Bücher

[Rezension] Linda Castillo – Die Zahlen der Toten (Kate Burkholder #1)

Autor: Linda Castillo
Titel: Die Zahlen der Toten
Übersetzung: Helga Augustin
Reihe: Kate Burkholder #1
Genre: Thriller
Seitenzahl: 432
Erscheinungsdatum: September 2010
Verlag: Fischer
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)

Reihenfolge:

  1. Die Zahlen der Toten
  2. Blutige Stille
  3. Wenn die Nacht verstummt
  4. Tödliche Wut
  5. Teuflisches Spiel
  6. Mörderische Angst
  7. Grausame Nacht
  8. Böse Seelen
  9. Ewige Schuld

Inhalt:

“Die verstümmelte Leiche der jungen Frau liegt auf einem schneebedeckten Feld. Ihr Mörder hat sie regelrecht abgeschlachtet und ihr eine römische Zahl in den Bauch geritzt. Fassungslos steht Kate Burkholder, die neue Polizeichefin im verschlafenen Painters Mill, Ohio, vor der grausig anmutenden Szenerie. Kann es wahr sein? Ist der, den sie damals den „Schlächter“ nannten, und der vor 16 Jahren mehrere junge Frauen auf bestialische Weise tötete, wieder zurück?
Für Kate steht jetzt alles auf dem Spiel: Sie muss den Mörder so schnell wie möglich finden. Doch dann muss sie auch ein Geheimnis preisgeben, das sie ihre Familie und ihren Job kosten könnte.”
(Fischer)

Meine Meinung:

Der Winter hat Ohio fest im Griff. In einer kalten Nacht wird auf einem schneebedeckten Feld die Leiche einer jungen Frau entdeckt. Die Leiche wurde grausam verstümmelt und ihr wurde eine römische Zahl in den Unterleib geritzt. Kate Burkholder, die Polizeichefin der verschlafenen Gemeinde, wird zum Tatort gerufen und hat ein schlimmes Déjà-vu. Vor 16 Jahren hat schon mal ein Serienmörder Painters Mill heimgesucht. Auch dieser Serienkiller hat seine Opfer schlimm verstümmelt und ihnen Zahlen in den Bauch geritzt. Kann es sein, dass der sogenannte “Schlächter” zurück ist? Kate plagen große Zweifel, denn auch sie trägt ein großes Geheimnis mit sich herum.

Schon lange stand die Kate Burkholder Reihe auf meine Leseliste und endlich war es nun so weit und ich habe zum 1. Teil gegriffen. So spät mit einer Reihe anzufangen, hat ja auch immer den Vorteil, dass man ohne lange Wartezeiten viele Teile nacheinander lesen kann. Vor allem hat mich immer sehr interessiert, dass die Geschichte in einer amischgeprägten Gegend spielt. Ich bin selbst nicht gläubig, habe mich aber immer schon für die verschiedenen Glaubensgemeinschaften interessiert, vor allem die Amischen, die ja doch öfter Erwähnung in den Medien und verschiedensten Serien, Filmen und Büchern finden.

Unsere Hauptfigur, Kate Burkholder, ist selbst als Amische aufgewachsen, hat sich jedoch als Erwachsene entschieden, aus der Glaubensgemeinschaft auszutreten. Dies hat zur Folge, dass sie von ihrer Gemeinde unter Bann gestellt wurde, also eigentlich keinerlei Kontakte mehr zu Amischen pflegen dürfte. Doch Kate Burkholder ist nach erfolgreichem Studium und Berufseinstieg in ihre Heimat zurückgekehrt und wurde als Polizeichefin eingestellt. Davon versprach man sich, dass Kate eine perfekte Brücke zwischen den englischen und den amischen Bewohnern darstellt.

