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[Rezension] Wolfram Fleischhauer – Schweigend steht der Wald

Autor: Wolfram Fleischhauer
Titel: Schweigend steht der Wald
Genre: Roman
Seitenzahl: 416
Erscheinungsdatum: 02. September 2013
Verlag: Droemer
Preis: 19,99€ (Gebunden); 9,99€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)

Inhalt: 

Es ist kein Zufall, dass es die Forststudentin Anja Grimm zu einem Praktikum in den tiefsten Wald Deutschlands verschlägt: Dort hat sie als Kind Urlaub gemacht, und dort verschwand vor zwanzig Jahren ihr Vater auf einer Wanderung. Bei den Dorfbewohnern läuten die Alarmglocken: Was hat die junge Frau hier zu suchen, nach so langer Zeit? Und was, wenn sie etwas findet – etwas Dunkleres, als jeder Fremde ahnen kann?“
(Droemer)

Meine Meinung:

Forststudentin Anja macht derzeit ein Praktikum beim Forstamt. Hierfür soll sie in Wäldern die Abschnitte kartieren und kommt ausgerechnet in die Gegend, in der vor 20 Jahren ihr Vater spurlos verschwand. Damals machte Anja mit ihrer Familie dort Urlaub und ihr Vater wurde seither nicht mehr gesehen. Schon kurz nachdem Anja ihre Arbeit im Wald aufgenommen hat, geschieht ein Unglück und die Ereignisse fangen an, sich zu überschlagen…

Die Story um Anja beginnt sehr ruhig. Zu Beginn des Buches wird viel Zeit darauf verwendet, die Arbeit im Wald, das Kartieren und generelle Dinge rund um das Thema zu erklären. Wer das Thema vielleicht etwas langatmig und uninteressant findet, der könnte hier womöglich schon ans Abbrechen denken, doch Dranbleiben lohnt sich definitiv!

Anja wird als eine sehr bodenständige, ruhige und intelligente Frau dargestellt. Nach und nach erfahren wir mehr über sie und auch über die zurückliegenden Urlaube in eben jener Region, in der sie nun Waldabschnitte kartieren soll. Vor 20 Jahren verschwand hier ihr Vater und es konnte nie geklärt werden, was geschehen ist. Als Anja zufällig auf gewisse Hinweise stößt, wird dies von den Dorfbewohnern dort nicht sehr gut aufgenommen. Schnell wird Anja als Gefahr angesehen, da hier scheinbar einige Geheimnisse begraben liegen.

Der Schreibstil von Wolfram Fleischhauer gefällt mir weiterhin sehr gut. Ich habe bereits „Torso“ von ihm gelesen und wurde dort schon positiv überrascht. Fleischhauer schreibt recht unverblümt und direkt, so dass man sich stets sehr gut ein Bild vom Geschehen machen kann.

„Schweigend steht der Wald“ war ein solider Roman mit viel Spannung und ich hatte viel Spaß daran, nach und nach die Geheimnisse der Dorfbewohner aufzudecken. Was dort letztlich aufgedeckt wurde, hätte ich anfangs niemals vermutet und gibt der Geschichte einen enormen Tiefgang.

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