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Buchrezension

Bücher

[Bücher] Gelesen im Juli 2017 #2

Der Juli ist schon wieder vorbei und wir sind mitten im August. Ich habe das Gefühl, dass der Sommer fast schon wieder vorbei ist, obwohl mein Sommerurlaub erst noch ansteht.

Zur ersten Hälfte der gelesenen Bücher im Juli kommt ihr HIER

Juli 2017

Anzahl Bücher: 10
Anzahl Seiten: 4108
Seiten pro Tag: 132


Autor: Robin Cook
Titel: Toxin
Seitenzahl: 474
Erscheinungsdatum: 2000
Verlag: Blanvalet
Preis: 2,99€ (E-Book-english), ansonsten nur gebraucht

Inhalt: 

„Jedesmal freut sich der geschiedene Herzchirurg Dr. Kim Reggis auf die Wochenenden mit seiner kleinen Tochter. An diesem Freitag lädt er Becky in ihr geliebtes Schnellrestaurant ein. Doch nach dem friedlichen Abend bei Hamburgern und Pommes Frites erkrankt Becky an einer Lebensmittelvergiftung, deren Verlauf tödlich zu sein scheint. Als Kim den Ursprung der verheerenden Kolibakterien findet, steht ihm nur noch eine zur Seite: die junge Lebensmittelchemikerin Marsha Baldwin. Denn sie weiß, daß diese Branche nicht nur gierig, sondern auch völlig skrupellos ist …“
(Blanvalet)

Meine Meinung:

Robin Cook gehört zu meinen liebsten Autoren seit meiner Jugend. Gerade seine Bücher haben meine Liebe zu Medizin Thrillern geweckt, und auch heute lese ich sie noch gerne – wenn auch nicht mehr ganz so häufig, einfach weil ich so viele andere Genres für mich entdeckt habe. ‚Toxic‘ habe bereits vor vielen Jahren gelesen und habe tatsächlich auch noch die inzwischen sehr alte Ausgabe im Regal stehen. Inzwischen scheint es recht schwierig geworden zu sein, an das Buch heranzukommen. Ich habe lediglich gebrauchte Exemplare bei meiner Suche gefunden. Robin Cook hat jedoch so viele Romane herausgebracht, da findet man sicher auch ein anderes Einstiegsexemplar, wenn Interesse besteht.

‚Toxin‘ hat wohl damals (und auch heute) genau den Zahn der Zeit getroffen, denn das Buch handelt von der Fleischindustrie, deren Machenschaften und wie sich das alles im schlimmsten Fall auswirken kann. Die Story drum herum ist für jetzige Maßstäbe vielleicht etwas altbacken. Die Charaktere verhalten sich mitunter sehr merkwürdig und nicht gerade nachvollziehbar. Trotzdem hat mich die Geschichte sehr mitgerissen, gerade durch die Abwechslung aus Medizin und Lebensmittelskandal, gepaart mit Thriller-Elementen, auch wenn das Buch als ‚Roman‘ deklariert ist.

Unterhaltsam, mitreißend und stellenweise auch sehr emotional. Kein Wunder, dass Robin Cook mich nun schon so lange begleitet.


Autor: T.R. Ragan
Titel: Seelische Abgründe (Lizzy Gardner #3)
Seitenzahl: 390
Erscheinungsdatum: 09. Dezember 2014
Verlag: Amazon Crossing
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 4,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Ein Serienmörder terrorisiert Sacramento mit einer unbeschreiblich grausamen Mordserie an Liebespaaren. Seine Untaten wecken schlimme Erinnerungen in Privatermittlerin Lizzy Gardner, die selbst vor ein paar Jahren nur knapp einem Serienmörder entkam. Während die Bevölkerung von Sacramento in lähmender Furcht erstarrt, sieht Lizzy sich gezwungen, den Liebespaar-Mörder zu jagen.
Als eine Routineermittlung in einem Versicherungsbetrugsfall Lizzy und ihre beiden jungen Assistentinnen plötzlich auf die Spur des Mörders führt, ergreift sie die Gelegenheit beim Schopf, entschlossen, das Monster zur Strecke zu bringen, bevor es ein weiteres Opfer findet. Aber Lizzy ahnt nicht, dass der Killer ihr eine Nasenlänge voraus ist und sie auf Schritt und Tritt beobachtet, während er sein bisher blutigstes Verbrechen plant.“
(Amazon Crossing)

Meine Meinung:

Auch im Juli habe ich weiter gemacht mit angebrochenen Reihen und habe zum 3. Teil der Lizzy Gardner Reihe gegriffen. Nachdem mir der zweite Teil vom Fall her nicht besonders gut gefallen hat, ist Teil 3 wieder mehr nach meinem Geschmack.

