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[Rezension] Nele Neuhaus – Tiefe Wunden (Bodenstein & Kirchhoff #3)

Autor: Nele Neuhaus
Titel: Tiefe Wunden (Bodenstein & Kirchhoff #3)
Genre: Kriminalroman
Seitenzahl: 480
Erscheinungsdatum: 06. November 2015
Verlag: Ullstein
Preis: 12,00€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)

Bodenstein & Kirchhoff Reihe

  1. Eine unbeliebte Frau
  2. Mordsfreunde
  3. Tiefe Wunden
  4. Schneewittchen muss sterben
  5. Wer Wind sät
  6. Böser Wolf
  7. Die Lebenden und die Toten
  8. Im Wald (Rezension)

Inhalt: 

Der 92-jährige Holocaust- Überlebende David Josua Goldberg wird in seinem Haus im Taunus mit einem Genickschuss getötet. Bei der Obduktion macht der Arzt eine seltsame Entdeckung: Goldbergs Arm trägt die Reste einer Blutgruppentätowierung, wie sie bei Angehörigen der SS üblich war. Dann geschehen zwei weitere Morde, die Hinrichtungen gleichen. Welches Geheimnis verband die Opfer miteinander? Die Ermittlungen führen Hauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff weit in die Vergangenheit: nach Ostpreußen im Januar 1945 …“
(Ullstein)

Meine Meinung:

Nachdem ich im letzten Jahr bereits den achten Band der Nele Neuhaus Krimis um Bodenstein und Kirchhoff gelesen habe, wollte ich mir auch die vorhergehenden Bände anschauen. Zufälligerweise entdeckte ich den dritten Teil auf meinem SuB. Ich hätte zwar lieber ganz von vorne angefangen, aber letztlich sind die Krimis ja doch immer abgeschlossene Bände und nur die persönlichen Beziehungen entwickeln sich weiter.

Im dritten Teil wird der Holocaust Überlebende Goldberg tot in seinem Haus gefunden. Schnell ist klar, dass es sich hierbei um Mord handelt. Doch bei der Obduktion wird festgestellt, dass der Ermordete Tätowierungen aufweist, die eigentlich mehr nach SS als nach Holocaust Opfer aussehen. Wer war Goldberg wirklich? Hat er vielleicht seine gesamte Identität vorgetäuscht? Kurz danach passieren zwei weitere Morde, die dem ersten sehr ähneln. Was also haben die Opfer gemeinsam? Bodenstein und Kirchhoff wühlen weit in der Vergangenheit der Ermordeten und stoßen auf ein großes Geheimnis…

Der Erzählstil von Nele Neuhaus ist wie gewohnt sehr ruhig und wenig temporeich. Die Geschichte wird langsam aufgebaut und wir lernen die Charaktere in Ruhe kennen. In diesem Buch ging dies ein wenig schnell voran als im Band ‚Im Wald‘. Dadurch kam ich den Personen jedoch emotional nicht ganz so nah. Lediglich bei einzelnen Personen war ich letztlich sehr ergriffen über ihr Schicksal.

Typisch für einen Kriminalroman begleiten wir vor allem die Ermittler. Ansatzweise kommen wir den Taten des Mörders etwas näher, jedoch haben wir keine Gelegenheit ihn wirklich bei seinen Taten zu begleiten. Ich muss ja sagen, dass ich Thriller immer ein wenig spannender finde, da hier mehr mit den Perspektiven gespielt wird.

„Tiefe Wunden“ konnte mich letztlich nicht ganz überzeugen. Wer jedoch gerne Krimis liest, die langsam aufgebaut werden und eine interessante, verstrickte Hintergrundstory hat, der könnte mit diesem Buch glücklich werden.

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