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[Rezension] Linda Castillo – Kalt wie dein Verrat

Autor: Linda Castillo
Titel: Kalt wie dein Verrat*
Genre: Roman
Seitenzahl: 304
Erscheinungsdatum: 01. Dezember 2017
Verlag: mtb
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„Panik steigt in Landis auf. Eigentlich hatte sie sich in ihrer Berghütte etwas Ruhe und Einsamkeit erhofft. Stattdessen erwartet die junge Staatsanwältin dort ihr ehemaliger Liebhaber Jack LaCroix. Vor einem Jahr wurde er wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Jetzt ist Jack aus dem Gefängnis geflohen und beteuert seine Unschuld. Darf sie ihm glauben, obwohl er sie doch schon einmal betrogen hat? Nicht nur Landis‘ Karriere, sondern auch ihr Leben und ihr Herz stehen bei dieser Entscheidung auf dem Spiel.“
(mtb)

Meine Meinung:

Linda Castillo ist vor allem für ihre Kate Burkholder bekannt, welche ich selbst noch nicht gelesen habe. Für 2018 hatte ich mir vorgenommen die Reihe zu starten, zunächst jedoch ist mir dieser Einzelband der Autorin aufgefallen.

„Kalt wie dein Verrat“ erzählt die Geschichte von Jack, der aus dem Gefängnis ausbricht, da er anders keine Möglichkeit sieht seine Unschuld zu beweisen. Er wurde für den Mord an seinem Polizei Partner Evan verurteilt, beharrt jedoch darauf, dass ihm die Tat untergeschoben wurde. Völlig überraschend steht er nun vor der Tür von Landis, mit der er einst zusammen war und die außerdem die Schwester von Evan ist. Kann Jack Landis von seiner Unschuld überzeugen und mit ihrer Hilfe rechnen?

Zunächst finde ich die Zuordnung als „Roman“ ganz gut, denn einen Thriller haben wir hier bei weitem nicht. Der Plot ist etwas dünn gesät, denn aufgrund des Klappentextes kann man sich eigentlich schon die ganze Geschichte zusammenreimen. Die Story des Buches besteht letztlich darin, dass beide Charaktere entweder gerade verzweifelt diskutieren, sich in brenzlige Situationen begeben oder gegenseitig ihre sexy Körper anschmachten.

Passend zum dünnen Plot sind auch die Charaktere gestaltet, denn beide kratzen nur an der Oberfläche. Das Buch ist mit 300 Seiten natürlich nicht sehr dick, aber etwas mehr Nähe zu den Charakteren hätte durchaus aufgebaut werden können.

Immerhin konnte ich nun den Schreibstil von Linda Castillo kennen lernen, und der hat mir wirklich sehr gut gefallen. Die Sprache ist sehr leicht zugänglich und ich bin zügig durch das Buch gekommen. Was ehrlich gesagt auch ein wenig von Nöten war, denn die Story selbst hat mich nicht überzeugen können. Man muss aber auch hinzufügen, dass „Kalt wie dein Verrat“ bereits 2003 im Original erschienen ist und für heutige Verhältnisse vielleicht einfach nicht mehr zeitgemäß ist. Ihre hochgelobte Kate Burkholder Reihe ist 2009 erschienen, so dass ich vermute, dass sich in den Zwischenjahren bei Linda Castillo einiges getan hat.

Insgesamt fand ich „Kalt wie dein Verrat“ recht platt, wenngleich ich das Buch schnell weggelesen hatte. Mir hat es einfach ein wenig an Spannung gefehlt und die Charaktere haben mich einfach zu oft zum Augenrollen gebracht.

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