[Rezension] Samantha Downing – Meine geliebte Schwester

„Schon seit Ewigkeiten hat Beth ihre Geschwister Portia und Eddie nicht mehr gesehen. Auch weil die drei alles andere als eine idyllische Kindheit hatten. Als das Testament ihres Großvaters sie jetzt zu einer gemeinsamen Reise quer durch Amerika nötigt, fügen sie sich daher nur widerwillig. Denn auch die Route weckt böse Erinnerungen: Zwanzig Jahre zuvor verschwand hier unter mysteriösen Umständen Beths geliebte Schwester Nikki. Was damals wirklich geschah, droht nun ans Licht zu kommen – und macht aus dem Familienausflug einen Trip in die Hölle …“

Autorin: Samantha Downing
Titel: Meine geliebte Schwester
Übersetzung: Rainer Schmidt
Genre: Thriller
Seitenzahl: 480
Erscheinungsdatum: 20. September 2021
Verlag: Goldmann
Preis: 10,00€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)

Meine Meinung:

Beth und ihre Geschwister Portia und Eddie sind auf einer ungewöhnlichen Reise. Ihr Großvater ist verstorben und das Testament sieht vor, dass die Drei eine gemeinsame Reise von vor 20 Jahren wiederholen und am Ende seine Asche in der Wüste verstreuen. An diese zurückliegende Reise haben die Drei keine guten Erinnerungen. Und doch raufen sich die Geschwister für den letzten Willen des Großvaters zusammen – nicht etwa , weil der Großvater so ein netter Mensch war, sonder weil am Ende ein großes Erbe winkt. Unliebsame Erinnerungen kommen hoch und die Reise steht von Anfang an unter keinem guten Stern – ist doch vor 20 Jahren die älteste Schwester Nikki bei der Reise spurlos verschwunden…

Wir begleiten in der Geschichte Beth, die recht monoton, emotionslos und nüchtern vom Geschehen berichtet. Ab und zu wird das Ganze unterbrochen von Journaleinträgen, die damals bei der ersten Reise verfasst wurden. Beth ist die zweitjüngste der Schwestern und irgendwie trägt sie noch viele Probleme aus ihrer Kindheit mit sich rum. Doch auch die anderen beiden Geschwister sind scheinbar nicht aus den Rollen ihrer Kindheit rausgewachsen.

Die Reise selbst hätte getrost ein paar Tage kürzer sein können. Im Grunde besteht die Fahrt aus verschiedenen Anlaufpunkten in vielen Staaten, endlose Pausen mit Alkohol und Essen und dem ewigen inneren Monolog von Beth. Zwischendurch passieren immer wieder kleine „Zwischenfälle“, bei denen nicht recht klar ist, ob man der Gruppe böse mitspielt oder jemand einfach verrückt ist.

Ich bin ganz tapfer am Ball geblieben, weil ich dachte, ich werde am Ende wenigstens mit einem wirklich krassen Schluss belohnt, aber leider nein. Für mich hat das alles vorne und hinten nicht gepasst, es war ein zusammengewürfelter Unsinn. Einige Teilaspekte des Ganzen hätten sicherlich gepasst, aber nicht alles in seiner Gänze. Aus dem Nichts kamen völlig unpassende Sachen auf, die einfach nicht gepasst haben und der Story irgendwie auch gar nichts gegeben haben.

Ich hatte im Vorfeld schon gesehen, dass die Meinungen sehr zwiegespalten waren. Ein Teil war enorm begeistert, während auch immer wieder schlechte Bewertungen dabei waren. Ich hatte eigentlich die Hoffnung, dass ich zu dem Teil gehöre, der das Buch feiert, denn immerhin fand ich die Grundstory echt toll. Nun gut, das war nichts. Von der Autorin selbst würde ich wohl tatsächlich nochmal etwas lesen, es besteht ja noch die Möglichkeit, dass diese Story einfach nichts für mich war.


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