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[Rezension] Thomas Olde Heuvelt – Hex

Autor: Thomas Olde Heuvelt
Titel: Hex*
Genre: Roman
Seitenzahl: 432
Erscheinungsdatum: 16. Oktober 2017
Verlag: Heyne
Preis: 12,99€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„Black Spring ist ein beschauliches Städtchen im idyllischen Hudson Valley. Hier gibt es Wälder, hier gibt es Natur – und hier gibt es Katherine, eine dreihundert Jahre alte Hexe, die den Bewohnern von Black Spring gelegentlich einen kleinen Schrecken einjagt. Dass niemand je von Katherine erfahren darf, das ist dem Stadtrat von Black Spring schon lange klar, deshalb gelten hier strenge Regeln: kein Internet, kein Besuch von außerhalb oder Katherines Fluch wird sie alle treffen. Als die Teenager des Ortes jedoch eines Tages genug von den ständigen Einschränkungen haben und ein Video der Hexe posten, bricht in Black Spring im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle los …“
(Heyne)

Meine Meinung:

Ein düsteres Horrorbuch, mit einer Hexe als Thema und empfohlen von George R.R. Martin und Stephen King? Na, wenn das mal nicht vielversprechend klingt!

‚Hex‘ spielt in einem kleinen Städtchen, umgeben von viel Natur. Man könnte meinen hier sei alles idyllisch und sehr beschaulich – wenn die Dorfgemeinde nicht ein düsteres Geheimnis bewahren würde. Seit 300 Jahren treibt die Hexe Katherine hier ihr Unwesen. Katherine streicht durch die Stadt und die Gemeinde tut ihr Möglichstes, damit Nichtortsansässige nichts von der Existenz der Hexe erfahren. Es ist kaum Besuch erlaubt und das Internet wird auch überwacht. Jedoch haben ein paar Jugendliche die stetigen Einschränkungen satt und durch eine Verkettung verschiedener Dinge überschlagen sich bald die Ereignisse.

Zwar begleiten wir über die Story hinweg mehrere Person, am häufigsten verfolgen wir jedoch den Familienvater Steve und seinen Sohn Tyler. Trotz des regelmäßigen Wechsels zwischen den Charakteren, konnte man Steve und Tyler, aber auch andere wichtige Charaktere gut kennen lernen. Ein paar (unwichtige) Personen blieben etwas auf der Strecke.

Der Beginn der Geschichte verlief zunächst sehr verwirrend, da man einfach mitten in die Story geworfen wurde. Ich fand den Einstieg etwas konfus und überhaupt nicht horrorartig, im Gegenteil – es hatte etwas komikartiges. Nach einigen Seiten legte sich dies jedoch und man bekam ein Gefühl für die Story. Da die Bewohner sehr erfinderisch sind, die Hexe zumindest optisch verschwinden zu lassen, werden je nach Situation einfach Lappen über sie gehängt, im Supermarkt werden einfach neue Regale um sie herumgestellt oder sie verschwindet gar ganz unter einer hohlen Pappfigur. Diese humorvolle Ader zog sich durch das gesamte Buch und gab dem Ganzen einen tollen Pfiff. Dennoch kamen genug Gänsehautmomente auf, um das Buch dem Horrorgenre zuordnen zu können. Hier findet man zwar keine brutalen oder blutigen Szenen, doch die bildhafte Beschreibung und die geschaffene Atmosphäre geben dem Buch eine gruselige Grundstimmung. Ich hatte mehr als ein Mal das eindringlich beschriebene Gesicht der Hexe vor Augen.

Der Autor hat es geschafft eine sehr spannende und atmosphärische Geschichte zu schreiben. Hierbei hat er ein ganzes Dorf erschaffen, welches so bildhaft beschrieben wurde, dass ich es förmlich vor Augen hatte. Das Zusammenspiel aus einer düsteren Hexenstory und modernen Elementen empfand ich ebenfalls als sehr gelungen.

Falls ihr Fans von ungewöhnlichen Hexenstories seid und nicht auf blutige Splatterszenen besteht, dann solltet ihr euch ‚Hex‘ unbedingt mal anschauen. Für mich gibt es hier quasi nichts zu beanstanden, denn ich fand die Kombination aus flüssigem Scheibstil und unerwarteter Story grandios!

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