Monthly Archives

April 2018

Bücher

[Rezension] Jenny Blackhurst – Das Böse in deinen Augen

Autor: Jenny Blackhurst
Titel: Das Böse in deinen Augen*
Genre: Psychothriller
Seitenzahl: 431
Erscheinungsdatum: 27. April 2018
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 11,00€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„Niemand hat Angst vor einem kleinen Mädchen, oder doch?

Als die Kinderpsychologin Imogen Reid den Fall der elfjährigen Ellie Atkinson übernimmt, weigert sie sich, den seltsamen Gerüchten um das Mädchen zu glauben. Ellie sei gefährlich, so heißt es. Wenn sie wütend wird, passieren schreckliche Dinge. Imogen hingegen sieht nur ein zutiefst verstörtes Kind, das seine Familie bei einem Brand verloren hat und ihre Hilfe benötigt. Doch je näher sie Ellie kommt, desto merkwürdiger erscheint ihr das Mädchen. Dann erleidet auch Imogen einen schrecklichen Verlust – und sie fürchtet, dass es ein Fehler war, Ellie zu vertrauen …”
(Bastei Lübbe)

Meine Meinung:

Imogen zieht mit ihrem Mann zurück in ihre Heimatstadt, mit der sie nicht viele gute Erinnerungen verbindet. Dort nimmt sie einen neuen Job im Bereich der Kinderhilfe bei einem Sozialdienst an. Ihre Vorgängerin hat unter recht nebulösen Umstanden gekündigt und Imogen übernimmt nun ihre Fälle. Unter anderem muss sich Imogen nun um den Fall der 11jährigen Ellie kümmern. Ellie ist momentan bei einer Pflegefamilie untergebracht, jedoch häufen sich merkwürdige Begebenheiten, die jedes Mal mit Ellie in Verbindung gebracht werden. Bald tuschelt man in der gesamten Gemeinde, dass Ellie eine Hexe sei, denn jedem der das kleine Mädchen verärgert, passiert anschließend etwas schlimmes. Doch ist wirklich etwas dran an den Gerüchten oder wird hier fälschlicherweise eine Hexenjagd betrieben?

“Das Böse in deinen Augen” wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, die meiste Zeit jedoch verfolgen wir Imogen, die Sozialarbeiterin, die sich mit Ellie befassen soll. Für Imogen ist zunächst klar, dass das Mädchen stets falsch bezichtigt wird und hat dementsprechend viel Mitleid mit Ellie, wodurch sich beide recht gut annähern. Für alle Vorfälle findet Imogen ganz logische Erklärungen und schützt das Mädchen vor den Anschuldigungen. Doch schon bald kommen auch Imogen Zweifel, denn nicht alles lässt sich so logisch erklären und die mysteriösen Umstände häufen sich. Bald versteht sie warum die ganze Stadt das Mädchen zu meiden scheint und wieso man regelrecht Angst vor ihr hat…

Durch den flüssigen Schreibstil der Autorin haben wir hier eine recht packende Story bekommen, die sich von Kapitel zu Kapitel zuspitzt. Bald schon wird der Spannungsbogen durch einen Mord weiter angeheizt, denn wie so alles im Buch, geschieht dieser unter recht mysteriösen Umständen. Durch die wechselnden Perspektiven ist es der Autorin sehr gut gelungen, den Leser stets ein wenig im Dunklen tappen zu lassen.

Ebenso werden unsere beiden Hauptcharaktere, Imogen und Ellie, nur stückchenweise besser beleuchtet. Bei Ellie fand ich dies der Rolle entsprechend sehr passend. Bei Imogen hingegen, war ich nach einer Weile etwas genervt von der stetigen Anspielung auf ihr dunkles Geheimnis in der Vergangenheit. Auch fand ich viele ihrer Entscheidungen im Sinne ihrer Professionalität als Psychologin oder Sozialarbeiterin recht fragwürdig. Man merkt deutlich, dass Imogen mehr von ihrer emotionalen Seite gesteuert wird, als dass sie sich mal rational mit den Dingen beschäftigt.

Das Gruselige und Schaurige, das von Ellie ausgehen sollte, habe ich nicht ganz so immens gespürt, konnte es aber ansatzweise nachvollziehen. Für mich kam auch recht schnell eine Assoziation zu “Carrie” von Stephen King auf, hier finden sich schon einige Parallelen. Ich glaube diese Assoziation ist aber durchaus gewollt von der Autorin, da “Carrie” sogar scherzhaft im Verlauf der Story erwähnt wird.

