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Juni 2019

Bücher

Lesemonat Mai 2019

Der Mai verlief etwas mager, zumindest was meine Anzahl an Büchern angeht. Trotzdem habe ich nicht das Gefühl wenig gelesen zu haben, es waren ja doch ein paar dickere Bücher dabei.

Statistik Mai 2019

Anzahl Bücher: 7
Anzahl Seiten: 2735
Seiten pro Tag: 88

Gelesenes

Ein 5 Sterne Buch war leider nicht dabei, aber insgesamt bin ich doch recht zufrieden mit meiner Auswahl. Nur die Kurzgeschichtensammlung von Ketchum fand ich etwas enttäuschend. Obwohl es wie seine anderen Bücher im Heyne Hardcore Verlag erschienen ist, war an dem Buch nichts Hardcore. Es sind Geschichten aus Ketchums Leben. Als Fan finde ich es gut, es mal gelesen zu haben, aber ansonsten braucht man das tatsächlich nicht.

Mit einem Klick auf Autor & Titel kommt ihr zur Rezension, falls bereits vorhanden.


Richard Laymon – Der verrückte Stan

Steen Langstrup – Die Insel

Jeff Menapace – Das Spiel – Opfer


Andreas Gößling – Wolfswut (Kira Hallstein #1)

Joel Dicker – Das Verschwinden der Staphanie Mailer

Malin Persson Giolito – Quicksand. Im Traum kannst du nicht lügen


Jack Ketchum – Buch der Seelen

Neuzugänge

Groß zugeschlagen habe ich nicht, aber ein paar Bücher haben sich dann doch eingefunden. Zur Zeit lese ich fast ausschließlich Thriller.

Jeff Menapace – Das Spiel (#2) – Rache

Jeff Menapace – Das Spiel (#3) – Tod

Sarah J. Naughton – The Other Couple

Michelle Adams – Lügengift

J.P. Smith – Sommertod

Aramintha Hall – The Couple

Bücher

[Rezension] Joël Dicker – Das Verschwinden der Stephanie Mailer

[Rezensionsexemplar]

Autor: Joël Dicker
Titel: Das Verschwinden der Stephanie Mailer
Genre: Roman
Seitenzahl: 672
Erscheinungsdatum: 02. April 2019
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 25,00€ (Gebunden); 18,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Es ist der 30. Juli 1994 in Orphea, ein warmer Sommerabend an der amerikanischen Ostküste: An diesem Tag wird der Badeort durch ein schreckliches Verbrechen erschüttert, denn in einem Mehrfachmord sterben der Bürgermeister und seine Familie sowie eine zufällige Passantin. Zwei jungen Polizisten, Jesse Rosenberg und Derek Scott, werden die Ermittlungen übertragen, und sie gehen ihrer Arbeit mit größter Sorgfalt nach, bis ein Schuldiger gefunden ist. Doch zwanzig Jahre später behauptet die Journalistin Stephanie Mailer, dass Rosenberg und Scott sich geirrt haben. Kurz darauf verschwindet die junge Frau … – Die idyllischen Hamptons sind Schauplatz einer fatalen Intrige, die Joël Dicker mit einzigartigem Gespür für Tempo und erzählerische Raffinesse entfaltet.”
(Bastei Lübbe)

Meine Meinung:

Joël Dicker ist ja seit einiger Zeit in aller Munde mit seinen Büchern. Als nun vor Kurzem die Serie zu seinem Buch “Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert” erschien, dachte ich, es wäre langsam mal Zeit endlich etwas von ihm zu lesen. Doch statt mit dem Buch zur gleichnamigen Serie zu beginnen, habe ich mir sein neuestes Werk geschnappt.

In “Das Verschwinden der Stephanie Mailer” befinden wir uns in der idyllischen Stadt Orphea. Im Jahre 1994 passierte dort ein schreckliches Verbrechen. Der Bürgermeister und seine sowie eine zufällig vorbeikommende Joggerin sterben bei einem bestialischen Mord. Schnell wird ein Schuldiger gefunden und der Fall damit zu den Akten gelegt. Doch nun, 20 Jahre später, kommt die Journalistin Stephanie Mailer auf die damals ermittelnden Polizisten zu, und behauptet, dass diese sich geirrt haben. Kurz darauf verschwindet Stephanie spurlos. Ist an ihren Zweifeln bezüglich der Morde etwas dran?

Dicker hat in seinem Werk eine sehr große Welt geschaffen. Es prasseln sehr viele Charaktere auf den Leser ein und tatsächlich ist es mitunter etwas schwer dem Ganzen zu folgen. Man muss der Geschichte sehr aufmerksam folgen, um alle Zusammenhänge greifen zu können. Auch die Geschichte selbst ist sehr verstrickt und kleinteilig. Hier gibt es keinen geradlinigen Weg zur Lösung. Nein, Dicker biegt um zig Ecken, um am Ende das Ganze ein wenig unspektakulär enden zu lassen.

