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[Rezension] Camilla Läckberg – Die Eishexe

Autorin: Camilla Läckberg
Titel: Die Eishexe
Reihe: Falck & Hedström #10
Genre: Kriminalroman
Seitenzahl: 752
Erscheinungsdatum: 02. Januar 2018
Verlag: List
Preis: 22,00€ (Gebunden); 11,99€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)

Reihe:

  1. Die Eisprinzessin schläft
  2. Der Prediger von Fjällbacka
  3. Die Töchter der Kälte
  4. Die Totgesagten
  5. Engel aus Eis
  6. Meerjungfrau
  7. Der Leuchtturmwärter
  8. Die Engelmacherin
  9. Die Schneelöwin
  10. Die Eishexe

Inhalt: 

„Als die kleine Linnea Berg vermisst gemeldet wird, starten die Bewohner von Fjällbacka eine Suchaktion in den umliegenden Wäldern. Schon einmal wurde ein Mädchen dort getötet. Dreißig Jahre ist das nun her. Damals fand man Stella Strand an dem einsam gelegenen Waldsee. Zwei 13-Jährige bekannten sich zur Tat – um wenig später ihr Geständnis zu widerrufen. Der Fall wurde nie geklärt. Kurz darauf beging der Chef der Polizeistation Tanum Selbstmord.

Hauptkommissar Patrik Hedström findet keine Ruhe. Und plötzlich reden alle von der Eishexe. Dem bodenständigen Kommissar widerstrebt es, dass eine Legende um ein misshandeltes Mädchen aus dem 17. Jahrhundert die Ermittlungen beeinflusst. Doch im Ort herrscht Hysterie. Nur seine Frau, Schriftstellerin Erica Falck, scheint einen kühlen Kopf zu bewahren. Schon lange recherchiert sie in dem alten Fall. Gemeinsam versuchen sie, Licht in das Dickicht aus Geschichten und Gerüchten zu bringen.”
(Ullstein Buchverlage)

Meine Meinung:

“Die Eishexe” gehört zur Reihe um die beiden Protagonisten Falck & Hedström. Ich habe vorher noch keinen Teil dieser Reihe gelesen, wollte mit “Der Eishexe” aber auch nicht so lange warten bis ich bis Teil 10 aufgeschlossen habe, also habe ich es gewagt und den Teil jetzt einfach mal gelesen. Ich denke es ist wie bei den meisten Thriller- und Kriminalreihen, die Fälle sind in sich geschlossen, und demnach theoretisch gut einzeln lesbar. Lediglich über die Familiengeschichte und das ganze Beziehungsgeflecht war ich jetzt nicht komplett im Bilde anfangs.

Im Buch geht es um das kleine Mädchen Linnea, die plötzlich vom heimischen Hof verschwindet. Die Umstände ihres Verschwindens erinnern stark an ein Verbrechen von vor 30 Jahren, als ebenfalls ein kleines Mädchen vom selben Hof verschwand. Damals gestanden zwei jugendliche Mädchen das Mädchen getötet zu haben, widerriefen ihr Geständnis jedoch schnell wieder. Ist es nur ein Zufall, dass ausgerechnet diese zwei Teenager nun als erwachsene Frau in den Ort zurückkehren und prompt wieder ein Kind verschwindet? Kommisar Hedström und seine Frau versuchen die Geschehnisse aufzuklären.

Das Buch ist in drei verschiedene Zeitbenen unterteilt. Wir verfolgen in der Gegenwart die Ermittlungen um das Verschwinden der kleinen Linnea, während wir im Handlungsstrang 30 Jahre zuvor ebenfalls mitbekommen wie Stella verschwindet und ermordet aufgefunden wird. Sehr interessant ist auch der dritte Strang, bei dem wir weit in die Vergangenheit reisen und einer Hexenverfolgung beiwohnen. Wie dieser Strang mit den beiden anderen zusammenhängt, wird erst sehr spät klar.

