[Rezension] Freida McFadden – Häftling

„Es gibt drei Regeln, die Brooke Sullivan als neu eingestellte Pflegefachkraft im Hochsicherheitsgefängnis befolgen muss:

  1. Behandle alle Insassen respektvoll.
  2. Gib nie persönliche Informationen preis.
  3. Freunde dich NIEMALS mit den Insassen an.

Aber niemand im Gefängnis ahnt, dass Brooke bereits all diese Regeln gebrochen hat. Niemand weiß von ihrer engen Verbindung zu Shane Nelson, einem der berüchtigtsten Häftlinge der Strafanstalt.

Und sie wissen definitiv nicht, dass Shane vor vielen Jahren Brookes Highschool-Freund war – der Star-Quarterback, der jetzt den Rest seines Lebens wegen einer Reihe blutiger Morde hinter Gittern verbringt. Oder dass es Brookes Aussage war, die sein Urteil besiegelt hat.

Aber Shane erinnert sich.

Und er wird es nicht so bald vergessen.“

Autorin: Freida McFadden
Titel: Häftling
Übersetzung:  Sybille Uplegger
Genre: Thriller
Seitenzahl: 338
Erscheinungsdatum: 05. Mai 2026
Verlag: Bookouture
Preis: 11,99 (Paperback); 9,99€ (E-Book), kostenlos bei Kindle Unlimited

Meine Meinung:

Freida McFadden ist zurück und ihr neues Werk „Häftling“ erscheint nicht wie gewohnt im Heyne Verlag, sondern im Bookouture Verlag. Ein Verlag, den ich ohnehin empfehlen kann, wenn man auf der Suche nach internationalen Thriller-Perlen ist. Gerade im Bereich Psycho-Thriller findet man dort wirklich spannende Titel. Umso schöner, dass dieses Buch dadurch direkt bei Kindle Unlimited verfügbar ist. Ein echter Pluspunkt, der die Leserschaft sicherlich noch mehr erweitert.

In „Häftling“ geht es um Brooke Sullivan, die neu als Krankenschwester in einem Hochsicherheitsgefängnis arbeitet. Für ihren Job gelten klare Regeln. Keine persönlichen Informationen preisgeben, Abstand zu den Insassen halten und sich unter keinen Umständen emotional verstricken. Doch Brooke ist längst tiefer verstrickt als zulässig ist. Denn einer der gefährlichsten Häftlinge dort ist Shane Nelson, ihr früherer Highschool-Freund. Und ausgerechnet Brookes eigene Aussage hat ihn hinter Gitter gebracht.

Freida McFadden ist aktuell aus dem Thrillerbereich kaum wegzudenken. Noch gar nicht so lange im deutschsprachigen Raum präsent, erscheinen ihre Bücher bzw. die Übersetzungen inzwischen in einem Tempo, bei dem man kaum hinterherkommt. Und ich muss sagen, mich freut das total. Ihre Geschichten sind für mich absolute Wohlfühl-Thriller. Schnell, direkt, ohne große Umwege erzählt. Keine komplizierten Satzkonstruktionen, kein unnötiger Ballast, dafür aber genau das, was ich mir von diesem Genre wünsche. Spannung, Tempo und Unterhaltung.  

Natürlich bringt sie auch ihre typischen Elemente mit. Naive Protagonistinnen, die wirklich jede Red Flag übersehen, Wendungen, die man teilweise erahnen kann, und ein Schreibstil, der einen einfach durch die Seiten trägt. Entweder man liebt genau das oder man kann damit nichts anfangen. Ich gehöre ganz klar zur ersten Kategorie.

Auch Brooke ist eine klassische McFadden-Protagonistin. Schon als Teenager war sie unsicher, beeinflussbar und in vielerlei Hinsicht ziemlich naiv und hat das alles auch ins Erwachsenenleben mitgenommen. Wie so oft fragt man sich mehrfach, was sie eigentlich macht und ob sie wirklich so blind sein kann. Und trotzdem liest man weiter, weil man unbedingt wissen will, wohin das führt.

Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen. Wir begleiten Brooke in der Gegenwart im Gefängnis und gleichzeitig ihr jüngeres Ich in der Highschool. Ich liebe solche Konstruktionen und auch hier funktioniert das richtig gut. Die Kapitel sind kurz, die Wechsel sorgen für Tempo und die kleinen Cliffhanger am Ende jedes Abschnitts machen genau das, was sie sollen, nämlich zum Weiterlesen animieren. Genau dieser typische Pageturner-Effekt, den man von ihr kennt.  

Natürlich gibt es auch hier wieder einige Twists und vielleicht sogar einen mehr, als man zunächst erwartet. Wer schon mehrere Bücher der Autorin gelesen hat, wird relativ schnell eigene Theorien entwickeln. Und ja, einige davon treffen vermutlich auch zu. Aber ganz ehrlich? Für mich ist das inzwischen fast schon Teil des Konzepts.

„Häftling“ ist ein klassischer Popcorn-Thriller. Schnell gelesen, extrem unterhaltsam und perfekt für ein paar Stunden Abschalten. Vielleicht nicht ihr stärkstes Buch, aber definitiv eines, das genau das liefert, was man von Freida McFadden erwartet und ich finde es hat die teils harsche Kritik nicht verdient.

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