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Laura

Bücher

Neuerscheinungen August 2018

Bevor der August auch schon da ist, möchte ich euch gerne noch einige Neuerscheinungen für den kommenden Monat vorstellen. Eigentlich hätte ich mit einem kleinen Sommerloch gerechnet, doch der August bietet wirklich eine Vielzahl an interessanten Neuerscheinungen. Mit einem Klick auf Titel und Autor kommt ihr wie immer zur Verlagsseite mit weiteren Infos.


Christian Kraus – Töte, was du liebst (01. August 2018)

Ein Mörder geht um in Hamburg. Getrieben von einem alten Versprechen aus dunkler Vergangenheit, tötet er erst Katzen, dann Menschen.
Als der junge Kommissar Alexander Pustin seine Stelle bei der Hamburger Mordkommission antritt, muss er schnell seinen ersten Fall aufklären: An der Elbe wurde ein Toter aufgefunden – Todesursache: ein Stich ins Herz. Die Gerichtsmedizinerin Luise Kellermann obduziert die Leiche, und Alexander fühlt sich sofort von der Ärztin angezogen. Doch Luise ist spröde und abweisend und lässt kaum Kontakte zu. So wehrt sie zunächst auch Alexanders Versuche ab, sie aus der Reserve zu locken. Ganz allmählich bricht er ihren Panzer aus Kälte und Abwehr auf – und wird mit der dunklen, ja sogar gefährlichen Seite der Ärztin konfrontiert.
Wer ist Luise wirklich?


Sigríður Hagalín Björnsdóttir – Blackout Island (13. August 2018)

Was passiert, wenn ein ganzes Land plötzlich von der Außenwelt abgeschnitten ist? Die Ressourcen knapp werden? Nicht alle überleben können? Die Menschen zu Selbstversorgern werden, Eltern ihre Kinder suchen, die in Banden hungernd durchs Land irren. Milizen marodieren. Bürgerkriegsähnliche Verhältnisse herrschen.
In einem abgelegenen isländischen Fjord lebt der ehemalige Journalist Hjalti aus Reykjavik unter primitiven Bedingungen auf dem alten Hof seines Großvaters. Er versorgt die Schafe, bewirtschaftet das karge Land und lebt von dem, was er dem Boden und dem Meer abtrotzt. Gesellschaft leistet ihm neben den Schafen nur noch sein Hund. Hjalti führt einen harten Kampf ums Überleben, denn Island ist seit geraumer Zeit von der Außenwelt abgeschottet, seine Lebensgefährtin Maria und deren Kinder von ihm getrennt, ihr Schicksal ungewiss. An den langen, einsamen Abenden protokolliert er die Ereignisse, die zu dieser Situation geführt und die ehrgeizige Innenministerin Elín Olafsdottir dazu gezwungen haben, den Ausnahmezustand auszurufen.


Krysten Ritter – Bonfire. Sie gehörte nie dazu (13. August 2018)

Die schrecklichen Ereignisse ihrer Jugend haben Abby Williams zehn Jahre lang verfolgt. Als Anwältin muss sie nun noch einmal in ihre Heimat zurückkehren, um in einem Umweltskandal zu ermitteln. Kaum hat Abby die Provinzstadt in Indiana betreten, wird sie von der Clique empfangen, die sie damals tyrannisiert hat. Der Einfluss der drei Frauen scheint mit den Jahren noch größer geworden zu sein. Aber Abby lässt sich heute nicht mehr einschüchtern. Bald erkennt sie, dass das verstörende Ritual der Clique namens Das Spiel noch immer existiert. Laufen die Fäden tatsächlich in einem Netzwerk der Grausamkeit und Korruption zusammen? Und wird Abby ihre Angst überwinden, um dem perfiden Spiel ein Ende zu setzen?