Wie bereits gewohnt haben wir einen Hauptstrang, der verfolgt wird und ebenso Nebenstränge. Wir begleiten Lizzy und ihre Mitarbeiterinnen, die Stück für Stück den Fall lösen. Die Mordserie zieht sich bereits über mehrere Jahre und man bekommt als Leser häppchenweise Informationen zugeworfen. Anfangs kann man damit nicht sehr viel anfangen, aber irgendwann ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild. Hierbei ist sogar ein kleiner Twist eingebaut, den man als aufmerksamer Leser aber durchaus vorausahnen könnte.

Wie auch schon bei den ersten beiden Teilen bin ich mit den Nebenfiguren nicht wirklich warm geworden und auch die Hauptprotagonistin ist keine sonderlich sympathische Figur für mich. Ich finde die Betonung darauf, dass sie ja so besonders ist langsam etwas anstrengend und auch nicht nachvollziehbar.

Trotzdem gehörte ‚Seelische Abgründe‘ wieder zu den Büchern, die sich recht angenehm und rasch lesen lassen. Kein Buch, über das man groß nachdenken muss und damit perfekt für zwischendurch.


Autor: Tess Gerritsen
Titel: Der Anruf kam nach Mitternacht
Seitenzahl: 304
Erscheinungsdatum: 07. August 2017
Verlag: HarperCollins
Preis: 12,00€ (Broschiert); 7,49€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„Nacht in einem Haus in Washington, D.C. Das Telefon klingelt. Als Sarah Fontaine kurz darauf das Gespräch beendet, ist ihre Welt eine andere: Man hat ihr gerade mitgeteilt, dass ihr Mann Geoffrey bei einem Hotelbrand ums Leben gekommen ist. In Berlin. Dabei sollte er doch auf Geschäftsreise in London sein! Zusammen mit dem Botschaftsmitarbeiter Nick O`Hara macht Sarah sich vor Ort auf die Suche nach Antworten. Was sie findet ist ein perfider Racheplan …“
(HarperCollins)

Meine Meinung:

Tess Gerritsen gehört ebenfalls seit vielen Jahren zu meinen Lieblingsautorinnen, wenn gleich ihre Bücher nicht immer eine gleichbleibende Qualität bieten bzw. sehr voneinander abweichen können. ‚Der Anruf kam nach Mitternacht‘ ist eine Neuauflage des HarperCollins Verlags und ein einzeln stehender Band.

Wer etwas in Richtung ‚Rizzoli & Isles‘ erwartet könnte vermutlich etwas enttäuscht werden, denn ‚Der Anruf kam nach Mitternacht‘ ist gänzlich anders. Der Thriller geht fast schon in Richtung Verfolgungsjagd á la ‚Jason Bourne‘. Wir begleiten Sarah, die auf der Suche nach der Wahrheit ist, denn sie glaubt einfach nicht, dass ihr Mann im Ausland verstorben sein soll und kommt so einem ganzen Komplott auf die Spur.

Der Thriller ist sehr rasant geschrieben, wir haben viele Ortswechsel und erleben die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Erst Stück für Stück enthüllt sich die ganze Problematik. Man ist die gesamte Story hinweg wie auf einer Hetzjagd und bekommt sehr viele Informationen um die Ohren gehauen. Die Auflösung des Spektakels ist nicht ganz nach meinem Geschmack, wenn auch absehbar im Laufe der Story.

Wer Actionthriller mag, könnte ganz glücklich werden mit dem Buch. Wer allerdings einen komplexen Kriminalfall wie bei Rizzoli & Isles erwartet, der sollte vielleicht lieber auf den neuen Band der Reihe warten, der dieses Jahr noch erscheinen soll.