Innerhalb der Stränge wechseln wir außerdem auch die Perspektiven, was vor allem in der Gegenwart sehr viel Schwung in die Geschichte bringt. Kommisar Hedström ermittelt nun mal auf eine ganz andere Art und Weise als seine Frau Erika Falck, die gerade praktischerweise eh an der Recherche zu dem Mordfall an Stella sitzt. Schön war auch, dass Läckberg ein sehr aktuelles Thema mit in die Geschichte eingeflochten hat, und man so einiges über die schwedische Flüchtlingspolitik erfahren konnte.

“Die Eishexe” ist zwar mein erster Teil aus der Reihe, mit Läckbergs Schreibstil bin ich jedoch schon vertraut und mag ihn wirklich sehr gerne. Eine gute Mischung aus Ermittlungsarbeit, Familie, aktuellem Zeitgeschehen, gewürzt mit der nötigen Spannung, so dass selbst die knapp 800 Seiten nicht langweilig werden. Lediglich die Sprünge zwischen den Strängen und den Perspektiven fand ich manchmal etwas schnell, aber das sollte wohl der Story auch ein wenig Drive geben.

Bücher

Neuerscheinungen Januar 2020

Das neue Jahr beginnt gleich mit jeder Menge aufregender Neuerscheinungen. Mit einem Klick auf Titel und Autor kommt ihr wie immer zur Verlagsseite mit weiteren Infos.


Michael Koryta – Die Wahrheit der Toten (13. Januar 2020)

FBI-Agent Rob Barrett ist zwar noch unerfahren, doch ein Naturtalent, wenn es um Verhöre geht. Als er zu einem ungeklärten Doppelmord an einem jungen Paar nach Maine beordert wird, ist er der Einzige, der die Tatverdächtige zum Sprechen bringen kann. Nach dem Geständnis scheint der Fall zunächst glasklar, aber dann findet die Polizei nach und nach Beweise, die nicht den Aussagen der Täterin entsprechen. Wieso tauchen die Leichen hundert Kilometer vom erwarteten Fundort auf? Barrett muss alle Hebel in Bewegung setzen, wenn er seinen guten Ruf nicht für immer verlieren will …


Amy Lloyd – Unschuldig (13. Januar 2020)

Dennis ist ein verurteilter Mörder. Sam glaubt an seine Unschuld. Sie und hunderte andere Menschen weltweit kämpfen in einer groß angelegten Kampagne für seine Freilassung. Onlineforen, Dokumentationen, Bücher liefern immer neue Beweise für seine Unschuld. Dennis ist attraktiv, charismatisch, ein Popstar. Trotz der Haft nähern Sam und er sich einander an, es ist die große Liebe, sie heiraten. Und Dennis kommt tatsächlich frei. Doch schon bald ahnt Sam: Das ist nicht der Mann, den sie zu kennen glaubt. Was ist damals wirklich passiert? Hat Dennis sie manipuliert? Wie konfrontierst du deinen Mann, wenn du die Wahrheit eigentlich gar nicht wissen willst?


Birand Bingül – Riskante Rezepte (13. Januar 2020)

Samstagabend in einem Edel-Restaurant nahe Hamburg. Familiengeführt. Voll besetzt. Es duftet nach Safranreis, warmem Holunder und Fichtenspitzen. Hier zaubert die 29-jährige Star- und Sterneköchin Bianca Veh zusammen mit ihrem Vater die wunderbarsten Gerichte. Doch plötzlich röchelt ein prominenter Stammgast. Und stirbt. Der Supergau! PR-Genie Mats Holm soll ihren Ruf retten. Und das Millionengeschäft mit Kochbüchern, TV-Shows und Werbung. War womöglich Gift im Spiel? Und warum? Je mehr Holm und seine smarte Mitarbeiterin sich in den Fall einarbeiten, desto tiefer sind die Abgründe, die sich im Gastro-Imperium der Familie auftun.