Alma Katsu – The Hunger. Die letzte Reise (13. August 2018)

Mitte April 1846 bricht die so genannte »Donner Party« – insgesamt fast neunzig Männer, Frauen und Kinder – aus Springfield, Illinois, auf. Ihr Ziel ist Kalifornien. Ein Ort, an dem alles besser ist. An dem schon viele Siedler ihr Glück gefunden haben. Doch schon bald sind die Nerven zum Zerreißen angespannt: der Hunger, das Klima und die Feindseligkeiten innerhalb der Gruppe verwandeln den Wagentreck in ein Pulverfass. Dann kommt ein kleiner Junge unter mysteriösen Umständen zu Tode, und ein Siedler nach dem anderen verschwindet spurlos. Langsam aber sicher wird klar, dass die Donner Party in den Weiten der Prärie nicht alleine ist. Dass »Etwas« sie begleitet. Etwas, das großen Hunger hat …


Kim Lock – Weißt du, warum ich tot bin? (13. August 2018)

Fairlie Winter erhält einen Brief von ihrer besten Freundin Jenna. Doch Jenna ist seit einigen Tagen tot. Den Brief hat sie abgeschickt, bevor sie starb. Jennas kleine Familie schien perfekt, aber jetzt wird Fairlie klar, dass ihre Freundin Geheimnisse vor ihr hatte. Geheimnisse, die sie das Leben gekostet haben. Fairlie muss die Wahrheit herausfinden. Eine Wahrheit, für die sie möglicherweise nicht bereit ist.


Christina Dalcher – Vox (15. August 2018)

Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr.
Das ist der Anfang.
Schon bald kann Jean ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Schon bald wird ihrer Tochter Sonia in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben beigebracht. Sie und alle Mädchen und Frauen werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmuts, ihrer Träume beraubt.
Aber das ist nicht das Ende.
Für Sonia und alle entmündigten Frauen will Jean sich ihre Stimme zurückerkämpfen.


Cara Hunter – Sie finden dich nie (17. August 2018)

Ein Mädchen verschwindet – und niemand hat etwas gesehen.
Daisy, die achtjährige Tochter der Masons, verschwindet bei einer Party spurlos vom Grundstück der Eltern. Sofort beginnt die Polizei mit den Ermittlungen. Partygäste, Nachbarn, Mitschülerinnen – jeder scheint verdächtig, aber nirgends findet sich eine Spur des Mädchens. Detective Inspector Adam Fawley gerät in ein Netz aus Widersprüchen und Beschuldigungen, doch das Mädchen bleibt verschwunden. Erst als er weiter zurückgeht in die Vergangenheit der Familie, scheint sich ein düsteres Geheimnis zu offenbaren.


B.A. Paris – Break Down. Sie musste sterben. Und du bst schuld (20. August 2018)

Eine einsame Landstraße. Eine ermordete Frau. Und du bist die Einzige, die ihr hätte helfen können.
Es ist dunkel, ein Unwetter tobt und die junge Lehrerin Cass will so schnell wie möglich nach Hause. Als sie auf der verlassenen Landstraße ein parkendes Auto sieht, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung. Sie steigt nicht aus, um der Fahrerin Hilfe anzubieten. Sie fährt weiter. Am nächsten Tag erfährt sie, dass die Frau in ihrem Auto ermordet wurde. Und nicht nur das: Cass kannte das Opfer. Von Schuldgefühlen geplagt, fragt sie sich, ob sie die schreckliche Tat hätte verhindern können. Dann erhält sie plötzlich anonyme Anrufe – am anderen Ende nur bedrohliches Schweigen. Ist der Mörder jetzt auch hinter Cass her?


