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Juni 2017

Bücher

[Bücher] Gelesen im Juni 2017 #1

Der Juni ist schon wieder zur Hälfte rum und ich habe leider nicht zufriedenstellend viel Zeit mit dem Lesen verbracht. Nicht dass die Zahl irgendein Kriterium wäre, aber wenige Bücher bedeuten einfach auch, dass ich mir augenscheinlich wenig Zeit zum Lesen genommen habe. Momentan liegt das einfach daran, dass ich gerade mitten in meiner Masterarbeit stecke und dann zum Entspannen doch öfter Serien schaue, da ich ansonsten schon genug in Bücher starre.


Autor: Paula Hawkins
Titel: Into the Water – Traue keinem. Auch nicht dir selbst
Seitenzahl: 480
Erscheinungsdatum: 24. Mai 2017
Verlag: Blanvalet
Preis: 14,99€ (Broschiert); 12,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt:

“»Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …« In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …”
(Blanvalet)

Meine Meinung:

‘Into The Water’ hat sofort meine Aufmerksamkeit erregt, als ich gesehen hatte, dass es von der selben Autorin ist wie ‘Girl On The Train’. Das Buch habe ich damals sehr gut gefunden, einfach weil es für die damalige Zeit etwas vollkommen Neues für mich war. Umso gespannter war ich natürlich auf ‘Into The Water’ und meine Erwartungen waren recht hoch gesetzt.

Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Wer eine Geschichte wie bei ‘Girl On The Train’ erwartet, der wird vermutlich, wie ich, enttäuscht werden. Das Buch ist allerdings auch ‘nur’ als Roman deklariert, auch wenn es einige Thriller Elemente aufweist. Die Story baut sich nur sehr langsam auf und die Stimmung würde ich durchgehend als dahinplätschernd bezeichnen.

Am Anfang steht der Todesfall von Nel, weshalb ihre Schwester Julia in ihre Heimat zurückkehrt. Dort angekommen, wird schnell klar, dass die Todesumstände sehr mysteriös sind und nichts so ist, wie es scheint. Hinzu kommt, dass die Story aus der Sicht von sehr vielen Personen erzählt wird. Diese Personen erzählen im Grunde alle etwas anderes und so weiß man nie genau, woran man nun ist. Durch den stetigen Perspektivwechsel war es für mich auch sehr schwierig an der Geschichte dran zu bleiben. Positiv fand ich jedoch, dass unten neben der Seitenzahl immer der Name der Person stand, die gerade erzählt. Das hat zwar etwas geholfen, trotzdem war es mir insgesamt etwas zu viel. Durch die vielen Personen kam die Geschichte wirklich sehr langsam in Fahrt und ich habe mich durch die ersten zwei Drittel durchkämpfen müssen. Im letzten Drittel nimmt die Story durchaus noch an Fahrt auf, jedoch muss man dafür wirklich Geduld mitbringen.

Dass ich mich trotzdem durch das Buch gekämpft habe, lag wohl zum Großteil am recht angenehmen Schreibstil der Autorin. Außerdem wollte ich natürlich trotzdem gerne wissen, wie sich alles am Ende auflöst. Insgesamt ist ‘Into The Water’ ein recht durchschnittliches Buch mit einigen Minuspunkten. Ich würde vermutlich trotzdem weitere Bücher von Paula Hawkins lesen, denn ‘Girl On The Train’ konnte mich auch begeistern, obwohl es ebenfalls kein Buch mit vielen Spannungsspitzen war. Vielleicht war ‘Into The Water’ einfach nicht meine bevorzugte Art von mysteriösem Mordfall.


Autor: Mary E. Pearson
Titel: Das Herz des Verräters (Die Chronik der Verbliebenen #2)
Seitenzahl: 527
Erscheinungsdatum: 26. Mai 2017
Verlag: One by Lübbe
Preis: 18,00€ (Gebunden); 13,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt:

“Seit Lia in den feindlichen Palast verschleppt wurde, muss sie um ihr Leben fürchten. Rafe ist zwar an ihrer Seite, aber hier kann auch er sie nicht mehr beschützen. Der Komizar von Venda will Lias Tod – und erst als Kaden ihm verrät, dass Lia die Gabe der Vorsehung besitzt, steigert das in den Augen des Feindes Lias Wert. Sie gewinnt Zeit – doch was sagt ihr der Blick in die Zukunft? Lia muss wichtige Entscheidungen treffen und einen Weg finden, um endlich ihrem Gefängnis zu entfliehen …”
(One by Lübbe)

Meine Meinung:

Nachdem mir Band 1 der Chronik der Verbliebenen schon sehr gut gefallen hat, habe ich mich sehr auf die Fortsetzung gefreut. ‘Der Kuss der Lüge’ hat mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger geendet, daher konnte ich es kaum erwarten weiterzulesen.

Nachdem nun geklärt wurde, wer von den beiden Herren welche Rolle hat, geht das Liebesdreieck dennoch ein wenig weiter. Wir befinden uns nun im Feindesland Venda. Wir lernen Venda mit all seinen Facetten kennen, die Welt, die hier gezeichnet wurde, war wieder mal sehr bildhaft beschrieben und äußerst eindrucksvoll. Anfangs erscheint Venda sehr düster und regelrecht karg, jedoch schaut Lia nach und nach hinter die harte Fassade und findet sogar einige nett gesinnte Menschen.

Ich fand, dass im ersten Band die Charakterzeichnung etwas besser gelungen ist als hier. Ich hätte mir gewünscht, dass wir unsere Hauptcharaktere noch etwas tiefergehend kennen lernen. Einzig bei Kaden ist mir das ein wenig gelungen, Lia und Rafe blieben für mich etwas auf der Strecke.

Insgesamt betrachtet ist im zweiten Band gar nicht sehr viel passiert. Wir werden in die neue Welt Vendas eingeführt und erleben dort das Geschehen zum Großteil durch Lias Augen. Das Buch hat im Gegensatz zu Teil 1 einige Längen, weshalb ich es etwas schwächer finde. Trotzdem freue ich mich auf die Fortsetzung und wie die Geschichte weitergesponnen wird.


