[Rezension] Elle Croft – Die schuldige Frau

„Als Bethanys prominenter Geliebter erstochen wird, muss sie ihren Schmerz vor allen verbergen: vor ihrem Ehemann, ihren Kollegen, der Öffentlichkeit. Aber eine Person kennt ihr Geheimnis, und sie wird Bethany büßen lassen. Für den Ehebruch – und für einen Mord, den sie nicht begangen hat. Das Netz um Bethany zieht sich immer enger zu. Ihr Stalker nimmt ihr alles: ihre Passwörter, ihre Fotos, ihr Zuhause. Bethany bleibt nur ein Ausweg, um dem zu entkommen: Sie muss den wahren Mörder stellen.“

Autorin: Elle Croft
Titel: Die schuldige Frau
Genre: Thriller
Seitenzahl: 352
Erscheinungsdatum: 06. August 2018
Verlag: HarperCollins
Preis: 8,99€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)

Meine Meinung:

Bethany ist erfolgreiche Fotografin und für ihr akuelles Projekt arbeitet sie eng mit dem prominenten Unternehmer Calum zusammen – etwas zu eng… Die beiden beginnen eine Affäre, obwohl Bethany eigentlich glücklich verheiratet ist. Nach einem Streit wird Calum plötzlich ermordet aufgefunden. Niemand wusste von der Affäre, oder doch? Plötzlich bekommt Bethany bedrohliche Nachrichten und irgendjemand scheint ihr Geheimnis zu kennen. Ihre Lage wird immer brenzliger und schon bald beginnt auch die Polizei misstrauische Fragen zu stellen. Irgendjemand versucht massig Indizien zu streuen, damit alles auf Bethany hinweist – Bethany versucht nun mit allen Mitteln den wahren Mörder zu finden…

Grundsätzlichwurde mit der Story sicherlich nicht das Rad neu erfunden. Geliebter wird tot aufgefunden, alles deutet auf die Affäre hin und diese muss nun auf eigene Faust den Mörder finden, da die Polizei nur in eine Richtung ermittelt – nämlich die falsche. Unsere Hauptprotagonistin Bethany  trifft so ziemlich die blödesten Entscheidungen, die einem in so einer Situation einfallen könnten und ich habe mich eigentlich durch die ganze Story hinweg nur eines gefragt: Wie kann man sich selbst nur in so eine blöde Situation hineinmanövrieren? Es war echt unangenehm dabei zuzuschauen, wie Bethany es mit jedem Schrit nur noch schlimmer machte. Irgendwie hat die Geschichte aber genau davon gelebt – ich wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Niemand in der Story hat sich logisch oder rational verhalten, alles wurde Hals über Kopf entschieden und nicht überdacht. Sonst wäre die liebe Bethany wohl schon eher auf den richtigen Trichter gekommen. Als geübter Thriller-Leser hat man hier nämlich schon sehr viel eher eine Idee…

„Die schuldige Frau“ war definitv ein Pageturner. Nicht weil der Inhalt besonders innovativ war, sondern eher weil man von den dummen Entscheidungen der Personen gefesselt war. Man stelle sich solch eine brenzlige Situation vor und die wahrhaftig blödeste Entscheidung – genau so zieht es sich durch das gesamte Buch. Das Ende war leider etwas unbefriedigend, zumal noch mit einem kleinen Twist aufgefahren wurde. In meinen Augen etwas unnötig, außerdem hatte ich nun das Gefühl, dass das Ende nicht ganz eindeutig war. Oder ich interpretiere zu viel. Nichtsdestotrotz war „Die schuldige Frau“ ein durchschnittliches Buch, welches mich durchaus fesseln konnte und ich würde nochmals zu einem Werk der Autorin greifen.

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