[Rezension] Michael Wirbitzky – Acht, in Böen neun


„Wind, Wellen – und ein fatales Unglück

Der Yachthafen von Calvi auf Korsika. Sieben Segelfreunde, zwei Frauen und fünf Männer, machen sich bereit, in Richtung Südfrankreich auszulaufen. Der Urlaub geht zu ende, die Stimmung auf dem Boot ist ausgelassen. Bis sie über Nacht in schweres Wetter geraten. Plötzlich brechen alte Konflikte auf, und am Ende – fehlt jemand an Bord. Ein Unglück in stürmischer See. Wirklich nur ein Unglück?

Michael Wirbitzky, Moderator der SWR3-Morningshow, erzählt in seinem ersten Roman von einer scheinbar harmonischen Segeltour mit einem verhängnisvollen Ausgang.“

Autor: Michael Wirbitzky
Titel: Acht, in Böen neun
Genre: Roman
Seitenzahl: 188
Erscheinungsdatum: 14. März 2022
Verlag: Aufbau Taschenbuch
Preis: 10,99€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)

Meine Meinung:

Eine Gruppe von sieben Freunden findet sich zu ihrem alljährlichen Segeltrip zusammen. Der Urlaub neigt sich dem Ende zu und eigentlich ist jeder froh, bald wieder seine Ruhe zu haben. Sieben Erwachsene auf engem Raum – das führt unweigerlich zu Spannungen, auch wenn die meisten schon seit Jahren miteinander befreundet sind. Als die Gruppe eines Nachts in ein schweres Unwetter gerät, können sie die Situation gerade noch so unter Kontrolle bringen. Bis ihnen auffällt, dass eine Person von ihnen fehlt…

„Acht, in Böen neun“ ist ein relativ kurzes Buch, das jedoch durch seine besondere Erzählweise auffällt. Wir begleiten nicht, wie in den meisten Romanen üblich, die Handlung mit, sondern bekommen sie im Nachgang durch Monologe und Protokolle erzählt. Das wirkte tatsächlich im ersten Moment etwas befremdlich auf mich, man kam dann aber recht schnell in diese Art der Berichterstattung rein.

Ich hatte etwas Sorge, dass die Fülle an Charakteren etwas im Ungleichgewicht mit den wenigen Seiten stehen könnte, jedoch wurden die wichtigsten Handlungsträger prägnant beschrieben. Das eigentlich interessante war das Beziehungsgeflecht zwischen den sieben Freunden. Sechs von ihnen kannten sich seit Jahren, während die siebte Person die neueste Flamme von einem der Männer war. Dieser brachte quasi zu jedem Segeltörn eine andere Frau mit, weswegen diese nicht unbedingt den besten Stand in der Gruppe hatte.  Auch haben sich nach und nach viele kleine Konflikte gezeigt, die ganz naturgemäß aufkommen, wenn sieben eigenständig denkende Menschen auf so kleinem Raum zusammen sind.

So richtig überraschend war davon nichts, als geübter Leser solcher Spannungsromane kann man sich da kaum zurückhalten mit Spekulationen. Alles in allem war „Acht, in Böen neun“ ein netter und kurzweiliger Ausflug an die Küste von Sardinien, sofern man für eine etwas andersartige Erzählweise offen ist.

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