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Bücher, Buchrezension

[Bücher] Gelesen im September 2017 #1

Den Anfang des Monats konnte ich noch lesend am Strand verbringen, daher sind einige Bücher für die erste Monatshälfte zusammen gekommen. Zeitgleich lese ich mal wieder an einem besonders dicken Buch, denn vor der Kinopremiere von Stephen Kings ES wollte ich unbedingt noch das Buch lesen. Die über 1000 Seiten sind jedoch nicht sehr schnell weggelesen, weshalb ich es wohl erst kurz vor knapp beenden werde.


Autor: Elizabeth Haran
Titel: Im Tal der Eukalyptuswälder
Seitenzahl: 442
Erscheinungsdatum: 01. Juli 2017
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 18,00€ (Gebunden); 13,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

Sydney, 1925: Die junge Matilda fühlt sich von jeher als Kuckuckskind in ihrer schillernden High-Society-Familie. Als durch einen Skandal um ihren Vater ihre Verlobung platzt, flieht sie in die Idylle des Hinterlandes von New South Wales. In dieser Abgeschiedenheit schreibt sie unter falschem Namen einen Roman über ihre ungeliebte Familie, der unerwartet zum Bestseller wird. Damit wird ihr Leben erst recht kompliziert, vor allem in Hinblick auf die Liebe …“

Meine Meinung:

Auf der Suche nach Strandlektüre bleibe ich oft bei Büchern hängen, die locker, leichte Geschichten versprechen und am besten auch schon ein sehr sommerliches Cover bieten. Daher bin ich ziemlich schnell auf ‚Im Tal der Eukalyptuswälder‘ gestoßen.

Das Buch bietet genau die richtige Atmosphäre für entspannte Stunden am Strand. Wir begleiten unsere Hauptfigur Matilda, die noch recht naiv und ein wenig steif daherkommt, was vielleicht auch an der Zeit liegen mag, denn wir befinden uns im Jahre 1925. Matildas Ansichten sind für heutige Maßstäbe ein wenig altbacken und was damals schnell aufgestoßen ist, würde heute vielleicht kaum mehr für ein Schulterzucken sorgen. Dennoch war ich sehr schnell im Geschehen drin, denn die Welt von Matilda wurde sehr schön und eingehend beschrieben.

‚Im Tal der Eukalyptuswälder‘ ist mein erstes Buch der Autorin und ich fand ihren Schreibstil wirklich sehr angenehm zu lesen. Insgesamt gab es vielleicht ein paar kleine Längen im Buch und manche Dinge sind recht klischeehaft abgelaufen, aber dennoch fühlte ich mich sehr gut unterhalten von der Story. Wer also eine locker, leichte Sommerstory sucht, der kann getrost zu diesem Buch greifen!


Autor: Richard Laymon
Titel: Kill For Fun
Seitenzahl: 320
Erscheinungsdatum: 11. März 2014
Verlag: Festa Verlag
Preis: 13,95€ (Taschenbuch); 4,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Wie böse Deine Fantasie auch sein mag – die von Richard Laymon ist schlimmer!

Inhalt: Triage, Der Greifer, Herman, Eine gute Zigarre kann man rauchen, Ich bin kein Krimineller, Oscars Vorsprechen, Die gute Tat, Wunschknochen, Das Aufräumkommando, Graces Rettung, Die Turmspringerin, Der Pelzmantel“

Meine Meinung:

Da im September ein neues Buch von meinem Lieblingsautoren Richard Laymon erschienen ist, wollte ich mich mal wieder ein wenig einstimmen und habe daher zu ‚KIll For Fun‘ gegriffen, welches ich bereits damals zum Erscheinungsdatum gelesen hatte.

‚Kill For Fun‘ ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, wobei ‚Triage‘ und ‚Das Aufräumkommando‘ im Vergleich größere Geschichten sind. Die Geschichten sind recht durchwachsen und nicht alle haben mir komplett gefallen. Dennoch kann man bei allen Geschichten die Handschrift von Laymon erkennen, denn wir haben es wie immer mit Charakteren zu tun, die nicht logisch handeln, die sogar eher verrückte Sache tun und in den blödesten Momenten zu Sexgedanken abdriften, statt sich um das Wesentliche zu kümmern.

