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[Rezension] Alex Lake – Wovon du nichts ahnst

[Rezensionsexemplar]

Autor: Alex Lake
Titel: Wovon du nichts ahnst
Genre: Thriller
Seitenzahl: 352
Erscheinungsdatum: 04. Januar 2019
Verlag: HarperCollins
Preis: 14,99€ (Broschiert); 11,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Als die Ärztin Sarah Havenant von einer alten Freundin kontaktiert und gefragt wird, welches ihr richtiges Facebook-Profil sei, geht sie dem nach. Und tatsächlich findet Sarah zwei Profile mit ihrem Namen: eines hat sie selbst angelegt, das andere hat sie noch nie gesehen. Und doch findet sie dort private Fotos von sich und ihrer Familie. Fotos, die im Inneren ihres Hauses gemacht werden. Als sie es ihrem Mann zeigen will, ist das fremde Profil gelöscht – doch ihr Leben nicht mehr ihr eigenes …”
(HarperCollins)

Meine Meinung:

Sarah lebt ihren Traum. Sie ist eine erfolgreiche Ärztin und lebt mit ihrem Mann und ihren 3 Kindern in einem beschaulichen Örtchen. Sarah ist jedoch sehr irritiert, als sie zufällig einen zweiten Facebook-Account unter ihrem Namen findet. Auf dem Profil finden sich private Fotos, die sie niemals gemacht hat. Nach kurzer Zeit ist das ominöse Profil gelöscht und Sarah glaubt schon fast an einen technischen Fehler. Doch die merkwürdigen Gegebenheiten häufen sich. Jemand verschickt in ihrem Namen Emails, tätigt Amazon Bestellungen… Sarah wird immer verzweifelter, als sie merkt, dass das alles nicht aufhört und es offensichtlich jemand auf sie abgesehen hat. Wer tut sowas und vor allem, wer ist überhaupt in der Lage dazu?

Bereits auf den ersten Seiten vermag das Buch mich zu packen und ich hatte recht schnell einen guten Überblick über das Leben von Sarah und ihrer Familie. Daher konnte man auch direkt das beklemmende Gefühl nachvollziehen, das sich bei Sarah ausbreitete, als sie den zweiten Facebook Account findet. Obwohl sie zunächst an einen Scherz oder Fehler glaubt, kann man trotzdem fühlen, wie sich in Sarah eine Angst ausbreitet. Nach und nach häufen sich diese Ereignisse und Sarah bekommt es mächtig mit der Angst zu tun. Irgendjemand übernimmt ihr Leben und treibt gemeine Spielchen mit ihr. Doch wer tut so etwas? Wer hat etwas davon? Sarah überlegt fieberhaft, wer es auf sie abgesehen haben könnte. Währenddessen spitzt sich die Lage immer mehr zu, denn so langsam beginnen selbst ihre Freunde und ihr Mann an ihr zu zweifeln.

“Wovon du nichts ahnst” ist bereits der dritte Thriller, der unter dem Pseudonym Alex Lake erschienen ist. Auch dieses Buch konnte mich wie gewohnt mit seiner schnell zugänglichen Story packen. Lake schreibt sehr leicht zugänglich und vermag es, den Leser schnell in die Story einzuführen. Es wird eine sehr beklemmende Atmosphäre aufgebaut und man kann die Verzweiflung der Protagonistin förmlich greifen. Sarah, die eigentlich sehr rational veranlagt ist, kann sich die Vorkommnisse einfach nicht erklären. Als sich die Vorfälle häufen und es logisch gesehen kaum andere Erklärungen gibt, beginnt ihr Umfeld an ihr zu zweifeln. Fädelt Sarah diese Sachen etwas selber ein? Sarah weiß langsam nicht mehr wo ihr der Kopf steht und beginnt an sich selbst zu zweifeln. Ich konnte tatsächlich richtig gut mit Sarah mitfühlen, diese Verzweiflung und Ohnmacht, aber auch Wut, dass alle anderen ihr scheinbar einfach nicht glauben wollten.

Nach etwa zwei Dritteln des Buches löst sich das ganze Geheimnis auf. Zunächst dachte ich, dass der Zeitpunkt vielleicht etwas zu früh gewählt war, doch auch nach der Auflösung ging es rasant weiter. Bis bei allem Beteiligten dann mal der Groschen gefallen ist, hat es tatsächlich noch einige Seiten gedauert. Teilweise war das Geschehen zum Ende hin etwas überspitzt und ein wenig unglaubwürdig.

Insgesamt hat mir “Wovon du nichts ahnst” wirklich gut gefallen. Die beklemmende Atmosphäre, die Tücken von modernen Medien, gepaart mit einer nervenaufreibenden Story haben eine wirklich gute Story entstehen lassen. Ich hoffe mich erwarten in Zukunft noch viele solche Bücher von Alex Lake.

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