Autor: Ethan Cross
Titel: Spectrum
Seitenzahl: 510
Erscheinungsdatum: 21. Juli 2017
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 11,00€ (Gebunden); 8,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„August Burke ist anders. Irgendwie seltsam, geradezu wunderlich. Doch Burke ist auch ein Genie: Er erkennt Zusammenhänge, die allen anderen verborgen bleiben. Als es in einer Bank zu einer Geiselnahme kommt, wendet das FBI sich an ihn. Denn die Täter verhalten sich extrem ungewöhnlich und verschwinden schließlich sogar unbemerkt aus dem umstellten Gebäude. Mit Burkes Hilfe entdeckt das FBI den Zugang zu einem Geheimlabor unter der Bank – das eigentliche Ziel des Überfalls. Was haben die Räuber dort gesucht? Und haben sie es gefunden? Zusammen mit Special Agent Carter folgt Burke ihrer Spur – und bekommt es mit einem Feind zu tun, der bereit ist, tausende Menschenleben zu opfern.“
(Bastei Lübbe)

Meine Meinung:

Ethan Cross ist sicherlich vielen bekannt durch die ‚Shepherd‘-Reihe, deren fünfter Band nächstes Frühjahr erscheinen soll. Seit Ende gibt es jedoch zunächst den Auftakt einer neuen Reihe zu lesen. ‚Spectrum‘ ist Teil 1 der neuen Reihe um August Burke.

Die Story beginnt recht wirr mit vielen verschiedenen Szenen und Figuren. Noch scheint nichts so richtig zusammen zu hängen, bis alles in einem sehr ’spektakulären‘ Banküberfall mündet. Hier tritt auch erstmals August Burke in Erscheinung, der dem FBI beratend zur Seite steht. Burke ist Asperger-Autist, was ich als Rolle oft sehr interessant finde, wenn es gut umgesetzt ist.

Auch im Laufe der Story wechseln wir ständig zwischen den Szenen hin und her, man bekommt viele Informationen und zum Teil geht es wirklich schnell für all die Fülle an Infos. Der ständige Wechsel in der Erzählweise passt jedoch gut zum Buch selbst, denn die Story erinnert stark an US-Actionfilme, was mir übrigens auch schon bei der Shepherd-Reihe aufgefallen ist.

Ich muss sagen, dass mir die Umsetzung bei Spectrum nicht so gut gefallen hat wie bei der Shepherd-Reihe. Teilweise ist es schon etwas abgedreht, und nicht unbedingt realistisch. Nehme ich z.B. einen Laymon zur Hand, dann weiß ich, was mich erwartet und erwarte auch keinen Realismus. Hier bei ‚Spectrum‘ hat es mich einfach ein wenig überrascht.

Insgesamt fand ich das Buch durchaus lesenswert und ich werde die Reihe wohl auch weiterlesen. Gerade das Finale hat nochmal ein wenig herausgeholt und auch gleich Spannung für den nächsten Teil aufkommen lassen.


Autor: Tania Carver
Titel: Du sollst nicht leben (Marina Esposito #6)
Seitenzahl: 464
Erscheinungsdatum: 14. Juli 2017
Verlag: Ullstein
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt:

„Detective Phil Brennan wird zu einem grausigen Tatort gerufen. Eine Mutter und ihr Baby wurden vor den Augen des Kindsvaters mit einer Armbrust erschossen. Dieser hatte die Wahl: entweder mit seinem eigenen Leben oder dem seiner Familie den Unfalltod zweier Menschen zu büßen. Er wählte seine Familie. Ausgerechnet diesmal ist Phil Brennan auf sich allein gestellt. Denn seine Ehefrau, Polizeiprofilerin Marina Esposito, muss sich den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen.“
(Ullstein)

Meine Meinung:

‚Du sollst nicht leben‘ ist bereits der 6. Teil der Reihe um Marina Esposito. Die vorhergehenden Teile habe ich alle sehr gemocht und bei neuen Reihentiteln bekomme ich immer direkt Lust, die Reihe nochmal von vorne zu beginnen.

Marina Esposito und Phil Brennan sind durch die vorhergehenden Bände bereits vertraute Personen, die sich außerdem auch angenehm begleiten lassen. Sie handeln nicht stumpf, sondern immer recht nachvollziehbar, was das Lesen wirklich sehr erfreulich macht. Durch das getrennte Ermitteln fehlt es vielleicht ein wenig an gemeinsamer Charakterentwicklung, aber das verschmerzt dieser Teil.