Von einem “Psychothriller” würde ich übrigens nicht wirklich sprechen. Ja, es war spannungsgeladen, aber wirklich psycho war es nicht. Dafür war die kleine Ellie einfach immer noch zu sympathisch. Mit ein paar Abstrichen war “Das Böse in deinen Augen” für mich also trotzdem lesenswert.

Bücher

Neuerscheinungen Mai 2018

Bevor der Mai auch schon da ist, möchte ich euch gerne noch einige Neuerscheinungen für den kommenden Monat vorstellen. Mit einem Klick auf Titel und Autor kommt ihr zur Verlagsseite mit weiteren Infos.


Ruth Jones – Alles Begehren (02. Mai 2018)

Jeder kennt diesen einen Moment, der die Weichen neu stellt und alles verändert. Und wenn man das Leben zurückspulen könnte, dann würde man auf diesen Moment spulen – um sich anders zu entscheiden.
1985: Callum ist ein glücklich verheirateter Familienvater. Die Studentin Kate ist bildschön und gewohnt, sich das zu nehmen, was sie braucht. Sie begegnen sich – und begehren einander mit solch einer Macht, dass es ihrer beider Leben beinahe zerstört. Aber nur beinahe.
17 Jahre später treffen sie sich wieder. Das Leben hat auf den Moment der Entscheidung zurückgespult. Sie können noch einmal wählen. Doch das Leben verfolgt einen eigenen Plan.


Sabine Kornbichler – Der letzte Gast (02. Mai 2018)

München. Ein Tag wie jeder andere. Die Dogwalkerin Mia bringt Coco, den Pudel ihrer schwer kranken Kundin Berna, zurück. Die alte Dame erwartet sie bereits an der Tür, sie wirkt benommen und fahrig, behauptet, ihr Neffe sei zu Besuch, und schickt Mia mit der Bitte fort, in zwei Stunden noch einmal wiederzukommen. Später reagiert sie jedoch nicht auf ihr Klingeln. Alarmiert dringt Mia in das Haus ein und findet dort Spuren einer heftigen Auseinandersetzung. Sie entdeckt Berna, die erdrosselt in ihrem Bett liegt. Von diesem Moment an ist sie für die Polizei eine wichtige Zeugin – und für den Täter eine ernst zu nehmende Gefahr.


Frank Kodiak – Stirb zuerst (02. Mai 2018)

Die 38-jährige Kommissarin Nora Jacobi wird mit einem Fall konfrontiert, der sie an ihre Grenzen führt. Ein als Pfarrer verkleideter Täter nimmt Paare gefangen, deren Ehe auf der Kippe steht, fesselt sie in getrennten Räumen auf eine Bahre und zwingt sie zu einer tödlichen Entscheidung. Nur wer den anderen per Handy-Anruf verrät, überlebt. Sonst sterben beide.
Verzweifelt versucht Nora, die Identität des Killers zu lüften. Und bemerkt nicht, dass sie sich mehr und mehr in das Netz verstrickt, das der Psychopath ausgelegt hat …


Dan Wells – Die Formel (02. Mai 2018)

Als der Wissenschaftler Lyle Fontanelle im Auftrag der Kosmetikfirma NewYew die neue Hautcreme ReBirth entwickelt, ahnt er nicht, was für eine Katastrophe er damit auslöst. Erst als Testpersonen merkwürdige Symptome aufweisen, erkennt er, dass etwas gehörig schiefgelaufen ist: Denn statt Hautzellen nachhaltig zu regenerieren, überschreibt ReBirth die DNA der Nutzer – und macht sie zu Klonen anderer Personen. Geblendet von Gier, bringt NewYew das Produkt dennoch auf den Markt und kann die verheerenden weltweiten Konsequenzen nicht mehr aufhalten. Denn jeder will ReBirth für seine Zwecke nutzen. Nicht zuletzt könnte die Creme als gefährliche Waffe missbraucht werden …


