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[Bücher] Gelesen im April #2

Weiter geht es mit dem zweiten Teil meiner gelesenen Bücher im April. In der zweiten Hälfte habe ich nicht ganz so viele Bücher geschafft, aber insgesamt bin ich recht zufrieden mit meiner Auswahl. Insbesondere freue ich mich, dass ich mit ‚Dem Ozean so nah‘ eine Reihe beenden konnte.

Zur ersten Hälfte der gelesenen Bücher im April kommt ihr HIER.

April 2017

Anzahl Bücher: 12
Anzahl Seiten: 4758
Seiten pro Tag: 158


Autor: Jessica Koch
Titel: Dem Ozean so nah (Danny Trilogie #3)
Seitenzahl: 368
Erscheinungsdatum: 16. Dezember 2016
Verlag: rororo
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 3,49€ (E-Book)

Inhalt:

„Sie teilen das gleiche Schicksal und sind doch ganz verschieden: Danny ist erfolgreich und unabhängig, auch wenn er hart dafür kämpfen musste – nach einer Kindheit, die für ihn keine war. Tina hingegen hat die letzten Jahre auf der Straße verbracht. Als die beiden, denen das Leben nichts geschenkt hat, einander begegnen, spüren sie eine nie erlebte Nähe. Verzweifelt bemüht Danny sich, Tina zu zeigen, dass das Leben auch schöne Seiten hat. Hilft den beiden ihre Freundschaft, die Schatten der Vergangenheit endgültig abzuwerfen?“
(rororo)

Meine Meinung:

‚Dem Ozean so nah‘ ist der dritte und letzte Band der Danny Trilogie. Nachdem wir im zweiten Band Danny in seiner Kindheit begleitet haben, befinden wir uns nun zeitlich gesehen vor den Geschehnissen des ersten Bandes und erleben nun die Zeit als Danny Christina kennen lernte.

Die beiden Vorgänger haben mich emotional sehr berührt, auch der letzte Teil ist nichts für zarte Seelchen. Dennoch muss ich sagen, dass mir im dritten Teil ein paar Dinge gefehlt haben und ich nicht ganz so mitgerissen wurde wie vorher. Ich hätte gerne noch mehr darüber erfahren, wie es Christina genauer erging nachdem Danny Jessica kennen gelernt hat. Das Buch endet ziemlich abrupt genau zu diesem Zeitpunkt. Natürlich weiß man bereits aus dem ersten Buch wie alles ausgeht, aber mich hätten die Erlebnisse aus Christinas Sicht interessiert. Das Wissen um das ganze Ende macht für mich den Schluss des dritten Teils umso trauriger. Wüsste man nicht bereits wie alles endet, könnte man den Schluss hier durchaus hoffnungsvoll betrachten.

Insgesamt hat mir die Reihe sehr gut gefallen. Es ist definitiv keine leicht verdauliche Geschichte. Die Erlebnisse der Protagonisten sind voller Leid und man fragt sich zu was Menschen alles fähig sind, solch ein Leid zu erschaffen.


Autor: Audrey Carlan
Titel: Trinity – Tödliche Liebe (Trinity #3)
Seitenzahl: 304
Erscheinungsdatum: 24. Februar 2017
Verlag: Ullstein
Preis: 12,99 (Broschiert); 9,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt:

„Gillian Callahan hat alles verloren: ihre große Liebe, ihre Freiheit – und vielleicht sogar bald ihr Leben. Ihr Körper ist in der Gewalt des Mannes, der von ihr besessen ist, der keine Skrupel kennt und der nur eines noch will: Gillians Herz. Doch niemand wird es je schaffen, die Liebe zwischen ihr und ihrem Verlobten Chase zu zerstören. Sie weiß, dass Chase sie verzweifelt sucht und die Polizei alles tun wird, um sie zu finden. Können sie das Rennen gegen die Zeit gewinnen?“
(Ullstein)

Meine Meinung:

Band 3 der Trinity Reihe knüpft nahtlos an das Ende des zweiten Teils an. Mit diesem Einstieg kommt auch gleich mal wieder etwas Fahrt in die ganze Geschichte, denn die Storyline bietet etwas mehr als nur das typische Liebesdrama und Sex. Wenn man die drei Teile recht nah nacheinander liest, kann es schon mal vorkommen, dass einen die Sexszenen langsam nerven, da sie nunmal recht ähnlich gestrickt sind. Umso erfrischender war dann die Auflockerung durch etwas Spannung und Thrill.

Insgesamt muss ich wieder bemängeln, dass Chase mir mächtig gegen den Strich ging. Absolut affiges Alphamännchen-Gehabe, das ich so noch nie bei einem erwachsenen Mann erlebt habe. Und die Protagonistin findet das auch noch gut. Außerdem waren einige Sachen in der Geschichte nicht ganz logisch, aber wie schon bei den ersten beiden Teilen gesagt – mit Logik sollte man der Trinity Reihe eher nicht begegnen. Für mich war der dritte Teil wieder ein absoluter Pageturner, ich wurde sehr gut unterhalten und werde die Reihe weiterverfolgen.


