[Rezension] T.M. Logan – Holiday


„Es sollte der perfekte Urlaub werden – drei Familien, eine gemeinsame Woche in der Sonne. Doch Kate möchte nur eines: herausfinden, mit wem ihr Mann eine Affäre hat. Alles deutet auf eine ihrer besten Freundinnen hin. Eine von ihnen ist bereit, Jahre der Freundschaft zu opfern und Kates Familie zu zerstören. Aber welche der drei? In der drückenden Hitze des Mittelmeers kommt Kate der Wahrheit immer näher und erkennt erst viel zu spät, dass weit mehr auf dem Spiel steht, als sie je gedacht hätte … Denn jemand in der Villa ist bereit zu töten, um sein Geheimnis zu wahren.“

Autor: T.M. Logan
Titel: Holiday
Übersetzung: Sonja Rebernik-Heidegger
Genre: Thriller
Seitenzahl: 496
Erscheinungsdatum: 30. Juni 2022
Verlag: Piper
Preis: 13,00€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)

Meine Meinung:

Eine Woche Sommer, Sonne und ganz viel gutes Essen – Kate freut sich riesig auf den Urlaub mit ihrer Familie und ihren besten Freundinnen samt deren Familien. Doch schon zu Beginn der Woche findet Kate verräterische Nachrichten auf dem Handy ihres Mannes. Es muss eine ihrer Freundinnen sein – doch welche? Kate beginnt Nachforschungen anzustellen. Obwohl sie sich alle seit Jahren kennen, scheint jede von ihnen ein Geheimnis zu hüten. Dass der unbeschwerte Urlaub endgültig abgeschrieben ist, wird klar, als das erste Unglück passiert…

„Holiday“ macht eindeutig Lust auf Sonne und Urlaub am Wasser. Der Klappentext verspricht einen Thriller, der sich locker leicht bei 30 Grad im Schatten weglesen lässt. Leider finde ich die Bezeichnung „Thriller etwas unpassend. Es gibt zwar durchaus Nervenkitzel, jedoch keinen thrillerartigen, sondern eher ein Drama im Desperate Housewives Stil mit der großen Frage: Wer war es?

Die Charaktere sind allesamt eher nervig und unerträglich, was aber hoffentlich so gewollt war. Jede Frau wird sehr überspitzt dargestellt, so dass man eigentlich niemanden mögen kann. Jede der Frauen könnte die Affäre von Kates Mann sein und ich hätte es auch jeder zugetraut. Auch die Ehemänner bekommen gehörig ihr Fett weg, ganz zu schweigen von den nervigen Kindern. Also falls das so gewollt war, dann hat der Autor das eindeutig geschafft.

Auch die Story selbst hat mich sehr in ihren Bann gezogen. Ich wollte unbedingt wissen, wie sich das Ganze dann auflöst und muss sagen, dass ich auch recht zufrieden war mit dem Ausgang der Geschichte. Es wurde nicht der offensichtlichste Weg gewählt, sondern durchaus nochmal um zwei Ecken gedacht.

Insgesamt war „Holiday“ eine locker leichte Sommerlektüre. Man sollte wie gesagt keinen Thriller erwarten, sondern eher ein Hausfrauen-Drama, aber im Prinzip habe ich genau das bekommen, was mir das Cover so verheißungsvoll angekündigt hat – ein Buch zum unterhaltsamen Weglesen während des Urlaubs

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