Die Story fängt rasant an. Der Tatort wird sehr explizit beschrieben und man bekommt viele grausame Details präsentiert. Es wird auch sehr schnell auf das Geheimnis eingegangen, welches Kate Burkholder mit sich trägt, und natürlich auch mit dem aktuellen Fall verwoben ist. Bald stellt sich heraus, dass es sich definitiv um einen Serienmörder handelt, denn eine weitere Leiche taucht auf. Das Dorf und die Gemeinde ist voller Angst und die Ermittlungen kommen nicht wirklich voran. Kate Burkholder holt sich bald Hilfe von Außen.

Die Auflösung des Ganzen lag irgendwann recht offensichtlich auf der Hand und doch dauerte die Ergreifung des Mörders noch eine Weile. Ganz innovativ und überraschend war das Ende nicht und doch habe ich viel Gefallen an der Story gefunden.

Linda Castillos Schreibstil gefällt mir wirklich sehr gut. Die anfängliche Spannung wurde von einem etwas ruhigeren Mittelteil abgelöst, als die Ermittlungen anfingen zu stocken. Im letzten Drittel zog die Geschichte nochmal deutlich an und nahm an Fahrt auf. Ich werde die Reihe also gespannt weiterverfolgen und freue mich auf viele weitere Teile rund um die Amischgemeinde und Kate Burkholder.

Bücher

[Rezension] Corina Bomann – Die Frauen vom Löwenhof #2 – Mathildas Geheimnis

[Rezensionsexemplar]

Autor: Corina Bomann
Titel: Die Frauen vom Löwenhof – Mathildas Geheimnis
Reihe: Die Löwenhof Saga
Genre: Roman
Seitenzahl: 704
Erscheinungsdatum: 24. August 2018
Verlag: Ullstein
Preis: 10,00€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)

Achtung Spoilergefahr! HIER geht’s zu Teil 1 der Saga

Reihenfolge:

  1. Agnetas Erbe
  2. Mathildas Geheimnis (erscheint am 07. September 2018)
  3. Solveigs Versprechen (erscheint am 02. Januar 2019)

Inhalt:

“Südschweden, 1931. Mathilda ist 17 und nach dem Tod ihrer Mutter Waise. Völlig überrascht steht sie plötzlich der beeindruckenden Agneta Lejongård gegenüber. Die ihr unbekannte Gutsherrin ist ihr Vormund und nimmt sie mit auf den Löwenhof. Mathilda ahnt nicht, dass Agneta ihre Tante ist. Und noch bevor sie die Wahrheit über ihre Herkunft erfährt, bricht in Europa ein neuer Krieg aus. Das Leben auf dem Löwenhof verändert sich für immer, und Mathilda muss auf der Suche nach ihrem persönlichen Glück ganz neue Wege gehen.”
(Ullstein)

Meine Meinung:

Wir befinden uns im Jahre 1931 und lernen Mathilda kennen. Sie ist 17 und nach dem Tod ihrer Eltern eine Waise. Doch schon nach kurzer Zeit taucht plötzlich eine Gräfin auf und nimmt sie als ihr Mündel auf dem Löwenhof auf. Aufmerksame Leser des ersten Teils wissen, dass Gräfin Agneta die Tante von Mathilda ist. Doch Mathilda weiß dies nicht. Auf dem Löwenhof wird Mathilda von den meisten herzlich empfangen, sie kann ihre Schule beenden und danach sogar die Handelsschule besuchen. Doch schon bald kommen die Geheimnisse ans Tageslicht. Zugleich bricht in Europa der Krieg aus und ganz Schweden ist in Angst.

Nachdem Agneta mir im ersten Buch recht besonnen, resolut und bodenständig vorkam, änderte sich das im Laufe des Buches. Von einer starken Frau wechselten wir zu einer Frau, die ständig nur an ihr Liebesleben dachte und auch recht naiv handelte. So blieb mir Agneta insgesamt als eine Mischung aus stark und intelligent, naiv und kopflos im Gedächtnis. Über den Zeitsprung hinweg, hat Agneta sich jedoch sehr gefestigt und leitet mit starker Hand den Löwenhof. Mathilda hat den Vorteil, dass sich die Zeiten inzwischen zum Positiven gewandelt haben. Frauen haben inzwischen mehr Rechte, doch bis zu dem Leben, das wir von heute kennen, ist es trotzdem noch ein weiter Weg.