Das Buch beschreibt zwei Handlungsstränge, an denen die beiden Ermittler einzeln arbeiten. Hier ist es sicherlich Geschmackssache, welchen Teil der Story man spannender findet. Leider fand ich den Entschluss, bereits ab der Hälfte den Täter zu entlarven nicht sehr gut gelöst, da dies einfach sehr viel von der Spannung genommen hat. Ich persönlich mag die Spannung, den Täter herauszufinden mehr als das zeitige Entlarven. Zwar kann auch hiermit gut gespielt werden, indem man das ganze Drumherum, wie man ihn schnappt etc. ausschmückt, aber ich tendiere dann manchmal dazu, die Geschichte nicht mehr ganz so aufmerksam zu lesen.

Insgesamt trotzdem ein spannendes Buch (bis zum Spannungsbruch, sofern man es so sehen möchte) und definitiv lesenswert. Fans der Reihe werden auf ihre Kosten kommen. Zwar handelt es sich gewissermaßen um einen einzeln stehenden Fall, aber ich würde empfehlen die Bücher in der Reihenfolge zu lesen, zumal ‚Du sollst nicht leben‘ mit einem kleinen Cliffhanger endet. Es bleibt also spannend…

Bücher

[Bücher] Gelesen im Juni 2017 #2

Die zweite Hälfte des Monats Juni fällt äußerst spärlich aus. Die Masterarbeit hat mich fest im Griff und irgendwie ist Lesen zur Zeit kein guter Ausgleich für mich. Meist habe ich wirklich nur am Wochenende zu einem Buch gegriffen, da mir sonst einfach die Ruhe dafür gefehlt hat.

Zur ersten Hälfte der gelesenen Bücher im Juni kommt ihr HIER

Juni 2017

Anzahl Bücher: 8
Anzahl Seiten: 3861
Seiten pro Tag: 128


Autor: Larry Brown
Titel: Fay
Seitenzahl: 656
Erscheinungsdatum: 09. Mai 2017
Verlag: Heyne Hardcore
Preis: 22,99€ (Gebunden); 18,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„Der Roman erzählt die Geschichte der 17-jährigen Fay, einer bildhübschen jungen Frau, die von zu Hause, von ihrem gewalttätigen Vater, wegläuft. Mit nichts als einer Packung Zigaretten und zwei Dollar in der Handtasche verlässt sie ihre Hütte im Wald und macht sich auf den Weg Richtung Küste, auf der Suche nach einem besseren Leben. Auf diesem Weg erlebt sie allerhand Bedrohliches, Gewalttätiges, aber auch Liebe und Hoffnung.“
(Heyne Hardcore)

Meine Meinung:

‚Fay‘ erzählt die Geschichte des gleichnamigen Mädchens, die aufgrund schwerer Familienverhältnisse entscheidet, wegzulaufen. Die Geschichte ist eine Kombination aus ‚Coming-of-Age‘ und ‚Roadmovie‘, gespickt mit viel Leid, Perspektivlosigkeit und allgemein der dunklen Seite des Lebens.

‚Fay‘ ist ein Roman aus der Feder des bereits 2004 verstorbenen Autors Larry Brown. Das Buch wurde bereits 2000 veröffentlich, jetzt endlich hat es den Weg auch in den deutschsprachigen Raum gefunden. Inhaltlich konnte ich einige Parallelen zu dem Film ‚Runaway Girl‘ finden, welcher auch auf einem Roman basiert – dem 2007 erschienen ‚Hick‘ von Andrea Portes. Die Ähnlichkeiten beruhen aber vor allem auf der Grundthematik und der gezeigten Gesellschaftsschicht. Sogenannte Bücher aus dem ‚Country Noir‘ Genre üben eine Faszination auf mich aus, die ich nicht mal in Worte packen kann. Mich interessieren die dunklen Flecken einer Gesellschaft. Da das Buch auch noch in einem meiner Lieblingsverlage, Heyne Hardcore, erschienen ist, brauchte ich nicht mehr viel Anreiz und war sofort interessiert.

Bereits zu Beginn der Geschichte wird klar, dass uns hier eine soziale Randgruppe dargestellt wird. Armut, Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Drogen, sexuelle Gewalt – all dies scheint in Fays Welt an der Tagesordnung zu stehen. Fay möchte ausbrechen und beschließt, ihrer Familie den Rücken zu kehren. Auf ihrem Weg begegnet sie vielen Menschen, die es tatsächlich nicht immer gut mit ihr meinen. Fay wird als eine sehr gefasste, pragmatische, aber doch naive junge Frau dargestellt, die gerne an das Gute im Menschen glauben will. Doch auch bei ihr hat das verrohte Leben schon Spuren hinterlassen und sie wird zunehmend misstrauischer mit jeder schlechten Erfahrung. Trotz ihrer aufgeschlossenen und netten Art, weiß sich Fay zu helfen, wenn sie in Bedrängnis gerät und ist alles andere als eine leichte Beute.

