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[Rezension] Nele Neuhaus – Im Wald – Bodenstein & Kirchhoff #8

Autor: Nele Neuhaus
Titel: Im Wald (Bodenstein & Kirchhoff #8)*
Genre: Kriminalroman
Seitenzahl: 560
Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2016
Verlag: Ullstein
Preis: 22,00€ (Gebunden); 12,00€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Bodenstein & Kirchhoff Reihe

  1. Eine unbeliebte Frau
  2. Mordsfreunde
  3. Tiefe Wunden
  4. Schneewittchen muss sterben
  5. Wer Wind sät
  6. Böser Wolf
  7. Die Lebenden und die Toten
  8. Im Wald

Inhalt: 

„Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn vierzig Jahre in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand – und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt. Es bleibt nicht bei zwei Toten. Liegt ein Fluch über dem Dorf?“
(Ullstein)

Meine Meinung:

In einem Dorf im Taunus wird eine Leiche aus einem abgebrannten Wohnwagen geborgen, kurze Zeit später wird eine todkranke Frau ermordet. Hängen diese Ereignisse zusammen? Die Ermittlungen führen Bodenstein in seine eigene Vergangenheit und es dauert nicht lange bis sich die Ereignisse noch weiter zuspitzen.

‚Im Wald‘ war mein erster Kriminalroman von Nele Neuhaus, die auch nach und nach verfilmt werden. Zwar ist es bereits Band 8 der Reihe, jedoch kann man die Teile prima unabhängig voneinander lesen. Lediglich ab und zu gab es Anspielungen auf bereits vergangene Ereignisse, was aber den Lesefluss nicht gestört hat.

Die Story nimmt recht langsam an Fahrt auf, da sich die Ermittlungsarbeiten sehr hinziehen, bis endlich etwas Schwung in die Sache kommt. Ich glaube, die dazugehörige Verfilmung muss ich mir unbedingt anschauen, wenn sie erschienen ist, denn gefühlt hätte diese Verfilmung bei mir 4 Stunden. Nele Neuhaus‘ Schreibstil hat mir jedoch sehr gut gefallen, denn dadurch konnte ich auch trotz der gelegentlichen Langatmigkeit an der Story dranbleiben.

Neben unseren beiden Ermittlern haben wir es hier mit einer Vielzahl an Nebencharakteren zu tun. Mir schwante es bereits, als zu Beginn des Buches 3 Seiten die Charaktere zusammenfassten. An sich ist das ganz hilfreich, jedoch blättere ich in einem E-Book selten zurück, sodass ich mich doch auf mein Gedächtnis verlassen musste. Da Nele Neuhaus hier ein ganzes Dorf mit Leben gefüllt hat, sind manche Figuren eben weniger wichtig als andere, jedoch muss man schon ganz schön am Ball bleiben, um sich alle halbwegs zu merken. Manche Figuren konnte man sich dabei besser merken als andere, die eher ein wenig blass blieben. Auch die Verstrickungen im Ort, wer mit wem, wer ist mit wem verwandt etc. waren sehr komplex.

Insgesamt war ‚Im Wald‘ für mich ein solider Krimi, der einige Längen hatte, aber insbesondere im letzten Drittel an Fahrt aufnahm.

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