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[Rezension] Richard Laymon – Das Ende

Autor: Richard Laymon
Titel: Das Ende
Genre: Roman
Seitenzahl: 320
Erscheinungsdatum: 12. März 2018
Verlag: Heyne Hardcore
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Er wartet auf euch … in schattigen Schluchten … in dunklen Wäldern … er lauert … um euch alles zu nehmen … euer Glück … eure Liebe … euer Leben … Er kommt immer näher … jagt euch … bis zum Ende”
(Heyne Hardcore)

Meine Meinung:

Obwohl mein Lieblingsschriftsteller nun schon vor einigen Jahren verstorben ist, haben wir in Deutschland noch das Glück, dass viele Bücher noch nicht ins Deutsche übersetzt worden sind. So kommt es, dass meist zwei mal jährlich ein neues Buch von ihm im Heyne Hardcore Verlag erscheint. “Das Ende” ist original bereits 1999 erschienen, gehört also zu seinen späteren Werken.

Der Klappentext gibt wieder mal nicht sehr viel her, und passt auch ehrlich gesagt so gar nicht zum Inhalt des Buches. Von den nebulösen Satzfetzen abgesehen, könnte man den Inhalt hier wahrlich besser umreißen, denn so bekommt man ja nicht mal eine Idee, um was es hier gehen könnte.

Das Buch startet gleich zu Beginn mit einem recht überraschenden Mord an einer Frau. Am nächsten Morgen macht sich ein junges Pärchen auf in die Natur und stößt unverhofft auf die inzwischen enthauptete Leiche, während der Killer noch kuschelnd neben dieser liegt. Nachdem sich der Mörder mitsamt des Kopfes der Frau aus dem Staub gemacht hat, beginnen die Polizeiermittlungen. Wie so oft bei Laymon haben wir mehrere Stränge, die sich irgendwann am Ende zusammenfinden.

Wir haben es wie immer mit Charakteren zu tun, die nicht logisch handeln, die sogar eher verrückte Sache tun und in den blödesten Momenten zu Sexgedanken abdriften, statt sich um das Wesentliche zu kümmern. Auch in “Das Ende” möchte ich manche Personen einfach mal kräftig durchschütteln, damit diese mal aufwachen und beginnen. logisch zu denken. Aber eben genau das macht für mich ein guter Laymon aus! Ich möchte abstruse Geschichten und einfältige Charaktere, die den Stories eben genau diese typische Laymon Atmosphäre geben. Diese Kombination macht für mich eine gelungene Laymon Story aus.

Allgemein sticht “Das Ende” doch ein bisschen heraus, zumindest wenn ich das Buch mit meinen absoluten Lieblingen von Laymon vergleiche. In “Das Ende” gibt es zwar auch blutige Szenen und Sex, dennoch wurde hier ein wenig daran gespart. Man hat hier schon fast einen Thriller, der uns einerseits den vermeintlichen Killer begleiten lässt, aber auch große Teile der Ermittlungsarbeit der Polizei.

Insgesamt wurde ich gut unterhalten von “Das Ende”, auch wenn es nicht zu meinen Favoriten des Schriftstellers gehört. Dafür fehlte mir hier ein wenig die sonst so brutale und sarkastische Ader von Laymon. Für Fans sicherlich ein Must-Read, für Laymon-Neulinge würde ich aber andere Werke empfehlen.

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1 Comment

  • Reply Lesemonat März 2018 – Laura von Eden 4. April 2018 at 07:01

    […] Richard Laymon – Das Ende […]

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