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[Rezension] Allison Dickson – Die gefährliche Mrs. Miller

Autorin: Allison Dickson
Übersetzung: Ulrike Seeberger
Titel: Die gefährliche Mrs. Miller
Genre: Thriller
Seitenzahl: 384
Erscheinungsdatum: 08. Dezember 2020
Verlag: Aufbau Taschenbuch
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 7,99€ (E-Book)

Inhalt: 

Zwei Frauen beobachten sich.
Nur eine weiß, warum.

Phoebe Millers Ehe ist am Ende. Sie verlässt ihr Haus nur noch selten, doch ihr fällt auf, dass seit einer Weile ein alter, rostiger Wagen in ihrer Straße steht. Sie fühlt sich beobachtet, doch warum sollte jemand ausgerechnet sie ausspionieren? Eines Tages zieht nebenan eine neue Familie ein – mit dem achtzehnjährigen Jake, von dem Phoebe sich von Anfang an angezogen fühlt. Die beiden kommen einander näher, und Phoebe achtet nicht mehr auf das verdächtige Auto. Damit aber bringt sie sich in höchste Gefahr …

Meine Meinung:

Phoebe Miller lebt ein recht langweiliges Leben in einem schicken Vorort. Ihre Ehe bröckelt und sie lässt sich immer mehr gehen. Ihr eintöniger Alltag findet aber ein jähes Ende als im Nebenhaus neue Nachbarn einziehen – inklusive charmantem Sohn. Phoebe fühlt sich gleich von ihm angezogen und vergisst über ihre Schwärmerei beinahe, dass seit mehreren Wochen ein verdächtiges Auto vor ihrem Haus parkt. Wer hätte bitte auch Interesse daran ausgerechnet SIE zu beobachten?

Schon das Inhaltsverzeichnis verrät – das Buch gliedert sich in zwei getrennte Teile. Für mich als geübte Thriller-Leserin ein verdächtiges Indiz, dass die Autorin einen Twist eingebaut haben könnte? Die Kapitel selbst sind im Wechsel zwischen Phoebe und einer uns unbekannten Person geschrieben. Allerdings wird hier nicht sehr lange die Spannung um die unbekannte Person gehalten. Relativ schnell erfahren wir wer die Person ist – zumindest namentlich – und der Rest kann sich mehr oder weniger zusammengereimt werden.

Dadurch, dass Phoeboes Kapitel aus der Ich-Perspektive erzählt werden, ist man relativ schnell drin in der Story. Zwar nimmt die Story im 2. Teil mehr an Fahrt auf, jedoch hat mir trotzdem der 1. Teil besser gefallen. Im Grunde hat der ganze zweite Teil nur noch wenig mit dem Klappentext zu tun. Ich empfand leider einige Aspekte als zu konstruiert und die Story daher als etwas sperrig. Auch zum Ende hin hatte ich das Gefühl, dass die Autorin nochmal unbedingt mit einer weiteren Überraschung um die Ecke kommen wollte, so dass es einfach nur noch gewollt wirkte.

Mit “Die gefährliche Mrs. Miller” hat die Autorin ihr Thriller Debut gegeben. Sicherlich hat die Story ihre Spannungsmomente, ein Thriller sieht für mich jedoch noch etwas anders aus. Für mich ist “Die gefährliche Mrs. Miller” ein guter Spannungsroman in der Vorstadtidylle, in der nichts so ist, wie man von Außen denken mag.

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