Doch genau diese Kombination macht für mich eine gelungene Laymon Story aus und insgesamt war ich wieder mal begeistert von den Geschichten und auch der Zusammenstellung. Gerade in solchen Sammelbänden von Kurzgeschichten kann einem kaum jede Geschichte gefallen, daher finde ich die Gesamtheit sehr in Ordnung.


Autor: Wulf Dorn
Titel: Die Kinder
Seitenzahl: 320
Erscheinungsdatum: 04. September 2017
Verlag: Heyne
Preis: 16,99€ (Broschiert); 13,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.“

Meine Meinung:

‚Die Kinder‘ ist mein erstes Buch von Wulf Dorn, wenngleich ich bereits mehrere Bücher von ihm auf meinem SuB liegen habe. Nach allem, was ich bereits gehört habe, sollten seine Bücher theoretisch genau in mein bevorzugtes Schema passen, jedoch hat mich ‚Die Kinder‘ nicht ganz überzeugen können.

Die Story fängt sehr spannend an, denn unsere Hauptfigur Laura wird aus einem Unfallwagen gerettet, jedoch birgt der Kofferraum des Autos ein schreckliches Geheimnis. Im Laufe der Story wird langsam aufgedeckt wie es zu eben jenem Geschehnis gekommen ist. Dies geschieht indem wir neben der gegenwärtigen Handlung, Rückblicke von Laura erzählt bekommen. Zu diesen zwei Strängen kommen noch einzelne, unabhängige Handlungen, die scheinbar sehr willkürlich gewählt sind und nicht mit dem eigentlichen Geschehen zu tun haben. Im Großen und Ganzen ergeben diese eingeschobenen Geschichten zwar am Ende Sinn, dennoch sind sie nicht wirklich zielführend. Zum Zeitpunkt des Lesens fand ich sie zwar interessant, aber sie haben mich verwirrt. Auch Allgemein war mir kurz vor Schluss nicht klar, wie der Autor diesem großen Plott, den er zu Beginn eröffnet hatte, noch so schnell auflösen will, denn ich bin bis zuletzt im Dunklen getappt.

Genau das hat mir am Buch leider auch nicht gefallen. Der eigentliche Plott wurde zu Beginn der Story eröffnet, dann jedoch bis zum Ende nicht mehr wirklich erwähnt. Das Ende mitsamt der Auflösung entsprach leider gar nicht meinem Geschmack. Jedoch war ich durch das gesamte Buch hindurch von der Atmosphäre gefesselt, denn Wulf Dorn versteht es wirklich seine Leser zu fesseln. Daher ist das Buch auch kein wirklicher Flop für mich, denn der Schreibstil hat mich tatsächlich dazu angehalten immer weiter lesen zu müssen. Ich werde mein Glück also in Zukunft einfach mit einem anderen Werk von Wulf Dorn versuchen, letztlich war dieses Buch hier einfach nicht mein Geschmack.


Autor: Richard Laymon
Titel: Das Auge
Seitenzahl: 352
Erscheinungsdatum: 11. September 2017
Verlag: Heyne Hardcore
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„Sie sieht Dinge, die andere nicht sehen … grausame Dinge … Menschen, die sterben … Blut … Sie glaubt an ihre Visionen … Sie glaubt, dass diese Bilder reale Begenbenheiten zeigen…Morde…Vielleicht hat sie recht … vielleicht ist sie einfach nur wahnsinnig …Wer weiß?“

Meine Meinung:

‚Das Auge‘ ist die deutsche Erstausgabe eines Werkes von Laymon, das bereits 1992 veröffentlicht wurde. Ich freue mich wirklich sehr, dass nach und nach auch die Altwerke des Autors veröffentlicht werden, denn ich bin ein großer Fan seiner Geschichten.

Im Buch gebleiten wir Melanie, die in einer Vision ein Familienunglück erahnt, und ihren Freund, die sich sogleich zusammen auf den Weg Richtung Heimat machen. Dort begegnen sie Melanies Schwester, Pen, und zu dritt versuchen sie einen Unfall, in den ihr Vater verwickelt war, aufzuklären.