Matthew Sullivan – Der Tod kam nach Mitternacht (20. August 2018)

Der Tod kam in der Nacht, und nur die zehnjährige Lydia überlebte das Blutbad. Nun ist Lydia eine junge Frau, ihre Welt die kleine Buchhandlung, in der sie arbeitet. Als sich dort ein Stammkunde das Leben nimmt, erbt Lydia zu ihrer Überraschung dessen spärliche Hinterlassenschaften. Eine Überraschung, die dem Entsetzen weicht, als sie darunter nicht nur ein Kinderfoto von sich findet, sondern auch eine Reihe von Büchern, in deren zerschnittenen Seiten Hinweise versteckt sind. – Eine Spur tödlicher Verzweiflung, die Lydia an den dunkelsten Punkt ihrer eigenen Vergangenheit führt …


Sharon Bolton – Im Visier des Mörders (20. August 2018)

Friedliche Morgenstimmung liegt über den Hügeln und Wäldern nahe der schottischen Grenze. Zwölf Menschen genießen die prachtvolle Aussicht, die ihnen der Ausflug mit einem Heißluftballon bietet – und müssen plötzlich mit ansehen, wie unter ihnen am Boden eine Frau erschlagen wird. Als der Mörder von dem Opfer ablässt und den Blick gen Himmel richtet, steht das Schicksal dieser Menschen auf Messers Schneide. Der Mann schultert sein Gewehr und nimmt die Verfolgung auf, denn er kann keine Zeugen riskieren. Eine grausame Jagd beginnt. Am Ende wird nur eine Frau entkommen. Kann sie den Killer stoppen?


Stephen King – Der Outsider (27. August 2018)

Im Stadtpark von Flint City wird die geschändete Leiche eines elfjährigen Jungen gefunden. Augenzeugenberichte und Tatortspuren deuten unmissverständlich auf einen unbescholtenen Bürger: Terry Maitland, ein allseits beliebter Englischlehrer, zudem Coach der Jugendbaseballmannschaft, verheiratet, zwei kleine Töchter. Detective Ralph Anderson, dessen Sohn von Maitland trainiert wurde, ordnet eine sofortige Festnahme an, die in aller Öffentlichkeit stattfindet. Der Verdächtige kann zwar ein Alibi vorweisen, aber Anderson und der Staatsanwalt verfügen nach der Obduktion über eindeutige DNA-Beweise für das Verbrechen – ein wasserdichter Fall also?
Bei den andauernden Ermittlungen kommen weitere schreckliche Einzelheiten zutage, aber auch immer mehr Ungereimtheiten. Hat der nette Maitland wirklich zwei Gesichter und ist zu solch unmenschlichen Schandtaten fähig? Wie erklärt es sich, dass er an zwei Orten zugleich war? Mit der wahren, schrecklichen Antwort rechnet schließlich niemand.


Simon Lelic – The House. Du warst nie wirklich sicher (31. August 2018)

Alles begann an dem Tag, als Jack und ich den Zuschlag für das Haus erhielten. Es sollte unser Zuhause werden, unser sicherer Hafen, gelegen in einer ruhigen Londoner Nachbarschaft. Keiner von uns konnte ahnen, was danach geschehen würde. Da war zuerst dieser merkwürdige Geruch, dann glaubte Jack nachts unten Schritte zu hören. Wir wollten es ignorieren, dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Bis die Leiche hinter unserem Haus entdeckt wurde …

Bücher

[Rezension] Guillaume Musso – Das Atelier in Paris

[Rezensionsexemplar]

Autor: Guillaume Musso
Titel: Das Atelier in Paris
Genre: Roman
Übersetzung: Bettina Runge & Eliane Hagedorn
Seitenzahl: 464
Erscheinungsdatum: 01. Juni 2018
Verlag: Piper
Preis: 16,99€ (Broschur); 12,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Ein abgelegenes kleines Atelier am Ende einer Allee, mitten in Paris: Hier hat sich die Londoner Polizistin Madeline eingemietet, um eine Weile abzuschalten. Doch plötzlich sieht sie sich Gaspard gegenüber, einem mürrischen amerikanischen Schriftsteller. Offenbar gab es einen Irrtum, denn auch er hat das Atelier gemietet, um in Ruhe schreiben zu können. Der Ärger legt sich, als die beiden erkennen, an welch besonderen Ort sie geraten sind. Das Atelier gehörte einst einem gefeierten Maler, von dem aber nur noch drei Gemälde existieren sollen – alle drei verschollen und unermesslich wertvoll. Als sie sich gemeinsam auf die Suche nach den Bildern begeben, wird ihnen schnell klar, dass den Maler ein grausames Geheimnis umgibt … Für Madeline und Gaspard beginnt eine spannende Jagd, die sie von Paris nach New York führt und sie nicht nur mit ungeahnten menschlichen Abgründen, sondern auch mit ihren eigenen Dämonen konfrontiert.”
(Piper)

