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[Rezension] Lydia Benecke – Psychopathinnen. Die Psychologie des weiblichen Bösen

Autor: Lydia Benecke
Titel: Psychopathinnen. Die Psychologie des weiblichen Bösen
Genre: True Crime
Seitenzahl: 430
Erscheinungsdatum: 29. März 2018
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 18,00€ (Broschiert); 13,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Frauen sind wehrlos, sie leiden, sie dulden, sie verzeihen. Doch wenn die Psychopathie in ihrer Seele sich Bahn bricht, töten sie ebenso grausam und skrupellos wie Männer. Lydia Benecke analysiert neueste Forschungsergebnisse zum Thema weibliche Psychopathie und zeigt an aktuellen und historischen Fällen, wie sich Psychopathinnen die Rollenklischees von Frauen zunutze machen. Denn Frauen planen ihre Verbrechen nicht nur eiskalt, sie bleiben auch länger unentdeckt. Besonders gruselig: Die Taten von Psychopathinnen richten sich besonders häufig gegen die eigene Familie…”
(Bastei Lübbe)

Meine Meinung:

Ich kann gar nicht genau sagen, woher meine Faszination für Kriminalfälle kommt, aber seit meiner Jugend lese ich regelmäßig Bücher, die sich mit echten Kriminalfällen befassen. Meist geschieht das recht phasenweise, und wenn wieder mal so eine Phase beginnt, dann verschlinge ich schnell mal mehrere Bücher zu Themen wie ungeklärten Mordfällen und Serienkillern.

Bisher hatte ich kein Buch, das sich speziell mit weiblichen Psychopathinnen befasst, daher stach mir das neue Buch von Lydia Benecke direkt ins Auge. Benecke ist studierte Psychologin und hat bereits mehrere Bücher zum Thema ‘des Bösen” geschrieben. Im aktuellen Buch widmet sich Benecke dem Thema der Psychopathinnen, wobei sie zu Recht anmerkt, dass es kaum Werke gibt, die sich speziell mit weiblichen Täterinnen auseinandersetzen. Dabei ist gerade die Abgrenzung zu männlichen Psychopathen sehr interessant, da sich die Psychopathie deutlich anders äußerst.

Im Laufe des Buches werden mehrere Fälle, mal mehr und weniger ausführlich, vorgestellt. Hierbei werden wir sehr genau und detailreich in das Leben der jeweiligen Frauen eingeführt, so dass recht gut erklärt werden konnte, warum es zu den ausgeübten Taten kam. Natürlich ist es schwer sich in die Gedankenwelt von kranken Menschen hineinzuversetzen, dennoch versucht man hier alles so zu formulieren, dass es auch Laien verstehen können. Das Buch richtet sich also nicht nur an Personen, die schon Ahnung vom Thema haben. Trotzdem werden die Erzählungen immer wieder mit konkretem psychologischen Wissen hinterlegt, so dass man durchaus noch etwas dazulernen kann.

Die beschriebenen Fälle werden nicht alle in der selben Ausführlichkeit und Länge vorgestellt. Mir persönlich haben die größeren und längeren Geschichten aber besser gefallen, da man hier einfach noch intensiver in die Erzählung eintauchen konnte. Am bekanntesten sind hier wohl die Taten von Aileen Wuornos, welche im Film “Monster” verewigt wurden und der Fall von Gertrude Baniszewski, welcher die wahre Begebenheit hinter dem Roman “Evil” von Jack Ketchum ist.

Benecke berichtet sehr ausführlich und mit Fakten hinterlegt über vergangene Mordfälle und beleuchtet diese aus vielen Blickwinkeln. Dabei liest sich das Buch recht flüssig ohne zu überladen oder wissenschaftlich zu wirken. Wer Interesse an Kriminologie und Psychologie hat und gerne über reale Mordfälle liest, der kann sich dieses Buch also getrost mal anschauen.

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