Jennifer Hillier – Liebe mich, töte mich (13. Januar 2020)

Vor vierzehn Jahren kehrte Geos beste Freundin Angela nach einer Party nicht nach Hause zurück. Nun wird ihre zerstückelte Leiche gefunden. Für die Polizei ist schnell klar: Angela ist das Opfer des berüchtigten Serienmörders Calvin James. Doch für Geo ist Calvin nicht nur ein Serienmörder. Für sie ist er ihre erste große Liebe. Seit vierzehn Jahren weiß sie, was in dieser einen Nacht geschah, und vierzehn Jahre lang hat sie niemandem davon erzählt. Doch dann werden weitere Frauen ermordet, auf dieselbe Weise wie damals Angela. Der Mörder hinterlässt am Tatort eindeutige Botschaften. Und diese Botschaften gelten Geo …


Lotte Petri – Teufelswerk (20. Januar 2020)

Über tausend Skelette sollen auf einem Friedhof in Kopenhagen verlegt werden, um einer neuen U-Bahn-Station Platz zu machen. Als zwischen den Gräbern ein grausamer Mord geschieht, ist sich die Bevölkerung sicher, dass die gestörte Totenruhe damit zu tun hat. Kriminalhauptkommissar Alexander Damgaard versichert sich der Hilfe der jungen Anthropologin Josefine Jespersen, die an dem Exhumierungsprojekt beteiligt ist. Und Josefine entdeckt tatsächlich etwas: In den zertrümmerten Schädel des Opfers wurde ein umgedrehtes Kreuz geritzt. Eine makabere Signatur des Mörders oder ein Zeichen des Teufels?


Deborah Crombie – Denn du sollst sterben (20. Januar 2020)

Lower Slaughter ist ein malerisches Dorf in den Cotswolds. Dorthin ist Detective Superintendent Duncan Kincaid privat unterwegs, als er in einen schweren Unfall verwickelt wird: Kincaid wird verletzt, die Fahrerin des anderen Wagens, Nell Greene, und ihr Beifahrer Fergus O’Reilly überleben die Kollision nicht. Wie sich bald herausstellt, kannten sich Nell und O’Reilly gar nicht, hatten aber beide kurz vor dem Unglück im Pub von Viv Holland gegessen – der Chefköchin, zu deren Benefizessen am Wochenende Kincaid und James eingeladen sind. Der Fall wird immer rätselhafter, denn die Untersuchung ergibt, dass O’Reilly bereits vor dem Unfall tot war …


James Hazel – Die Pupe. Vertraue nicht dem Bösen (20. Januar 2020)

Der Anwalt Charlie Priest steht vor einem Fall, der seine Karriere in ungeahnte Höhen befördern könnte – oder sie für immer zerstören. Es sieht nach letzterem aus, als der Kronzeuge am Morgen des ersten Verhandlungstages brutal erstickt im Kofferraum einer Journalistin gefunden wird. Wenig später taucht die Leiche der Klägerin auf, ihr Mund zusammengenäht und der Rest ihres Kopfes fast vollständig verbrannt. Priest erkennt: Der Killer hatte eine Rechnung mit den Opfern offen, die noch nicht beglichen ist – denn er weiß von einem grausamen Geheimnis und wird nicht ruhen, bis nicht alle Schuldigen zur Rechenschaft gezogen wurden …


Megan Miranda – Little Lies. Wer enmal lügt, dem glaubt man nicht (20. Januar 2020)

Die Journalistin Leah flieht vor ihrem alten Leben: Sie lässt ihre Heimat und ihren Job hinter sich und zieht mit ihrer besten Freundin Emmy in ein altes Haus auf dem Land. Das Zusammenleben klappt gut. Leah arbeitet tagsüber in der Schule, Emmy nachts an einer Rezeption. Doch dann stellt Leah eines Nachts fest, dass sie ihre Freundin seit Tagen nicht gesehen hat. Noch bevor sie Emmy als vermisst melden kann, wird in der Nähe eine brutal misshandelte junge Frau gefunden. Doch die Frau ist nicht Emmy – stattdessen sieht sie Leah zum Verwechseln ähnlich … Muss Leah nicht nur um Emmys, sondern auch ihr eigenes Leben fürchten?