Mathilda wuchs zwar recht behütet auf, doch der Tod ihrer Eltern hat tiefe Spuren hinterlassen. Daher ist sie zunächst skeptisch – warum sollte ausgerechnet eine Gräfin von ihrer Mutter als Vormund bestimmt worden sein? Mathilda ahnt nicht, dass viele Jahre vergehen werden, bis endlich die Wahrheit ans Licht kommt.

Es war schön zu sehen, wie sehr sich das Leben in Schweden seit 1913, als der 1. Teil spielte, gewandelt hat. Frauenrechte sind ein noch größeres Thema, die Technik schreitet weiter voran und es waren alle froh, den 1. Weltkrieg überstanden zu haben. Ich habe mich sehr gefreut wieder auf den Löwenhof zurückzukehren, denn der Gutshof wurde abermals wunderschön beschrieben. Auch gab es ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern und auch an Traditionen, wie beispielsweise den Festen zu bestimmten Jahreszeiten, wurde festgehalten. Ich bin weiterhin sehr glücklich damit, dass das Thema Pferde nicht so stark thematisiert wurde, denn damit kann ich so gar nichts anfangen. Ganz drum herum kommt man jedoch nicht, da der Löwenhof an der Spitze der Pferdezucht steht, doch es wurde nicht pausenlos in den Vordergrund gerückt.

Auch im 2. Teil wird viel auf die damaligen historischen Geschehnisse Bezug genommen, gefühlt sogar mehr als im 1. Teil. Ich fand diese Verarbeitung des Themas sehr gelungen und wirklich interessant. Doch auch hier liegt der Fokus nicht auf den historischen Aspekten, vielmehr haben wir wieder ein Familiendrama, in dem es sich viel um die Liebe dreht. Aufgrund der interessanten Figuren, die alle nicht unterschiedlicher sein könnten, kam jedoch nie Langeweile auf. Natürlich habe ich das eine oder andere Mal mit den Augen gerollt, aber das bleibt bei dem Thema wohl nicht aus. Auch Mathilda hat hin und wieder sehr naive Entscheidungen getroffen, aber das bringt ihr Alter von 17 Jahren wohl einfach mit sich. Denn auch Agneta hat sich ja im Laufe der Jahre sehr gefestigt.

Insgesamt hat mich auch die Fortsetzung wieder sehr mitgerissen und ich konnte es kaum erwarten, zu erfahren welches Schicksal alle Figuren ereilen wird. Das Ende lädt wieder sehr dazu ein, sich auf den dritten und finalen Band der Familiensaga zu freuen. Leider müssen wir uns bis Ende Dezember gedulden.

Bücher

Neuerscheinungen September 2018 #1

Bevor der September auch schon da ist, möchte ich euch gerne noch einige Neuerscheinungen für den kommenden Monat vorstellen. Da im September sehr viele Bücher erscheinen, die interessant klingen, werden zwei Posts zu den Neuerscheinungen kommen. Mit einem Klick auf Titel und Autor kommt ihr wie immer zur Verlagsseite mit weiteren Infos.


Anna Snoekstra – Geschürte Angst (03. September 2018)

Eine verdammt gute Story, mehr will Rose Blakey gar nicht. Doch es scheint, als müsste die junge Journalistin auf ewig in Colmstocks Polizistenkneipe jobben. Da tauchen Porzellanpuppen in der Stadt auf, die kleine Doppelgängerinnen der Mädchen sein könnten, vor deren Häusern sie gefunden werden. Wer ist der mysteriöse Puppenmacher? Rose wittert ihre Chance. Aber je mehr Aufmerksamkeit man ihren Artikeln schenkt, desto größer der Druck für Rose, neue Geschichten zu liefern. Ihre Artikel schüren eine Atmosphäre der Angst, die Colmstock für Fremde gefährlich macht. Ist Rose bereit, für ihre Karriere über Leichen zu gehen?


