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[Rezension] Deon Meyer – Fever

Autor: Deon Meyer
Titel: Fever*
Genre: Roman
Seitenzahl: 702
Erscheinungsdatum: 09. Oktober 2017
Verlag: Aufbau Verlag
Preis: 19,99€ (Gebunden); 14,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

»Ich will vom Fieber erzählen, von unserer Stadt Amanzi – und von dem Mord an meinem Vater Willem.«

Nicolaas Storm fährt mit seinem Vater Willem durch ein vollkommen verändertes Südafrika. Nach einem Fieber, das weltweit fünfundneunzig Prozent der Menschen getötet hat, versuchen die beiden, einen sicheren Platz zum Leben zu finden. Das Land ist in einem Zustand der Gesetzlosigkeit. Gangs ziehen schwerbewaffnet umher, wilde Tiere bedrohen die Menschen. Schließlich aber finden Vater und Sohn einen Platz für eine Siedlung. Andere Menschen stoßen zu ihnen – Abenteurer, elternlose Kinder, ehemalige Soldaten. Sie alle müssen die Gesetze des Überlebens neu lernen. Nico wird zum Schützen ausgebildet. Er verliebt sich in Sofia, die wildeste Frau, die jemals ihre kleine Stadt betreten hat, und er beginnt wieder an eine Zukunft zu glauben. Bis die Katastrophe passiert – und sein Vater ermordet wird.“
(Aufbau Verlag)

Meine Meinung:

Ihr mögt Endzeit-Serien wie The Walking Dead, könnt aber getrost auf die ganzen Zombies verzichten? Dann ist ‚Fever‘ vielleicht genau das Richtige für euch!

Wir befinden uns in Südafrika, das sogenannte Coronavirus hat 95% der Weltbevölkerung ausgelöscht. Wir begleiten Nico und seinen Vater Willem durch eine nahezu menschenleere Welt, auf der Suche nach einem sicheren Platz. Bereits der Klappentext verrät, dass die Geschichte auf eine Katastrophe hinsteuert, zunächst ist jedoch nicht klar, wann das passiert und so rechnet man hinter jeder Ecke mit einer Gefahr.

Durch den angedeuteten Tod des Vaters ist zunächst die Spannung sehr hoch – jedenfalls bis ein Hinweis gegeben wird, dass dieser Tod wohl erst zum Ende der Geschichte passieren wird. Die Beschreibung der menschenleeren und trostlosen Welt hat Deon Meyer sehr bildhaft und authentisch hinbekommen. Dass die Gefahr in einer solchen Endzeitgeschichte eben vor allem von den Menschen selbst ausgeht, wurde in der Story glaubhaft dargestellt. Dass außerdem die geografischen Gegebenheiten von Südafrika nochmal ganz anderen Gefahren bergen, wurde auch sehr eindrucksvoll bewiesen. Hier in Deutschland würde ich während einer Apokalypse jedenfalls nicht mit beispielsweise Löwen rechnen.

Auch der Hoffnungsschimmer, der von der neuen Siedlung Amanzi hervorging, war nahezu greifbar. Hier wurde sehr interessant davon berichtet, wie die Menschen sich in dieser Notlage zusammenfanden und die Stadt neu errichteten.

Die Geschichte wird zwar hauptsächlich von Nico erzählt, jedoch kommen auch viele andere Bewohner der Stadt zu Wort. Dies alles geschieht tagebuchartig. Leider muss ich sagen, dass sich die Geschichte generell etwas gezogen hat, vor allem jedoch ab etwa der Hälfte. Durch einige Ereignisse versuchte der Autor etwas Spannung hineinzubringen, was jedoch nur fragmentartig gewirkt hat. Auch die kleine Enthüllung zum Ende hat für mich die Story selbst nicht unbedingt verbessert.

Wer gerne Endzeit-Romane liest, und Menschen dabei begleitet, wie sie sich ein neues Leben aufbauen, der wird mit ‚Fever‘ womöglich glücklich. Mir hat etwas die Spannung gefehlt, denn als die Stadt letztlich halbwegs aufgebaut war, kreisten die Themen immer wieder um die selben Probleme.

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