Hjordt & Rosenfeldt – Die Opfer, die man bringt – Sebastian Bergman #6 (28. Januar 2020)

Sebastian Bergman. Kriminalpsychologe. Er ist hochintelligent. Steht vor seiner schwersten Entscheidung. Aber wird er auch das Richtige tun?
Kriminalpsychologe Sebastian Bergman hat sich damit abgefunden, dass er Kommissar Höglunds Team bei der Reichsmordkommission verlassen musste. Er widmet sich seinem Buchprojekt und hält Vorträge, einzig zu Tatortanalytikerin Ursula hat er noch Kontakt. Seine Tochter Vanja will ihn weder sehen noch sprechen. Vanja arbeitet inzwischen bei der Polizei in Uppsala, sie ermittelt in einer perfiden Vergewaltigungsserie. Als die Reichsmordkommission eingeschaltet und auch Sebastian Bergman hinzugezogen wird, trifft das Team von einst wieder zusammen: Alte Konflikte drohen zu eskalieren. Und der brutale Vergewaltiger schlägt weiter zu. Bei der Suche nach ihm verdichten sich die Hinweise, dass er seine Opfer nicht zufällig auswählt. Doch gleich mehrere Personen scheinen verhindern zu wollen, dass die Verbindung zwischen den Frauen ans Licht kommt und der Täter gefasst wird.


Jean-Christophe Grangé – Die Fesseln des Bösen (31. Januar 2020)

In einem Pariser Nachtclub werden zwei junge Tänzerinnen tot aufgefunden. Commandant Stéphane Corso findet heraus, dass sie mit einem mysteriösen älteren Maler liiert waren. Dieser Sobiesky ist erfolgreich, arrogant und ohne jede Moral. Er scheint der perfekte Täter zu sein, doch er hat stichfeste Alibis für beide Morde. Je weiter Corso sich in den Fall vertieft, desto stärker drohen ihn Sobieskys unheilvolle Geheimnisse in den Abgrund zu reißen


Daniel Cole – Wolves. Die Jagd beginnt – New Scotland Yard #3 (31. Januar 2020)

Ein toter Mann liegt in einem Zimmer, eine Pistole in der Hand. Tür und Fenster sind von innen verriegelt. Selbstmord, offensichtlich. Wäre der Tote nicht der ehemalige Polizist Finlay Shaw. Und wäre Finlay Shaw nicht der väterliche Freund von William „Wolf“ Fawkes. Denn der will es einfach nicht glauben. Mit der Kraft des Verzweifelnden kämpft er gemeinsam mit Emily Baxter gegen das Offensichtliche. Erfolglos. Zunächst. Bis Wolf etwas entdeckt. Der Tod Finlays könnte mit einem spektakulären Drogenfund in Verbindung stehen, der ihn vor 37 Jahren zum Helden machte. Aber Helden sind entweder unsterblich oder werden ermordet. Und selten von einem Feind…

Bücher

Lesemonat November 2019

Statistik November 2019

Anzahl Bücher: 7
Anzahl Seiten: 3318
Seiten pro Tag: 110

Der November war ein absoluter Wohlfühlmonat mit bekannen Autoren und vertrauten Reihen. Einzig mit dem Buch “Meine geniale Freundin” von Elena Ferrante habe ich mich an etwas neues gewagt. Ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich die Reihe fortsetzen werde. Zwar bin ich schon daran interessiert zu erfahren, was aus den beiden jungen Frauen wird, aber so richtig hat es mich nicht aus den Socken gehauen.

Ich habe endlich die Brut-Reihe beendet und fand sie wirklich toll. Außerdem habe ich endlich das neueste Buch aus der David Hunter Reihe gelesen, welches mir wieder viel besser als der Vorgänger gefallen hat. Der vierte Teil der Sonderdezernat Q Reihe war in Ordnung, aber ich glaube der Fall war einfach nicht so meins.

Absolut genossen habe ich den Reread der beiden Scythe Teile, um mich gebührend auf den neuen und letzten Teil der Reihe einzustimmen.


Simon Beckett – Die ewigen Toten (David Hunter #6)

Neal Shusterman – Scythe. Die Hüter des Todes (Scythe #1)


Ezekiel Boone – Die Brut. Das Ende naht (Die Brut #3)

Neal Shusterman – Scythe. Der Zorn der Gerechten (Scythe #2)

Andreas Winkelmann – Das Haus der Mädchen


Jussi Adler-Olsen – Verachtung (Sonderdezernat Q #4)

Elena Ferrante – Meine geniale Freundin (Neapolitanische Saga #1)

Bücher

[Rezension] Marc Raabe – Zimmer 19 (Tom Babylon #2)

[Rezensionsexemplar]

Autor: Marc Raabe
Titel: Zimmer 19
Reihe: Tom Babylon #2
Genre: Thriller
Seitenzahl: 528
Erscheinungsdatum: 30. August 2019
Verlag: Ullstein
Preis: 14,99€ (Broschiert); 12,99€ (E-Book)

Achtung Spoilergefahr! Zwar handelt es sich um abgeschlossene Fälle, jedoch könntet ihr euch hinsichtlich der Charakterentwicklung spoilern.