Autor: P.C. Fast & Kristin Cast
Titel: Betrogen (House of Night #2)
Seitenzahl: 512
Erscheinungsdatum: 26. März 2010
Verlag: Fischer FJB
Preis: 16,95€ (Gebunden); 8,99€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book), Spotify

Inhalt: 

“Zoey hat sich im House of Night eingelebt und gewöhnt sich an die enormen Kräfte, die ihr die Göttin Nyx verliehen hat. Endlich fühlt sie sich sicher und zu Hause, da passiert das Unfassbare: Menschliche Teenager werden getötet und alle Spuren führen zum House of Night. Als die Freunde aus ihrem alten Leben in höchster Gefahr schweben, ahnt Zoey, dass die Kräfte, die sie so einzigartig machen, eine Bedrohung sein können: für alle, die sie liebt.”
(Fischer FJB)

Meine Meinung:

Diesen Monat bleibe ich gleich mal an der House of Night Reihe dran, damit ich nicht wieder den Anschluss verliere. Auch wenn die House of Night Reihe nicht zu den Bücherreihen gehört, die ich kurzzeitig hintereinander lesen kann, sind 1-2 Bände im Monat doch gut machbar. Nach einem Band brauche ich meist erstmal eine Pause von den banalen Teeniedramen.

Auch hier kam einem natürlich zu Gute, dass die Schrift wirklich enorm groß ist und sich die locker, leichten Sätzen sehr schnell lesen lassen. Der Sprachstil ist passend zum Buch eher jugendlich gehalten und wir haben viel mehr Unterhaltungen als z.B. beschreibende Absätze. Nachdem wir im ersten Band zunächst in die Welt eingeführt wurden und nun alle wichtigen Figuren kennen, geht es in das erste richtige Abenteuer für Zoey. Es werden gewissen Machenschaften im Hintergrund aufgedeckt und auch im sozialen, persönlichen Bereich von Zoey tun sich einige Dinge. Das kann für einen Teenager schon mal leicht turbulent werden.

Ich fürchte wir kommen in keinem Band drumherum, dass das Buch ein bisschen nach Schema F abläuft. Wir haben eine Protagonistin, die sehr wechselnde Gefühle gegenüber Männern hegt und sich hin und her gerissen fühlt. Wir haben eine dunkle Bedrohung, die aber am Ende durch seichte Element-Beschwörungen besiegt werden kann. Und natürlich den bedrohlichen roten Faden, der wohl bis zum Ende der Reihe verfolgt wird. Ich bin gespannt, ob ich bis Band 12 komme, ohne genervt zu sein. Bisher fühlte ich mich noch sehr gut unterhalten.


 

Autor: Rainer Löffler
Titel: Blutdämmerung (Abel & Christ #2)
Seitenzahl: 416
Erscheinungsdatum: 01. August 2014
Verlag: rororo
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)

Inhalt: 

“Der Himmel ist blau, die Sonne brennt, das Wasser im See schimmert türkis. Im nahe gelegenen Wäldchen singen die Vögel. Unter Wasser dann: Stille. Kühle. Frieden.
Ewiger Frieden.
Nicht zum ersten Mal wird Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, nach Köln beordert. Im See am Ginsterpfad wurde von Hobbytauchern eine Leiche entdeckt – eine junge Frau, gekleidet wie für eine Hochzeit. Und sie war nur die erste. Nun sind es schon fünf – fünf tote Bräute. Was ihnen angetan wurde, ist so verstörend, dass es nicht an die Öffentlichkeit dringen darf …”
(rororo)

Meine Meinung:

Nachdem ich vom ersten Teil recht angetan war, habe ich schnell Band 2 der Abel & Christ Reihe verschlungen. Es passiert mir recht selten, dass ich bei Reihen den zweiten Teil besser als den ersten finde, aber hier war das eindeutig der Fall! Ich würde allerdings sagen, dass das vor allem daran liegt, dass jedes Buch ein abgeschlossener Fall ist und es demnach einfach eine Geschmackssache, welchen Kriminalfall man lieber mag.

Neben dem sehr interessanten Fall, der uns auch wieder in die Vergangenheit des Mörders führt, haben wir natürlich auch wieder die persönliche Geschichte um Abel, die sich weiter fortsetzt. Auch jetzt kann ich ehrlich gesagt noch immer keine Chemie zwischen den beiden Ermittlern feststellen und finde die Beziehung völlig aus der Luft gegriffen.

Während ich im ersten Teil noch logische und nüchterne Sachlichkeit von Christ gut fand, agiert sie hier im zweiten Band teilweise total unlogisch und gar nicht mehr so bedacht. Abel hingegen fand ich auf einmal gar nicht mehr so unsympathisch, allerdings hat er an mancher Stelle doch sehr unreflektiert gehandelt.

Insgesamt ein sehr spannender Fall, ich war regelrecht gefesselt von den Einblicken in die Vergangenheit des Mörders. Teil 3 der Reihe ist vor nicht langer Zeit erschienen und der wird mich hoffentlich auch wieder aus den Socken hauen.


Autor: Jonas Winner
Titel: Murder Park
Seitenzahl: 464
Erscheinungsdatum: 13. Juni 2017
Verlag: Heyne
Preis: 12,99€ (Broschiert); 9,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

“Zodiac Island vor der Ostküste der USA: ein beliebter Freizeitpark – bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. Der Täter Jeff Bohner wird schnell gefasst, der Park aber geschlossen. Die Schreie der Opfer scheinen vergessen zu sein. 20 Jahre später: Die Insel soll zur Heimat werden für den Murder Park – eine Vergnügungsstätte, die mit unseren Ängsten spielt. Paul Greenblatt wird zusammen mit elf weiteren Personen auf die Insel geladen. Und dann beginnen die Morde.
Ein Killer ist auf der Insel …keiner kann dem anderen trauen …die nächste Fähre kommt erst in drei Tagen …”
(Heyne)

Meine Meinung:

Ich glaube, kein Klappentext hat mich in letzter Zeit so neugierig gemacht wie dieser. Die Kombination aus einem Freizeitpark und einem Mörder, der umgeht, klingt einfach grandios, daher war ich wirklich sehr gespannt, was die Geschichte zu bieten hat.