Zugegeben, ich hatte wohl etwas hohe Erwartungen an den Autoren, denn ich hatte im Vorfeld nur Gutes gehört. Inzwischen habe ich des Öfteren gelesen, dass “Das Verschwinden der Stephanie Mailer” wohl nicht so viel Anklang findet wie seine anderen Werke. Was ich jedoch aus dem Roman mitnehme, ist, dass ich seinen Schreibstil durchaus gut finde. Man muss sich nicht durch die Kapitel quälen, obwohl ist im mittleren Drittel tatsächlich etwas zäh wurde. Obwohl alles so verstrickt war, hätten ein paar weniger Seiten dem Buch wahrscheinlich gut getan. Auch war das ganze Thema um das Theaterstück nicht so ganz mein Fall.

Insgesamt war “Das Verschwinden der Stephanie Mailer” aber durchaus ein solider Roman. Ich habe trotzdem die Hoffnung, dass die anderen Bücher mir noch ein wenig besser gefallen werden. Als nächstes werde ich wohl zu “Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert” greifen, damit ich bald mit der Serie starten kann.

Bücher

[Rezension] Malin Persson Giolito – Quicksand. Im Traum kannst du nicht lügen

[Rezensionsexemplar]

Autor: Malin Persson Giolito
Titel: Quicksand. Im Traum kannst du nicht lügen
Genre: Roman
Seitenzahl: 461
Erscheinungsdatum: 04. April 2019
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 11,00€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Stockholm: Nach einem Blutbad an einem Gymnasium steht die achtzehnjährige Maja vor Gericht. Sie hat geschossen, und unter den Toten sind ihre beste Freundin Amanda, ihr Freund Sebastian und der Lehrer Christer. Wie konnte es dazu kommen, dass dieses einstmals so beliebte Mädchen zur meistgehassten Person Schwedens wurde? Und ist sie überhaupt eine Mörderin?”

Meine Meinung:

Auf das Buch “Quicksand” bin ich durch die gleichnamige Netflix Serie aufmerksam geworden. Die Serie basiert auf dem Buch von Malin Persson Giolito. Bevor ich die dazugehörige Serie gucke, wollte ich unbedingt vorher noch das Buch lesen – das ist meistens meine bevorzugte Reihenfolge.

Zu Beginn bekommen wir lediglich eine kurze Szene aus einem Klassenzimmer geliefert. Unsere Hauptprotagonistin Maja schildert eine Momentaufnahme direkt nach dem verheerenden Ereignis. Doch was genau ist passiert? Darüber lässt man uns zunächst im Unklaren, denn danach geht es direkt mit einem Zeitsprung in die Gerichtsverhandlung. Maja ist angeklagt, doch auch jetzt ist noch nicht ganz klar, was eigentlich passiert ist. Majas Schilderung driftet immer wieder zu Erinnerungen in die Vergangenheit zurück. Zwar verfolgt man im Buch die Gerichtsverhandlung chronologisch, jedoch wird diese immer wieder von Majas Erinnerungen an zurückliegende Ereignisse unterbrochen. Und das ist auch gut so und vor allem wichtig. Denn nur so kann man die Geschehnisse in seiner Gänze begreifen. Hier reicht keine einfache Schilderung der letzten Tage vor dem Blutbad, man muss sehr viel weiter ausholen.

Maja ist ein privilegiertes Mädchen aus einer intakten Familie. Äußerlich schon recht erwachsen, kämpft sie jedoch innerlich mit dem Erwachsenwerden. Maja steht an der Schwelle zum Erwachsenwerden und hat noch vieles zu lernen. Sie trifft viele dumme Entscheidungen und ist einfach sehr naiv in vielen Dingen. Oftmals habe ich gelesen, dass die Leser Maja unsympathisch finden. Das kann ich gar nicht mal so sagen. Im Laufe des Buches macht sie eine große Entwicklung durch und gerade durch die ausschweifende Erzählung bekommt sie sehr viel Tiefe und ich konnte einigermaßen nachvollziehen warum Maja so ist, wie sie eben ist. Sie ist eben noch keine gefestigte Person und weiß manche Dinge einfach nicht richtig einzuschätzen. Auch ihre Art am Anfang des Prozesses hat auf mich erst mal befremdlich gewirkt, doch hat man erstmal die ganze Geschichte erfahren, kann man das auch besser nachvollziehen.

Das erste Drittel des Buches ist mir ein wenig schwer gefallen. Man hat die ganze Zeit nur die Gewissheit, dass etwas furchtbares passiert ist. Was jedoch genau und vor allem warum – das wird erst im Laufe der Geschichte klar. Daher hat mir vor allem die Neugierde durch den Anfang des Buches geholfen, ansonsten hätte ich es vermutlich etwas zäh empfunden. Es wirkte alles sehr monoton und antriebslos – äußerst passend für Maja in der Situation – für mich als Leser jedoch eher ermüdend. Doch die Geschichte nimmt an Fahrt auf, man taucht immer tiefer in die Geschehnisse und kann das Unglück heranbrausen sehen.

Im Anschluss habe ich dann die Serie geschaut, die ich tatsächlich sehr gut umgesetzt finde. Auch in Kombination mit dem Buch hat mir das wirklich gefallen. Der ganzen Thematik ist es natürlich geschuldet, dass sowohl Serie als auch Buch keine Gute-Laune-Unterhaltung sind. Was hier in der Story geschildert wird ist schrecklich, traurig und macht betroffen. Wer jedoch darauf gefasst ist, der wird mit dem Buch auch zufrieden sein.

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