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[Rezension] Arno Strobel – Die Flut

Autor: Arno Strobel
Titel: Die Flut
Genre: Psychothriller
Seitenzahl: 368
Erscheinungsdatum: 21. Januar 2016
Verlag: Fischer
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Es ist NACHT, sie sind am Strand, HILFLOS, ihm AUSGELIEFERT, sie können sich nicht befreien, und dann kommt die FLUT …

Zwei Pärchen machen Urlaub auf Amrum. In dieser Zeit geschehen grausame Morde. Ein Superintelligenter ist am Werk, um nicht nur den perfekten Mord, sondern die „perfekte Mordserie“ zu begehen. Er entführt Paare und vergräbt nachts bei Ebbe die Frau bis zum Hals im Sand. Den Mann bindet er an einen Pfahl in der Nähe fest, so dass er dabei zusehen muss, wenn seine Frau bei Flut langsam ertrinkt.
Die beschauliche Insel Amrum hat er sich ausgesucht, weil dort normalerweise nie etwas passiert und ihm die entsprechenden Schlagzeilen sicher sind. Das ist es, was er möchte. Die ganze Welt soll erfahren, wie clever er ist. Und es sieht so aus, als hätte er damit Erfolg …”
(Fischer)

Meine Meinung:

Zwei Paare, die einander kaum kennen, machen gemeinsam Urlaub auf Amrum. Doch ihr Urlaub ist weniger idyllisch als erwartet, denn schon bald wird am Strand eine tote Frau und ihr unter Schock stehender Partner gefunden. Ein Unbekannter entführt Paare, vergräbt die Frauen bei Ebbe bis zum Hals und lässt den Mann dann dabei zusehen wie die Frau ertrinkt. Scheinbar handelt es sich hierbei um einen Serientäter, denn es bleibt nicht bei einem Mord. Als nun plötzlich Julias Freund aufgrund mehrerer Hinweise als Täter verdächtigt wird, wird die Situation für die beiden Paare immer unangenehmer…

Nachdem ich mit Thrillern von Arno Strobel bisher noch kein Glück hatte, wollte ich mich mal wieder an einem Buch versuchen. „Die Flut“ sah ansprechend aus, klang interessant und hat mich auch nicht enttäuscht.

Strobels Schreibstil ist wirklich sehr angenehm zu lesen, er benutzt eine recht einfache Sprache und verliert sich nicht in ellenlangen Beschreibungen. Ich mag Bücher, in denen viel mit wörtlicher Rede gearbeitet wird.

Die Charaktere waren allesamt eher … unsympathisch. Auch Julia, aus deren Sicht wir die meiste Zeit die Geschichte erfahren haben, war an manchen Stellen wirklich unerträglich naiv und gutgläubig, nur im nächsten Moment doch wieder als „scharfsinnig“ dargestellt zu werden. Ihr Freund war regelrecht gelassen, dafür dass er eigentlich des Mordes verdächtigt wird. Das andere Paar hatte wohl auch nur die Aufgabe, die Situation noch ein bisschen mehr anzuheißen und ein bisschen Hass zu streuen. Bis zuletzt hatte ich tatsächlich Schwierigkeiten die beiden Männer auseinander zu halten. Bei lediglich zwei Namen, die man sich merken müsste, ist das allerdings ein starkes Stück und zeigt mir vor allem, dass beide Männer einfach viel zu blass geblieben sind. Als Ermittler wurde wieder mal ein grummeliger Herr gewählt, doch dieser hier hat es wirklich auf die Spitze getrieben mit seiner aggressiven Art.

Insgesamt war der Psychothriller sicherlich keine Innovation was die ganzen Hintergründe anging, doch die Mordart war für mich definitiv mal etwas anderes und spannend zu lesen. „Die Flut“ ließ sich angenehm lesen, ich wurde gut unterhalten, doch insgesamt war es halt an vielen Ecken noch etwas unrund. Dennoch kann ich mir gut vorstellen weiterhin zu Strobels Büchern zu greifen, wenn ich mal wieder eine leichte Unterhaltung im Thrillerbereich suche.

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