Monthly Archives

März 2018

Bücher

Neuerscheinungen April 2018

Bevor der April auch schon da ist, möchte ich euch gerne noch einige Neuerscheinungen für den kommenden Monat vorstellen. Mit einem Klick auf Titel und Autor kommt ihr zur Verlagsseite.


Lauren DeStefano – Fallende Stadt – Chroniken der fallenden Stadt #1 (10. April 2018)

Morgan Stockhour lebt gemeinsam mit ihrer Familie, ihrer besten Freundin Pen und ihrem Verlobten Basil auf der schwebenden Stadt Internment. Noch nie hat sie die streng geschützten Grenzen ihrer Heimat überschritten. Doch dann geschieht ein Mord, der erste seit einer Generation. Auf einmal stellt Morgan die Regeln von Internment infrage – und ist völlig unvorbereitet auf das, was sie erwartet …


Andreas Gruber – Die Engelsmühle – Peter Hogart #2 (16. April 2018)

In einer Villa am Stadtrand Wiens wird der pensionierte Arzt Abel Ostrovsky brutal gefoltert und ermordet. Vor seinem Tod konnte er noch ein Videoband verstecken. Auf der Suche nach diesem Film zieht der Killer eine blutige Spur durch die Stadt. Dem Privatdetektiv Peter Hogart, mit Nachforschungen in dem Fall betraut, gelingt es, das Video zu finden. Von dem Film erhofft er sich einen entscheidenden Hinweis auf den Mörder. Doch die rätselhafte kurze Schwarz-Weiß-Sequenz, die über den Bildschirm flimmert, gibt Hogart nur noch weitere Rätsel auf. Deren Lösung scheint in der Vergangenheit zu liegen – und in einer verlassenen Mühle vor den Toren der Stadt …


Laura Dave – Hello Sunshine (16. April 2018)

Sunshine Mackenzie lebt ihren Traum! Mit ihrer YouTube-Kochshow und ihren Lifestyle-Büchern begeistert sie Millionen von Fans. Sie ist einfach die Person, mit der jeder gern befreundet wäre. Noch dazu hat sie ihren Traummann geheiratet, den Architekten Danny, der ihr treu bei allem zur Seite steht. Alles scheint perfekt, bis ausgerechnet an ihrem fünfunddreißigsten Geburtstag herauskommt, dass die hochgelobten Rezepte aus der Show gar nicht von ihr sind. Die Fans sind empört, und Sunshine sieht nur einen Ausweg: Sie verlässt New York, um in einem kleinen Küstenstädtchen noch einmal von vorn zu beginnen …


Celeste Ng – Kleine Feuer überall (20. April 2018)

Es brennt! In jedem der Schlafzimmer hat jemand Feuer gelegt. Fassungslos steht Elena Richardson im Bademantel und den Tennisschuhen ihres Sohnes draußen auf dem Rasen und starrt in die Flammen. Ihr ganzes Leben lang hatte sie die Erfahrung gemacht, »dass Leidenschaft so gefährlich ist wie Feuer«. Deshalb passte sie so gut nach Shaker Heights, den wohlhabenden Vorort von Cleveland, Ohio, in dem der Außenanstrich der Häuser ebenso geregelt ist wie das Alltagsleben seiner Bewohner. Ihr Mann ist Partner einer Anwaltskanzlei, sie selbst schreibt Kolumnen für die Lokalzeitung, die vier halbwüchsigen Kinder sind bis auf das jüngste, Isabel, wohlgeraten. Doch es brennt. Elenas scheinbar unanfechtbares Idyll – alles Asche und Rauch?


Jane Shemilt – Es geschah in dunkler Nacht (23. April 2018)

Die Ärztin Emma begleitet ihren Ehemann Adam mit den gemeinsamen Kindern Alice, Zoë und Sam für ein Jahr nach Botswana, wo Adam an einem Forschungsprojekt arbeiten soll. Das vermeintliche Abenteuer ihres Lebens entpuppt sich jedoch als Albtraum, denn eines Abends verschwindet Sam spurlos. Die verzweifelte Suche nach ihm bleibt erfolglos, und die ganze Familie droht daran zu zerbrechen. Schließlich kehren sie zurück nach England. Doch es scheint unmöglich, in ihren Alltag zurückzukehren. Denn auch ein Jahr nach Sams Verschwinden plagt Emma die Ungewissheit. Was geschah damals wirklich in Afrika?