Die Story ist für Laymon-Verhältnisse recht übersichtlich, auch was die Anzahl der Charaktere angeht. Wir haben drei Hauptcharaktere, die Laymon wieder mal recht gut eingefangen hat, wenngleich er nie zu den Atoren für mich gehörte, die besonders tiefsinnige Charakterzeichnung betreiben. Doch gerade diesen Aspekt finde ich für seine Stories immer sehr passend. Gerade weil die Charaktere tendenziell oberflächlich beschrieben sind, nehme ich ihnen ihre dummen Entscheidungen viel besser ab. Denn unsere Charaktere machen jede Menge dumme Entscheidungen. Doch genau davon leben Laymon Geschichten, man sollte sie einfach nicht zu ernst nehmen.

Man fliegt nur so durch die Seiten des Buches, denn die Laymons Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Die Sätze sind kurz und präzise, außerdem verwendet Laymon viel wörtliche Rede. Im Gegensatz zu anderen Büchern von Laymon ist ‚Das Auge‘ fast schon harmlos, denn wir haben gar nicht so viel rohe Gewalt und vor allem kaum Sexszenen. Natürlich lassen es sich unsere Charaktere trotzdem nicht nehmen in den unmöglichsten Momenten an Sex zu denken.

Insgesamt wieder mal eine gelungene Geschichte aus der Feder von Laymon und definitiv nicht meine letzte!


Autor: Karin Slaughter
Titel: Die gute Tochter
Seitenzahl: 608
Erscheinungsdatum: 03. August 2017
Verlag: HarperCollins
Preis: 19,99€ (Gebunden); 16,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt:

„Lauf!“, fleht ihre große Schwester Samantha. Mit vorgehaltener Waffe treiben zwei maskierte Männer Charlotte und sie an den Waldrand. „Lauf weg!“ Und Charlie läuft. An diesem Tag. Und danach ihr ganzes Leben. Sie ist getrieben von den Erinnerungen an jene grauenvolle Attacke in ihrer Kindheit. Die blutigen Knochen ihrer erschossenen Mutter. Die Todesangst ihrer Schwester. Das Keuchen ihres Verfolgers.
Als Töchter eines berüchtigten Anwalts waren sie stets die Verstoßenen, die Gehetzten. 28 Jahre später ist Charlie selbst erfolgreiche Anwältin. Als sie Zeugin einer weiteren brutalen Bluttat wird, holt ihre Geschichte sie ganz ungeahnt ein.“

Meine Meinung:

‚Die gute Tochter‘ fängt sogleich spannend an, denn wir erfahren die tragische Vorgeschichte der Familie, denn sie wurden Opfer eines Überfalls, wobei die Mutter der Familie erschossen wird. In der Gegenwart begleiten wir die jüngere Tochter, während der Verbleib der älteren Tochter lange etwas verschleiert dargestellt wird, so dass ich als Leser nicht wusste, ob diese den Überfall überlebt hat.

Im Handlungsstrang der Gegenwart wird unsere Hauptfigur Zeugin eines Amoklaufes an ihrer alten Schule, dessen Aufklärung die weitere Handlung des Buches bestimmt. Dennoch werden wir einige Male in die Vergangenheit zurückgeworfen, um die Geschehnisse des Überfalls aus den verschiedenen Blickwickeln zu erfahren. Auch hierbei erfährt man Stück für Stück weitere Details, die viele Sachen in einem anderen Licht erscheinen lassen.

‚Die gute Tochter‘ ist mit seinem 608 Seiten kein schnell zu lesendes Buch, wenngleich die Autorin definitiv versteht, den Leser zu fesseln. Das Buch hat ein paar Längen, für mich hätten es einige Seiten weniger auch getan, dennoch war ich durch den flüssigen Schreibstil der Autorin immer bestens unterhalten.

Das Buch wird als Thriller deklariert, ich würde eher sagen, dass es ein Familiendrama, mit einigen Thrillerelementen ist. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für das Buch und ‚Die gute Tochter‘ war definitiv nicht mein letztes von Karin Slaughter.

Bücher

[Bücher] Gelesen im August 2017 #2

Der August ist schon wieder vorbei und dank Urlaub zum Ende des Monats konnte ich einiges an Büchern verschlingen.