C. J. Cooke – Broken Memory. Woher kennst du meinen Namen? (02. Mai 2018)

Eine Frau erwacht am einsamen Strand einer Insel im Mittelmeer, verletzt und ohne jede Erinnerung. Zum Glück wird sie von vier Freunden, von Beruf Schriftsteller und Autoren, gefunden, die diese Insel als Rückzugsort gewählt haben, um sich in Einsamkeit und karger Abgeschiedenheit ganz dem Bücherschreiben und Schreibprozess widmen zu können. Sie wollen sich um die gestrandete Frau kümmern, bis sie ihr Trauma überwunden hat, ihre Erinnerung zurückgekehrt ist und es ihr gut genug geht, um die Insel zu verlassen. Doch irgendetwas stimmt nicht mit den zwei Männern und zwei Frauen, das kann ihr unfreiwilliger Gast, auch mit Gedächtnisverlust, fühlen: Jeder von ihnen scheint etwas zu verbergen – und: Was wissen sie wirklich über ihren Gast?
Zeitgleich sucht man in London verzweifelt nach einer jungen Mutter und Ehefrau, die am helllichten Tag spurlos verschwunden ist. Ohne Geld und Ausweis, ohne Koffer oder Auto, ohne Flugticket und ohne ihre Kinder. Sie ist spurlos verschwunden. Der Ehemann verzweifelt. Stück für Stück lassen die Ermittlungen die perfekte Fassade von Ehe- und Familienglück bröckeln …


Steen Langstrup – Finale (14. Mai 2018)

Dänemark. Dunkle Nacht, verlassene Straßen. Fast jeder sieht das Fußball-WM-Finale. Auch an einer neonerleuchteten Autobahntankstelle ist nicht viel los. Die zwei attraktiven Frauen Agnes und Belinda, die dort arbeiten, schlagen die Zeit tot. Plötzlich streicht Scheinwerferlichter durch die Dunkelheit. Zwei Männer betreten die Tankstelle. Sie sind freundlich und zuvorkommend. Aber auch irgendwie seltsam. Beängstigend seltsam. Und sie fangen mit den zwei Frauen ein Spiel an, wie es grausamer nicht sein könnte. Es beginnt eine Nacht des Entsetzens … gnadenlos … bis zum bitteren Finale!


Alex Marwood – Niemand weint um dich (14. Mai 2018)

Als die kleine Coco während eines Urlaubs verschwindet, bricht nicht nur ihre Familie auseinander, sondern es entfesselt sich auch ein absurder Pressehype, der das gesamte Umfeld mit sich reißt. Cocos Eltern sind wohlhabend und einflussreich, ebenso wie ihre Freunde, mit denen sie am Meer gefeiert haben. Doch was geschah wirklich mit Coco?
An zwei beklemmenden Wochenenden – das erste, an dem Coco verschwindet, das zweite 12 Jahre später, als ihr Vater beerdigt wird – kommt das dunkle Geheimnis um Coco Stück für Stück ans Licht …


Laura Marshall – Eiskalte Freundschaft. Ich werde nie vergessen (18. Mai 2018)

Die alleinerziehende Mutter Louise lebt ein ruhiges Leben mit ihrem kleinen Sohn Henry. Eines Abends, sie klickt sich gerade durch ihre Social-Media-Kanäle, pingt eine Nachricht auf: »Maria Weston möchte mit dir auf Facebook befreundet sein.« Louise ist gleichermaßen irritiert wie geschockt. Maria war eine Klassenkameradin – doch sie verschwand vor 25 Jahren spurlos. Zuletzt wurde sie am Abend der Schulabschlussfeier gesehen, und jeder geht davon aus, dass sie tot ist. Doch nun scheint sie zurück und scheut sich nicht davor, Louise für die dramatischen Ereignisse von damals verantwortlich zu machen …


Karen Perry – Girl Unknown (23. Mai 2018)

Eines Nachmittags steht Zoë Barry in Professor David Connollys Büro an der Dubliner Uni und behauptet, seine Tochter zu sein. David ist wie vor den Kopf geschlagen und traut seinen Ohren nicht. Nach dem ersten Schock stellt er Zoë seiner Frau Caroline und seinen Kindern vor. Bald ist die junge Frau Teil der Familie, zieht sogar bei den Connollys ein. Doch während sie in Davids Gegenwart schüchtern und verletzlich wirkt, zeigt sie Caroline gegenüber ein anderes Gesicht – kühl, berechnend, beinahe verschlagen.
Ist Zoë die, die sie vorgibt zu sein? Wen haben die Connollys in ihr Haus und in ihr Leben gelassen? Eine Tochter? Eine Schwester? Oder eine völlig Fremde, die geduldig darauf wartet, ihrer aller Leben zu zerstören?