Sabine Thiesler – Zeckenbiss (23. April 2018)

Die Großstadt, ein Moloch, Brutstätte des Verbrechens. Faruk lernt von Kindesbeinen an, dass man als Krimineller am besten fährt. Er ist Mehrfach- und Intensivtäter, kommt aber immer wieder mit geringen Strafen davon. Bis irgendwann etwas Schreckliches geschieht.

Wenig später mordet ein Mann scheinbar wahllos, sucht sich komplett unterschiedliche Opfer. Und erst allmählich wird klar, dass er mit all seinen Taten einen grausamen Plan verfolgt …


Gayle Forman – Irgendwas von dir (25. April 2018)

Ich bedaure, Euch mitzuteilen, dass ich meinem Leben ein Ende setzen musste. Dieser Entschluss hat mich schon eine lange Zeit begleitet, und ich habe ihn allein getroffen. Es ist nicht Eure Schuld.
Meg

Cody und Meg waren unzertrennlich – beste Freundinnen für immer. Sie wussten alles voneinander. Jedenfalls dachte Cody das. Bis sie die E-Mail bekommt und mit einem Mal nichts mehr so ist wie vorher. Wer war Meg wirklich? Cody begibt sich auf die Suche nach Antworten und findet, was sie nicht erwartet – Freundschaft und Liebe.
Ein einfühlsames und bewegendes Buch über den Mut, den es braucht, um nach einem schrecklichen Verlust weiterzuleben und an die Liebe zu glauben.
Als ihre beste Freundin Meg sich in einem Motelzimmer umbringt, ist Cody völlig geschockt. Sie und Meg haben sich immer alles anvertraut – wieso hat sie nichts geahnt? Aber als sie zu Megs College in Tacoma, nahe Seattle, fährt, um deren Sachen zusammenzupacken, entdeckt sie, dass es vieles gibt, von dem Meg ihr nie erzählt hat. Cody wusste nichts von ihren Mitbewohnern, von Ben, dem geheimnisvollen Typen mit der Gitarre und dem spöttischen Grinsen. Und sie wusste nichts von der verschlüsselten Datei, die sie nicht öffnen kann – und die, als sie es doch schafft, plötzlich alles, was sie über den Tod ihrer Freundin zu wissen glaubt, in Frage stellt.


Jenny Blackhurst – Das Böse in deinen Augen (27. April 2018)

Niemand hat Angst vor einem kleinen Mädchen, oder doch?

Als die Kinderpsychologin Imogen Reid den Fall der elfjährigen Ellie Atkinson übernimmt, weigert sie sich, den seltsamen Gerüchten um das Mädchen zu glauben. Ellie sei gefährlich, so heißt es. Wenn sie wütend wird, passieren schreckliche Dinge. Imogen hingegen sieht nur ein zutiefst verstörtes Kind, das seine Familie bei einem Brand verloren hat und ihre Hilfe benötigt. Doch je näher sie Ellie kommt, desto merkwürdiger erscheint ihr das Mädchen. Dann erleidet auch Imogen einen schrecklichen Verlust – und sie fürchtet, dass es ein Fehler war, Ellie zu vertrauen …


Nalini Singh – Engelsgift – Gilde der Jäger #10 (27. April 2018)

Unnahbar, verboten gut aussehend und gefährlich charmant — Venom, Leibwächter des Erzengels von New York, genießt seinen Status und seine Unsterblichkeit. An tiefere Gefühle verschwendet er keine Gedanken. Doch als er den Auftrag bekommt, eine junge Vampirin zu beschützen, auf die ein Kopfgeld ausgesetzt ist, gerät seine Welt aus den Fugen. Mit ihrer aufbrausenden und leidenschaftlichen Art ist Holly Chang eine Herausforderung für den eleganten Vampir mit den Schlangenaugen. Und entfacht Gefühle in Venom, die dieser niemals zuvor gespürt hat …

