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[Erfahrungsbericht] Kale&Me 3 Tage Saftkur

Warum eine Saftkur?

Meine Ernährung war in den letzten Monaten, Wochen, Tagen nicht die beste. An sich denke ich schon, dass ich mich relativ gesund ernähre, da ich meist täglich frisch koche. Ich mag Kochen und Essen einfach sehr gerne, hin und wieder schleichen sich aber auch ein paar Schlemmertage hinein. Mit so einer Saftkur verspreche ich mir den Körper einfach mal zu resetten, quasi auf null zu setzen und einfach beschwingt in eine gesündere (oder eher bewusstere) Lebensweise zu starten. Ich werde wohl im Leben nicht zu den Mädels gehören, die nur Chiasamen, Salat und Beeren essen und damit zufrieden sind. Beim Essen geht es mir auch oft um Volumen, ich esse gerne viel und bin meist erst zufrieden, wenn die Plauze etwas spannt. Vielleicht hilft mir diese Saftkur etwas mehr in mich hineinzuhorchen.

Die Saftkur

Ich habe mich nach kurzer Recherche für die Saftkur von Kale & Me entschieden. Hier werden verschiedene Saftkuren mit unterschiedlicher Dauer angeboten. Für mich gab es nun fortan täglich 6 kaltgepresste Säfte á 320ml für 3 Tage. Der Spaß für 3 Tage kostet 79€. Sicherlich kein Schnäppchen. Möchte man das Ganze jedoch selber durchziehen, muss man natürlich auch das Obst & Gemüse berechnen, den Aufwand alles zu schälen und zu schnippeln, da geht schon ordentlich Zeit drauf. Die Säfte werden gekühlt angeliefert und man kann sich auch problemlos den Tag aussuchen. Da ich an einem Montag starten wollte und montags nicht geliefert wird, habe ich die Lieferung auf Freitag gelegt und die Säfte bis Montag kühl gelagert. Das ist kein Problem, denn die Säfte sind mindestens 10 Tage haltbar, die meisten sogar weitaus länger. Die 6 Säfte sollen im Abstand von 2 Stunden getrunken werden.

#1 Pamela Pine

Apfel, Ananas, Gurke, Zitrone, Minze

Saft Nr. 1 sieht zwar sehr grün aus, schmeckt aber sehr fruchtig. Ich schmecke vor allem die Ananas heraus. Trotzdem merkt man natürlich auch die Gurke, es ist also vom Geschmack her kein reiner Obstsaft, die Gurke dominiert zwar nicht, ist aber wahrnehmbar. Ich mag Pamela Pine sehr gerne!

#2 Catie Carrot

Apfel, Karotte, Zitrone

Man könnte es schon aufgrund der Farbe und des Namens vermuten – Catie Carrot schmeckt nach Karotte. Der Saft erinnert mich an diese typischen ACE-Säfte, nur eben noch karottiger. Nicht unbedingt mein Lieblingssaft, aber dennoch lecker und vor allem absolut ertragbar!

#3 Al Avoca

Ananas, Spinat, Avocado, Zitrone

Avocado hat ja nun selbst keinen wahnsinnig hervorstechenden Geschmack, daher nehme ich hier vor allem die Ananas wahr. Die hübsche grüne Färbung kommt vom Spinat, den schmecke ich gar nicht heraus.

#4 Rosy Roots

Apfel, Karotte, Rote Beete, Zitrone, Ingwer

Puh, hier habe ich irgendwie etwas anderes erwartet. Ich hatte ja auf den Ingwer gehofft, aber Rosy Roots schmeckt wirklich sehr stark nach Roter Beete. Und ich mag Rote Beete – eigentlich. Hier wusste ich aber schon, dass mir der Saft am dritten Tag bestimmt zum Hals raushängen würde. Ich stelle mir gerade vor, wie es wohl Leuten geht, die Rote Beete generell nicht mögen.

#5 Kalvin Kale

Apfel, Gurke, Staudensellerie, Zitrone, Grünkohl, Spinat

Hier war ich recht zuversichtlich, denn ich gehöre zu den Leuten, die tatsächlich Sellerie gerne mögen. Ich hab auch nichts gegen Gurke im Saft und Grünkohl schmeckt ja auch nie wirklich vor – so die Theorie. In der Realität war Kalvin Kale dann doch seeehr sellerielastig. Das war am ersten Tag noch ok, hey mal was Neues. Aber bereits am zweiten Tag fand ich den Saft schon nicht mehr ganz so gut. Er ist nicht eklig, versteht mich nicht falsch, aber wirklich gewöhnungsbedürftig.