Es klingt beinahe wie ein typischer amerikanischer Horrorfilm. 12 Menschen, die abgeschnitten auf einer Insel warten müssen, bis nach 3 Tagen endlich eine Fähre kommt. Ein Mörder geht um und es gibt kein Entkommen. Natürlich liegen schnell die Nerven blank und im Verlaufe der Geschichte wird jeder mal verdächtigt. Jeder beobachtet jeden argwöhnisch und jede Handlung und Konversation wird kritisch betrachtet. Tatsächlich fängt man schnell an, selbst mitzurätseln. Gänzlich undurchsichtig wird es jedoch, als noch die Vergangenheit eines Protagonisten eingestreut wird. Wer erzählt die Wahrheit und wer verbirgt seine wahren Motive?

Das Buch ist wahrlich ein Katz und Maus Spiel, denn wirklich jeder erzählt etwas anderes. Nichts kann hier für bare Münze genommen werden. Und am Ende kommt es sowieso total anders, als man jemals vermutet hätte.

Das Buch ließ sich relativ schnell lesen, jedoch ist der Schreibstil vielleicht nicht für jeden etwas. Manche Szenen fand ich teilweise etwas abgehakt und überstürzt geschrieben, so dass ich manchmal gar nicht richtig auffassen konnte, was hier genau passiert ist. Der Autor hat außerdem ein ganz eigene Art und Weise Szenen bildlich zu beschreiben. Für mich war die Art nicht sehr gut greifbar und ich musste einiges mehr an Fantasie aufbringen, um mir das Geschriebene bildhaft vorstellen zu können.

Die Story war sehr interessant aufgeteilt in die Geschichte selbst, und zurückliegende Interviews mit den verschiedenen Charakteren. Das Buch bietet eine Fülle an Figuren, insgesamt 12 Stück, da kann es schon mal unübersichtlich werden. Die Interviews haben geholfen die Personen näher kennen zu lernen und man konnte einige interessante Geschichten aus ihrer Vergangenheit hören. Wer Probleme hat sich 12 Personen inklusive ihrer Rolle zu merken, der kann übrigens ganz bequem zur letzten Seite im Buch blättern, dort sind nochmal alle Personen inklusive ihrer Rolle im Buch aufgeführt. Mir hat das im Laufe der Story sehr geholfen, den Überblick zu behalten.

Insgesamt hat mich das Buch wirklich sehr an 90er Horrorfilme á la “Ich weiß was du letzten Sommer getan hast” erinnert. Eine Gruppe Leute wird von einem Killer gejagt, die Verdächtigungen treffen jeden mal und am Ende kommt es dann doch anders. Und in diesem Buch wirklich anders. Zuletzt hat mich kein Ende einer Story so überrascht wie hier. Ich glaube man muss eine gewisse Vorliebe für Horrorfilme solcher Art haben, um dieses Buch gut zu finden. Wer einen reinen Thriller erwarten, könnte unter Umständen etwas enttäuscht sein. Da ich aber von Anfang an diese kleine Assoziation zu US-Horrorfilmen im Kopf hatte, hat mir das Buch mit ein paar Abzügen wirklich gut gefallen.


Autor: Simone Trojahn
Titel: Daddy’s Princess
Seitenzahl: 343
Erscheinungsdatum: 29. Januar 2017
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Preis: 1,49€ (E-Book)

Inhalt: 

“Die dreizehnjährige Selina ist hübsch, intelligent und allseits beliebt. Längst vergessen scheint ihre Vergangenheit als verwahrlostes Kleinkind drogensüchtiger Eltern. Ihre Mutter ist inzwischen tot und ihr Vater clean. Mit seiner neuen Frau hat er einen perfekten Mutterersatz für Selina gefunden. Als dann noch die kleine Leila zur Welt kommt und die Familie in ein hübsches Haus am Stadtrand zieht, scheint das Leben perfekt. Doch dann passiert das Unfassbare: Baby Leila liegt eines Morgens tot in ihrem Bettchen. Der Traum vom Glück ist zerplatzt wie eine Seifenblase. Wer trägt die Schuld daran? War es wirklich plötzlicher Kindstod? Der furchtbare Verlust ihrer Jüngsten ist allerdings nicht das einzige Erdbeben, das die Welt der jungen Eltern nun erschüttert, denn schon bald wird klar, dass sich hinter Selinas strahlender Fassade ein düsterer Abgrund verbirgt: Das Mädchen ist regelrecht besessen von der Vorstellung, ihren Vater ganz für sich allein zu haben und sie wird über Leichen gehen, um ihren Willen durchzusetzen.”
(Amazon)

Meine Meinung:

Dieses Buch ist absolut nichts für schwache Nerven oder zartbesaitete Menschen, und erst recht nichts für Leute unter 18 Jahren. Hier wird schonungslos und äußerst direkt die Geschichte einer Familie erzählt und ich würde es mal im Groben ein ‘Familiendrama’ nennen.

Allerdings umfasst das Wort ‘Familiendrama’ nicht mal annähernd was hier im Buch passiert. Man könnte jetzt wieder eine Debatte darüber anheizen, dass die Story vollkommen krank, pervers und eklig ist. Aber darum soll es hier gar nicht gehen, denn ich möchte natürlich auch nicht zu viel verraten. Die Geschichte ist fiktiv und entweder möchte man sowas lesen oder man lehnt es nunmal ab.

Davon abgesehen könnte man natürlich auch sagen, dass das alles total realitätsfern ist, doch auch darum geht’s hier nicht. Eine gute Geschichte muss für mich nicht nah an der Realität sein. Natürlich wird hier der Bogen sehr überspannt und man bekommt sehr explizite Szenen geliefert, die einen nur den Kopf schütteln lassen.