Hörbücher

[Hörbuchrezension] Corina Bomann – Die Jasminschwestern

Autor: Corina Bomann
Titel: Die Jasminschwestern
Genre: Roman
Spieldauer: 15 Stunden 56 Minuten
Sprecher: Elena Wilms
Erscheinungsdatum: 08. September 2015
Anbieter: Hörbuch Hamburg
Preis: 12,95€ (CD-gekürzt); 29,95€ (Download-ungekürzt); ein Guthaben (Audible-ungekürzt)

Inhalt: 

Ein Unfall, ein Schock und eine große Frage: Als ihr Freund verletzt ins Koma fällt, flüchtet Melanie Sommer zu ihrer vietnamesischen Urgroßmutter Hanna. Als Hanna merkt, wie sehr die junge Frau mit ihrem Schicksal und der Liebe hadert, erzählt sie ihr zum ersten Mal aus ihrem Leben: Von der dramatischen Kindheit im exotischen Saigon, vom schillernden Berlin der Zwanzigerjahre und einer großen Liebe, von der schweren Zeit während des Krieges und dem Neuanfang als Hutdesignerin in Paris. Hanna hat viel verloren, aber auch unendlich viel gewonnen. Und Melanie erkennt, dass ihre schönste Zeit noch vor ihr liegt – egal, was das Schicksal noch für sie bereithält.
(Ullstein)

Meine Meinung:

Melanie steht kurz vor ihrer Hochzeit mit ihrem Traummann, als dieser bei einem Autounfall verunglückt und ins Koma fällt. Nachdem Melanie wochenlang an seinem Bett saß, merkt sie, dass ihre Kraftreserven schwinden und beschließt eine Auszeit bei ihrer Urgroßmutter Hanna zu machen. Dort angekommen möchte ihre Urgroßmutter sie aufmuntern und so erzählt sie ihr ihre Lebensgeschichte. Beginnend mit ihrer Kindheit in Saigon bis hin zu ihrer Flucht und vielen schweren Jahren, erzählt Hanna sehr emotional von ihrem Leben.

“Die Jasminschwestern” ist mein erstes Buch von Corina Bomann und ich habe vor allem wegen des wunderschönen Covers zu dieser Geschichte gegriffen. Das Wetter wird inzwischen auch wieder schöner und sobald die Sonne herauskommt, bekomme ich immer Lust auf locker, leichte Familiengeschichten.

Die Sprecherin des Hörbuchs hat eine sehr angenehme Stimme und bringt sowohl die emotionalen als auch ernsten Aspekte der Geschichte gut herüber. In der Story springen wir zwischen den zwei Zeitebenen hin und her, wobei die Vergangenheit einen größeren Teil darstellt als die Gegenwart. Hannas Kindheit beginnt sehr glücklich und behütet, durch einige Umstände jedoch muss Hanna sich bald durch das härtere Leben kämpfen.

Doch auch die Gegenwartsgeschichte dient nicht nur als Lückenfüller, denn auch hier spielen sich viele Dinge ab, die die Geschichte am Leben halten. Dadurch, dass man Hanna von Kindesbeinen an verfolgt, kommt man ihr sehr nahe. Obwohl sich Hanna oftmals distanziert gibt, konnte ich mich gut in sie hineinversetzen und es machte wirklich großen Spaß sie zu begleiten. Auch der Wechsel zwischen Glück und Leid ist der Autorin sehr gut gelungen, denn beide Themen liegen hier wirklich sehr nah beieinander. Kaum konnte man aufatmen, lauerte bereits der nächste Schicksalsschlag um die Ecke.

Doch auch wenn Hannas Leben von viel Leid geprägt war, hat sie als alte Dame mit viel positiven Gedanken auf ihr Leben zurückblicken können. Und genau diese Lebensfreude konnte Hanna sehr gut an ihre Urenkelin weitergeben, so dass die Geschichte einfach ein sehr schönes Gefühl hinterlässt.