C. J. Tudor – Der Kreidemann (29. Mai 2018)

Alles begann an dem Tag, an dem sie auf den Jahrmarkt gingen. Als der zwölfjährige Eddie den Kreidemann zum ersten Mal traf. Der Kreidemann war es auch, der Eddie auf die Idee mit den Zeichnungen brachte: eine Möglichkeit für ihn und seine Freunde, sich geheime Botschaften zukommen zu lassen. Und erst einmal hat es Spaß gemacht – bis die Figuren sie zur Leiche eines jungen Mädchens führten. Das ist dreißig Jahre her, und Eddie dachte, die Vergangenheit liegt hinter ihm. Dann bekommt er einen Brief, der nur zwei Dinge enthält: ein Stück Kreide und die Zeichnung eines Strichmännchens. Und als die Geschichte beginnt, sich zu wiederholen, begreift Eddie, dass das Spiel nie zu Ende war …

Hörbücher

[Hörbuchrezension] Deborah Harkness – Die Seelen der Nacht (All Souls #1)

Autor: Deborah Harkness
Titel: Die Seelen der Nacht
Reihe: All Souls #1
Genre: Fantasy
Spieldauer: 27 Stunden 49 Minuten bzw. 593 Minuten (gekürzte Lesung)
Sprecher: Dana Geissler
Erscheinungsdatum: 19. September 2011
Hörbuchverlag: Random House Audio
Preis: 34,95€ (Download); 16,95€ (Download gekürzt); 11,15€ (CD – gekürzte Lesung); ein Guthaben (Audible)

Reihenfolge:

  1. Die Seelen der Nacht
  2. Wo die Nacht beginnt
  3. Das Buch der Nacht

Inhalt: 

„Eine Liebe, stärker als das Leben selbst …

Diana Bishop ist Historikerin mit Leib und Seele. Dass in ihr zudem das Blut eines uralten Hexengeschlechts fließt, versucht sie im Alltag mit aller Kraft zu ignorieren. Doch als Diana in der altehrwürdigen Bodleian-Bibliothek in Oxford ein magisches Manuskript in die Hände fällt, kann sie ihre Herkunft nicht länger verleugnen: Hexen, Dämonen und Vampire heften sich an ihre Fersen, um ihr das geheime Wissen zu entlocken – wenn nötig mit Gewalt. Hilfe erfährt Diana ausgerechnet von Matthew Clairmont, Naturwissenschaftler, 1500 Jahre alter Vampir – und der Mann, der Diana bald schon mehr bedeuten wird als ihr eigenes Leben …”
(Random House Audio)

Meine Meinung:

Gerade bei Hörbüchern schaue ich immer sehr genau, dass ich keine gekürzte Version erwische, da ich sonst das Gefühl habe, zu viel zu verpassen. Allein deshalb war ich schon verwundert, dass es von “Die Seelen der Nacht” sowohl eine ungekürzte Version mit über 27 Stunden gibt, als auch eine gekürzte mit nur knapp 10 Stunden. Da muss ja schon einiges weggekürzt worden sein, also entschied ich mich natürlich für die lange Version. Ob das so schlau war?

“Seelen der Nacht” ist der Auftakt einer Trilogie rund um die Hexe Diana und den Vampir Matthew. Diana gehört einer alten, mächtigen Hexenfamilie an, möchte jedoch von ihren Kräften so gar nichts wissen. Wenn möglich verzichtet sie komplett auf Magie und versucht so ihre Wurzeln zu verdrängen. Als sie in der Bibliothek ihrer Universität auf ein verschollen geglaubtes Schriftstück stößt, sammeln sich plötzlich überall in ihrer Umgebung übernatürliche Wesen an. Auch der Vampir Matthew heftet sich an ihre Fersen, wobei zunächst unklar ist, was dieser wirklich für Ziele verfolgt…

Was zunächst erstmal ganz interessant klingt, hat sich leider als eine der zähesten Stories, die ich jemals gehört habe, herausgestellt. Die Autorin der Trilogie ist wie ihre Romanfigur Historikerin und mir scheint, dass viel persönliches in die Figur geflossen ist. So gibt es einige Parallelen zwischen der Autorin und der Hexe Diana, was mitunter wie eine kleine Selbstbeweihräucherung wirkte. Diana erfüllt so einige Klischees – sie ist sich ihrer Mächte natürlich nicht bewusst, ist aber selbstverständlich die mächtigste Hexe ihrer sowieso mächtigen Familie, und Diana ist natürlich hübsch, ohne zu wissen, dass sie hübsch ist.