Meine Meinung:

„Das Atelier in Paris“ erzählt die Geschichte eines jüngst verstorbenen Malers, dem das titelgebende Atelier gehörte. Dieses wird nun vermietet und durch einen unglücklichen Zufall erfolgt eine Doppelbuchung, so dass sowohl Madeline als auch Gaspard nun in der Wohnung stehen. Nach anfänglichen Streitereien, wer nun aus dem Atelier weichen muss, hecken die beiden einen Plan aus. Denn der verstorbene Maler soll kurz vor seinem Tod noch drei weitere Bilder gemalt haben. Gaspard und Madeline sind nun auf der Suche nach diesen wertvollen Bildern und stoßen außerdem auf weitere Geheimnisse…

Nachdem ich von „Das Papiermädchen“ im letzten Jahr recht enttäuscht war, war ich guter Dinge, dass mir das nächste Buch von Musso bestimmt besser gefallen würde. All die Menschen, die Musso zum meistgelesenen Autoren Frankreichs machen, können sich ja schließlich nicht irren, oder?

Mussos Schreibstil ist recht eingängig, jedoch auch sehr schnörkellos und damit für mich fast schon zu glatt. Die Story plätschert gewissermaßen vor sich hin und es gab für mich nur wenige Höhepunkte, die die Spannung angetrieben haben. Auch waren beide Hauptfiguren nicht mein Fall. Beide strahlten eine recht düstere und deprimierende Stimmung aus. Insgesamt passte das zwar zum Plot, aber machte die ganze Story recht bedrückend. Eigentlich mag ich auch gerne düstere Stories, aber hier ist die Gesamtstimmung irgendwie nicht gelungen, und hat mich etwas unzufrieden zurückgelassen.

Ich bin unschlüssig, ob ich mich nochmal an einem Musso versuchen sollte. Die Klappentexte sprechen mich jedes Mal an, doch letztlich passiert mir nicht genug in seinen Stories. Sie sind nett zu lesen, aber mehr ist es für mich einfach nicht. Aber da sieht man mal wieder wie sehr die eigene Meinung von der Allgemeinheit abweichen kann.

Bücher

[Rezension] Adele Parks – Bei deinem Leben

[Rezensionsexemplar]

Autor: Adele Parks
Titel: Bei deinem Leben
Genre: Roman
Übersetzung: Birgit Salzmann
Seitenzahl: 512
Erscheinungsdatum: 02. Juli 2018
Verlag: HarperCollins
Preis: 14,99€ (Broschur); 11,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Anna war stets die gute Schwester. Anders als Zoe, die Rebellin. Doch die Zwillinge hatten immer eine enge Verbindung zueinander. Als Anna über ein Datingportal im Internet Nick kennenlernt, ist Zoe skeptisch. Sie traut dem neuen Freund ihrer Schwester nicht. Bereits nach kurzer Zeit macht Nick Anna einen Heiratsantrag. Höchste Zeit für Zoe, Nick kennenzulernen und ihn zu testen. Ist er Anna wirklich treu? Zoe will ihre Schwester vor einem Fehler bewahren, doch sie verliebt sich ebenfalls in Nick und beginnt eine Affäre mit ihm. Was als leichtsinniges Spiel beginnt, entwickelt sich schnell zu einem tödlichen Geflecht aus Intrigen und mörderischen Lügen.”
(HarperCollins)

Meine Meinung:

Anna hatte bisher wenig Glück mit Männern. Da sie nicht mehr an die klassische Liebe auf den ersten Blick glaubt, macht sie sich im Internet auf die Suche. Über eine Singleseite lernt sie den attraktiven und erfolgreichen Nick kennen. Nick jedoch ist nicht wirklich auf der Suche nach etwas Ernstem, doch auch er scheint sich in Anna zu verlieben. Doch Zoe, Annas Zwillingsschwester, traut dem scheinbar perfekten Nick nicht über den Weg. Sie will Anna zuliebe Nicks Treue testen, doch die Dinge laufen aus dem Ruder und Zoe und Nick beginnen eine Affäre hinter dem Rücken ihrer Schwester.