Bücher

[Rezension] Thomas Thiemeyer – Devil’s River

Autor: Thomas Thiemeyer
Titel: Devil’s River
Genre: Thriller
Seitenzahl: 496
Erscheinungsdatum: 25. Februar 2015
Verlag: Knaur
Preis: 16,99€ (Broschiert); 14,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Durch den Tod ihrer Großmutter aufgerüttelt, begibt sich die Londoner Medizinstudentin Eve auf die Spur eines alten Familiengeheimnisses. Anscheinend liegen ihre Wurzeln in Kanada, tief im Indianerland …
1878. River, die Tochter eines Landvermessers, wurde nach dem spurlosen Verschwinden ihrer Eltern vom Stamm der Ojibwe aufgezogen. Zur Heilerin herangewachsen, muss sie miterleben, wie das Dorf von etwas heimgesucht wird, das kein Mensch sein kann. Die Hütten von einer gewaltigen Kraft zerstört, Männer und Frauen grausam ermordet, scheint eine dunkle Indianerlegende zum Leben erwacht zu sein. River schwört, den Dingen auf den Grund zu gehen, doch allein hat sie keine Chance. Ausgerechnet der flüchtige Frauenmörder Nathan Blake bietet ihr Hilfe an. Blake, von dunklen Trieben geleitet, hofft auf diese Weise seinen Verfolgern zu entkommen. Entlang des Teufelsflusses folgt er der Heilerin hinauf in die Berge. Und schon bald verbindet die beiden mehr als nur die Suche nach dem furchteinflößenden Baykok …”
(Knaur)

Meine Meinung:

“Devil’s River” habe ich aus einer spontanen Laune heraus gegriffen und gelesen. Cover und auch Klappentext klagen vielversprechend, da es um ein Familiengeheimnis gehen sollte und dazu noch ein Thriller ist.

Die Story verläuft eigentlich auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart begleiten wir Eve, die durch den Tod ihrer Großmutter auf ein Familiengeheimnis stößt. Um dieses aufzudecken reisen wir zurück ins Jahr 1878, in dem wir River kennen lernen. River wurde nach dem Verschwinden ihrer Eltern im Wald aufgefunden und vom Stamm der Ojibwe aufgezogen. Sie hat sich nie wirklich zugehörig zum Stamm gefühlt, da sie auch nie 100% wie eine von ihnen behandelt wurde. Insgeheim hat sie immer gespürt, dass sie anders ist, auch wenn sie sich als Erwachsene nicht mehr an ihre Zeit vor den Ojibwe erinnern konnte.

Das mit zwei Zeitebenen hat hier nur bedingt funktioniert. Wir bewegen uns zum Großteil nur in der Vergangenheit – glücklicherweise – denn alle Figuren in der Gegenwart bleiben sehr blass bis maximal unsympathisch. Daher hat es mich immer gefreut, sobald es wieder in die Vergangenheit ging. Mir kam es fast so vor, als bräuchte man die Gegenwart nur, um einen halbwegs galanten Übergang schaffen zu können. Meinetwegen hätte man hier gleich im Jahr 1878 ansetzen können.

Doch auch hier habe einiges auszusetzen. Am meisten störte mich wohl, dass das Buch bei weitem kein Thriller ist. Am ehesten würde ich es wohl als Roman bezeichnen, der ein wenig mit Indianermythen gespielt hat. Ja, es gab einen Mörder in der Story, doch bis auf anfängliche blutige Szenen, blieb dieser recht handzahm, so dass ich nicht verstehe, wie dieses Buch ein Thriller sein kann.

Die Charaktere in der Vergangenheit wurden zwar versucht näher zu beleuchten, jedoch fand ich auch zu diesen nur geringen Zugang. Vieles war einfach unglaubwürdig und vor allem River kam wirklich sehr naiv rüber. Der flüssige und zugängliche Schreibstil des Autoren hat mich jedoch versöhnt, denn generell mag ich die Art von Thomas Thiemeyer sehr gerne. Ich habe jedoch bereits n der Vergangenheit festgestellt, dass mir Thiemeyers Geschichten nicht alle liegen.

Die Idee mit den Indianermythen fand ich sehr interessant, konnte mir jedoch die Gesamtstory nicht wirklich schmackhaft machen. Letztlich war “Devil’s River” einfach nicht meins. Das passiert, und trotzdem werde ich Thiemeyers Werke in Zukunft weiter in Betracht ziehen.

