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[Rezension] J.A. Konrath – Sterbenshauch (Phineas Troutt #2)

[Rezensionsexemplar]

Autor: J.A. Konrath
Titel: Sterbenshauch
Reihe: Phineas Troutt #2
Genre: Thriller
Seitenzahl: 537
Erscheinungsdatum: 18. Dezember 2018
Verlag: Edition M
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 4,99€ (E-Book), Kindle Unlimited

Achtung Spoilergefahr! HIER geht’s zu Teil 1 der Reihe

Reihenfolge:

  1. Mit einem Beim im Grab
  2. Sterbenshauch
  3. Alle werden sterben (Erscheinungstermin 19.03.2019)

Inhalt: 

“Phin, Jack & Harry: Die Spannung kommt im Dreierpack – ein neuer Phineas-Troutt-Thriller von Bestsellerautor J.A. Konrath.

Problemlöser Phineas Troutt sucht eine verschwundene Tochter aus gutem Haus. Zu verlieren hat er nichts. Jacqueline »Jack« Daniels vom Morddezernat in Chicago ermittelt in dem Fall eines Serienkillers, der grausam zugerichtete Mädchenleichen in Hotels zurücklässt. Der schräge Privatdetektiv Harry McGlade fahndet nach einer abgetauchten Stripperin. Drei Fälle für drei höchst unterschiedliche Ermittler, die daran glauben, dass das Gute siegt.

Unterdessen feiert »Der Club«, eine Gruppe junger, reicher Männer, ausgelassene Partys am Lake Violet und pflanzt gern Kiefern auf dem einsamen Seegrundstück. Denn Leichen sind der beste Dünger.”
(Edition M)

Meine Meinung:

J. A. Konrath hat bereits erfolgreich die Jack-Daniels-Reihe herausgebracht sowie unter dem Pseudonym Jack Kilborn Horrorromane veröffentlicht. Ich habe die Bücher von Jack Kilborn vor einiger Zeit bereits gelesen und fand sie teilweise sehr gut für ihr Genre, wenn auch speziell. Besonders ‚Das Hotel‘ ist mir extrem im Gedächtnis geblieben und hat mir tatsächlich sehr viel Unbehagen beschert.

Phineas Troutt ist der Hauptprotagonist der dreiteiligen Reihe von Konrath. Im Laufe der Story begegnen uns wieder bereits bekannte Charaktere aus dem Universum des Autors. Während wir im ersten Teil die Story nur aus Phins Sicht verfolgt haben, so ist “Sterbenshauch” immer abwechselnd aus der Perspektive von Phineas Troutt, Detective Jack Daniels und Privatermittler Harry McGlade geschrieben. Phin kennen wir nun bereits recht gut und wissen, dass er sich mit ernsten Problem herumschlagen muss. Seine Zukunftsperspektive ist gelinde gesagt echt mies. Jack Daniels kannte ich bisher nicht aus ihrer eigenen Reihe, ihr Auftreten hier im Buch hat mir definitiv Lust darauf gemacht, mir auch diese Reihe mal vorzunehmen. Sehr speziell ist wohl auch Harry McGlade. Entweder findet man ihn wohl amüsant oder einfach unerträglich. Wer wie ich flachen Humor mag, der wird hier vermutlich eher seinen Spaß haben. Konraths Charaktere sind oft einfach gestrickt und entsprechen einigen Klischees.

Nachdem der erste Teil der Reihe eher nicht mit seiner Story punkten konnte, erwartet einem im zweiten Band tatsächlich eine richtige Story mit Ermittlungsarbeit. Ich war wirklich sehr positiv überrascht, ebenso von der Länge des Buches. Durch die drei Perspektiven kommt das Buch auf über 500 Seiten, was mit das längste Buch des Autors ist, wie er selber im Vorwort sagt.

“Sterbenshauch” hebt sich für mich deutlich von seinem Vorgänger “Mit einem Bein im Grab an”, da es vielmehr ein Krimi ist als diese Hau-drauf-Action aus dem ersten Teil. Vermutlich haben auch die drei verschiedenen Perspektiven dazu beigetragen, dass ich diesen Teil viel besser fand, denn nur Phins Sicht die Dinge zu erfahren, kann auf Dauer wohl etwas betrüben. Da lockern eine resolute Jack Daniels und ein fast schon irrer Harry McGlade die Stimmung schon sehr gut auf. Das ganze trifft einfach genau meinen Sinn für Humor, der wohl aber tatsächlich nicht so massentauglich ist. Auch dass Harry manchmal den Leser direkt angesprochen hat, fand ich für das Buch und seine Art und Weise sehr passend – obwohl ich das in Büchern sonst eigentlich nicht mag.

Konraths Bücher sind nicht jedermanns Geschmack, ich glaube, entweder mag man sie oder man findet sie wirklich schlecht. Viele Szenen sind absurd und fast schon lachhaft, aber ich finde genau diesen Stil des Autors sehr unterhaltsam. Wer aber z.B. auch nichts mit Richard Laymon anfangen kann, der wird hier wohl auch nicht glücklich. Im Gegensatz zu Laymon, gibt es bei Konrath aber deutlich weniger Horror und mehr Action. Der Humor ist flach und oftmals triefend schwarz. Es wird so ziemlich jede Gruppe mal auf die Schippe genommen und garantiert achtet hier niemand auf politische Korrektheit. Manche Szenen wirken so blöd, dass man schon wieder lachen muss. Wer jetzt noch nicht abgeschreckt ist, kann quasi nichts verkehrt machen, zumal es seine Bücher auch bei Kindle Unlimited gibt.

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2 Comments

  • Reply Lesemonat Januar 2019 – Laura von Eden 8. Februar 2019 at 07:02

    […] J.A. Konrath – Sterbenshauch […]

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