Zwar steht auf dem Cover geschrieben, dass es sich bei “Bei deinem Leben” um einen Roman handelt, auf der Verlagsseite wird das Buch jedoch unter den Thrillern und Krimis aufgeführt. Ich würde sagen, dass das Buch zum größten Teil tatsächlich ein Roman ist, jedoch gerade zum Ende hin eindeutige Thrillerelemente liefert.

Wir beginnen zunächst mit den Ereignissen aus der Sicht von Anna, wechseln jedoch bald regelmäßig zwischen ihr und Nick. Im Laufe der Story kommt auch Zoes Sicht der Dinge hinzu. Obwohl Anna und Zoe Zwillingsschwestern sind, sind beide grundverschieden. Während Anna recht ruhig, besonnen und nett ist, ist Zoe das genaue Gegenteil – offensiv, extrovertiert und sehr darauf bedacht ihre körperlichen Vorzüge zu betonen. Die Unterschiede wurden recht gut herausgearbeitet, wenngleich ein wenig zu sehr bedacht darauf, immer die extremen Gegenteile zu zeigen.

Die Kennenlerngeschichte von Anna und Nick war sehr glatt und eigentlich zu schön, um wahr zu sein. Nick schien mir wirklich kein sehr tiefgründiger Charakter zu sein und ich wurde nicht richtig warm mit ihm. Auch seine Entscheidungen im Laufe des Buches waren mehr als oft einfach nur dumm und unreflektiert. Er rannte quasi sehenden Auges in sein Unglück, so dass sich mein Mitleid in Grenzen gehalten hat.

Insgesamt hat mir das Buch echt gut gefallen, auch wenn prinzipiell in den ersten zwei Dritteln kaum etwas mit Thrill passierte. Trotzdem war es einfach sehr interessant wie sich die Dinge entwickelten und wie sich die ganze Geschichte langsam, aber beharrlich, hochschaukelte. Ich kann mir vorstellen, dass die Wendung am Ende für viele recht überraschend kommt, vor allem wenn man noch nie ein Buch mit ähnlicher Thematik gelesen hat. Für mich war eine (zwar vorhersehbare) aber gute, und vor allem auch nötige Wendung, um dem Ganzen den gewissen Pfiff zu geben. Für mich ist “Bei deinem Leben” sicherlich nicht das letzte Buch von Adele Parks. Die Autorin hat bereits einiges geschrieben und ich hoffe, dass noch mehr Bücher von ihr ins Deutsche übersetzt werden in Zukunft.

Bücher

[Rezension] Claire Douglas – Missing. Niemand sagt die ganze Wahrheit

[Rezensionsexemplar]

Autor: Claire Douglas
Titel: Missing. Niemand sagt die ganze Wahrheit
Genre: Thriller
Seitenzahl: 448
Erscheinungsdatum: 11. Juni 2018
Verlag: Penguin
Preis: 13,00€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Ein Ort voller Erinnerungen. Ein Ort voller Lügen.