S.K. Tremayne – Mädchen aus dem Moor (03. September 2018)

Seit man ihr gesagt hat, sie habe im Dartmoor Selbstmord begehen wollen, scheint Kath Redways Leben langsam, aber sicher in einen finsteren Abgrund zu trudeln: An den Vorfall selbst kann sie sich nicht erinnern, auch die Woche davor scheint aus ihrem Gedächtnis gelöscht. Kath glaubt, sie sei glücklich gewesen, doch verhält ihr Mann Mark sich nicht seltsam abweisend? Welches Geheimnis verbirgt ihr Bruder vor ihr? Und was treibt ihre kleine Tochter Lyla nachts draußen im Moor? Verliert Kath den Verstand – oder ist sie einer furchtbaren Wahrheit auf der Spur?


Chris McGeorge – Escape Room (03. September 2018)

Im Alter von 11 Jahren erlangte Morgan Sheppard als »Kinder-Detektiv« Berühmtheit, weil er den mysteriösen Tod seines Mathelehrers aufklärte. Heute, 25 Jahre später, wacht er in einem ihm unbekannten Hotelzimmer auf, zusammen mit fünf Fremden. Keiner von ihnen weiß, wie er hierher geraten ist. Die Hotelzimmer-Tür ist verriegelt, und im Badezimmer liegt die Leiche von Simon Winter – Morgans langjährigem Psychiater. Es beginnt ein Spiel der besonderen Art. Die Mitspieler: eine Kellnerin, ein Putzmann, eine Schauspielerin, ein Anwalt und eine Schülerin. Sie alle sind Verdächtige. Morgan Sheppard hat drei Stunden Zeit, seine detektivischen Fähigkeiten erneut unter Beweis zu stellen. Denn eine der Personen im Hotelzimmer ist ein Mörder. Gelingt es Morgan nicht, den Mord aufzuklären, werden sie alle sterben. Kann Morgan das tödliche Spiel gewinnen? Die Zeit rennt.


Elle Croft – Die schuldige Frau (03. September 2018)

Als Bethanys prominenter Geliebter erstochen wird, muss sie ihren Schmerz vor allen verbergen: vor ihrem Ehemann, ihren Kollegen, der Öffentlichkeit. Aber eine Person kennt ihr Geheimnis, und sie wird Bethany büßen lassen. Für den Ehebruch – und für einen Mord, den sie nicht begangen hat. Das Netz um Bethany zieht sich immer enger zu. Ihr Stalker nimmt ihr alles: ihre Passwörter, ihre Fotos, ihr Zuhause. Bethany bleibt nur ein Ausweg, um dem zu entkommen: Sie muss den wahren Mörder stellen.


Tania Carver – Er will dein Herz – Marina Esposito #7 (07. September 2018)

Gemma Adderley hat Angst. Sie will mit ihrer siebenjährigen Tochter vor ihrem gewalttätigen Ehemann ins Frauenhaus flüchten. Doch die beiden kommen nie dort an.
Wenig später wird DI Phil Brennan zu einem Tatort gerufen. Gemmas Leiche wurde gefunden, ihre Tochter hat überlebt. Besonders grausam: Gemma wurde das Herz herausgetrennt. Phils Frau, Polizei-Profilerin Marina Esposito, übernimmt die Befragung des schwer traumatisierten Mädchens. Seit ihrem letzten Fall gehen sie und Phil eigentlich getrennte Wege. Doch als eine zweite Frauenleiche auftaucht, bei der das Herz fehlt, müssen die beiden eng zusammenarbeiten. Nur mit Marinas Täterprofil haben sie eine Chance, den Serienmörder zu finden …


Jonas Winner – Die Party (10. September 2018)