Auch ihr Gegenpart hat so ziemlich in jede bestehende Vampirklischee-Kerbe gehauen, was ihn nicht unbedingt sympathisch machte. Nicht umsonst wird dieses Buch mitunter wohl als “Twilight für Erwachsene” bezeichnet. Die Geschichte schleicht quälend langsam voran, vor allem auch weil die Autorin es wissenschaftlich sehr genau nimmt und auch eine Schwäche für jegliche Details hat.

Ich hatte die Hoffnung, dass das Hauptaugenmerk auf der mysteriösen Geschichte rund um das Manuskript liegt, leider ging es jedoch vordergründig um die Funken, die zwischen der Hexe und dem Vampir sprühen sollten – die ich übrigens so gar nicht gemerkt habe.

Ich habe mich durch dieses Hörbuch gequält, da mir eigentlich der Einstieg total gut gefallen hat. Was daraus wurde, war so gar nicht meins und ich werde die Trilogie definitiv nicht fortsetzen.

Bücher

[Rezension] Neal Shusterman – Scythe. Der Zorn der Gerechten (Scythe #2)

Autor: Neal Shusterman
Titel: Scythe. Der Zorn der Gerechten*
Reihe: Scythe #2
Genre: Young Adult Dystopie
Übersetzung: Kristian Lutze, Pauline Kurbasik
Seitenzahl: 544
Erscheinungsdatum: 14. März 2018
Verlag: Fischer Sauerländer
Preis: 19,99€ (Gebunden); 16,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Scythe Reihenfolge:

  1. Die Hüter des Todes
  2. Der Zorn der Gerechten
  3. noch nicht bekannt

Wer nicht vom Inhalt gespoilert werden möchte, kommt HIER zum 1. Teil der Reihe.

Inhalt: 

„Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.

Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …”
(Fischer Sauerländer)

Meine Meinung:

Nachdem mir “Die Hüter des Todes” so unglaublich gut gefallen hat, habe ich sehr schnell weitergelesen, da ich den Nachfolger Gott sei Dank schon bereitliegen hatte. Nachdem uns der Auftakt der Trilogie in das Scythe Universum eingeführt hat, schreiten wir nun weiter voran in der Geschichte.

Wir verfolgen die Story weiterhin aus der Sicht von Citra und Rowan. Mitunter mischen sich jedoch neue Charaktere in die Story, so dass wir hier von noch mehr Blickwinkeln profitieren können. Auch lesen wir nun nicht mehr in alten Scythe Tagebucheinträgen, sondern können in die Gedankenwelt des Thunderheads eintauchen, was mir wirklich sehr gut gefallen hat! Man kann den Thunderhead fast als einen eigenständigen Charakter bezeichnen, der Thunderhead ist eine künstliche Intelligenz, der am Ende eines jeden Kapitels einen inneren Monolog hält. Hier hätte ich mir gerne noch mehr gewünscht, doch ich glaube fast, dass im dritten Teil noch mehr darauf eingegangen wird.

Auch “Der Zorn der Gerechten” war wieder sehr flüssig und mitreißend geschrieben, wenngleich mir ein kleines bisschen im Vergleich zum Vorgänger gefehlt hat. Zwischendurch hatte es durchaus seine Längen, in denen die Story nicht wirklich vorangetrieben wurde. Der Fokus lag stark auf dem Scythetum selbst und dessen interner Organisation. An sich echt interessant, jedoch manchmal etwas viel. Zum Ende hin wurde jedoch noch mal ordentlich zugelegt was die Spannung angeht.

