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[Rezension] Claire Douglas – Missing. Niemand sagt die ganze Wahrheit

[Rezensionsexemplar]

Autor: Claire Douglas
Titel: Missing. Niemand sagt die ganze Wahrheit
Genre: Thriller
Seitenzahl: 448
Erscheinungsdatum: 11. Juni 2018
Verlag: Penguin
Preis: 13,00€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Ein Ort voller Erinnerungen. Ein Ort voller Lügen.

Francesca und Sophie wachsen in einer verschlafenen Kleinstadt am Meer auf. Die beiden sind unzertrennlich, verbringen gemeinsame Abende mit ihrer Clique auf dem alten Pier, trinken Dosenbier und tanzen zu Madonna. Und sie erzählen einander alles. Doch dann verschwindet Sophie eines Nachts spurlos. Zurück bleiben nur ihr Turnschuh am Pier und die Frage nach dem Warum. Achtzehn Jahre später wird dort eine Leiche angespült, und Francesca weiß, dass sie nach Hause zurückkehren und endlich Antworten finden muss. Darauf, was in dieser Nacht wirklich geschah. Denn niemand verschwindet einfach so. Ohne eine Spur. Und vor allem nicht ohne Grund …”
(Penguin)

Meine Meinung:

Francesca und Sophie leben in einem kleinen Städtchen direkt am Meer. Im Sommer bevölkert von vielen Touristen, ansonsten ein eher trostloser Ort. Die beiden Mädchen sind sehr eng befreundet, gehen jedoch nach dem Schulabschluss ihre eigenen Wege. Als sie sich in ihrem Heimatstädtchen wiedertreffen ist jedoch alles so, als wären sie nie getrennt gewesen. Doch in einer Partynacht verschwindet Sophie plötzlich spurlos. Als 18 Jahre später eine Leiche am Strand angespült wird, kehrt Francesca nach Hause zurück, um endlich herauszufinden, was in jener Nacht geschehen ist…

Die Story wird auf zwei Zeitebenen und aus zwei Perspektiven erzählt. In der Gegenwart folgen wir Francesca, die in ihren Heimatort zurückkehrt und in der Vergangenheit Sophie. Wir setzen relativ weit in der Vergangenheit an, denn zunächst wird erzählt, wie die beiden sich kennen gelernt haben und wie ihre Freundschaft verlief. Bereits sehr früh zeichnete sich dort eine gewisse Dynamik ab. Francesca gab immer den Weg vor, und Sophie folgte ihr. Neben Francesca hatte Sophie keine anderen Freunde. Dies änderte sich erst als Francesca das letzte Schuljahr auf ein Internat ging. Sophie war nun auf sich allein gestellt, knüpfte neue Kontakte und blühte auch in ihrer Collegezeit merklich auf. Als beide Mädchen sich Jahre später nach der Uni wiedertreffen, knüpfen sie schnell wieder an ihre alte Freundschaft an. Bis Sophie jedoch in einer Nacht verschwindet. Jahrelang ging man davon aus, dass sie betrunken von einem baufälligen Pier gefallen ist. Doch wie kann das sein, wenn Jahre später nun Teile, die wahrscheinlich zu Sophie gehören, angeschwemmt werden? Francesca versucht nun zusammen mit Sophies Bruder die Ereignisse jener Nacht aufzuklären.

Beide Frauen fand ich wirklich gut gezeichnet. Jede hatte ihren ganz eigenen Charakter, der sowohl in den Beschreibungen als auch in ihren Handlungen sehr gut herausgearbeitet wurde. Auch der flüssige Schreibstil der Autorin trug dazu bei, dass es einfach Spaß machte, der Story zu folgen. Auch durch die vielen Spannungsmomente, die eingebaut wurden, flog man nur so durch die Seiten. Die Autorin hat geschickt einige Schockmomente eingebaut, ohne dass diese zu gezwungen wirkten.

Schnell vermutete ich, dass am Ende ein riesen Plottwist warten würde, und genau so passierte es auch. Allerdings wirkte der recht durchdacht und wurde auch sinnvoll erklärt, so dass es nicht gezwungen wirkte. Die Story selbst war in einem recht ruhigen Tempo geschrieben, was sehr gut zur Atmosphäre der Geschichte passte. Daher kam mir das Ende dann etwas überstürzt vor, hier hätte man sich vielleicht ein paar mehr Seiten Zeit lassen können.