Francesca und Sophie wachsen in einer verschlafenen Kleinstadt am Meer auf. Die beiden sind unzertrennlich, verbringen gemeinsame Abende mit ihrer Clique auf dem alten Pier, trinken Dosenbier und tanzen zu Madonna. Und sie erzählen einander alles. Doch dann verschwindet Sophie eines Nachts spurlos. Zurück bleiben nur ihr Turnschuh am Pier und die Frage nach dem Warum. Achtzehn Jahre später wird dort eine Leiche angespült, und Francesca weiß, dass sie nach Hause zurückkehren und endlich Antworten finden muss. Darauf, was in dieser Nacht wirklich geschah. Denn niemand verschwindet einfach so. Ohne eine Spur. Und vor allem nicht ohne Grund …”
(Penguin)

Meine Meinung:

Francesca und Sophie leben in einem kleinen Städtchen direkt am Meer. Im Sommer bevölkert von vielen Touristen, ansonsten ein eher trostloser Ort. Die beiden Mädchen sind sehr eng befreundet, gehen jedoch nach dem Schulabschluss ihre eigenen Wege. Als sie sich in ihrem Heimatstädtchen wiedertreffen ist jedoch alles so, als wären sie nie getrennt gewesen. Doch in einer Partynacht verschwindet Sophie plötzlich spurlos. Als 18 Jahre später eine Leiche am Strand angespült wird, kehrt Francesca nach Hause zurück, um endlich herauszufinden, was in jener Nacht geschehen ist…

Die Story wird auf zwei Zeitebenen und aus zwei Perspektiven erzählt. In der Gegenwart folgen wir Francesca, die in ihren Heimatort zurückkehrt und in der Vergangenheit Sophie. Wir setzen relativ weit in der Vergangenheit an, denn zunächst wird erzählt, wie die beiden sich kennen gelernt haben und wie ihre Freundschaft verlief. Bereits sehr früh zeichnete sich dort eine gewisse Dynamik ab. Francesca gab immer den Weg vor, und Sophie folgte ihr. Neben Francesca hatte Sophie keine anderen Freunde. Dies änderte sich erst als Francesca das letzte Schuljahr auf ein Internat ging. Sophie war nun auf sich allein gestellt, knüpfte neue Kontakte und blühte auch in ihrer Collegezeit merklich auf. Als beide Mädchen sich Jahre später nach der Uni wiedertreffen, knüpfen sie schnell wieder an ihre alte Freundschaft an. Bis Sophie jedoch in einer Nacht verschwindet. Jahrelang ging man davon aus, dass sie betrunken von einem baufälligen Pier gefallen ist. Doch wie kann das sein, wenn Jahre später nun Teile, die wahrscheinlich zu Sophie gehören, angeschwemmt werden? Francesca versucht nun zusammen mit Sophies Bruder die Ereignisse jener Nacht aufzuklären.

Beide Frauen fand ich wirklich gut gezeichnet. Jede hatte ihren ganz eigenen Charakter, der sowohl in den Beschreibungen als auch in ihren Handlungen sehr gut herausgearbeitet wurde. Auch der flüssige Schreibstil der Autorin trug dazu bei, dass es einfach Spaß machte, der Story zu folgen. Auch durch die vielen Spannungsmomente, die eingebaut wurden, flog man nur so durch die Seiten. Die Autorin hat geschickt einige Schockmomente eingebaut, ohne dass diese zu gezwungen wirkten.

Schnell vermutete ich, dass am Ende ein riesen Plottwist warten würde, und genau so passierte es auch. Allerdings wirkte der recht durchdacht und wurde auch sinnvoll erklärt, so dass es nicht gezwungen wirkte. Die Story selbst war in einem recht ruhigen Tempo geschrieben, was sehr gut zur Atmosphäre der Geschichte passte. Daher kam mir das Ende dann etwas überstürzt vor, hier hätte man sich vielleicht ein paar mehr Seiten Zeit lassen können.

Abgesehen davon, bin ich wirklich angetan von dem Buch und ich werde meine Augen offen halten, ob es bald mehr von der Autorin zu lesen gibt.