Autor: Christof A. Niedermeier
Titel: Mörderisches Menü – Ein kulinarischer Krimi (Jo Weidinger #2)
Seitenzahl: 416
Erscheinungsdatum: 10. Februar 2017
Verlag: Ullstein
Preis: 9,99 (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt:

„Küchenchef Jo Weidinger braucht für sein Restaurant hoch über der Loreley frischen Fisch. Als Jo beim Fischhändler seines Vertrauens Erich Sattler eintrifft, findet er ihn tot in einem seiner Teiche treibend. Sattler war ein jähzorniger Eigenbrötler, der bei seinen Fischweihern hauste. Die Polizei geht von einem Unfall aus, denn das Wetter war schlecht und die Stege rutschig. Doch Jo glaubt nicht an diese Theorie und beginnt selbst zu ermitteln. Dabei stößt er auf Dinge, die er vielleicht besser unberührt gelassen hätte. Denn seine Gegner aus der Fischindustrie sind mächtig und skrupellos …“
(Ullstein)

Meine Meinung:

Das Buch ‚Mörderisches Menü ist mir zunächst durch sein schönes Landschaftscover aufgefallen. Als ich dann den Untertitel las – ein kulinarischer Krimi – war ich sofort interessiert, denn was gibt es besseres als Mord und leckeres Essen in einem Buch? Dass das Buch bereits ein Teil 2 einer Reihe ist, habe ich erst im Verlauf der Geschichte bemerkt, da öfter mal Hinweise darauf gefallen sind. Mich hat es im Lesefluss und Verständnis nicht beinträchtigt, da das Buch selbst eine abgeschlossene Geschichte ist.

In der Geschichte begleiten wir den jungen Koch Jo, der scheinbar gerne den Hobbydetektiv in seiner Freizeit spielt. Natürlich stolpert er auch praktischerweise immer wieder über Leichen im Zuge seiner Ermittlungen. Immer wieder wird abseits des Kriminalfalles auf seine Tätigkeit im Restaurant eingegangen und man bekommt eine sehr genaue Vorstellung über seine Kochkünste, die er in kreativen Menüs unter Beweis stellt. Die Gerichte werden wirklich sehr appetitanregend beschrieben, ich empfehle also das Buch nicht mit knurrendem Magen zu lesen, denn sonst ist der Gang zum Kühlschrank vorprogrammiert.

Auch das gesamte landschaftliche Setting wird sehr eindrucksvoll beschrieben. Die Gegend rund um den Rhein klingt wirklich sehr einladend und für mich als unwissenden Leser auch sehr glaubhaft geschildert, denn persönlich bin ich noch nicht in der Gegend gewesen.

Ich bin nicht unbedingt ein Fan vom „Normalbürger“ der plötzlich zum Hobbydetektiv mutiert, jedoch fand ich die Umsetzung hier recht gelungen. Hin und wieder fand ich einige Sachen etwas unlogisch und besagter Hobbydetektiv hatte meiner Meinung nach viel zu viel Glück und auch zu leichten Zugang zu manchen Dingen. Trotzdem fand ich die Gesamtstory relativ stimmig, auch das Ende konnte mich überzeugen. Ich werde sicherlich bald mal den ersten Band um unseren Küchenchef Jo lesen und auf weitere Teile in diesem wunderschönen Setting hoffen.


Autor: Kerry Drewery
Titel: Marthas Widerstand (Cell 7 #1)
Seitenzahl: 447
Erscheinungsdatum: 16. März 2017
Verlag: One
Preis: 16,00€ (Hardcover); 11,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt:

„Martha ist des Mordes angeklagt und sitzt in der ersten von sieben Zellen. Sieben Tage lang stimmt das gesamte Volk darüber ab, ob sie freigesprochen oder in eine kleinere Zelle verlegt wird. Die siebte und letzte Zelle ist klaustrophobisch klein, und genauso klein sind Marthas Chancen auf einen Freispruch. Denn die Umfragen zeigen, dass der Großteil der Bevölkerung sie sterben sehen will …
Doch was wäre, wenn Martha genau darauf spekuliert. Um dem Volk zu zeigen, dass es nicht in einer perfekten Demokratie lebt, sondern von den Machthabern perfide manipuliert wird? Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, bei dem viel mehr als ein einzelnes Menschenleben auf dem Spiel steht …

Spannende Mischung aus Thriller und Dystopie rund um ein packendes Gedankenspiel: Was wäre, wenn nur noch über Fernsehvotings Recht gesprochen würde?“
(One)

Meine Meinung:

Dieses Buch habe ich schon seit Anfang des Jahres sehnsüchtig erwartet, denn der Klappentext klang einfach grandios. Wir befinden uns in einer Welt, in der das gängige Rechtssystem, das wir kennen, durch ein Fernsehvoting ersetzt wurde. Diese Welt, die dort gezeichnet wurde und die ganze Idee dahinter fand ich wirklich sehr interessant.