Die Charaktere werden nicht sehr tiefgehend dargelegt, jedoch ausreichend für die Story. Ich bin von anfänglichem Mitleid zu absolutem Unglauben und Entsetzen abgedriftet und konnte mich einfach nicht mehr von der Geschichte losreißen. Die Figuren haben so unfassbar dumme Entscheidungen getroffen und sich wirklich immer mehr ins Verderben gestürzt, dass ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen.

Damit könnte man wohl sagen, dass das Buch absolut sein Ziel erreicht hat – ich habe es förmlich verschlungen. Ich tue mich etwas schwer, was die Sternvergabe betrifft, denn irgendwie kommt es mir unangemessen vor. Trotzdem möchte ich es irgendwo einordnen und würde dem Buch 4 Sterne vergeben. Sicher nicht mein letztes Buch von Simone Trojahn!

Nagellack

[Nagellack] Essie – Eternal Optimist

Nudetöne sind immer eine schwierige Sache, da man sehr auf den Unterton der Haut achten muss. Viele Lacke, die an anderen total gut aussehen, machen aus meinen Fingern schnell mal Leichenhände oder lassen die Haut dreckig, blass etc. erscheinen. Mein Dauerbrenner, wenn es mal etwas nudiges sein darf ist eine Farbe, die ganz schnöde im Standardsortiment zu finden ist.

Inhalt: 13,5ml
Preis: 7,95€
Bezugsquelle: Douglas, DM, Müller, Rossmann

Eternal Optimist gehört tatsächlich zu meinen allerersten Essie Lacken überhaupt. Dementsprechend ramponiert sieht auch schon das Fläschchen aus. Der Lack ist inzwischen nur noch halb voll und hat immer noch eine gute Konsistenz. Aber Eternal Optimist gehörte schon anfangs zu den eher flüssigen Kandidaten.

Lackiert habe ich 2 Schichten. Je nach Nagellänge und Dicke der Schicht könnte man eventuell auch 3 Schichten brauchen, mit ein bisschen Augenzukneifen bin ich jedoch mit 2 Schichten zufrieden gewesen.

Als Überlack habe ich wieder mal den Topcoat aus der Gel Couture Reihe genommen, der glänzt einfach so schön glossig.

Boxen

[Boxen] Cuppabox Mai 2017

Es gibt ja Leute, die morgens ohne ihren Kaffee gar nicht richtig aufwachen. Kaffee war für mich immer eher ein Genussgetränk, das ich gerne mal zwischendurch trinke, aber eben nicht jeden Morgen. Auch Tee trinke ich nicht unbedingt jeden Tag, aber wenn ich mir morgens ein Heißgetränk machen sollte, dann ist es eigentlich immer Tee. Auch im Laufe des Tages trinke ich gerne eine Tasse Tee, koche mir aber auch gerne eine Kanne, die ich dann über den Tag trinke. Jetzt im Sommer auch gerne in der Eistee-Variante.

Dass man sich Food-Boxen bequem bestellen kann, ist ja nichts neues mehr, ich bekomme ja z.B. jeden Monat die Brandnooz Box geliefert. Etwas unbekannter ist da jedoch die Cuppabox.

Cuppabox stellt jeden Monat ein Teehaus vor, und man bekommt 3 lose Teesorten nach seinen Wünschen zugeschickt. Man kann im Vorfeld zwischen den wählbaren Teesorten entscheiden und z.B. nach Lust und Laune jeden Monat variieren. Ich hatte in letzter Zeit beispielsweise viel Grünen Tee angehäuft, also habe ich ihn für die jetzige Bestellung vorher ausgeklammert.

Verfügbare Teesorten sind: Schwarzer Tee, Grüner Tee, Rooibos Tee, Früchtetee und Kräutertee

Außerdem kann zwischen aromatisiertem und nicht-aromatisiertem Tee (Bio-Qualität) gewählt werden.

Die Cuppabox könnt ihr in einem monatlichen Abo beziehen, das man auch problemlos zwischendurch pausieren kann, ohne kündigen zu müssen. Man kann auch zu einer Box mit verschiedenen Kaffeesorten wechseln, falls man mal Abwechslung braucht.

Monatlicher Preis: 10,99€

In einer Box sind immer 3 mal 30g Tee enthalten. Diese Größe ist perfekt geeignet, um sich durch die Teesorten zu probieren und neue Favoriten zu entdecken. Gefällt einem ein Tee besonders gut, hat man die Möglichkeit diesen nachzubestellen. Der Tee wird dann in der nächsten Monatsbox mitgeliefert. Der Versand erfolgt übrigens via DHL.

Das Teehaus des Monats wird im Mai durch ‘Teezeit’ vertreten. Ich bin der Meinung, dass es dieses Teehaus schon mal vor einiger Zeit gab, aber inzwischen beziehe ich die Box auch schon seit 3 Jahren.

Frühlingsduft

Frühlingsduft ist ein aromatisierter Schwarztee mit Kräutern und Fruchtstücken. Geschmacklich erinnert der Tee eher an einen frischen Kräutertee, da das Aroma des Schwarztees sehr mild und hintergründig in Erscheinung tritt. Frühlingsduft kann ich mir auch sehr gut als Eistee vorstellen. Trotzdem sollte man trotz frischen Note darauf achten, den Tee nicht zu lange ziehen zu lassen, da er sonst etwas bitter werden könnte.

Himbeer-Minze

Minze gehört zu meinen liebsten Sorten an Tee. Wenn ich mal so gar keine Ahnung habe, auf was ich Appetit habe, dann greife ich einfach zu Minze. Die Kombination mit Himbeere und den kleinen Beerenstückchen sowie Apfel ist wirklich sehr lecker. Diesen Tee habe ich als Eistee getrunken mit ein paar Blättern frischer Minze dazu.