#6 Amy Almond

Wasser, Mandel, Dattel, Salz

Mein Lichtblick am Abend! Amy Almond war der einzige Saft bei dem ich anfangs skeptisch war. Ich habe schon einiges an Mandelmilch durchtestet, aber wirklich toll fand ich es nie. Ich weiß nicht, ob es am fehlenden Essen lag, aber Amy Almond war eine richtige Wohltat nach den anderen Säften. Ich habe mir immer richtig Zeit gelassen und sie quasi auf der Zunge zergehen lassen, da sie auch eine tolle cremige-milchige Konsistenz hat.


Tag 1

Da ich momentan in der Klausurenphase stecke, wollte ich den Tag erst 10Uhr beginnen, damit ich den letzten Drink nicht ganz so früh zu mir nehme. Ich bin während der Lernzeit eher bis spät Abends wach und deswegen dachte ich, dass diese Taktung ganz gut wäre. Der Morgen startete voller Zuversicht. Der Hunger kam jedoch schnell. Schon gegen Mittag vernahm ich ein erstes Magenknurren. Der Hunger ging nicht wirklich weg, also genehmige ich mir eine Brühe zum frühen Abend. Saft Nummer 6 um 20Uhr war eine wahre Wohltat! Einfach mal was anderes nach den ganzen Säften, ich habe ihn richtig genossen.

Tag 2

Ich wachte auf und hatte überraschenderweise gar keinen Hunger. Im Gegenteil – ich war voller Tatendrang und hab erstmal die Wohnung geputzt und war einkaufen. Ich war schon ganz verwundert, wo denn mein Hunger blieb und natürlich kam er wieder. Keine falsche Hoffnung bitte. Gegen Nachmittag meldet sich mein Bauch mit Hunger und vielen Gelüsten. Am meisten Lust hatte ich komischerweise auf ein weichgekochtes Ei. Im Kopf plante ich schon mein Essen für die Zeit nach der Saftkur. Allgemein fühlte ich mich nach meinem Hoch am Morgen ziemlich schlapp und ich hatte Kopfschmerzen, die jedoch zum Abend hin weggingen. Und wie befürchtet gruselte es mich schon am 2. Tag etwas vor Rosy Roots & Kalvin Kale. Ich habe sie brav getrunken, aber meine Lieblinge sind sie nicht. Auch an Tag 2 war Amy Almond mein Lichtblick des Tages.

Tag 3

Auch an Tag 3 hatte ich morgens keinen Hunger. Ich bin aber auch sonst nicht der üppigste Frühstücker, oftmals esse ich erst gegen vormittag meine erste Mahlzeit. Ich fühlte mich ehrlich gesagt ziemlich normal, kein Hunger und keine Kopfschmerzen. Wie aber auch zuvor meldete sich ab spätem Nachmittag mein Bauch mit leichtem Grummeln. Der Hunger war nicht ganz so stark wie die Tage zuvor, vielleicht hatte ich mich einfach daran gewöhnt. Rosy Roots und Kalvin Kale haben am dritten Tag irgendwie noch intensiver geschmeckt. Sie sind wirklich nicht eklig und schmecken im Grunde ganz gut, aber wir werden halt keine Best Friends.


Fazit

Die Saftkur hat mir geholfen, mich einfach mal zu resetten. Mir ist klar, dass ich keinen Detox brauche, das macht mein Körper von ganz alleine. Aber allein gedanklich hat mir die Kur geholfen. Man stopft ja doch gerne mal ungesundes Zeug in sich hinein. Ich im speziellen habe vor allem Schwierigkeiten gute Portionsgrößen zu finden. Meist bewege ich mich nur zwischen „Ich habe Hunger“ und „Mir ist schlecht“. Da kann so eine Saftkur wirklich dazu beitragen ein besseres Körpergefühl zu bekommen. Und natürlich kann man das wunderbar als Neustart nehmen. Im Endeffekt würde ich die Kur wahrscheinlich sogar nochmal machen, allerdings keine 3 Tage. Mal zwischendurch einen Tag als Saftkur einzuschieben klingt da doch schon verlockender. Und ich kann ehrlich gesagt keinen verstehen, der sagt, man hätte in den 3 Tagen keinen Hunger. Ich hatte Hunger.

 

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