Es ist der 31. Oktober – Halloween: Zehn Jugendfreunde freuen sich auf ein Wiedersehen nach vielen Jahren. Brandon, der elfte im Bund, hat sie alle in einen Glasbungalow geladen, der sich auf einem Felsplateau hoch über dunklen Wäldern erhebt. Auf dieser Party will Brandon die Zeit der achtziger Jahre aufleben lassen – was damit beginnt, dass alle ihre Handys abgeben müssen. Doch als die Freunde begrüßt werden, überschlagen sich die Ereignisse. Aus einem vermeintlichen Schockeffekt wird tödlicher Ernst: Ein Kronleuchter löst sich von der Decke und begräbt den Gastgeber unter sich. Ein tragischer Unfall. Oder? In diesem Moment wird der Gesellschaft klar: Unter ihnen ist ein Killer. Die Party beginnt … ihre letzte Party!


Sam Carrington – Saving Sophie (10. September 2018)

Die 17-jährige Sophie wird nach einem Abend im Club völlig betrunken von der Polizei aufgegriffen. Was für ihre Eltern zunächst nur nach einer zu wilden Party mit Freunden aussieht, wird 12 Stunden später zum Albtraum: Sophies beste Freundin Amy ist in dieser Nacht nicht nach Hause gekommen, und Sophie fehlt jede Erinnerung an den Abend. Als kurze Zeit später die Leiche eines jungen Mädchens gefunden wird und Sophie sich immer mehr zurückzieht, kommen ihrer Mutter Karen erste Zweifel: Was ist in der besagten Nacht wirklich geschehen? Weiß Sophie mehr, als sie zugibt? Oder ist sie womöglich in Gefahr?


Nicholas Sansbury Smith – Orbs (10. September 2018)

Es ist das Jahr 2061, und die Erde ist langsam, aber sicher unbewohnbar geworden. Die letzte Chance der Menschheit ist der Mars. In Vorbereitung auf die Mission lässt sich Dr. Sophie Winston mit ihrem Team in einem Biosphären-Habitat in den Rocky Mountains einschließen. Doch schon wenige Tage später sind die Wissenschaftler gezwungen, den Einschluss abzubrechen. Als sich die Türen des Habitats öffnen, stehen Dr. Winston und ihre Leute vor dem Nichts: die Menschen sind spurlos verschwunden, ebenso die Wasserreserven des gesamten Planeten. Stattdessen tauchen plötzlich überall mysteriöse, blau leuchtende Kugeln auf. Kugeln, die ein tödliches Geheimnis bergen …


JP Delaney – Believe Me (10. September 2018)

Claire finanziert ihr Schauspielstudium mit einem lukrativen Nebenjob: Für Geld flirtet sie mit verheirateten Männern, deren Ehefrauen wissen wollen, ob sie ihnen wirklich treu sind. Doch die Frau von Patrick Fogler ist nicht nur misstrauisch – in ihren Augen liest Claire Angst. Und am Morgen nach Patricks und Claires Begegnung ist sie tot. Die Polizei verdächtigt den Witwer, und Claire soll helfen ihn zu überführen – wenn sie nicht will, dass die Polizei herausfindet, was sie selbst in der Mordnacht getan hat. Doch Patrick wirkt nicht nur beängstigend und undurchschaubar, er fasziniert Claire. Und sie ahnt: Sie muss die Rolle ihres Lebens spielen …


Michael Grumley – Am Abgrund – Breakthrough #3 (10. September 2018)

Auf einer einsamen Insel mitten im Arktischen Ozean wird eine geheimnisvolle Kammer entdeckt, in der sich Millionen von eigenartigen Samenkapseln befinden. Bei näherer Untersuchung stellt sich heraus, dass diese Kapseln außerirdischen Ursprungs sind. Wer hat diese Kammern gebaut? Und zu welchem Zweck? Sonderermittler John Clay und Meeresbiologin Alison Shaw nehmen die Sache genauer unter die Lupe und stoßen dabei auf ein uraltes Geheimnis. Ein Geheimnis, das alles, was wir bisher über die Evolution zu wissen glaubten, infrage stellt …