Reihenfolge:

  1. Schlüssel 17 (Rezension)
  2. Zimmer 19

Inhalt: 

Auf der Eröffnungsveranstaltung der Berlinale wird zum Entsetzen aller ein Snuff-Film gezeigt. Das Opfer: die Tochter des Bürgermeisters Otto Keller.
Tom Babylon vom LKA und die Psychologin Sita Johanns ermitteln unter Hochdruck. Doch eine Gruppe von Prominenten um Keller mauert. Was hat der Bürgermeister zu verbergen? Und wer ist die Zeugin, die aussieht wie Tom Babylons vor Jahren verschwundene Schwester? Die Ereignisse überschlagen sich, als ein weiterer Mord passiert. Plötzlich stellt Sita Johanns fest, es gibt eine Verbindung zwischen ihr und den Opfern: Ein furchtbares Ereignis in ihrer Jugend – und die Zahl Neunzehn.”
(Ullstein)

Meine Meinung:

Bereits 1,5 Jahre liegt der Auftakt der Reihe um den Ermittler Tom Babylon nun schon zurück und ich muss zugeben, ich hatte Schwierigkeiten mich an Genaueres aus dem 1. Teil zu erinnern. Trotzdem habe ich mich an den zweiten Teil gewagt, denn immerhin erinnerte ich mich, dass wir Leser doch mit einigen offenen Fragen zurückgelassen wurden und ich habe mir natürlich Antworten erhofft!

Wir starten in das Buch mit der Auftaktveranstaltung der Berlinale, bei der statt eines harmlosen Filmchens ein Snuff Video gezeigt wird. Das Entsetzen ist groß, vor allem da das im Video getötete Opfer die Tochter des Bürgermeisters ist. Ist das Video wirklich echt? Eine Leiche wurde bis dato nicht gefunden und der Druck auf das Ermittlerteam ist natürlich groß.

Stand im ersten Teil der Reihe noch Tom Babylon deutlich im Vordergrund, so lernen wir nun seine Kollegn Sita Johanns näher kennen. Im Laufe der Ermittlungen wird klar, dass die aktuellen Begebenheiten etwas mit Sitas Vergangenheit zu tun haben. Sita muss sich also an eine wirklich unschöne Zeit zurückerinnern, um Klarheit ins Dunkel zu bringen. Auch Sitas Vergangenheit erfahren wir aus erster Hand, denn wir springen zurück in Sitas Jugendjahre und wechseln fortan zwischen den verschiedenen Zeiten. Auch Sitas Vergangenheit birgt viele interessante Aspekte und steht der von Tom Babylon in nichts nach.

Zwar handelt es sich bei den beiden Teilen um unabhängige Fälle, jedoch ist auch Toms Vergangenheit, die wir im ersten Teil kennen gelernt haben, wieder ein wenig mit dem aktuellen Fall verwoben worden. Für ein gewisses Grundverständnis ist es also schon wichtig, zu verstehen, was Tom geschehen ist, ansonsten fehlen einem wohl ein paar gedankliche Verbindungen.

Da immer noch ein paar Fäden etwas lose sind und Fragen im Raum stehen, könnte ich mir vorstellen, dass es irgendwann noch einen dritten Teil geben wird.

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[Rezension] Neal Shusterman – Scythe. Das Vermächtnis der Ältesten (Scythe #3)

Autor: Neal Shusterman
Titel: Scythe. Das Vermächtnis der Ältesten*
Reihe: Scythe #3
Genre: Young Adult Dystopie
Übersetzung: Kristian Lutze, Pauline Kurbasik, Andreas Helweg
Seitenzahl: 608
Erscheinungsdatum: 27. November 2019
Verlag: Fischer Sauerländer
Preis: 19,99€ (Gebunden); 16,99€ (E-Book)

Scythe Reihenfolge:

  1. Die Hüter des Todes
  2. Der Zorn der Gerechten
  3. Das Vermächtnis der Ältesten

Wer nicht vom Inhalt gespoilert werden möchte, kommt HIER zum 1. Teil der Reihe.