Dem Verlauf der Geschichte können wir aus der Perspektive verschiedener Personen folgen. Mitunter sind einige Kapitel in einer Art Interviewform geschrieben, da wir der zugehörigen TV-Show beiwohnen. Ich fand alle Perspektiven sehr interessant und ich konnte wunderbar flüssig von Kapitel zu Kapitel lesen. Lediglich das Hervorheben der Sprache einer Person fand ich etwas überflüssig. Bei besagter Person wurde eine sehr informelle Schreibweise benutzt und genau so geschrieben, wie die Person eben auch sprechen sollte. Also sehr umgangssprachlich und mit einer Art Dialekt. Ich hatte dann zwar direkt eine Vorstellung im Kopf, aber andererseits stört es mich auch etwas im Lesefluss. Mit unserer Hauptfigur Martha bin ich noch nicht ganz warm geworden, ich fand aber auch generell, dass sie etwas distanziert rüberkam.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen, wenn auch der Plot durchaus schnell vorhersehbar war. Trotzdem hat es mir Spaß gemacht das Geschehen zu verfolgen und am Ende wirklich Recht zu behalten, was meine Vorahnung betraf.

‚Marthas Widerstand‘ ist nur der Auftakt einer Reihe und wie zu erwarten bleibt das Ende hier beim ersten Teil sehr offen. Ich hoffe wir müssen nicht zu lange auf den zweiten Teil warten, ich habe gesehen, dass die englische Ausgabe Mitte Juni erscheinen soll. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.


Autor: Jay Asher
Titel: Tote Mädchen lügen nicht
Seitenzahl: 288
Erscheinungsdatum: 08. Oktober 2012
Verlag: cbt
Preis: 8,99€ (Taschenbuch); 7,99€ (E-Book)

Inhalt:

„Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf »Play« – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ..“
(cbt)

Meine Meinung:

Durch die kürzlich erschienene Serie ’13 Reasons Why‘ ist auch die Buchvorlage wieder in aller Munde. Ich habe mich dieses Mal dazu entschlossen zunächst das Buch zu lesen und dann anschließend die Serie zu gucken. Ich kann also nicht sagen, ob die Serie bei mir noch anderes bewirkt hätte.

Denn so sehr das Buch auch zur Zeit wieder gehypt wird, ich mochte es nicht wirklich. Das Buch selbst habe ich sehr schnell durchgelesen gehabt, was einerseits an den ’nur‘ knapp 300 Seiten lag, aber auch weil es sich einfach wunderbar flüssig lesen ließ. Ich war zu keiner Zeit gelangweilt oder musste mich durch das Buch kämpfen und trotzdem hat es mir irgendwie missfallen.

Es ist mir fast schon unangenehm das zu sagen, aber Hannah war mir nicht sympathisch. Ich habe selbst keinerlei Erfahrungen mit dem Thema und möchte da sicherlich auch keine Grundsatzdiskussion einleiten, aber ich fand Hannahs Verhalten einfach nicht schlüssig. Ich verstehe die Grundbewandniss, die das Buch einem als Leser sicherlich mitgegeben sollte – nämlich ein Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen – aber für mich hat das mit Hannah einfach nicht funktioniert. Auch wenn es immer wieder betont wurde, dass diese Kassetten nicht als Rache dienen sollten, und Hannah damit nur aufzeigen wollte, dass im Prinzip jede Handlung ihre Konsequenzen hat, so schwang für mich im ganzen Buch ein Grundtenor mit: Hannah zeigt auf die 13 Personen, die ihrer Meinung nach zu ihrem Selbstmord beigetragen haben. Ich fand es eher unreflektiert und vor allem unausgewogen betrachtet man die ‚Schuldigkeit‘ der Personen. Hannah zeigt also das ganze Buch über auf andere und sagt im Grunde genommen ‚Hier, der da wars‘.

Eine Begebenheit ging mir besonders lange nicht aus dem Kopf, wer also das Buch noch nicht gelesen hat sollte vielleicht diesen Absatz überspringen. Hannah wird Zeuge einer Vergewaltigung und unternimmt nichts. Gar nichts. Das ganze wird mit Angst und Trunkenheit begründet und Hannah gibt auch zu, dass sie nicht richtig gehandelt hat. Was mir aber besonders missfallen aht, ist die Tatsache, dass sie im Nachhinein nicht mit einer Silbe das Vergewaltigungsopfer erwähnt, sondern immer nur sich selbst bemitleidet, weil sie ja alles gesehen hat und nichts unternommen hat. Keine Silbe darüber, dass sie sich fragt, wie es wohl Jessica ergeht. Nein – Hannah ist ja arm dran und das Opfer hier.

Ich könnte noch so einiges bemängeln, aber ich Grunde wollte ich sagen, dass ich es prinzipiell gut finde, wenn ein Bewusstsein zu diesem Thema geschaffen wird. Ist einem jedoch die Hauptfigur eines Buches unsympathisch, kann einem das vieles verhageln. Die Grundidee ist gut, der Schreibstil flüssig und ich werde mir jetzt definitiv die Serie dazu anschauen.

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1 Comment

  • Reply [Bücher] Gelesen im April #1 – Laura von Eden 2. Mai 2017 at 11:16

    […] Zur zweiten Hälfte des Monats April mit Gesamtstatistik kommt ihr HIER. […]

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