Bücher

[Rezension] Christina Dalcher – Vox

[Rezensionsexemplar]

Autor: Christina Dalcher
Titel: Vox
Übersetzung: Marion Balkenhol, Susanne Aeckerle
Genre: Roman
Seitenzahl: 400
Erscheinungsdatum: 15. August 2018
Verlag: S. Fischer
Preis: 20,00€ (Gebunden); 16,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„In einer Welt, in der Frauen nur hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, bricht eine das Gesetz. Das provozierende Überraschungsdebüt aus den USA, über das niemand schweigen wird!

Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr.

Das ist der Anfang.

Schon bald kann Jean ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Schon bald wird ihrer Tochter Sonia in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben beigebracht. Sie und alle Mädchen und Frauen werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmuts, ihrer Träume beraubt.

Aber das ist nicht das Ende.

Für Sonia und alle entmündigten Frauen will Jean sich ihre Stimme zurückerkämpfen.”
(S. Fischer)

Meine Meinung:

An kaum einem Buch kommt man momentan so schwer vorbei wie an “Vox”. Es scheint schon fast omnipräsent zu sein, was ehrlich gesagt nicht unbedingt dazu beiträgt, dass ich Lust auf das Buch bekomme. Allerdings hatte ich es schon zuvor angefragt und hatte es jetzt da – warum also nicht eine eigene Meinung bilden. Die meisten Meinungen, die ich aufgeschnappt hatte, waren jedenfalls äußerst positiv.

“Vox” beschreibt eine Welt in der Frauen per Gesetz nur noch 100 Wörter am Tag reden dürfen. Überwacht wird dies durch Wortzähler am Handgelenk, wer sich nicht an die Regeln hält, wird rigoros bestraft. Frauen haben sich Männern unterzuordnen. Besonders für Jean, eine frühere Wissenschaftlerin, ist es schwer, da sie doch noch andere Zeiten gewohnt ist und nun zusehen muss, wie ihre Tochter ohne Worte aufwächst. Doch bald tritt die Regierung an Jean heran, denn man braucht ihre Hilfe. Jeans Fähigkeiten als Wissenschaftlerin sind gefragt. Geht sie diesen Deal ein, und wenn ja – zu welchem Preis?

Zu Beginn wird man direkt in die “neue Welt” geworfen. Nach und nach bekommt man jedoch Einzelheiten, wie es so weit kommen konnte. Ein schleichender Prozess, der von den meisten sorglos betrachtet wurde. Jene Menschen, die sich tatsächlich lautstark dagegen gestellt haben, wurden schnell mundtot gemacht. Unsere Hauptprotagonistin Jean denkt oft über die Vergangenheit nach und fragt sich, warum sie stumm geblieben ist – nur um nun für immer stumm zu bleiben. Die Welt ist klar in Gut und Böse getrennt. Und in diesem Fall versucht mir das Buch vor allem eins zu sagen: die Männer sind die Bösen.

Ich muss sagen, dass ich den Hype um das Buch nicht wirklich verstehen kann. Auch schon “Der Report der Magd” konnte bei mir in Bezug auf feministische Dystopien nicht richtig punkten, allerdings ließ sich dieses Buch im Vergleich zu “Vox” noch recht gut lesen. “Vox” hingegen konnte mich allein vom Schreibstil her nicht überzeugen. Die Art und Weise die Geschichte zu erzählen war einfach nicht nach meinem Geschmack. Wir haben, natürlich bedingt durch die begrenzten Worte der Hauptfigur, viele innere Monologe und hüpfen mitten im Text zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Auch der wissenschaftliche Anteil zum Thema Sprache und Forschung war mir, wie die anderen erwähnten Sachen, einfach zu sperrig. Für mich hat sich die Story nicht rund gelesen und ich habe mich etwas durch die Geschichte kämpfen müssen.