Abgesehen davon, bin ich wirklich angetan von dem Buch und ich werde meine Augen offen halten, ob es bald mehr von der Autorin zu lesen gibt.

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[Rezension] Paul Cleave – Die Saat des Killers

[Rezensionsexemplar]


Autor:
Paul Cleave
Titel: Die Saat des Killers
Genre: Thriller
Seitenzahl: 480
Erscheinungsdatum: 11. Juni 2018
Verlag: Heyne
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Für Joshua bricht eine Welt zusammen, als sein Vater Mitchell bei einem Einsatz getötet wird. Doch der Polizist hinterlässt seinem Sohn etwas, das dessen Leben für immer verändern wird: seine Augen. Die Transplantation gelingt, und Joshua kann wieder sehen. Aber seitdem träumt er von einer einsamen Hütte, von Frauen in Todesangst, von entstellten Leichen. Joshua wird klar, dass bei dem Eingriff ein verheerender Fehler passiert ist. Eines der transplantierten Augen stammt von dem Serienmörder, der seinen Vater ermordet hat. Ohne es zu wollen, ist Joshua dem Erbe des unheimlichen Killers auf der Spur … und gleichzeitig mit ihm verbunden …”

Meine Meinung:

Paul Cleave ist ein mir bisher unbekannter Autor aus Neuseeland. Er hat bereits viele erfolgreiche Thriller auf den Markt gebracht und als ich nun über sein neuestes Werk „Die Saat des Killers“ stolperte, wunderte ich mich ein wenig, dass seine Bücher scheinbar so sehr an mir vorbei gegangen sind. Es wurde also Zeit, ein Werk von ihm zu testen!

In „Die Saat des Killers“ begleiten wir hauptsächlich Joshua. Joshuas Vater kommt bei einem Polizeieinsatz ums Leben und sein größter Wunsch war es, dass im Todesfall sein blinder Sohn Joshua seine Augen transplantiert bekommt. Als Joshua mit den neuen Augen aufwacht ist er zunächst vollkommen fasziniert von der Welt, die er nun sehen kann. Doch schon bald beginnt Joshua Dinge zu sehen, und weiß Sachen, die er gar nicht wissen könnte. Hat er mit den Augen seines Vaters auch ein Stück seiner Erinnerung transplantiert bekommen? Doch leider stellt sich auch bald heraus, dass mit seinen Augen irgendetwas nicht stimmt…

Zunächst habe ich aufgrund der Beschreibung geglaubt, dass das Buch ein wenig ins mystische und übernatürliche Genre abdriften könnte, jedoch wurde hier stattdessen mit äußerst interessanten wissenschaftlichen Theorien gespielt, so dass es für alles eine „natürliche“ Begründung gab.

Der Einstieg ins das Buch war zunächst etwas holprig, denn ich hatte erwartet, aus der Sicht von Joshua zu lesen. Das machen wir auch hauptsächlich, doch wir lesen immer wieder aus der Sicht von anderen Personen und haben auch so gestartet. In diesen Wechsel kommt man jedoch recht gut rein nach ein paar Seiten und auch der wichtige Personenkreis hält sich in Grenzen. Insgesamt liest sich die Story sehr flüssig, denn der Autor verwendet eine sehr eingängige Sprache und versteht es mit der Spannung zu spielen.

Es war schön Joshua dabei zu begleiten, wie er langsam seine Welt erforscht, nachdem er endlich sehen kann. Er hat sich fast ein bisschen schnell an all die neuen Eindrücke gewöhnt, so dass seine neue Sehkraft schnell alltäglich wurde.

Die eigentliche Geschichte um die Augen steht jedoch nicht alleine. Bedingt durch die Transplantation setzen sich Dinge in Bewegung, die wohl keiner geahnt hat. Joshua beginnt also auf eigene Faust zu ermitteln und ist bald mitten drin. Wie bereits erwähnt lesen wir auch viel aus der Sicht von anderen Personen, was wirklich sehr gut zur Geschichte gepasst und Spaß gemacht hat.

Für mich ist es also definitiv nicht der letzte Thriller, den ich von Paul Cleave gelesen haben werde.

Bücher

Lesemonat Juni 2018

Der Juni hat mir wieder etwas mehr Lesezeit beschert. 12 Bücher habe ich insgesamt gelesen, davon war eines ein Hörbuch. Leider hatte ich diesen Monate einige Bücher dabei, die mich nicht überzeugen konnten.