 

Red Lover

Red Lover hat von allen drei Tees am stärksten aus der Box heraus geduftet. Der Früchtetee besteht zum Großteil aus wirklich großen Fruchtstücken, was ich immer besonders hübsch finde. Am meisten schmecke ich Erdbeere heraus, obwohl die eigentlich mengenmäßig gar nicht so stark vertreten ist.

Looks

[Blush] Nars – Lovejoy

Nars gehört mit seiner Eyeshadow Base zu meinen täglich benutzten Produkten. Die Base ist nicht mehr aus meiner Routine wegzudenken, da sie meinen öligen Lidern strotzt, egal welche Lidschatten ich trage. Doch nicht nur die Base gehört zu meinen Favoriten, denn inzwischen habe ich eine kleine Sammlung an Nars Blushes bei mir zu Hause. Heute möchte ich euch Lovejoy vorstellen.

Nars Blush Lovejoy

Name: Lovejoy
Inhalt: 4,8g
Preis: ca. 27€
Bezugsquellen: Net-A-Porter, Nars Cosmetics EU, Sephora, Lookfantastic

Nars Blush Lovejoy

Ich habe mir das Blush aus dem Ausland mitbringen lassen, aber ich freue mich, dass es inzwischen doch mehr Möglichkeiten gibt, Nars hierzulande zu bestellen. Was immer etwas nervig ist, ist die gummierte Oberfläche der Nars Verpackungen. Sie ist leider sehr anfällig was Verschmutzungen betrifft, das sieht dann schnell mal etwas abgegriffen aus.

Nars Blush Lovejoy

Die Farbe ist ein wunderschönes bräunliches Rot mit goldenem Schimmer. Die Farbabgabe ist enorm, ich habe noch kein Nars Blush erlebt, dass hinsichtlich der Farbabgabe versagt hat. Im Gegenteil – man braucht eher eine leichte Hand, wobei Lovejoy noch zu den wirklich umgänglichen Kandidaten gehört. Lovejoy bleibt auch auf meiner öligen Haut den ganzen Tag erhalten.

Auf den Tragebildern habe ich das Blush extra solo aufgetragen, also keinen weiteren Bronzer oder Konturpuder benutzt. Auf meinen Wangen wirkt Lovejoy tatsächlich etwas röter und frischer und nicht ganz so gedämpft wie man vom Swatch her erwarten würde.


Foundation: Estée Lauder Double Wear Stay-In-Place – 1N1 Ivory Nude
Concealer: MAC Pro Longwear Concealer – NW20
Puder: Chanel Poudre Universelle Libre – 25 Pêche Clair
Augenbrauen: Anastasia Beverly Hills Dip Brow Pomade – Medium Brown
Lidschattenbase: Nars Eyeshadow Base
Lidschatten: Tarte Tartelette In Bloom Palette – Firecracker, Smarty Pants, Sweetheart, Activist
Lidstrich: Kat Von D Tattoo Liner – Trooper
Wasserlinie: MAC Fluidline – Blacktrack
Mascara: Maybelline Volum‘ Express The Rocket Mascara Waterproof
MaxFactor Masterpiece High Definition Mascara
Blush: Nars – Lovejoy
Lipliner: Make Up For Ever Aqua Lip – 3C
Lippenstift: MAC – Velvet Teddy

Bücher

[Bücher] Gelesen im Mai 2017 #2

Die zweite Hälfte des Monats Mai war äußerst erfolgreich, zumindest was die Anzahl der Bücher angeht. Ich war einige Tage unpässlich, sodass mir nicht viel mehr blieb als Hörbucher zu hören oder eben ein wenig zu lesen. Ich habe viele tolle Bücher gelesen, allerdings waren auch zwei Flops für mich dabei.

Zur ersten Hälfte der gelesenen Bücher im Mai kommt ihr HIER

Mai 2017

Anzahl Bücher: 13
Anzahl Seiten: 5950
Seiten pro Tag: 192


Autor: Edward Ashton
Titel: Hagerstown
Seitenzahl: 352
Erscheinungsdatum: 10. April 2017
Verlag: HarperCollins
Preis: 14,00€ (Broschiert); 11,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt:

“Ein Virus löscht eine ganze Stadt aus –  doch deine Regierung erzählt dir nicht die Wahrheit …
Ein Video von nur wenigen Sekunden: Entsetzlich zugerichtete Leichen liegen auf den Straßen der Kleinstadt Hagerstown. Sobald das Video im Netz war, wurde es auch wieder gelöscht. Alle Suchanfragen laufen ins Leere, alle Wege in die Stadt sind gesperrt. Einer Gesellschaft, die ganz und gar auf Sicherheit ausgelegt ist, widerfährt etwas Unerklärliches. Und die Regierung schweigt. Die Angst vor dem Ungewissen droht zu Ausschreitungen zwischen den “Unveränderten” und den gentechnisch modifizierten Eliten zu führen. Anders Jensen und seine Freunde suchen nach Antworten auf die Frage, was wirklich in Hagerstown passiert ist …”
(HarperCollins)

Meine Meinung:

‘Hagerstown’ spielt in einem kleinen Städtchen im Osten der USA. Es wird zwar keine Jahreszahl genannt, aber dem technischen und wissenschaftlichen Fortschritt kann man entnehmen, dass wir uns in der Zukunft befinden. Diese Fortschrittlichkeit zieht sich durch den gesamten Alltag der Figuren, am meisten wird auf die Haus-Avatare eingegangen, welche in allen Häusern installiert sind und quasi das Hausmanagement übernehmen.  Die Menschheit hat sich in zwei Lager gespalten, es gibt die Unveränderten, also normale Menschen, und die Veränderten, die ganz verschiedene körperliche Veränderungen, z.B. durch Gen-Kreuzungen, haben können. Noch leben die zwei Gruppen einigermaßen harmonisch zusammen, doch das ändert sich nach dem Anschlag in Hagerstown, bei dem plötzlich eine ganze Stadt ausgelöscht wird.

Im Buch begleiten wir abwechselnd 4 Charaktere, die wir aber nicht wirklich tiefgründig kennen lernen. Ich habe im Buch zu keiner Figur wirklichen Zugang gefunden, so dass ich auch oft im Kapitel verwirrt war, wen ich eigentlich gerade begleite. Sie waren für mich einfach nicht greifbar.

