[Rezension] Freida McFadden – Die verschlossene Tür

„Sie schwört auf ihre Unschuld. Aber jeder hat Leichen im Keller.
Nora Davies hatte keine Ahnung, dass ihr Vater jahrelang Frauen im Keller ermordete, während sie oben in ihrem Zimmer Hausaufgaben machte.
Bis eines Tages die Polizei vor ihrer Tür stand.
Jahrzehnte später sitzt ihr Vater immer noch hinter Gittern, und Nora selbst ist eine erfolgreiche Chirurgin mit einem ruhigen Privatleben. Niemand weiß von ihrer Vergangenheit, und sie wird alles dafür tun, damit es auch so bleibt.
Dann wird eine ihrer Patientinnen ermordet – auf exakt die gleiche grausame Weise, mit der ihr Vater einst seine Opfer tötete.
Jemand weiß, wer Nora ist – und will ihr diese furchtbare Tat anhängen. Aber sie ist nicht wie ihr Vater. Die Polizei kann nichts mit ihr in Verbindung bringen.
Solange niemand in Noras Keller schaut …“
Autorin: Freida McFadden
Titel: Häftling
Übersetzung: Sybille Uplegger
Genre: Thriller
Seitenzahl: 312
Erscheinungsdatum: 28. August 2026
Verlag: Bookouture
Preis: 14,99 (Paperback); 9,99€ (E-Book), kostenlos bei Kindle Unlimited
Meine Meinung:
Es gibt so ein paar Autorinnen, bei denen ich einen Erscheinungstermin tatsächlich im Kalender stehen habe. Freida McFadden gehört definitiv dazu. Wenn ein neues Buch von ihr erscheint, ist das für mich immer ein kleiner Lesefeiertag und ihre Bücher sind für mich absolute Blindkäufe. Ich muss ehrlich gesagt nicht mal wissen, worum es geht. Ich weiß einfach, dass ich es lesen möchte.
In „Die verschlossene Tür“ begleiten wir Nora Davis. Sie führt eigentlich ein ruhiges und unauffälliges Leben, ist eine erfolgreiche Chirurgin, lebt aber zurückgezogen. Doch Nora hat ein Geheimnis, von dem niemand in ihrem Umfeld weiß… Ihr Vater war ein berüchtigter Serienmörder, der vor vielen Jahren mehrere Frauen ermordete und ihnen anschließend die Hände abtrennte. Nora hat ihren Namen geändert und alles dafür getan, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Bis eine ihrer Patientinnen auf genau die gleiche Art ermordet wird und plötzlich unangenehme Fragen auftauchen.
Ich mochte Nora als Protagonistin wirklich gerne. Sie ist angenehm bodenständig und ihre Gedankengänge haben immer mal wieder mit einer guten Portion Humor, was die Geschichte zwischendurch schön auflockert. Den Aufbau des Buches mochte ich auch sehr gerne. Wir springen immer wieder zwischen der Gegenwart und Noras Vergangenheit hin und her und bekommen dabei nach und nach einen Einblick in die Zeit, in der ihr Vater noch unentdeckt seine Morde beging. Wirklich spannend, weil man miterlebt, wie sich die Ereignisse damals entwickelt haben. Auch fand ich den Unterschied zwischen der jungen und der erwachsenen Nora interessant.
Natürlich habe ich auch hier wieder versucht, mir meine eigenen Theorien zusammenzubasteln. Wer könnte dahinterstecken? Was hat es mit den einzelnen Personen auf sich? Und wie hängt das alles zusammen? Die Möglichkeiten sind auch dieses Mal relativ überschaubar und wer wie ich im Laufe der Geschichte zwischen den verschiedenen Verdächtigen hin und her gewechselt hat, kommt vielleicht schon ein bisschen auf die richtige Spur. Ich bin trotzdem nicht vollends darauf gekommen, was hier vor sich geht. Und genau dieses Miträtseln und anschließende Feststellen, dass ich natürlich wieder falsch lag, hat für mich mal wieder einen großen Teil vom Lesevergnügen ausgemacht.
Genau dafür lese ich Freida McFadden. Ihre Bücher sind unglaublich leicht zugänglich, haben kurze und knackige Kapitel, Cliffhanger und ein Tempo, bei dem man eigentlich immer noch ein Kapitel lesen möchte. Sie hält sich nicht ewig mit Figuren oder ausführlichen Beschreibungen auf, sondern wir werden meistens direkt in die nächste Szene geworfen. Die Spannung und Atmosphäre entstehen dabei irgendwie ganz von selbst. Ich liebe einfach diesen Mix aus Misstrauen, Geheimnissen und Twists.
„Die verschlossene Tür“ ist für mich allerdings nicht ihr stärkstes Buch. Es gab schon McFadden-Bücher mit deutlich mehr Twists und Wendungen, bei denen ich noch mehr auf dem falschen Dampfer war. Trotzdem hatte ich auch hier wieder richtig viel Spaß beim Lesen. Es ist ein sehr unterhaltsamer Thriller, der mich schnell durch die Seiten gezogen hat und bei dem ich unbedingt wissen wollte, wie alles zusammenhängt. Kein neuer Favorit von ihr, aber definitiv wieder ein Buch, das genau das liefert, was ich mir von einem unterhaltsamen Thriller von Freida McFadden erwarte.
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