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[Hörbuchrezension] Sarah J. Maas – Dornen und Rosen (Das Reich der sieben Höfe #1)

Autor: Sarah J. Maas
Titel: Dornen und Rosen
Reihe: Das Reich der sieben Höfe #1
Genre: Jugend-Fantasy
Spieldauer: 16 Stunden 55 Minuten
Sprecher: Ann Vielhaben
Erscheinungsdatum: 10. März 2017
Anbieter: Der Audio Verlag
Preis: 19,99€ (CD) oder ein Guthaben (Audible), Spotify

Das Reich der sieben Höfe Reihe:

  1. Dornen und Rosen
  2. Flammen und Finsternis
  3. Sterne und Schwerter (ab 09. März 2018)

Inhalt: 

„Jeden Tag muss die junge Jägerin Feyre um das Überleben ihrer Familie kämpfen, denn die Nahrung ist während des harten Winters knapp geworden. Bei ihren Streifzügen durch den Wald wagt sie sich deshalb immer näher an die Mauer zu Prythian, einem geheimnisvollen und gefährlichen Land. Als Feyre dabei einen gigantischen Wolf erlegt, ahnt sie noch nicht, dass ihr Pfeil einen Fae getroffen hat – eine jener wandelbaren und magischen Kreaturen, die nördlich der Mauer leben. Es dauert nicht lange, da taucht eine furchteinflößende Gestalt auf und verschleppt Feyre als Entschädigung für den getöteten Freund in ihr Reich. Am Hofe ihres Entführers Tamlin gefangen, beginnen sich Feyres Gefühle für den Fae, der sich ihr nun als attraktiver Mann zeigt, langsam zu verwandeln: Lodernder Hass wird zu leidenschaftlicher Liebe. Doch als Tamlins Widersacherin Amarantha von der Beziehung des Highlord zu einer Sterblichen erfährt, beginnt ein grausames Spiel. Feyre muss großen Mut beweisen, um ihre Liebe und ganz Prythian aus den Klauen der machtsüchtigen Herrscherin zu befreien.”
(Der Audio Verlag)

Meine Meinung:

An “Das Reich der sieben Höfe” kommt man eigentlich gar nicht herum, wenn man sich in den letzten Monaten auf Bookstagram oder BookTube herumgetrieben hat. Gerade bei gehypten Jugendbücher bin ich aber etwas vorsichtig, da ich schon erlebt habe, dass ich anderer Meinung war. Da man ja aber trotzdem neugierig ist, schlummerte das Buch nun seit letztem Jahr auf meinem SuB. Als ich es dann auch noch bei Spotify entdeckte, dachte ich – Ja, warum eigentlich nicht? Ich war in Stimmung für ein fantasievolles Jugensbuch, das mich in ferne Länder bringen sollte.

Der Einstieg gelang recht leicht. Wir lernen Feyre, ihre Welt und Familie kennen. Feyre und ihre Familie haben es nicht leicht, denn vor einiger Zeit verloren sie alle Besitztümer und leben seit dem an der Armutsgrenze. Einzig Feyre scheint die Familie tatsächlich zu versorgen, ihre älteren Schwestern und auch ihr Vater verlassen sich regelrecht auf sie. Die Beziehung untereinander zwischen den Familienmitglieder ist recht angespannt. Jenseits der Grenze liegt das Prythian, welches nochmals in die sieben Höfe unterteilt ist. Dort leben die Fae. Als Feyre eines Tages wieder auf der Jagd ist, um ihre Familie zu ernähren, erlegt sie einen Wolf. Unglücklicherweise war der Wolf jedoch ein Fae in Wolfsgestalt. Als Ausgleich für den getöteten Fae wird Feyre nach Prythian verschleppt und soll nun fortan hier leben.

Die Vergleiche zu “Die Schöne und das Biest” sind nicht von der Hand zu weisen, jedoch wirklich nur in Ansätzen vorhanden. Die Geschichte um Feyre nimmt einen ganz anderen Verlauf, auch wenn man hier natürlich nach ähnlichen Grundzügen suchen könnte. Im Gegenteil – manche Vergleiche hinken sogar sehr. Das “Biest” unserer Geschichte, Tamlin, ist kein Biest im Disneysinn. Tamlin wird als ein sehr attraktiver Mann beschrieben und ihm eine Maske über das halbe Gesicht aufzusetzen, macht noch lange kein Biest aus ihm. Mich hat es wirklich das ganze Buch hinweg gestört, dass diese Maske, die Tamlin trägt, immer als ein Makel dargestellt wurde. Also, ich finde, da hätte man es definitiv schlechter treffen können?

Der Klappentext verrät ja nun schon, dass sich zwischen Feyre und ihrem Entführer etwas anbahnen wird. Ich hatte bis zuletzt große Schwierigkeiten damit diese Lovestory zu verstehen. Für mich kam sie einfach nicht realistisch herüber. Auf ein mal wurde von Anziehung und Liebe gesprochen, ohne dass ich jemals vorher und auch dann irgendwelche Funken gespürt hätte. Es kam einfach aus dem Nichts. Daher war es für mich einfach nicht greifbar und ich verstehe nicht, was die beiden aneinander fanden.

Auch war mir nicht so ganz klar, dass hier durchaus kleine Erotikszenen enthalten sind. Ich dachte ich lese einen Jugend-Fantasyroman, doch aus irgend einem Grund musste die Autorin hier Sexszenen reinbringen. Da ich das Buch nicht gelesen habe, sondern weitestgehend während des Autofahrens gehört habe, trafen mich diese Szenen recht unvorbereitet. Ich habe nichts gegen Chicklit-Romane oder dergleichen, aber diese Szenen waren einfach nicht gut. Sie passten nicht zum Buch selbst und waren mir fast schon unangenehm, weil sie so schlecht waren und deplatziert wirkten.

Abgesehen vom interessanten Anfang und einem fast schon actionreichen Schlussteil, war der ganze Mittelteil des Buches recht lang gezogen. Normalerweise stelle ich bei Audible die Sprechgeschwindigkeit höher, doch dieses Mal habe ich über Spotify gehört. Dadurch hat es sich wirklich etwas gezogen, auch wenn ich die ganze Story schon recht interessant fand.

Kurzum, ich fand den Auftakt der Reihe okay. Für mich gibt es keinen Grund das Buch in den Himmel zu loben, aber trotzdem fand ich es halt ‘okay’. Wahrscheinlich bin ich auch einfach aus dem Alter raus, denn mich lassen die meisten Hypes kalt. Klar finde ich Bücher auch mal richtig gut, aber ich kann mich dann trotzdem nicht so derart begeistern wie andere. Ich werde die Reihe weiterverfolgen, da sie mich an sich gut unterhalten hat, aber meine Erwartungen sind nicht sehr hoch angesetzt.

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