Den Anfang des Buches fand ich noch recht interessant, aber ich hätte mir mehr Informationen über diese Welt gewünscht, denn das Thema der genetischen Veränderung kommt etwas kurz. Bereits vor der Hälfte fing das Buch an sich zu ziehen und das hielt leider auch bis zum Ende an. An sich war der Schreibstil sehr locker und leicht zu lesen, dennoch habe ich einfach nicht bevorzugt zu diesem Buch gegriffen. Zwischendrin gab es im Fließtext einige Chatprotokolle, die mich auch eher verwirrt haben, da hier die Figuren (die ich mir eh schon nicht merken konnte), Pseudonyme benutzt haben. Hinzu kamen die vielen computerspezifischen Themen, technische Begriffe etc. – wer hier etwas bewanderter ist als ich, kann vermutlich mehr mit dem Buch anfangen.

So sehr mich also der Klappentext angesprochen hat, so wenig hat mir dann leider die Umsetzung gefallen. Wer gerne Sci-Fi liest und wissenschaftlich und technisch bewandert ist, der könnte mich das Buch mal anschauen.


Autor: Jennifer L. Armentrout
Titel: Steinerne Schwingen (Dark Elements #1)
Seitenzahl: 448
Erscheinungsdatum: 10. September 2015
Verlag: HarperCollins
Preis: 16,90€ (Gebunden); 14,99€ (E-Book), Spotify

Inhalt:

Nichts wünscht Layla sich sehnlicher, als ein ganz normaler Teenager zu sein. Aber während ihre Freundinnen sich Gedanken um Jungs und erste Küsse machen, hat sie ganz andere Sorgen: Layla gehört zu den Wächtern, die sich nachts in Gargoyles verwandeln und Dämonen jagen. Doch in ihr fließt auch dämonisches Blut – und mit einem Kuss kann sie einem Menschen die Seele rauben. Deshalb sind Dates für sie streng tabu, erst recht mit ihrem heimlichen Schwarm Zayne, dem Sohn ihrer Wächter-Ersatzfamilie. Plötzlich wird sie auf einem ihrer Streifzüge von dem höllisch gut aussehenden Dämon Roth gerettet und er offenbart ihr das schockierende Geheimnis ihrer Herkunft!

Meine Meinung:

‘Steinerne Schwingen’ ist mein erstes Buch von Armentrout und gleichzeitig auch der Auftakt zur Dark Elements Reihe, die sich um Gargoyles dreht. Ich kann mich ganz dunkel an eine Zeichentrick Serie in meiner Kindheit erinnern, die sich um Gargoyles drehte, aber ansonsten hatte ich bis jetzt keinerlei Bücher, die sich um Gargoyles drehten. Die Reihe dreht sich um die 17-jährige Layla, wir befinden uns also im Jugendbuch Genre.

Wie so oft in Jugendbüchern befinden wir uns wieder mal in einer Art Liebesdreieck, für mich persönlich wäre das ja nicht immer unbedingt nötig… Insgesamt finde ich die Grundstory ganz gut, wenn auch etwas vorhersehbar. Etwas genervt bin ich vom ebenso typischen Charakteraufbau. Layla ist natürlich viel hübscher, als sie sich selbst sieht. Sie ist an sich ein total “normales Mädchen’, nur eben mit mega außergewöhnlich Kräften, und natürlich kommt am Ende dann doch heraus, dass Layla etwas totaaaal besonderes ist. Einerseits liest sich das Buch wirklich leicht weg, aber andererseits ist es eben doch ein wenig nach Schema F geschrieben.

Ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich die Reihe weiterverfolgen werde. Band 1 fand ich eher mittelmäßig, also werde ich wohl in nächster Zeit nicht zu den nachfolgenden Bänden greifen.


Autor: P.C. Cast & Kristin Cast
Titel: Gezeichnet (House of Night #1)
Seitenzahl: 464
Erscheinungsdatum: 29. Dezember 2009
Verlag: Fischer FJB
Preis: 16,95€ (Gebunden); 6,99€ (E-Book), Spotify

Inhalt: 

Als auf der Stirn der 16jährigen Zoey Redbird eine saphirblaue Mondsichel aufscheint, weiß sie, dass ihr nicht viel Zeit bleibt, um ins House of Night, das Internat für Vampyre, zu kommen. Denn jetzt ist sie gezeichnet. Im House of Night soll sie zu einem richtigen Vampyr ausgebildet werden – vorausgesetzt, dass sie die Wandlung überlebt. Zoey ist absolut nicht begeistert davon, ein neues Leben anfangen zu müssen, so ganz ohne ihre Freunde – das einzig Gute ist, dass ihr unerträglicher Stiefvater sie dort nicht mehr nerven kann. Aber Zoey ist kein gewöhnlicher Vampyr – sie ist eine Auserwählte der Vampyrgöttin Nyx. Und sie ist nicht die Einzige im House of Night mit besonderen Fähigkeiten…

Meine Meinung:

Die House of Night Reihe ist schon einige Jahre alt und ich habe sie tatsächlich schon damals zur Erscheinung gelesen. Ich bin damals etwa bis Band 5 gekommen, und dann ist sie irgendwie in Vergessenheit geraten. Nicht mal unbedingt, weil ich genug hatte, sondern wirklich unbeabsichtigt. Daher wollte ich schon länger die Reihe mal wieder neu beginnen, damit ich sie dieses Mal auch endlich beenden kann. Inzwischen gibt es 12 Bände, wir haben hier also eine Dodekalogie (und ja, ich habe das natürlich nachgeschlagen). Ein ziemlich großes Lesevorhaben also. Die House of Night Reihe gehört außerdem nicht zu den Büchern, die ich hintereinander lesen kann. Nach einem Band brauche ich meist erstmal eine Pause von den banalen Teeniedramen.