Doch Fay trifft leider nicht immer gute Entscheidungen, was wohl vor allem an ihrer Naivität liegt. Für mich als Leser nicht unbedingt nachvollziehbar, aber aus Fays Sicht durchaus. So ist es sogar vorgekommen, dass Fay aus meiner Sicht eine total dumme Entscheidung trifft, die ich überhaupt nicht mochte. Im Verlauf der Story verschlechtert sich aber alles so sehr, dass der vermeintliche Fehler vorher, eher einer Rettung gleichkommt. Die Geschichte selbst hat nicht unbedingt hervorstechende Highlights und fließt eher vor sich hin, jedoch war ich niemals gelangweilt, auch wenn das Buch durchaus ein paar Längen aufweist.

Einzig das Ende konnte mich leider nicht ganz überzeugen, da es wohl einfach nicht mein Geschmack war. Ich habe nicht mit einem Happy End gerechnet, da das wohl kaum dem Buch gerecht werden würde, aber etwas weniger offen und ein wenig hoffnungsvoller hätte mir schon gefallen.


Autor: Rainer Löffler
Titel: Der Näher (Abel & Christ #3)
Seitenzahl: 463
Erscheinungsdatum: 24. April 2017
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 12,00€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„In der Nähe von Köln verschwinden zwei schwangere Frauen. Martin Abel, Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, übernimmt die Ermittlungen. Kurz darauf werden die Leichen einer Mutter und ihres Kindes in einem unterirdischen Hohlraum entdeckt. Es handelt sich um eine Frau, die vor Jahren verschwunden ist. Dann taucht eine der beiden vermissten Frauen wieder auf und gibt erste Hinweise auf den Täter. Martin Abel muss sich in eine Welt zerstörerischer Fantasien hineindenken. Denn der Mörder tötet nicht nur, sondern platziert etwas im Körper der Toten …“
(Bastei Lübbe)

Meine Meinung:

Nach ‚Blutsommer‘ und ‚Blutdämmerung‘ kommt mal nichts mit Blut, sonder ‚Der Näher‘! Ein recht profaner Titel, für einen so geladenen Thriller. Wir begleiten hauptsächlich unseren bereits bekannten Ermittler Abel, der quasi zwangsvermittelt wurde, um in einem beschaulichen Städtchen in bereits ‚erledigten‘ Fällen zu forschen. Doch natürlich findet Abel heraus, dass einiges nichts so ist wie es scheint und somit steht er wiedermal inmitten eines unglaublichen Falles.

Das Buch kann durchaus auch ohne Vorkenntnis der beiden ersten Teile gelesen werden. Es wird zwar selten Bezug genommen auf die früheren Fälle, aber dabei nicht gespoilert oder etwas vorausgesetzt.

Abel erscheint mir im dritten Teil wieder etwas gesetzter und nicht mehr ganz so unruhig und undurchdacht wie im zweiten Teil. Die neue Umgebung hat alles mal wieder etwas aufgelockert und man hat neue Figuren kennen lernen können. Besonders die Kollegin, die Abel zur Seite gestellt wurde, fand ich teilweise urkomisch mit ihrem trockenen Humor. Von Abels Immer-Noch-Freundin (ja, ich hoffe weiterhin, dass diese Beziehung sich auflöst, da die beiden für mich so gar nicht zusammen passen) sieht man im dritten Teil verhältnismäßig wenig, was mich auch nicht sonderlich gestört hat.

Der Fall selbst war wieder mal sehr interessant gestaltet. Wir erleben auch hier die polizeiliche Ermittlungsarbeit, wie sich langsam an die Sache herangetatet wird. Im Gegenstück dazu bekommen wir wieder die Gelegenheit in die Vergangenheit des Mörders einzutauchen, was wirklich sehr interessant und verstörend war. Im Laufe des Buches wird man natürlich zunächst auf eine falsche Fährte geführt. Jedoch ist die letztliche Auflösung ein wenig vorhersehbar, denn so viele Möglichkeiten blieben dann einfach nciht mehr.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil  und die spannende Handlung haben wieder mal dazu eingeladen, das Buch in sehr kurzer Zeit durchzulesen. Trotz kleiner Minuspunkte ein Volltreffer für mich!

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