Bücher, Buchrezension

[Bücher] Gelesen im September 2017 #1

Den Anfang des Monats konnte ich noch lesend am Strand verbringen, daher sind einige Bücher für die erste Monatshälfte zusammen gekommen. Zeitgleich lese ich mal wieder an einem besonders dicken Buch, denn vor der Kinopremiere von Stephen Kings ES wollte ich unbedingt noch das Buch lesen. Die über 1000 Seiten sind jedoch nicht sehr schnell weggelesen, weshalb ich es wohl erst kurz vor knapp beenden werde.


Autor: Elizabeth Haran
Titel: Im Tal der Eukalyptuswälder
Seitenzahl: 442
Erscheinungsdatum: 01. Juli 2017
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 18,00€ (Gebunden); 13,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

Sydney, 1925: Die junge Matilda fühlt sich von jeher als Kuckuckskind in ihrer schillernden High-Society-Familie. Als durch einen Skandal um ihren Vater ihre Verlobung platzt, flieht sie in die Idylle des Hinterlandes von New South Wales. In dieser Abgeschiedenheit schreibt sie unter falschem Namen einen Roman über ihre ungeliebte Familie, der unerwartet zum Bestseller wird. Damit wird ihr Leben erst recht kompliziert, vor allem in Hinblick auf die Liebe …“

Meine Meinung:

Auf der Suche nach Strandlektüre bleibe ich oft bei Büchern hängen, die locker, leichte Geschichten versprechen und am besten auch schon ein sehr sommerliches Cover bieten. Daher bin ich ziemlich schnell auf ‚Im Tal der Eukalyptuswälder‘ gestoßen.

Das Buch bietet genau die richtige Atmosphäre für entspannte Stunden am Strand. Wir begleiten unsere Hauptfigur Matilda, die noch recht naiv und ein wenig steif daherkommt, was vielleicht auch an der Zeit liegen mag, denn wir befinden uns im Jahre 1925. Matildas Ansichten sind für heutige Maßstäbe ein wenig altbacken und was damals schnell aufgestoßen ist, würde heute vielleicht kaum mehr für ein Schulterzucken sorgen. Dennoch war ich sehr schnell im Geschehen drin, denn die Welt von Matilda wurde sehr schön und eingehend beschrieben.

‚Im Tal der Eukalyptuswälder‘ ist mein erstes Buch der Autorin und ich fand ihren Schreibstil wirklich sehr angenehm zu lesen. Insgesamt gab es vielleicht ein paar kleine Längen im Buch und manche Dinge sind recht klischeehaft abgelaufen, aber dennoch fühlte ich mich sehr gut unterhalten von der Story. Wer also eine locker, leichte Sommerstory sucht, der kann getrost zu diesem Buch greifen!


Autor: Richard Laymon
Titel: Kill For Fun
Seitenzahl: 320
Erscheinungsdatum: 11. März 2014
Verlag: Festa Verlag
Preis: 13,95€ (Taschenbuch); 4,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Wie böse Deine Fantasie auch sein mag – die von Richard Laymon ist schlimmer!

Inhalt: Triage, Der Greifer, Herman, Eine gute Zigarre kann man rauchen, Ich bin kein Krimineller, Oscars Vorsprechen, Die gute Tat, Wunschknochen, Das Aufräumkommando, Graces Rettung, Die Turmspringerin, Der Pelzmantel“

Meine Meinung:

Da im September ein neues Buch von meinem Lieblingsautoren Richard Laymon erschienen ist, wollte ich mich mal wieder ein wenig einstimmen und habe daher zu ‚KIll For Fun‘ gegriffen, welches ich bereits damals zum Erscheinungsdatum gelesen hatte.

‚Kill For Fun‘ ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, wobei ‚Triage‘ und ‚Das Aufräumkommando‘ im Vergleich größere Geschichten sind. Die Geschichten sind recht durchwachsen und nicht alle haben mir komplett gefallen. Dennoch kann man bei allen Geschichten die Handschrift von Laymon erkennen, denn wir haben es wie immer mit Charakteren zu tun, die nicht logisch handeln, die sogar eher verrückte Sache tun und in den blödesten Momenten zu Sexgedanken abdriften, statt sich um das Wesentliche zu kümmern.