Bücher

[Rezension] Sebastian Fitzek – Amokspiel

Autor: Sebastian Fitzek
Titel: Amokspiel
Genre: Psychothriller
Seitenzahl: 448
Erscheinungsdatum: 01. April 2007
Verlag: Knaur
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Heute ist ein guter Tag zum Sterben.

Dieser Tag soll ihr letzter sein. Die Kriminalpsychologin Ira Samin hat ihren Selbstmord sorgfältig vorbereitet – zu schwer lastet der Tod ihrer Tochter auf ihrem Gewissen. Doch dann wird sie in einen Radiosender gerufen, zu einem brutalen Geiseldrama: Ein Psychopath spielt ein makabres Spiel, bei dem er das Leben der Geiseln in die Hände wahllos angerufener Zuhörer legt. Und er verlangt, dass seine Verlobte zu ihm ins Studio kommt – doch die ist seit Monaten tot. Ira beginnt mit einer aussichtslosen Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören …”
(Knaur)

Meine Meinung:

Zwar habe ich alle Fitzek Bücher, die in den letzten Jahren erschienen sind, gelesen, jedoch fehlen mir immer noch einige aus seinen Anfängen. So auch “Amokspiel”, das sich nun auch schon eine ganze Weile auf  meinem Kindle befunden hat.

Fitzeks Stories beginnen meist sehr rasant und werfen einen förmlich in das Geschehen. Dieses Mal jedoch empfand ich den Einstieg zwar auch als temporeich, jedoch spitzte sich alles im Verlauf noch mehr zu. Im Gegensatz zu seinem jüngsten Werk – Flugangst 7A (Rezension) – hat die Story nicht ganz so viele Schockelemente. Trotzdem hat Fitzek auch hier wieder geschafft, was immer passiert, wenn ich eines seiner Bücher lese – ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, es war einfach alles zu spannend und ich wollte unbedingt wissen wie alles ausgeht. Auch seine Spezialität Kapitel gerne mit einem Cliffhanger enden zu lassen trägt immens dazu bei. Jedes Mal dachte ich ‚Jetzt muss ich wissen, wie es weitergeht, noch ein Kapitel!‘. Nur um dann am Ende des nächsten Kapitels wieder von einem Cliffhanger neugierig gemacht zu werden. So kriegt man die Bücher immer wirklich schnell weggelesen.

Überrascht war ich vom Protagonisten, denn der war für mich gar nicht Fitzek-typisch – wir folgen dieses Mal einer weiblichen Kriminalpsychologin. Ich kann mich nicht erinnern, ob ich jemals schon einen weiblichen Hauptcharakter bei Fitzek gesehen habe. Denke ich an seine Bücher, so denke ich meist an einen Familienvater, der sich in irgendeiner Weise wie auf der Jagd befindet und dabei selbstlos jemanden retten muss. Fitzeks Hauptfiguren ähneln sich eigentlich immer ein wenig, daher fand ich diese Abwechslung sehr schön.

Wie auch schon bei Flugangst 7A fand ich das letztliche Gesamtkonstrukt der ganzen Story etwas überzogen und konstruiert. Sicherlich wurden wie immer am Ende alle losen Fäden zusammengeführt, doch bei einigen Dingen hat der Zufall schon eine große Rolle gespielt. Das ist wohl einfach Fitzeks Schreibsstil. Man kann sich jetzt natürlich bei jedem Buch aufs Neue darüber auslassen oder man akzeptiert es einfach und zieht seine eigene Konsequenz daraus – ich für meinen Teil werde wohl nie die Finger von Fitzeks Thrillern lassen können, da ich sie einfach mag!

Hörbücher

[Hörbuchrezension] Stephen King – Finderlohn (Bill Hodges #2)

Autor: Stephen King
Titel: Finderlohn
Reihe: Bill Hodges #2
Genre: Roman
Spieldauer: 14 Stunden 54 Minuten
Sprecher: David Nathan
Erscheinungsdatum: 08. September 2015
Anbieter: Random House Audio
Preis: 19,99€ (CD); 15,95€ (Download); ein Guthaben (Audible)

Bill Hodges Reihe

  1. Mr. Mercedes
  2. Finderlohn
  3. Mind Control

Inhalt: 

„Besessen bis zum Mord. Der neue große Stephen King.

