[Rezension] Paula Hawkins – Wer das Feuer entfacht

“Auf einem Hausboot in London wird die Leiche eines brutal ermordeten jungen Mannes gefunden. Besonders drei Frauen geraten danach ins Visier der Ermittlungen.
Laura, die aufgewühlt wirkende junge Frau, die nach einem One-Night-Stand mit dem Opfer zuletzt am Tatort gesehen wurde. Carla, die Tante des Opfers, bereits in tiefer Trauer, weil sie nur Wochen zuvor eine Angehörige verlor. Und Miriam, die neugierige Nachbarin, die als Erste auf die blutige Leiche stieß und etwas vor der Polizei zu verbergen scheint.
Drei Frauen, die einander kaum kennen, mit ganz unterschiedlichen Beziehungen zum Opfer. Drei Frauen, die aus verschiedenen Gründen zutiefst verbittert sind. Die auf unterschiedliche Weise Vergeltung suchen für das ihnen angetane Unrecht. Wenn es um Rache geht, sind selbst gute Menschen zu schrecklichen Taten fähig. Wie weit würde jede einzelne von ihnen gehen, um Frieden zu finden? ”

Autorin: Paula Hawkins
Titel: Wer das Feuer entfacht
Genre: Roman
Seitenzahl: 416
Erscheinungsdatum: 6. September 2021
Verlag: Blanvalet
Preis: 20,00€ (Gebunden); 14,99€ (E-Book)

Meine Meinung:

Auf einem Hausboot auf einem Londoner Kanal wird die Leiche eines Mannes entdeckt. Bei den Ermittlungen tauchen immer wieder drei Frauen auf. Da ist zum einen Miriam, die beflissene Nachbarin, die die Leiche entdeckte. Außerdem lernen wir Carla kennen, die Tante des toten Mannes ist sowie Laura, die den Toten wohl als Letzte lebend gesehen hat, da die beiden die Nacht miteinander verbracht haben. Auf den ersten Blick scheinen die Frauen nichts miteinander gemein zu haben, außer dass alle drei in irgendeiner Beziehung zum Opfer standen. Doch nach und nach scheinen sich alle Stränge miteinder zu verknüpfen…

Nach dem Erfolg von “Girl on the Train” hatte ich ja schon sehnsüchtig auf das nächste Buch von Paula Hawkins gewartet. Damals war ich auch schon eher enttäuscht und leider hat sich diese Tendenz auch hier wieder fortgesetzt.

Keine der Figuren hat es es geschafft mich zu fesseln. Ich brauche keine Sympathieträger oder dergleichen, es sind oft ganz unterschiedliche Dinge, die mich an Personen catchen. Aber hier ist so gar kein Funke übergesprungen, obwohl man eigentliche viele Personen zur Wahl gehabt hätte – im Buch wird nämlich sehr oft die Perspektive gewechselt. Dadurch dass niemand etwas wirklich prägnantes an sich hatte, habe ich mich Anfang auch schwer getan, die Charaktere auseinander zu halten.

Die Story selbst war Okay. Manche Aspekte vielleicht etwas übertrieben, aber im Grunde solide. Ich habe mir leider etwas mehr erhofft, weil ich immer noch die Hoffnung hatte, dass die Autorin an ihr erstes Werk anknüpfen würde. „Girl on the Train“ hatte einfach diese besondere Sogwirkung und Raffinesse, die mir hier verborgen bleibt. Schade.

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