Die House of Night Bücher sind allesamt in recht großer Schrift gedruck, man kommt sehr zügig durch die recht dick erscheinenden Bücher, da der Schreibstil auch eher locker und leicht ist – einfache, jugendliche Sprache und viel wörtliche Rede. Wir werden zunächst in die Welt eingeführt und lernen die wichtigen Figuren kennen. Die Beschreibungen der Charaktere sind sehr bildhaft, so dass man sich tatsächlich gut Gesichter zu den Figuren vorstellen kann.

Auch hier kommt man natürlich nicht umhin ein gewisses Schema zu erkennen. Das Liebesdreieck, die zuvor normale Schülerin, die plötzlich ganz besonders wird… Und natürlich bin ich inzwischen etwas älter als die Charaktere und kann mich nicht mehr ganz so gut in die teilweise banalen Probleme eines Teenies hineinversetzen. Trotzdem konnte mich das Buch auch beim Re-Read wieder bezaubern, vermutlich hängt hier auch ein Hauch Nostalgie mit an.


Autor: Shari Lapena
Titel: The Couple Next Door
Seitenzahl: 350
Erscheinungsdatum: 16. März 2017
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 15,00€ (Broschiert); 9,99€ (E-Book), Spotify

Inhalt: 

“Deine Nachbarin möchte nicht, dass du dein Baby zur Dinnerparty mitbringst. Dein Ehemann sagt, das sei schon in Ordnung. Ihr wohnt ja gleich nebenan. Außerdem habt ihr ein Babyfon und könnt abwechselnd nach der Kleinen sehen. Deine Tochter schläft, als du das letzte Mal nach ihr siehst. Doch jetzt herrscht Totenstille im Haus. Du rennst ins Kinderzimmer – und dein schlimmster Alptraum wird wahr: Die Wiege ist leer.
Es bleibt nur eins: die Polizei zu rufen – doch wer weiß, was sie finden wird …”
(Bastei Lübbe)

Meine Meinung:

Bücher, in denen ein Baby oder Kind verschwindet, gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Zuletzt habe ich z.B. ‘Die Schwester’ von Joy Fielding gelesen, das anfänglich sehr an ‘The Couple Next Door erinnert hat. Glücklicherweise gehen die Bücher doch in verschiedene Richtungen letztendlich.

Im Buch begleiten wir die Ehefrau, deren Baby nachts aus dem Kinderbett entführt wird. Die Geschichte geht hierbei chronologisch vor, vom Abend des Verschwindens, über die Arbeit der Ermittler. Neben der Ehefrau begleiten wir außerdem den leitenden Ermittler, der uns an seinen Gedanken zum Fall teilhaben lässt. Nach und nach offenbaren sich natürlich ein paar dunkle Geheimnisse. Manche davon waren vorhersehbar, andere wiederum total überraschend. Manche Handlungen der Figuren fand ich weniger nachvollziehbar und ich fand auch die Begründungen nicht ganz einleuchtend.

Die Stimmung im Buch ist insgesamt sehr ruhig, sie plätschert etwas bedrohlich vor sich hin, um dann am Ende das Rätsel aufzulösen. Trotzdem habe ich das Buch sehr schnell durchgelesen, da ich unbedingt wissen wollte, wer nun genau Dreck am Stecken hat.

Insgesamt jedoch ein spannender, wenn auch eher ruhiger Thriller. Angenehmer Schreibstil, der zum Weiterlesen animiert. ‘The Couple Next Door’ ist das erste Buch der Autorin, sie soll wohl schon einem zweiten Thriller schreiben.


Autor: Joe Hill
Titel: Fireman
Seitenzahl: 960
Erscheinungsdatum: 09. Mai 2017
Verlag: Heyne
Preis: 17,99€ (Broschiert); 13,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt:

“Eine weltweite Pandemie ist ausgebrochen, und keiner ist davor gefeit: Alle Infizierten zeigen zunächst Markierungen auf der Haut, bevor sie urplötzlich in Flammen aufgehen. Die USA liegt in Schutt und Asche, und inmitten des Chaos versucht die Krankenschwester Harper Grayson, sich und ihr ungeborenes Kind zu schützen. Doch dann zeigt auch sie die ersten Symptome. Jetzt kann sie nur noch der »Fireman« retten – ein geheimnisvoller Fremder, der wie ein Racheengel durch die Straßen New Hampshires wandelt und scheinbar das Feuer kontrollieren kann.”
(Heyne)

Meine Meinung:

‘Fireman’ erzählt von einer Welt, in der eine Pandemie ausgebrochen ist. Infizierte Menschen tragen plötzlich Markierungen auf der Haut und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit bis sie in Flammen aufgehen und bei lebendigem Leib verbrennen. Wir lernen Harper kennen, die zunächst versucht als Krankenschwester ihr Möglichstes zu leisten, doch die Pandemie greift immer mehr um sich. Als Harper bemerkt, dass sie schwanger ist und auch erste Markierungen der Seuche trägt, versucht sie alles um ihr Kind zu schützen.

In der Story begleiten wir vor allem Harper, lernen aber auch viele andere Menschen kennen, deren Gedanken wir teilen können. Harper jedoch führt uns durch die Geschichte, die schier ausweglos erscheint, jedoch erscheint bald Hoffnung in Gestalt eines Mannes, der sich selbst Fireman nennt und scheinbar das Feuer beherrschen kann.

Trotz der mehr als 900 Seiten kommt man erstaunlich gut durch das Buch, was vor allem am wunderbar flüssigen Schreibstil des Autoren liegt. Joe Hill hat es geschafft, dass ich durch die vielen Seiten nur so geflogen bin. Die Charaktere sind gut herausgearbeitet, und ich hatte das Gefühl die Hauptprotagonistin Harper gut kennen zu lernen. Das Buch lebt für mich aber auch durch seine Dialoge, die oftmals auch erfrischend witzig sind. Für mich gab es im Buch kaum Längen, die Geschichte trampelte nicht auf der Stelle. Einzig das oftmals beschriebene ‘Leuchten’ wurde vielleicht ein wenig zu oft und ausschweifend erwähnt.