Statistik Juni 2018

Anzahl Bücher: 12
Anzahl Seiten: 4890
Seiten pro Tag: 163

Gelesenes

Abgesehen von ein paar Ausnahmen, habe ich im Juni vor allem Lust auf Thriller gehabt. Thriller sind und bleiben einfach meine liebsten Bücher, auch wenn ich ab und zu mal zu anderen Genres greife. Leider hatte ich diesen Monat sogar vier 2-Sterne-Bücher dabei. Mit einem Klick auf Autor & Titel kommt ihr zur Rezension.

Riley Sager – Final Girls

Harlan Coben – In deinem Namen

Simone Trojahn – Wutrauschen

Ilona Bulazel – Verdorbene Ernte

Arno Strobel – Die Flut

Jussi Adler-Olsen – Schändung (Sonderdezernat Q #2)

Jojo Moyes – Ein ganz neues Leben (Lou #2)

Liane Moriarty – Truly Madly Guilty. Jede Familie hat ihre Geheimnisse

Felicity Everett – Das Paar aus Haus Nr. 9

Celeste Ng – Was ich euch nicht erzählte

K.C. Crowe – Schwarze Bucht

Gehörtes

Im Juni hat mich “Oneiros” von Markus Heitz begleitet. Mit einem Klick auf Autor & Titel kommt ihr zur Rezension.


Markus Heitz – Oneiros

Neuzugänge

Groß zugeschlagen habe ich nicht, aber ein paar Bücher haben sich dann doch eingefunden. Wie man sehen kann, bin ich weiterhin in Thriller-Laune.

Peter James – Stirb ewig (Roy Grace #1)

Peter James – Stirb schön (Roy Grace #2)

Andreas Winkelmann – Bleicher Tod

Emily Elgar – Schweige nun still

Lars Schütz – Der Alphabetmörder

Bücher

[Rezension] K.C. Crowe – Schwarze Bucht

Autor: K.C. Crowe
Titel: Schwarze Bucht
Reihe: Neuseeland sehen und sterben #2
Genre: Krimi
Seitenzahl: 256
Erscheinungsdatum: 06. Juli 2018
Verlag: Ullstein
Preis: 10,00€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)

Reihenfolge:

  1. Schwarzer Sand
  2. Schwarze Bucht

Inhalt: 

Im malerischen Städtchen Dunedin, ganz im Süden der Südinsel Neuseelands, verbringt Inspektor Parnell seinen Urlaub. Vor allem die Pinguin-Kolonien bieten ein faszinierendes Schauspiel für Touristen. Als im Nachbarzimmer seines Bed & Breakfast eine Leiche gefunden wird, ist es für Parnell jedoch mit der Ruhe vorbei. Neben der Leiche liegen nicht nur schwarze Pinguin-Federn, sondern Parnell gerät selbst unter Mordverdacht. Durch einen alkoholbedingten Filmriss kann er sich an nichts mehr erinnern. Wie soll er seine Unschuld beweisen?”
(Ullstein)

Meine Meinung:

Seit dem ich schon im Mai gesehen hatte, dass “Schwarze Bucht” erscheinen soll, war ich total gespannt auf das Buch. Schönes Cover, interessanter Klappentext und vor allem – ein toller Handlungsort, denn ich habe im schönen Dunedin studiert und freute mich darauf, mich gedanklich wieder an diesen Ort zu begeben.

Parnell wollte eigentlich aus seinem Alltag und Job flüchten und ein wenig Urlaub im Küstenstädtchen Dunedin machen. Dort angekommen befindet er sich jedoch sofort in einer äußerst misslichen Lage. In seiner Unterkunft wird eine Leiche gefunden, und leider deuten einige Hinweise auf Parnell selbst. Er jedoch weiß von nichts, denn aufgrund vielen Alkohls erinnert er sich an nichts. Wie soll er also seine Unschuld beweisen, wenn er selbst sich an rein gar nichts erinnert? Es beginnt ein rasantes Katz-und-Maus-Spiel.

Parnell ist wieder mal das Paradebeispiel eines gescheiterten Inspektors. Er ist grummelig, hadert mit der ganzen Welt und erscheint dadurch leider nicht sehr sympathisch. Außerdem macht er seine Situation mit vielen Handlungen nicht gerade besser, so dass man ihn quasi in sein Unglück rennen sieht.

