[Rezension] Catherine Quinn – Drei Witwen


„In der Wüste von Utah wird ein Mann grausam ermordet und verstümmelt aufgefunden. Blake Nelson, Angehöriger der Heiligen der Letzten Tage, lebte zurückgezogen auf einer Farm in der Wildnis – mit drei Ehefrauen: Der pragmatischen Rachel, ebenfalls aus einer Mormonenfamilie stammend. Der rebellischen Ex-Prostituierten Tina, die Blake alles bietet, was Rachel nicht hat. Und der blutjungen, schüchternen Emily, die völlig von Blake abhängig ist, nachdem ihre Familie mit ihr gebrochen hat.
Nichts verbindet die drei »Schwesterfrauen« außer Blake – und dem Mordverdacht, der nun auf alle drei fällt. Jede von ihnen hätte ein Motiv gehabt. Aber Rachel, Tina und Emily sind sicher, dass die Polizei etwas übersieht. Nur gemeinsam können sie die Wahrheit herausfinden. Doch dazu müssen sie einander vertrauen – und in den Abgrund der eigenen Vergangenheit blicken …“

Autorin: Catherine Quinn
Titel: Drei Witwen
Übersetzung: Marie Rahn
Genre: Thriller
Seitenzahl: 544
Erscheinungsdatum: 29. November 2021
Verlag: Ullstein
Preis: 15,99€ (Taschenbuch); 12,99€ (E-Book)

Meine Meinung:

Mitten im Nirgendwo in der Wüste von Utah wird Blake Nelson am Rande seiner Ranch tot aufgefunden. Der Personenkreis an Verdächtigen ist klein, aber doch besonders – denn Blake war Angehöriger der Heiligen der Letzten Tage und hat entgegen dem Willen der Kirche in einer Vielehe gelebt. Welche der drei Ehefrauen ist also die Täterin?

Spätestens seit der Kate Burkholder Reihe von Linda Castillo, welche sich mit Amischen beschäftigt, bin ich sehr interessiert an Glaubensgemeinschaften, die eher zurückgezogen leben. Ich finde es sehr interessant ein wenig mehr über solche Gesellschaftsformen zu erfahren, da man im alltäglichen Leben eher nicht damit konfrontiert wird.

In „Drei Witwen“ lernen wir die drei Ehefrauen von Blake kennen. Die drei Frauen könnten nicht unterschiedlicher sein. Rachel, die erste Frau, die alles sehr verbissen und streng religiös sieht. Emily, fast noch ein Teenager und in einem streng katholischen Haushalt aufgewachsen, und Tina, eine ehemalige Prostituierte mit Drogenvergangenheit. Die Stimmung zwischen den Damen ist gelinde gesagt angespannt.

Bei allen drei Frauen erfahren wir durch Rückblicke etwas mehr aus ihrer Vergangenheit, wobei die von Rachel etwas im Vordergrund steht. In der Gegenwart muss nun geklärt werden, wer Blake getötet hat, und dafür werden alle Drei von der Polizei in die Mangel genommen. Es ist ein wahres Hin und Her der Gefühle, denn es bleibt bis zum Schluss furchtbar undurchsichtig.

Diese Ungewissheit hat mich quasi durch das Buch getrieben. Ich war so gefesselt von den Entwicklungen und habe mitgefiebert! Obwohl technisch gesehen gar nicht viel passiert, konnte ich das Buch kaum weglegen. Das Buch lebt von seinen Charakteren und die Spannung köchelt eher langsam, aber stetig vor sich hin.

Für mich war „Drei Witwen“ ein echter Überraschungshit, da ich von der Autorin bis dato noch nie gehört hatte. Cover und Klappentext haben mich zu dem Buch greifen lassen und ich habe es keine Sekunde bereut.

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