Leider lässt einen das Ende mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger zurück. Der letzte Band wird noch eine Weile auf sich warten lassen, so dass dieses Ende erstmal eine Weile so stehen gelassen werden muss. Am liebsten würde ich sofort weiter lesen, doch da der dritte Teil noch nicht mal im Original erschienen ist, dauert es wohl noch…

Insgesamt bin ich also sehr gespannt wie dieses Ende nun weitergeführt wird, denn offensichtlich wird sich einiges ändern, sowohl was das Scythetum angeht als auch den Thunderhead. Ich hoffe ja wirklich, dass das Thema der künstlichen Intelligenz noch mehr vertieft wird, über das Nachlesen habe ich inzwischen genug gelesen.

Bücher

[Rezension] John Katzenbach – Die Grausamen

Autor: John Katzenbach
Titel: Die Grausamen
Genre: Thriller
Seitenzahl: 576
Erscheinungsdatum: 03. April 2017
Verlag: Droemer
Preis: 18,00€ (Broschiert); 13,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Eigentlich sollte es nur ein kurzer Weg sein. Wie immer. Unzählige Male schon ist die dreizehnjährige Tessa Gibson in dem noblen Vorort, in dem sie lebt, von ihrer besten Freundin nach Hause gelaufen.
Doch in dieser Herbstnacht kommt sie dort nicht an, verschwindet spurlos, wie vom Erdboden verschluckt. Die Stadt ist schockiert, Angst breitet sich aus, Tessas Familie zerbricht – der Fall wird nie aufgeklärt.
Zwanzig Jahre später werden zwei abgehalfterte Ermittler auf den Fall angesetzt. Gabriel („Gabe”) ist Alkoholiker, traumatisiert von einer Familientragödie. Marta, eine ehemalige Drogenfahnderin, hat bei der Verfolgung eines Dealers versehentlich ihren Partner erschossen.
Die beiden stoßen auf eine bislang unentdeckte Spur: Kurz nach Tessas Verschwinden ereigneten sich vier brutale Morde an jungen Männern, und offenbar besteht eine Verbindung zwischen diesen Verbrechen. Bei ihren Nachforschungen wird schnell klar, dass die Polizeiführung keinerlei Interesse an der Wahrheit hat. Wer nachbohrt, spielt mit seinem Leben. Und das gilt nicht zuletzt für Gabe and Marta …”
(Droemer)

Meine Meinung:

In einem beschaulichen Vorort verschwindet die 13-jährige Tessa auf dem Nachhauseweg. Die schnell eingeleitete Suche verläuft ergebnislos und Tessa bleibt spurlos verschwunden. Nach 20 Jahren werden zwei Ermittler gewissermaßen “strafversetzt” und mit den sogenannten Cold Cases betraut. Hierbei finden die beiden eine bisher unentdeckte Gemeinsamkeit zwischen mehreren Fällen und damit auch eine Spur zu Tessas Fall. Doch die Wiederaufnahme der Fälle gefällt nicht allen…

“Die Grausamen” ist mein erstes Buch von John Katzenbach, obwohl ich sogar noch einige andere von ihm ungelesen zu Hause stehen habe. Cover und Klappentext haben mich jedoch so sehr angesprochen, dass ich mit diesem Werk anfangen wollte. Im ersten Moment fand ich mich etwas an das Dezernat Q von Jussi Adler-Olsen erinnert, da auch hier abgehalfterte Ermittler die kalten Fälle wiederaufnehmen.

Der Schreibstil von Katzenbach hat mir recht gut gefallen, auch wenn er mitunter etwas zur Langatmigkeit neigt. Manche Passagen waren einfach viel zu langgezogen und haben sich deshalb etwas zäh angefühlt. Auch fand ich so manchen Nebenstrang etwas unnötig und der Autor hat sich mitunter richtig darin verloren, so dass ich mich fragen musste, was nun eigentlich die Hauptstory des Buches ist. Da hätte ich mich gerne mehr auf die Hauptstory konzentriert. Auch zum Schluss hatte ich noch ein paar Fragezeichen was gewisse Nebenschauplätze angeht. Das Verschwinden um Tessa fand ich sehr interessant, auch wenn man sich ab einem gewissen Punkt die Umstände halbwegs denken konnte.

Mit den beiden Ermittlern bin ich leider bis zum Schluss nicht warm geworden, dabei haben sich beide nicht mal besonders unsympathisch verhalten. Insgesamt muss ich also ein paar Abstriche machen, was mich jedoch nicht davon abhalten wird, irgendwann nochmal ein Buch von Katzenbach zu lesen, denn seine Stories klingen im Klappentext doch immer sehr interessant.

Scroll Up