Zur ersten Hälfte der gelesenen Bücher im August kommt ihr HIER

August 2017

Anzahl Bücher: 11
Anzahl Seiten: 5027
Seiten pro Tag: 162


Autor: Kathleen Barber
Titel: Schläfst du noch?
Seitenzahl: 416
Erscheinungsdatum: 14. August 2017
Verlag: Heyne
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„Seit 10 Jahren flieht Josie schon vor ihrer Vergangenheit. Und das aus gutem Grund. In New York ist es ihr endlich gelungen, gemeinsam mit ihrem Freund Caleb Fuß zu fassen und eine Existenz zu gründen. Doch dann taucht eine neugierige Journalistin auf. Sie will um jeden Preis die Geschichte um Josies ermordeten Vater wiederaufrollen. Mit ihrem Podcast bringt sie nicht nur Josies Erinnerungen ans Tageslicht, sondern bedroht auch gleichzeitig ihre heile Welt …“

Meine Meinung:

10 Jahre hat sich Josie vor ihrer Vergangenheit versteckt und lebt ein solides Leben. Doch plötzlich wird ihre Vergangenheit durch einen Podcast gelüftet und Josie muss sich den Erinnerungen stellen. ‚Schläfst du noch?‘ könnte man durch das geheimnisvolle Cover für einen Thriller halten, auch der Klappentext lässt etwas in die Richtung vermuten. Das Buch ist jedoch als Roman deklariert und genau das bekommt man hier auch – einen Roman, der in Richtung Familiendrama geht.

Stück für Stück erfahren wir die Geschichte der Familie, welche besonders tragisch zu sein scheint. Dass nun eine Enthüllungsjournalistin den Fall erneut aufrollt, reißt bei allen Beteiligten alte Wunden auf. Besonders tragisch empfand ich die Entfremdung der Geschwister, die sich einst so nahe standen. Die Charaktere der Geschichte waren sehr gut gezeichnet, auch wenn gerade die Schwestern wirklich keine einfachen Personen sind. Im Gegenteil, beide sind äußerst sensibel und benehmen sich sehr unvorhersehbar. Die Story befasst sich nicht nur mit der Frage, wer den Familienvater denn nun tatsächlich umgebracht hat, sondern zeichnet außerdem auch das Leben der Familie, die seit Jahren unter den Begebenheiten leidet.

Die Geschichte wird zwischendurch immer wieder durch die Podcast Folgen aufgelockert, die sehr interessant gestaltet sind und ein wenig an ‚Making A Murderer‘ erinnern. Nach und nach wird die Geschichte aufgelöst und man bekommt vor allem durch die Rückblicke vieles an Informationen, die man zusammensetzen kann. Man könnte sagen, dass die Geschichte relativ vorhersehbar ist, jedoch war ich durch die Story selbst und die fesselnden Charaktere so in der Geschichte versunken, dass es mir nichts ausmachte.

‚Schläfst du noch?‘ ist ein gelungenes Buch, das vor allem dadurch besticht, dass es nicht um die reine Falllösung geht. Vielmehr ist es der Mix aus Fallaufklärung und der Darstellung der Familie, die mich so gefesselt hat.


Autor: Emma Garnier
Titel: Grandhotel Angst
Seitenzahl: 320
Erscheinungsdatum: 14. August 2017
Verlag: Penguin
Preis: 13,00€ (Broschiert); 9,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Italien, März 1899. Die junge Nell reist mit ihrem Mann Oliver an die ligurische Küste, um in Bordighera ihre Flitterwochen zu verbringen. Das Paar logiert im luxuriösen Grandhotel Angst. Nell ist von dem großartigen Gebäude, dem exotischen Hotelpark und dem Blick aufs funkelnde Meer fasziniert. Doch zu ihrer Überraschung kennt Oliver nicht nur bereits das Personal und einige Gäste, sie scheinen auch Geheimnisse zu teilen. Als ein Hotelgast überraschend verstirbt, beginnt Nell, nachzuforschen. Und stößt auf eine Geschichte von Schuld und Verrat – und auf eine unheimliche Legende, die sie in ihren Bann zieht. Bis sie plötzlich selbst im Verdacht steht, ein Verbrechen begangen zu haben …“

Meine Meinung:

Wir befinden uns im Jahre 1899 und Nell und ihr Mann Oliver verbringen ihre Flitterwochen an der italienischen Riviera. Sie residieren im Grandhotel Angst, welches eine sehr spezielle Atmosphäre ausstrahlt. Schnell erfährt Nell, dass dem Hotel eine fürchterliche Geschichte zugrunde liegt und schon beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen, denn plötzlich wird Nell des Mordes verdächtigt.

