[Rezension] Sebastian Fitzek – Playlist

„Musik ist ihr Leben. 15 Songs entscheiden, wie lange es noch dauert

Vor einem Monat verschwand die 15-jährige Feline Jagow spurlos auf dem Weg zur Schule. Von ihrer Mutter beauftragt, stößt Privatermittler Alexander Zorbach auf einen Musikdienst im Internet, über den Feline immer ihre Lieblingssongs hörte. Das Erstaunliche: Vor wenigen Tagen wurde die Playlist verändert. Sendet Feline mit der Auswahl der Songs einen versteckten Hinweis, wohin sie verschleppt wurde und wie sie gerettet werden kann? Fieberhaft versucht Zorbach das Rätsel der Playlist zu entschlüsseln. Ahnungslos, dass ihn die Suche nach Feline und die Lösung des Rätsels der Playlist in einen grauenhaften Albtraum stürzen wird. Ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit, bei dem die Überlebenschancen aller Beteiligten gegen Null gehen …“

Autor: Sebastian Fitzek
Titel: Playlist
Reihe: Alina Gregoriev Reihe #3
Genre: Psychothriller
Seitenzahl: 400
Erscheinungsdatum: 27. Oktober 2021
Verlag: Droemer HC
Preis: 22,99€ (Gebunden); 14,99€ (E-Book)

Reihenfolge:

  1. Der Augensammler
  2. Der Augenjäger
  3. Playlist

Meine Meinung:

Nach ziemlich genau einem Jahr war es nun wieder so weit – das neue Werk von Sebastian Fitzek ist erschienen. Und auch wenn ich von seinem letzten Werk “Der Heimweg” gar nicht angetan war, so habe ich mich doch wieder auf “Playlist” gefreut. Ein weniger gutes Buch bringt mich noch nicht dazu, dem Autor den Rücken zu kehren.

In “Playlist” begleiten wir Alexander Zorbach und auch wenn bei dem Namen noch nichts bei mir klingelte, so ging mir doch ziemlich schnell ein Licht auf, denn wir kennen Alexander Zorbach bereits. 2010 erschien Fitzeks “Der Augensammler” und ein Jahr später die Fortsetzung “Der Augenjäger”. Ich habe die Bücher damals auch gelesen, allerdings wusste ich nur noch, dass ich sie gut fand. Ich fand es ehrlich gesagt etwas befremdlich, dass “Playlist” nicht gleich im Vorfeld als Fortsetzung beworben wurde. Dass es quasi der dritte Teil einer Reihe ist, habe ich erst beim Lesen bemerkt. “Playlist” spoilert komplett die beiden Vorgängerbände. Wer die noch nicht gelesen hat und es aber noch möchte, der sollte also mit “Der Augensammler” beginnen.

Es gibt passend zum Titel und Inhalt eine Playlist mit 15 Songs, abrufbar über die gängigen Portale und Dienste oder gar als Album. Man kann die Lieder also passend zum Buch hören und sich davon begleiten lassen. Ich bin ehrlich – ich brauch sowas nicht. Mir gefallen die Interpreten nicht und wenn ich mal Musik höre beim Lesen, dann definitiv was anderes. Sicherlich gibt es Leser, die so ein Rundum-Erlebnis aber mögen. Für mich hat es sich einfach wie eine Marketing-Masche angefühlt. Statt also dieses unnötige Album totzupromoten, hätte man mal klarer kommunizieren können, dass das Buch kein alleinstehendes ist, sondern eben ein Folgeband.

Zum Thema Bücher, die an moderne und aktuelle Themen angelehnt sind, fällt mir übrigens Arno Strobel ein. Der haut nämlich seit geraumer Zeit imer wieder Bücher raus, die sich am aktuellen Zeitgeschehen orientieren und vor allem technische Neuerungengut mit einfließen lassen.

Insgesamt hat mir “Playlist” zwar wieder besser gefallen als “Der Heimweg” aus dem letzten Jahr. Trotzdem konnte mir die Story auch wieder keine Jubelschreie entlocken. Die Geschichte war mir im Große und Ganzen einfach wieder zu aufgesetzt. Es fühlt sich etwas so an, als hätte Fitzek dieses Mal ein gaaanz klein wenig an Plottwists gespart. Dennoch gibt es wieder viele Verstrickungen und der Täter hatte mir einfach ein zu großes Faible für Knobelspiele. Alles war in kleine Rätsel verpackt und der Mörder hat Zorbach so quer durch Berlin gehetzt. Das mag für eifrige Leser zum Miträtseln ganz interessant sein, ich fand es etwas realitätsfern. Auch dass das entführte Mädchen ihren Aufenthaltsort mithilfe der Songs als Anagram enthüllt, war völlig an den Haaren herbei gezogen, da wären mir weitaus bessere Ideen gekommen…

Also auf der einen Seite haben wir hier ein recht unterhaltsames und schnell zu lesendes Buch, andererseits ein eher absurder Plot, der mit merkwürdigen Rätseln gespickt war. Wer die letzten Fitzek Bücher mochte, der ird sicherlich auch dieses mögen.

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