Die Welt, die Joe Hill hier erschaffen hat, war für mich sehr greifbar. Eine düstere Endzeit-Geschichte, die spannungsgeladen war und bei der trotzdem immer ein Hauch Hoffnung bei den Protagonisten mitschwang. Ich habe mich im Laufe der Story oftmals gefragt, wie ich wohl in so manchen Situationen gehandelt hätte. Für mich war es eine stimmige Story, in der es eben nicht um die Pandemie als solche ging, sondern vielmehr um die Menschen und wie diese damit umgingen. Was eine Pandemie unter Menschen ausrichten kann, zeigt sich vor allem an der relativ klar gezeichneten Linie zwischen Gut & Böse. Wer besinnt sich auf Gutes und wer nutzt die Seuche aus, um schlimme Dinge zu tun?

Insgesamt fand ich das Buch sehr gut, einzig das Ende hat mich etwas traurig zurückgelassen, denn so wirklich abgeschlossen empfand ich die Story nicht. Für mich hätte das Buch gerne noch einige Kapitel mehr haben können. So bleibt am Ende weiterhin nur die schwache Hoffnung am Horizont, die einen schon das ganze Buch hinweg begleitet hat.


Autor: Rainer Löffler
Titel: Blutsommer (Abel & Christ #1)
Seitenzahl: 464
Erscheinungsdatum: 01. Juni 2012
Verlag: rororo
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)

Inhalt: 

“Eine Dunstglocke liegt über der Stadt. Die Hitze ist unerträglich. Und dann der Geruch, dieser furchtbare Geruch!
Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt: Der «Metzger» hat wieder zugeschlagen.
Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen
wie er: eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen zu haben. Doch das hier – das ist eine neue Dimension.”
(rororo)

Meine Meinung:

Blutsommer ist der erste Fall des operativen Fallanalytikers Martin Abel und seiner neuen Partnerin Christ. Abel und Christ werden nach Köln gerufen, um dort bei der Aufklärung einiger Morde zu helfen. Wir lernen zunächst Abel kennen, der klassischerweise den Stereotyp eines gebrochenen Ermittlers darstellt. Man erfährt nach und nach etwas über seine Hintergrundgeschichte. Für mich persönlich müsste nicht jeder Ermittler einen tragischen Hintergrund haben, trotzdem hat hier die Erklärung gut zum dargestellten Menschen gepasst.

Wir lesen die Geschichte hauptsächlich aus Abels Sicht, aber auch seine Kollegin kommt zu Wort, in kurzen Auszügen auch andere Ermittler und nach einiger Zeit auch der Serienmörder. Dieser Wechsel der Perspektiven hat mir sehr gut gefallen. Vor allem die offensichtliche Diskrepanz zwischen dem was Abel wahrnimmt, und was seine Kollegin Christ in der selben Situation sieht, ist mitunter ganz witzig.

Man wird im Laufe der Story und vor allem, sobald sich die Hinweise um den Serientäter verdichten, einige Male aufs Glatteis geführt und auf eine falsche Fährte gesetzt. Dadurch hatte ich die Geschichte nicht zu schnell durchschaut und es blieb lange spannend. Auch der Showdown hat mir gut gefallen, auch wenn er wieder recht klassisch gehalten war. Völlig unschlüssig fand ich allerdings, die Darstellung der Beziehungs-Entwicklung zwischen den beiden Ermittlern Christ & Abel. Für mich war es einfach nicht greifbar, was da beschrieben wurde.

Insgesamt trotzdem ein  solider Thriller, und ich werde die Reihe um Abel gerne fortsetzen.


Autor: Renée Ahdieh
Titel: Rache und Rosenblüte (The Wrath and the Dawn #2)
Seitenzahl: 432
Erscheinungsdatum: 16. März 2017
Verlag: One
Preis: 17,00€ (Gebunden); 12,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

“Einhundert Leben für das eine, das du nahmst. Ein Leben bei jedem Sonnenaufgang. Gehorchst du auch nur an einem einzigen Morgen nicht, nehme ich deine Träume von dir. Ich nehme deine Stadt von dir. Und ich nehme von dir dieses Leben tausendfach.

Shahrzad und Chalid haben sich gefunden. Und obwohl ihre Gefühle füreinander unverbrüchlich sind, lauert da immer noch der Fluch, der dem jungen Kalifen auferlegt wurde. Sie wissen beide, dass diese Last ihrer gemeinsamen Zukunft im Weg steht. Und so verlässt Shahrzad den Palast. Sie verlässt Chalid. Aber kann sie einen Weg finden, ihre große Liebe nicht zu verlieren? Und kann sie verhindern, dass noch mehr Unschuldige sterben?”
(One)

Meine Meinung:

Nachdem ich letzten Monat bereits den ersten Band (Zorn und Morgenröte) der zweiteiligen Reihe gelesen hatte, habe ich zeitnah den Abschluss der Dilogie hinterhergeschoben. Auch hier hat mich vor allem das Cover bezaubert, das einfach so wunderschön orientalisch angehaucht ist und so gut zur Story passt.

Leider, leider hat mich ‘Rache und Rosenblüte’ überhaupt nicht überzeugen können. Die ganze Magie des ersten Bandes war für mich irgendwie verschwunden. Die vielen Nebencharaktere blieben sehr blass für mich und die Handlungsstränge waren für mich teilweise uninteressant.

Bereits im ersten Teil konnte ich diese Liebe zwischen Chalid und Shahrzad nicht wirklich greifen, daher hoffte ich, dass Band 2 etwas mehr Tiefe bringt. Doch leider kann ich immer noch nicht genau verstehen, was diese zwei Figuren so unsterblich verliebt macht. Natürlich muss man Liebe nicht immer erklären können, aber trotzdem habe ich diese Liebe einfach nicht sehen können. ‘Rache und Rosenblüte’ hat sich für mich also sehr gezogen und ich war letztlich dann sehr froh, als ich die Dilogie beenden konnte.

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