Leider hatte ich vor allem meine Schwierigkeiten mit dem Schreibstil. Ich empfand die Sätze als sehr abgehackt, dadurch war alles recht unrund und schwierig zu lesen. Auch die Story selbst war nicht meins, es wurde zum Schluss sogar noch recht undurchsichtig, was ich als unnötig empfand. Was jedoch die Beschrebung des Schauplatzes angeht, kann ich nicht meckern. Hier wurden viele schöne mir bekannte Orte beschrieben.

Trotzdem schade, dass ich mit dem Schreibstil des Autoren so gar nichts anfangen konnte, denn nochmal werde ich wohl nicht zu einem Buch von ihm greifen.

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[Rezension] Celeste Ng – Was ich euch nicht erzählte

Autor: Celeste Ng
Titel: Was ich euch nicht erzählte
Genre: Roman
Seitenzahl: 288
Erscheinungsdatum: 27. Mai 2016
Verlag: dtv
Preis: 19,90€ (Gebunden); 10,90€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)

Inhalt: 

“Lydia ist tot.” Der erste Satz, ein Schlag, eine Katastrophe. Am Morgen des 3. Mai 1977 erscheint sie nicht zum Frühstück. Am folgenden Tag findet die Polizei Lydias Leiche. Mord oder Selbstmord?

Die Lieblingstochter von James und Marilyn Leewar ein ruhiges, strebsames und intelligentes Mädchen. Für den älteren Bruder Nathan steht fest, dass der gutaussehende Jack an Lydias Tod Schuld hat. Marilyn, die ehrgeizige Mutter, geht manisch auf Spurensuche. James, Sohn chinesischer Einwanderer, bricht vor Trauer um die Tochter das Herz. Allein die stille Hannah ahnt etwas von den Problemen der großen Schwester. Was bedeutet es, sein Leben in die Hand zu nehmen? Welche Kraft hat all das Ungesagte, das Menschen oft in einem privaten Abgrund gefangen hält? Nur der Leser erfährt am Ende, was sich in jener Nacht wirklich ereignet hat.”
(dtv)

Meine Meinung:

Vor kurzem erschien “Kleine Feuer überall” von Celeste Ng, was mich wirklich sehr interessierte. Zunächst jedoch wollte ich erstmal den Vorgänger, “Was ich euch nicht erzählte”, lesen, denn dieser klang nicht minder spannend.

Die Story beginnt mit der Erkenntnis, dass Lydia, die Tochter von Marilyn und James, tot ist. Die Umstände sind zunächst etwas nebulös, und wir bekommen Stück für Stück mit, was sich zugetragen haben soll. Die Eltern scheinen an ihrer Trauer zu zerbrechen und Lydias Geschwister reagieren auf sehr unterschiedliche Art und Weise auf das Unglück. Vor allem die Ungewissheit, wie der Tod von Lydia wirklich zustande kam, nagt an allen Familienmitgliedern.

Um ein wenig Licht in das ganze Gefüge zu bekommen, tauchen wir tief in die Vergangenheit ab, und erfahren zunächst viel über die Leben und den Werdegang der Eltern. Wie haben beide ihre Kindheit verlebt und wie haben sich die beiden kennen gelernt. Die Story schweift also sehr weit ab und wir bekommen viele Hintergrundinfos.

Leider muss ich sagen, dass mir mein erstes Buch von Celeste Ng nicht sonderlich gut gefallen hat. Zwar erfahren wir viel über beide Elternteile und gerade James Geschichte war wirklich interessant, doch insgesamt waren es mir einfach zu viele nebensächliche Infos. Man begleitet den Alltag der Familie und kommt dem Geheimnis um Lydia trotzdem nicht näher. Und das titelgebende ‘nicht Gesagte’ war leider auch nicht so interessant und düster wie der Klappentext versprochen hat. Falls die Autorin eine depressiv machende Atmosphäre beabsichtigt hatte, dann hat sie jedoch das sehr gut geschafft.

Kurz gesagt – zu viel Alltag  und zu wenig Spannung und Handlung, um mir die Story schmackhaft zu machen. Schade, denn momentan scheine ich ein Händchen für Romane zu haben, von denen ich mir verspreche, als ich letztlich bekomme.

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