Doch genau diese Kombination macht für mich eine gelungene Laymon Story aus und insgesamt war ich wieder mal begeistert von den Geschichten und auch der Zusammenstellung. Gerade in solchen Sammelbänden von Kurzgeschichten kann einem kaum jede Geschichte gefallen, daher finde ich die Gesamtheit sehr in Ordnung.


Autor: Wulf Dorn
Titel: Die Kinder
Seitenzahl: 320
Erscheinungsdatum: 04. September 2017
Verlag: Heyne
Preis: 16,99€ (Broschiert); 13,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.“

Meine Meinung:

‚Die Kinder‘ ist mein erstes Buch von Wulf Dorn, wenngleich ich bereits mehrere Bücher von ihm auf meinem SuB liegen habe. Nach allem, was ich bereits gehört habe, sollten seine Bücher theoretisch genau in mein bevorzugtes Schema passen, jedoch hat mich ‚Die Kinder‘ nicht ganz überzeugen können.

Die Story fängt sehr spannend an, denn unsere Hauptfigur Laura wird aus einem Unfallwagen gerettet, jedoch birgt der Kofferraum des Autos ein schreckliches Geheimnis. Im Laufe der Story wird langsam aufgedeckt wie es zu eben jenem Geschehnis gekommen ist. Dies geschieht indem wir neben der gegenwärtigen Handlung, Rückblicke von Laura erzählt bekommen. Zu diesen zwei Strängen kommen noch einzelne, unabhängige Handlungen, die scheinbar sehr willkürlich gewählt sind und nicht mit dem eigentlichen Geschehen zu tun haben. Im Großen und Ganzen ergeben diese eingeschobenen Geschichten zwar am Ende Sinn, dennoch sind sie nicht wirklich zielführend. Zum Zeitpunkt des Lesens fand ich sie zwar interessant, aber sie haben mich verwirrt. Auch Allgemein war mir kurz vor Schluss nicht klar, wie der Autor diesem großen Plott, den er zu Beginn eröffnet hatte, noch so schnell auflösen will, denn ich bin bis zuletzt im Dunklen getappt.

Genau das hat mir am Buch leider auch nicht gefallen. Der eigentliche Plott wurde zu Beginn der Story eröffnet, dann jedoch bis zum Ende nicht mehr wirklich erwähnt. Das Ende mitsamt der Auflösung entsprach leider gar nicht meinem Geschmack. Jedoch war ich durch das gesamte Buch hindurch von der Atmosphäre gefesselt, denn Wulf Dorn versteht es wirklich seine Leser zu fesseln. Daher ist das Buch auch kein wirklicher Flop für mich, denn der Schreibstil hat mich tatsächlich dazu angehalten immer weiter lesen zu müssen. Ich werde mein Glück also in Zukunft einfach mit einem anderen Werk von Wulf Dorn versuchen, letztlich war dieses Buch hier einfach nicht mein Geschmack.


Autor: Richard Laymon
Titel: Das Auge
Seitenzahl: 352
Erscheinungsdatum: 11. September 2017
Verlag: Heyne Hardcore
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„Sie sieht Dinge, die andere nicht sehen … grausame Dinge … Menschen, die sterben … Blut … Sie glaubt an ihre Visionen … Sie glaubt, dass diese Bilder reale Begenbenheiten zeigen…Morde…Vielleicht hat sie recht … vielleicht ist sie einfach nur wahnsinnig …Wer weiß?“

Meine Meinung:

‚Das Auge‘ ist die deutsche Erstausgabe eines Werkes von Laymon, das bereits 1992 veröffentlicht wurde. Ich freue mich wirklich sehr, dass nach und nach auch die Altwerke des Autors veröffentlicht werden, denn ich bin ein großer Fan seiner Geschichten.

Im Buch gebleiten wir Melanie, die in einer Vision ein Familienunglück erahnt, und ihren Freund, die sich sogleich zusammen auf den Weg Richtung Heimat machen. Dort begegnen sie Melanies Schwester, Pen, und zu dritt versuchen sie einen Unfall, in den ihr Vater verwickelt war, aufzuklären.