John Rothstein hat in den Sechzigern drei berühmte Romane veröffentlicht, seither aber nichts mehr. Morris Bellamy, ein psychopathischer Verehrer, ermordet den Autor aus Wut über dessen »Verrat«. Seine Beute besteht aus einer großen Menge Geld und einer wahren Fundgrube an Notizbüchern. Bellamy vergräbt vorerst alles – und wandert dummerweise für ein völlig anderes Verbrechen in den Knast. Jahre später stößt der Junge Peter Saubers auf den »Schatz« und unterstützt mit dem Geld bis auf den letzten Cent seine Not leidende Familie. Nach 35 Jahren Haft wird Bellamy entlassen. Er kommt Peter, der nun die Notizbücher zu Geld machen will, auf die Spur und macht Jagd auf ihn. Kann Bill Hodges, den wir als Detective a. D. aus Mr. Mercedes kennen, den Wahnsinnigen stoppen?”
(Random House Audio)

Meine Meinung:

Nachdem mich Mr. Mercedes so begeistert hatte, habe ich mir vom März Guthaben bei Audible gleich den zweiten Teil gegönnt. Auch “Finderlohn” ist wie sein Vorgänger kein Buch, welches ich so von Stephen King erwartet hätte. Vieles im Buch erinnert mehr an einen Thriller als an einen Roman. Zu Beginn des Buches tauchen wir sogleich in die Vergangenheit ein und erfahren vom grausamen Raubüberfall, bei dem der Schriftsteller Rothstein ums Leben kam. Schon hier tauchen wir tief in die gestörte Gedankenwelt von Morris Bellamy ein. Erst viele Hörstunden später taucht auch wieder unser Bekannter Bill Hodges auf.

Nachdem Bellamy den Autoren umgebracht hat, und eine Menge Geld und vor allem sein Hauptziel, jede Menge Notizbücher mit unveröffentlichten Werken, erbeutet hat, wird er für eine andere Straftat ins Gefängnis geschickt. Dort verweilt er die nächsten 35 Jahre. Zuvor hatte er seine Beute in einem vermeintlich sicheren Versteck gebunkert. In der Zwischenzeit jedoch findet ein Schuljunge, Peter, durch Zufall das Geld und die Bücher. Bellamy kommt dem Jungen schnell auf die Spur und macht nun Jagd auf ihn.

Im Laufe der Story wechseln wir die Perspektive zwischen Detective Hodges, Bellamy und Peter. Ich kann wieder kaum sagen was ich spannender fand – die Ermittlungsarbeit oder die irren Gedanken von Bellamy, der den armen Jungen verfolgt.

Die Geschichte kam im Vergleich zu “Mr. Mercedes” etwas schwerer ins Rollen, da ich zu Beginn etwas irritiert war, dass Hodges so lange auf sich warten ließ. Doch letztlich hat es durchaus diese ganze Vorgeschichte gebraucht und wir wissen ja bereits, dass Stephen King auf langes Vorgeplänkel steht.

Nachdem erstmal alle Pfeiler der Geschichte standen, ging es durchaus etwas knackiger zur Sache, wobei ich unseren “Mr. Mercedes” noch eine Ecke irrer fand und etwas mehr Spaß hatte ihn zu verfolgen. Bellamy dagegen wirkt schon fast etwas gesetzter und ruhiger, da er klar seine Ziele verfolgt.

Theoretisch könnte man Finderlohn auch unabhängig lesen, jedoch empfehle ich wie immer die korrekte Reihenfolge. Es wird durchaus Bezug genommen auf den ersten Teil, wenngleich auch im selben Atemzug oft erklärt wird, was mit den Anspielungen gemeint ist. Trotzdem macht vor allem natürlich das Wiedersehen mit bekannten Gesichtern und das Erkennen von alten Ereignissen mehr Spaß, wenn man die Vorgeschichte kennt.

Trotzdem hatte ich wieder viele Stunden Hörspaß und werde natürlich auch den dritten und letzten Teil der Trilogie um Detective Bill Hodges lesen oder auch wieder hören.

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