Zusätzlich wechselt unsere Sicht zwischen den 3 verschiedenen Pärchen, was mir den Einstieg wirklich erschwert hat. Ich konnte keine Person so richtig greifen und die Andeutungen über die Grillfete waren äußerst nebulös.

Nach und nach kam ich immerhin dazu, die Personen auseinander halten zu können. Auch war ich anfangs recht neugierig auf das besagte Ereignis, welches so schrecklich geendet haben soll. Doch leider wurde mir dieses ganze Angedeute einfach zu viel und damit auch zu langweilig. Auch die Charaktere waren allesamt langweilig, einzig die Mutter von Erika war als Randfigur ganz interessant. Doch niemand konnte mich wirklich in seinen Bann ziehen und erging es dann auch der ganzen Story. Die letztliche Auflösung der ganzen “Katastrophe” war so enttäuschend. Dafür fast 600 Seiten, die sich wirklich sehr gezogen haben? Das lag nicht mal am Schreibstil der Autorin, denn der war gut zugänglich, aber die Story hatte einfach eine Handlung, die in 200 Seiten hätte erzählt werden können. Viel Tamtam um Nichts.

Ich habe wohl einfach mehr erwartet, als mir am Ende gegeben wurde. Der Klappentext klingt einfach nach so viel mehr, als dann wirklich passiert. Es hätte wirklich toll werden können. Ich habe auf Drama, eine wirkliche Katastrophe und düstere Familiengeheimnisse gehofft und habe ein Ende bekommen, das mir gerade mal ein “Das war’s jetzt?” entlockt hat.

Insgesamt muss ich also leider sagen, dass “Truly Madly Guilty” bei mir durchgefallen ist. Grundsätzlich mag ich jedoch solche Geschichten und um nun zu schauen, ob Liane Moriarty doch etwas für mich ist, werde ich “Tausend kleine Lügen” lesen. Alle ihre Bücher klingen einfach verdammt spannend und wie für mich gemacht, da wäre ich wirklich traurig, wenn mich alle ihre Titel so enttäuschen würden.

Bücher

Lesemonat Mai 2018

Der Mai hat mir wieder etwas mehr Lesezeit beschert. 10 Bücher insgesamt, und eigentlich sogar noch ein bisschen mehr, denn ich lesen gerade noch einen sehr dicken Wälzer, den ich aber nicht im Mai geschafft habe.

Statistik Mai 2018

Anzahl Bücher: 10
Anzahl Seiten: 4763
Seiten pro Tag: 154

Gelesenes

Der Mai war geprägt durch außergewöhnlich viele 3 Sterne Bücher. Zwar gab es vereinzelt auch 4 Sterne, einen richtigen Hit hab ich jedoch nicht gehabt. Mit einem Klick auf Autor & Titel kommt ihr, wenn bereits vorhanden, zu den ausführlichen Rezensionen.


Michael Grumley – In der Tiefe (Breakthrough #2)

Corina Bomann – Die Frauen vom Löwenhöf. Agnetas Erbe (Löwenhof Saga#1)


Alex Lake – Es beginnt am siebten Tag

A.J. Finn – The Woman in the Window

Kathy Reichs – Blutschatten (Sunday Night #1)

Sebastian Fitzek – Die Therapie

Sabine Kornbichler – Der letzte Gast

Lars Kepler – Der Hypnotiseur (Joona Linna #1)

 

Gehörtes

Diesen Monat habe ich wieder 2 Hörbücher gehört. Momentan höre ich bereits wieder ein neues, das mir außerordentlich gut gefällt bisher – Markus Heitz “Oneiros”.


Ezekiel Boone – Die Brut. Die Zeit läuft (Die Brut #2)

Anette Strohmeyer – Menschenhunger (Ondragon #1)

Neuzugänge

Groß zugeschlagen habe ich nicht, aber ein paar Bücher haben sich dann doch eingefunden.

Liane Moriarty – Tausend kleine Lügen

Nuala Ellwood – Was ihr nicht seht

Felicity Everett – Das Paar aus Haus Nr. 9

Ezekiel Boone – Die Brut. Das Ende naht (Die Brut #3)

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