Die Story ist für Laymon-Verhältnisse recht übersichtlich, auch was die Anzahl der Charaktere angeht. Wir haben drei Hauptcharaktere, die Laymon wieder mal recht gut eingefangen hat, wenngleich er nie zu den Atoren für mich gehörte, die besonders tiefsinnige Charakterzeichnung betreiben. Doch gerade diesen Aspekt finde ich für seine Stories immer sehr passend. Gerade weil die Charaktere tendenziell oberflächlich beschrieben sind, nehme ich ihnen ihre dummen Entscheidungen viel besser ab. Denn unsere Charaktere machen jede Menge dumme Entscheidungen. Doch genau davon leben Laymon Geschichten, man sollte sie einfach nicht zu ernst nehmen.

Man fliegt nur so durch die Seiten des Buches, denn die Laymons Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Die Sätze sind kurz und präzise, außerdem verwendet Laymon viel wörtliche Rede. Im Gegensatz zu anderen Büchern von Laymon ist ‚Das Auge‘ fast schon harmlos, denn wir haben gar nicht so viel rohe Gewalt und vor allem kaum Sexszenen. Natürlich lassen es sich unsere Charaktere trotzdem nicht nehmen in den unmöglichsten Momenten an Sex zu denken.

Insgesamt wieder mal eine gelungene Geschichte aus der Feder von Laymon und definitiv nicht meine letzte!


Autor: Karin Slaughter
Titel: Die gute Tochter
Seitenzahl: 608
Erscheinungsdatum: 03. August 2017
Verlag: HarperCollins
Preis: 19,99€ (Gebunden); 16,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt:

„Lauf!“, fleht ihre große Schwester Samantha. Mit vorgehaltener Waffe treiben zwei maskierte Männer Charlotte und sie an den Waldrand. „Lauf weg!“ Und Charlie läuft. An diesem Tag. Und danach ihr ganzes Leben. Sie ist getrieben von den Erinnerungen an jene grauenvolle Attacke in ihrer Kindheit. Die blutigen Knochen ihrer erschossenen Mutter. Die Todesangst ihrer Schwester. Das Keuchen ihres Verfolgers.
Als Töchter eines berüchtigten Anwalts waren sie stets die Verstoßenen, die Gehetzten. 28 Jahre später ist Charlie selbst erfolgreiche Anwältin. Als sie Zeugin einer weiteren brutalen Bluttat wird, holt ihre Geschichte sie ganz ungeahnt ein.“

Meine Meinung:

‚Die gute Tochter‘ fängt sogleich spannend an, denn wir erfahren die tragische Vorgeschichte der Familie, denn sie wurden Opfer eines Überfalls, wobei die Mutter der Familie erschossen wird. In der Gegenwart begleiten wir die jüngere Tochter, während der Verbleib der älteren Tochter lange etwas verschleiert dargestellt wird, so dass ich als Leser nicht wusste, ob diese den Überfall überlebt hat.

Im Handlungsstrang der Gegenwart wird unsere Hauptfigur Zeugin eines Amoklaufes an ihrer alten Schule, dessen Aufklärung die weitere Handlung des Buches bestimmt. Dennoch werden wir einige Male in die Vergangenheit zurückgeworfen, um die Geschehnisse des Überfalls aus den verschiedenen Blickwickeln zu erfahren. Auch hierbei erfährt man Stück für Stück weitere Details, die viele Sachen in einem anderen Licht erscheinen lassen.

‚Die gute Tochter‘ ist mit seinem 608 Seiten kein schnell zu lesendes Buch, wenngleich die Autorin definitiv versteht, den Leser zu fesseln. Das Buch hat ein paar Längen, für mich hätten es einige Seiten weniger auch getan, dennoch war ich durch den flüssigen Schreibstil der Autorin immer bestens unterhalten.

Das Buch wird als Thriller deklariert, ich würde eher sagen, dass es ein Familiendrama, mit einigen Thrillerelementen ist. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für das Buch und ‚Die gute Tochter‘ war definitiv nicht mein letztes von Karin Slaughter.

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