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[Rezension] Alex Lake – Jeden Tag gehörst du mir

Autor: Alex Lake
Titel: Jeden Tag gehörst du mir*
Genre: Thriller
Seitenzahl: 432
Erscheinungsdatum: 13. November 2017
Verlag: HarperCollins
Preis: 20,00€ (Broschiert); 9,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„Kate liebt ihre Freiheit. Sie hat den attraktiven Irish Look: Lange glatte dunkle Haare, helle Haut, dunkle Augen. Die Achtundzwanzigjährige will das Leben in vollen Zügen genießen. Sie mag die Keinstadt in der Nähe von Manchester. Bis die Freiheit vorbei ist und die Angst um sich greift, als ein Serienmörder Frauen umbringt. Frauen, die eines gemeinsam haben: Alle sehen auf erschreckende Art aus wie sie. Ist es Zufall oder nicht, dass sie sich vor kurzem von ihrem Freund getrennt hat, der die Trennung nicht gut verkraftet?“
(HarperCollins)

Meine Meinung:

Kate hat sich nach vielen Jahren von ihrem Jugendfreund Phil getrennt und genießt nun das Leben. Jedenfalls möchte sie das gerne tun, aber in ihrem beschaulichen Wohnort geht ein Serienmörder um. Dieser ermordet mit Vorliebe junge Frauen, die Kate erschreckend ähnlich sehen. Ihr Exfreund scheint außerdem nicht sehr gut mit der Trennung klar zu kommen. Gibt es da vielleicht eine Verbindung?

Bereits zu Beginn des Buches wird jedoch noch eine weitere Storyline angedeutet. Kate gehörte mit 3 weiteren Freundinnen zu den sogenannten ‚Fab Four‘. Doch eine der Freundinnen, Beth, scheint nicht mehr zur Clique zu gehören und man bekommt das Gefühl, dass Beth irgendetwas passiert sein muss. Warum Beth nicht mehr zur Clique gehört, erfährt man jedoch erst sehr viel später, da sich das Buch zunächst mit Kate beschäftigt.

Kate wird als eine sehr sympathische und auch liebenswerte Person, mit Ecken und Kanten dargestellt. Man kann sich gut in sie hineinversetzen, nur manche Aktionen von ihr fand ich etwas drüber. Man kann verstehen, dass Kate sich angesichts der Tatsache, dass alle Opfer ihr sehr ähnlich sind, sehr  fürchtet. Glücklicherweise wurde sie aber nicht als paranoide Jungfer in Not dargestellt, sondern eher recht besonnen.

Der Thriller war insgesamt wirklich sehr spannend, da stets neue Dinge passierten, so dass man merklich das Gefühl hatte, dass sich die Situation zuspitzt. Einen großen Minuspunkt gibt es jedoch für mich – die Vorhersagbarkeit.

Vielleicht mag es daran liegen, dass ich einfach schon sehr viele Thriller gelesen habe, aber im Prinzip hatte ich schnell einen Verdacht, wer hinter all den Vorfällen steckt, wenngleich der Beweggrund dahinter doch nochmal eine Überraschung war. Trotzdem gab es einfach so viele Hinweise auf den/die Täter*in, dass es eigentlich schon wieder zum Schmunzeln war. Hat der Autor wirklich so plumpe Hinweise eingebaut? Einzeln betrachtet, mag man da vielleicht noch nicht auf die Auflösung kommen, aber insgesamt hat es schon ein sehr eindeutiges Bild ergeben.

Ich kann nicht mal genau benennen, warum mir dieses Buch trotzdem unglaublich gut gefallen hat, vermutlich lag es am tollen Schreibstil des Autoren und dass trotzdem immer wieder versucht wurde, andere Personen zu verdächtigen. Es wurde einfach nicht langweilig und selbst nach der Auflösung folgten noch über 100 Seiten voller Spannung.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen, auch wenn sich mein schneller Verdacht zum Ende hin bestätigt hat. Wer hier genauso schnell den/die Täter*in errät, ist vielleicht trotzdem vom großen ‚Warum‘ überrascht, denn darauf wäre ich auch nie gekommen.

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