Hörbücher

[Hörbuchrezension] Stephen King – Mind Control (Bill Hodges #3)

Autor: Stephen King
Titel: Mind Control
Reihe: Bill Hodges #3
Genre: Roman
Spieldauer: 13 Stunden 55 Minuten
Sprecher: David Nathan
Erscheinungsdatum: 12. September 2016
Anbieter: Random House Audio
Preis: 17,05€ (CD); 15,95€ (Download); ein Guthaben (Audible)

Bill Hodges Reihe

  1. Mr. Mercedes
  2. Finderlohn
  3. Mind Control

Inhalt: 

„In Zimmer 217 ist etwas aufgewacht. Etwas Böses. Brady Hartsfield, verantwortlich für das Mercedes-Killer-Massaker, liegt seit fünf Jahren in einer Klinik für Neurotraumatologie im Wachkoma. Seinen Ärzten zufolge wird er sich nie erholen. Doch hinter dem Sabbern und In-die-Gegend-Starren ist Brady bei Bewusstsein – und er besitzt tödliche neue Kräfte, mit denen er unvorstellbares Unheil anrichten kann, ohne sein Krankenzimmer zu verlassen.
(Random House Audio)

Meine Meinung:

Nachdem ich in den vergangenen Monaten mein Audible Guthaben erstmal für andere Bücher genutzt habe, war nun endlich der dritte und abschließende Teil der “Bill Hodges”-Reihe von Stephen King an der Reihe. Beide Vorgänger haben mir sehr gut gefallen, daher war ich also sehr gespannt auf das Finale.

Wir begleiten wieder bereits bekannte Personen und bekommen schnell einen Überblick über Brady Hartsfields derzeitige Gesundheit und wie es ihm die vergangenen Jahre ergangen ist. Brady ist nämlich schon eine Weile kein typischer Wachkoma-Patient mehr. Eingeschlossen in seinem schwachen Körper ist Brady durchaus in der Lage gewisse Dinge zu tun und nutzt seine neu gewonnenen Kräfte auch sehr schnell wieder für sehr böse Dinge. Derweil geht es auch unserem Ex-Detective Hodges nicht mehr ganz so gut. Nachdem er sich herztechnisch wieder aufgerappelt hatte, plagen ihn nun ganz andere Schmerzen. Beruflich jedoch sind Holly und er weiterhin ein eingespieltes Team und es gibt natürlich auch ein Wiedersehen mit Jerome. Nachdem aber immer mehr Menschen, die damals dem Anschlag von Brady entgangen waren, Selbstmord begehen, können Hodges und sein Team langsam nicht mehr an so viele Zufälle glauben…

Zunächst würde ich gerne erwähnen, dass anders als in den ersten beiden Teilen, die eigentlich klassische Thriller waren, es im dritten Teil etwas in die übernatürliche Schiene abdriftet. Das hat mir ehrlich gesagt nicht ganz so gut gefallen, ich wäre lieber einer Richtung treu geblieben. Zumal ich mit der Bill Hodges Reihe sowieso erstmals einen Stephen King kennen gelernt hatte, der wunderbare Ermittlerstories schreiben kann. Dass das Genre nun weiter geöffnet wurde, wäre für mich schlichtweg nicht nötig gewesen, aber wahrscheinlich wollte man hier einfach noch dieses sich anbietende Potenzial nutzen.

Von der Grundstory her war auch “Mind Control” wieder eine packende Geschichte, die Stephen King voller Spannung erzählt hat. Dadurch, dass man alle Charaktere nun bereits aus den anderen Büchern kannte, musste nicht mehr ganz so viel Zeit auf Beschreibungen verwendet werden. Gerade Hodges und Holly haben eine sehr spürbare Wandlung durchgemacht, die bei Holly besonders schön zu sehen war.

Die Trilogie hat auf jeden Fall einen passenden Abschluss erhalten und ich bin fast ein wenig traurig von den lieb gewonnenen Figuren Abschied nehmen zu müssen. In gewohnter Stephen King Manier geschieht das Ende natürlich mit einem großen Knall, der aber nicht zu übertrieben oder effekthascherisch war. Einzeln betrachtet finde ich “Mind Control” durchaus in Ordnung, im Vergleich jedoch, schneidet es für mich jedoch deutlich schwächer ab als seine beiden Vorgänger. Mir hat das Übernatürliche nicht gepasst und insgesamt hatten die anderen Stories für mich mehr Höhepunkte.

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