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[Rezension] Alex Lake – Es beginnt am siebten Tag

Autor: Alex Lake
Titel: Es beginnt am siebten Tag*
Genre: Thriller
Seitenzahl: 472
Erscheinungsdatum: 05. Dezember 2016
Verlag: HarperCollins
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 7,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„Erst deine Tochter und dann du …

Der Albtraum einer jeden Mutter: Die fünfjährige Anna ist aus der Schule verschwunden. Rechtsanwältin Julia ist außer sich vor Sorge. Wurde sie entführt? Ist sie tot? Sechs Tage und Nächte voller Angst, voller Selbstvorwürfe. Bis am siebten Tag der wahre Schrecken erst beginnt und Julia begreift, dass das wahre Ziel nicht ihre Tochter Anna ist, sondern sie selbst …”
(HarperCollins)

Meine Meinung:

“Es beginnt am siebten Tag” ist bereits das zweite Buch, welches ich von Alex Lake gelesen habe. “Jeden Tag gehörst du mir” ist bei uns als sein erstes Werk erschienen – im Original war die Reihenfolge übrigens anders herum.

Das Buch ist in zwei Teile unterteilt. Zunächst widmen wir uns den ersten sieben Tagen, an welchen zu Beginn die Tochter der Rechtsanwältin Julia spurlos verschwindet. Julia verspätet sich nach Schulschluss, so dass es durch eine Verkettung ungünstiger Ereignisse passiert, dass niemand das Verschwinden der 5jährigen Anna bemerkt. Julia macht sich natürlich große Vorwürfe und auch die schnell eingeleitete Suche der Polizei bleibt ergebnislos. Wie der Titel schon sagt, beginnt die eigentliche Story am siebten Tag. Man könnte also sagen, dass bis dahin alles erstmal eine große Einleitung ist, die dazu dient an die eigentliche Geschichte heranzuführen. Das mag für manche etwas langatmig und übertrieben erscheinen, da beide Teile tatsächlich je die Hälfte des Buches ausmachen.

Ich persönlich fand jedoch die ersten sieben Tage rund um das Verschwinden der Tochter sehr viel interessanter als alles nachfolgende. Denn wie schon im zuvor erwähnten Werk “Jeden Tag gehörst du mir”, war die Story ab spätestens der Hälfte extrem vorhersehbar. Vielleicht mag es wieder daran liegen, dass ich einfach schon sehr viele Bücher in diesem Genre gelesen habe, aber im Prinzip hatte ich schnell einen Verdacht, was genau hier gespielt wird. Es gab einfach so viele Hinweise auf den Täter, dass es eigentlich schon wieder viel zu offensichtlich war. Hätte ich nicht bereits zuvor den anderen Thriller von ihm gelesen, aus dem ich nun wusste, dass der Autor gerne plumpe Hinweise gibt, hätte ich wahrscheinlich an meiner Theorie gezweifelt. Doch da ich jetzt zwei Bücher von ihm gelesen habe, die beide sehr vorhersehbar waren, nehme ich nun einfach an, dass dies schlichtweg seine bevorzugte Art zu schreiben ist.

Ich würde nicht unbedingt sagen, dass dieses Buch ein “Thriller” ist. Es wurde zwar sogar versucht die Täterperspektive ansatzweise miteinzubringen, jedoch fand ich das nicht unbedingt gelungen. Es kam für mich einfach keine Thrilleratmossphäre. Im Grunde würde ich das Buch eher als Roman/Familiendrama bezeichnen.

Auch wenn das jetzt sehr nach Gemecker klingt, muss ich sagen, dass ich das Buch trotzdem gut fand, was vor allem am fesselnden Schreibstil des Autoren liegt. Ich fand das Familienkonstrukt, das er erschaffen hat, sehr interessant. Auch die Personen waren gut beschrieben, wenn auch ein wenig eigentümlich. Trotz aller Vorhersehbarkeit habe ich förmlich an diesem Buch geklebt, denn ich wollte ja trotzdem wissen, ob ich nun recht behalte und wie auf das Ende hingearbeitet wird.

Insgesamt ist das Buch für mich also keine große Überraschung, aber ich konnte es dennoch nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen. Wer sich gerne von einer Geschichte mitreißen lässt und vielleicht noch nicht viel derartiges gelesen hat, der kann hiermit also durchaus seinen Spaß haben.

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