[Rezension] Lucy Clarke – Der Ozean unserer Erinnerung

„Eine kleine Insel im Südwestpazifik, Sonne, Palmen und wunderschöne Korallenriffe – für die Schwestern Erin und Lori sollte es ein Traumurlaub werden. Doch auf dem Hinflug kommt es zwischen den beiden zum Streit, und Erin lässt ihre Schwester nach einem Zwischenstopp alleine weiterfliegen. Eine Entscheidung, die sie bitter bereut. Denn die Maschine verschwindet spurlos, Lori kommt nie an ihrem Ziel an. Erins Welt gerät ins Wanken. Fieberhaft sucht sie nach einem Lebenszeichen ihrer Schwester, ohne Erfolg. Bis zwei Jahre später der Pilot des Flugzeugs überraschend wieder auftaucht. Ist auch Lori noch am Leben? Aber warum meldet sie sich dann nicht? Noch einmal begibt sich Erin an den Ort, an dem das Schicksal seinen Lauf nahm.“

Autorin: Lucy Clarke
Titel: Der Ozean unserer Erinnerung
Übersetzung: Karin Dufner
Genre: Roman
Seitenzahl: 464
Erscheinungsdatum: 28. Juli 2022
Verlag: Piper
Preis: 14,00€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)

Meine Meinung:

“Der Ozean unserer Erinnerung“ könnte laut Cover einen seichten Liebesroman versprechen, doch schon der Klappentext lenkt das Geschehen in eine ganz andere Richtung. Die zwei Schwestern Lori und Erin planen einen gemeinsamen Urlaub auf einer abgelegenen Insel bei Fiji. Doch am Vorabend streiten die beiden sich so sehr, dass nur Lori den Weiterflug antritt. Eine Entscheidung mit fatalen Folgen, denn der Flug mit Lori an Bord verschwindet spurlos vom Radar. Erin plagen große Schuldgefühle, dass sie ihre Schwester hat alleine losfliegen lassen. Zwei Jahre nach dem Verschwinden des Flugzeuges, taucht plötzlich der totgeglaubte Pilot des Flugzeuges auf – wohlbehalten, aber nicht sehr redefreudig. Was ist damals geschehen und könnte auch Lori noch leben? Und wenn ja, warum meldet sie sich nicht bei ihrer Schwester?

Auch wenn das Cover mich nicht sofort angesprochen hat, so war meine Neugierde bei dem Klappentext geweckt. Die beiden Schwestern Lori und Erin haben in ihrem Leben schon einiges durchgemacht und könnten außerdem nicht unterschiedlicher sein. Sie haben beide nur noch einander und umso schwerer war es für Erin, das Verschwinden des Fluges zu akzeptieren. Zwei Jahre lang hat sie jede Information aufgesogen und hat sich in die Recherche gestürzt. Als dann der totgeglaubte Pilot wieder auftaucht, lässt sie es sich nicht nehmen und fliegt persönlich nach Fiji, weil sie sich weitere Informationen erhofft.

Wir lesen die Geschichte tatsächlich aus zwei Perspektiven. Zunächst Erin, die wir in der Gegenwart begleiten bei ihrer Suche nach Hinweisen und dem Verbleib ihrer Schwester – und Loris Geschichte, beginnend mit dem Tag, an dem sie alleine ins Flugzeug gestiegen ist. Die Geschichte löst sich also Stück für Stück auf und man kann schon beginnen Mutmaßungen anzustellen. Ich bin einige Male von meiner Theorie abgekommen, denn die Autorin weiß sehr geheimnisvoll und geschickt alle losen Fäden zusammenzuführen.

“Der Ozean unserer Erinnerung“ ist bereits der zweite Roman, den ich von der Autorin gelesen habe. Hätte ich nicht bereits „Das Haus am Rand der Klippen gelesen“, hätte ich vermutlich niemals zu diesem Buch hier gegriffen, denn das Cover ist zwar schön anzusehen, aber verspricht eher einen romantischen Sommer-Roman. Nun hat die Autorin bereits mehrere Bücher herausgebracht hat – allesamt vom Coverdesign eher Richtung Gute-Laune-Sommer-Roman, doch spätestens jetzt weiß ich, dass der Eindruck offenbar trügt. Die Klappentexte verraten alle, dass es wohl eher so in Richtung spannender Geheimnis-Roman geht. Ich werde also bald mal einen genaueren Blick hinwerfen.

Die Geschichte war nicht alltäglich und trotzdem total mitreißend. Ein typischer Pageturner, den man kaum aus den Händen legen konnte! “Der Ozean unserer Erinnerung“ hat mich vollkommen überzeugen können. Die absolut passende Strandlektüre, wenn man einen leichten Spannungsroman lesen möchte, der einen begeistert und mitfiebern lässt!

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