Inhalt: 

„Drei Jahre sind vergangen, seit mit Scythe Goddard ein Scythe der neuen Ordnung die Macht ergriffen hat, und seit der Thunderhead verstummt ist – für alle Menschen, bis auf Grayson Tolliver. Gibt es Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Citra und Rowan und auf ein wirkliches Happy End in der scheinbar perfekten Welt?

Stell dir eine Welt vor, in der Armut, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben. Die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe: sie allein entscheiden, wer sterben muss. Und nicht alle Scythe haben halten sich an alten Regeln …
(Fischer Sauerländer)

Meine Meinung:

Die Menschen haben den Tod besiegt und können ewig leben. Doch dies führte zur Überbevölkerung, so dass dennoch Menschen sterben müssen. Aber wer entscheidet darüber, wer leben darf und wessen Zeit nun abgelaufen ist? Hierfür hat sich quasi ein ganzer Berufszweig gebildet – die Scythe. Scythes sind dafür zuständig Menschen zu töten, um eben diese Überbevölkerung zu vermeiden. Für genau diesen Beruf sind Citra und Rowan ausgesucht worden, ihre Ausbildung verfolgen wir im ersten Band. In Teil 2 konnten wir bereits die Schattenseiten des Scythetums erkennen, nicht alle verfolgten die selben Ziele und das Buch endete in einem wahren Showdown. Das Ende war offen und sehr unbefriedigend, so dass ich wirklich sehr auf den dritten Band hingefiebert habe.

Wir setzen 3 Jahren nach den Geschehnissen ein. Citra und Rowan liegen am Grund des Meeres und Scythe Goddard hat die alleinige Macht über die Scythes übernommen. Konnte Citras und Rowans Rettungsplan umgesetzt werden? Wir lesen außerdem aus der Sicht von Grayson Tolliver und dem totgeglaubten Scythe Faraday, der in den Büchern der alten Scythe nach er ultimativen Lösung für alles sucht.

Ich habe im Vorfeld nochmal die beiden vorherigen Teile gelesen, so dass ich noch alles frisch in Erinnerung hatte. Ansonsten hätte mich wohl das ein oder andere Detail verlassen, denn 1,5 Jahre Wartezeit sind dann doch etwas zu lang. Meine Vorfreude war trotzdem enorm und ich habe mich in der Scythewelt gleich wieder pudelwohl gefühlt.

Der Schreibstil, das Tempo, die vertrauten Charaktere, die einfach wunderbar gezeichnet sind – ich war schnell wieder in der Scythe-Welt angekommen. All unsere bekannten Personen machen vom ersten Teil bis jetzt eine enorme  Entwicklung durch, die aber auch nicht zu gewollt erscheint. Waren sie teilweise zu Beginn noch Heranwachsende, so sind sie zu wahren Persönlichkeiten gereift. Doch auch neue Charaktere werden in die Geschichte eingeflochten, so dass Shusterman mich auch im dritten Teil noch überraschen konnte.Und wie ich bereits nach dem zweiten Teil vermutete, wird hier sogar noch viel mehr auf das Thema der künstlichen Intelligenz eingegangen und das fand ich wirklich klasse.

Und der Werdegang der Geschichte ist tatsächlich auch eine große Überraschung für mich gewesen. Mit dieser Richtung habe ich einfach gar nicht gerechnet, oder ich habe einfach zu unaufmerksam gelesen.

Ich bin traurig, dass die Reihe nun beendet ist, auch wenn es für jeden Einzelnen sicher ein befriedigendes Ende gab. Mir hat Teil 3 und auch die Reihe insgesamt wirklich sehr gefallen, und das obwohl ich kaum noch zu Jugendbüchern greifen. Shusterman wird wohl aber auch in Zukunft noch einer der wenigen Autoen sein, bei dem ich blind zugreifen werde.

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