Natürlich kann man nun sagen, dass die Autorin sicherlich kein locker-leichtes Buch schreiben wollte, sondern mit der Thematik bewusst anecken möchte und eben so schreibt, dass man nicht nur so durch die Seiten fliegt. Doch insgesamt muss ich einfach sagen, dass es nicht meinem Geschmack entsprochen hat. Der Schreibstil der Autorin ist natürlich Geschmackssache, und auch das klare Schwarz-Weiß-Denken muss man mögen. Für mich bleibt am Ende zu “Vox” ein Wort im Kopf : eigenartig.

Bücher

[Rezension] Ellison Cooper – Todeskäfig (Agent Sayer Altair #1)

[Rezensionsexemplar]

Autor: Ellison Cooper
Titel: Todeskäfig
Reihe: Agent Sayer Altair #1
Genre: Thriller
Seitenzahl: 496
Erscheinungsdatum: 10. August 2018
Verlag: Ullstein
Preis: 10,00€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)

Reihenfolge:

  1. Todeskäfig
  2. Buried (Sommer 2019) – englische Ausgabe

Inhalt: 

„In Washington, D.C. wird ein totes Mädchens gefunden. Ihr Mörder ließ sie in einem Tierkäfig verdursten. Ein Fall für FBI Special Agent Sayer Altair. Endlich bekommt sie die Chance, sich zu beweisen. Aber der öffentliche Druck ist enorm, denn bei dem Opfer handelt es sich um die Tochter eines hochrangigen Senators. Als ein weiteres Mädchen verschwindet, beginnt eine wilde Jagd durch die Stadt – auf den Spuren eines erbarmungslosen Killers, der sein Werk um jeden Preis vollenden will.”
(Ullstein)

Meine Meinung:

Agent Sayer Altair bekommt einen grausamen Mordfall auf den Tisch. In einem großen Tierkäfig wird ein totes Mädchen gefunden, das elendig verdursten musste. Handelt es sich vielleicht um einen Serienmörder? Nachdem Sayer und ihr Team eine Weile im Dunkeln tappen, finden sie immer mehr Hinweise und lüften die Identität des Mädchens. Unglücklicherweise handelt es sich bei dem Opfer um die Tochter eines hochrangigen Politikers, welcher ihnen daraufhin die Ermittlungen ziemlich erschwert. Als man herausfindet, dass bereits ein weiteres Mädchen in einem Käfig eingeschlossen ist, setzt Agent Altair alles daran sie zu finden.

„Todeskäfig“ ist ein klassischer Ermittler-Thriller, in dem wir unserer Hauptfigur Sayer durch die Ermittlungen hinweg begleiten. Unterstützt wird sie von einem Team, das wir nach und nach auch etwas besser kennen lernen dürfen. Sayer erfüllt wieder mal so manches Klischee einer zurückgezogenen Ermittlerin, die nach einem tragischen Unfall niemanden mehr an sich ranlässt. Doch ganz langsam bröckelt auch bei ihr die Fassade.

Ich war wirklich ganz fasziniert von der Geschichte, die eine gute Mischung aus allseits bekannten Abläufen in Thrillern und einzigartigen Elementen ist. Viele Dinge hat man so schon mal in anderen Büchern gelesen und auch die grundlegende Idee in der Auflösung kannte ich schon durch andere Bücher. Und doch gibt es viele Dinge, die mir neu waren, oder auch auf neue Art verknüpft wurden.

„Todeskäfig“ habe ich sehr schnell durchgelesen gehabt, da die Story einfach sehr rasant und auch packend war. Die Autorin beherrscht einen sehr packenden Schreibstil, der dazu anregt, das Buch am liebsten in einem Stück wegzulesen.

Da „Todeskäfig“ der Auftakt zu einer ganzen Reihe sein soll, freue ich mich sehr auf die nachfolgenden Bände. Teil 2 erscheint leider erst im Sommer 2019 auf Englisch, wir müssen uns also noch eine Weile gedulden. Für mich war der Auftakt absolut gelungen!

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