‚Grandhotel Angst‘ hat meine Aufmerksamkeit durch das Cover geweckt. Auch der Klappentext klang vielversprechend und ich habe mir einen geheimnisvollen Roman in wunderschöner Kulisse vorgestellt. Das Setting ist in der Tat wunderschön und die Bilder des tatsächlich existierenden Hotels haben mir sehr geholfen, mich in das Setting hineinzufinden. Jedoch hat die Autorin es etwas übertrieben mit der visuellen Beschreibung. Es vergingen viele, viele Seiten, die sich nur mit der Beschreibung des Hotels und der Umgebung befasst haben. Für mich persönlich war es etwas zu viel.

Unsere Hauptfigur, Nell, gehörte leider zu den Personen, die mich nicht überzeugen konnten. Nell wurde als eine sehr unselbstständige und naive Person dargestellt. Viele Verhaltensweisen waren sicherlich der damaligen Zeit geschuldet, trotzdem konnte ich so vieles nicht nachvollziehen und Nell hat mich einige Male zum Augenrollen gebracht.

Lange Zeit passiert im Buch nicht sehr viel, bis die düstere Legende um das Hotel aufgegriffen wird. Der weitere Ablauf der Geschichte war ein ewiges Hin und Her, ständig kamen neue Informationen hinzu, wodurch sich die Ansichten änderten. Das zog sich tatsächlich bis zum Ende, was wohl einen raffinierten Plottwist darstellen sollte, ich fand es auch hier wiedermal einfach nur zu viel.

Spannung sieht für mich leider anders aus. Allerdings hatte ich durch den flüssigen Schreibstil der Autorin zu keiner Zeit das Bedürfnis das Buch abzubrechen. Der Geschichte hätte es trotzdem gut getan, weniger Wert auf Beschreibung der Umgebung zu legen, und dafür etwas mehr Spannung hereinzubringen. Manche Begebenheiten im Buch waren sehr an den Haaren herbeigezogen, sodass ich das Buch, trotz tollem Schreibstil zwar beendet habe, aber letztlich nicht besonders ernst nehmen konnte.


Autor: Chris Carter
Titel: Death Call – Er bringt den Tod (Hunter & Garcia #8)
Seitenzahl: 416
Erscheinungsdatum: 11. August 2017
Verlag: Ullstein
Preis: 10,99€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„Tanya Kaitlin freut sich auf einen entspannten Abend. Plötzlich klingelt ihr Handy, ein Videoanruf von ihrer besten Freundin. Tanya nimmt den Anruf an, und der Alptraum beginnt: Ihre Freundin ist gefesselt und geknebelt. Tanya hat eine Chance, die Freundin zu retten, hört sie von einer tiefen, unheimlichen Stimme. Sie muss nur zwei Fragen richtig beantworten. Sie scheitert – und ihre Freundin wird vor ihren Augen brutal ermordet. Profiler Robert Hunter und sein Partner Garcia haben einen neuen Fall: ein Serienmörder, der seinen Opfern in den sozialen Medien auflauert. Er studiert ihre Fehler und nutzt sie für sein perfides Spiel. Und das hat gerade erst begonnen …“

Meine Meinung:

‚Death Call‘ ist der mittlerweile 8. Band um die Ermittler Hunter und Garcia, und hoffentlich bleibt uns diese Reihe noch eine Weile erhalten! Die Bücher haben allesamt abgeschlossene Fälle, aber unsere Charaktere entwickeln sich natürlich im Laufe der Reihe weiter, so dass manchmal Kommentare zu früheren Bänden kommen können. Wer jetzt erst in die Reihe einsteigen will und nicht vorher 7 frühere Bände lesen möchte, der könnte auch mit ‚Death Call‘ beginnen.

Chris Carter versteht es einfach ungemein einen temporeichen und spannenden Thriller zu schreiben. Auch ‚Death Call‘ beginnt sogleich rasant und fesselnd, so dass ich das Buch an einem Tag durchlesen musste. Carter schafft es den Leser mitzureissen und gleichzeitig eine sehr beklemmende Stimmung zu schaffen.

Die Anrufe und Spielchen des Mörders haben mich ein wenig an die Saw Teile erinnert. Die Szenen sind durchaus sehr blutig und brutal beschrieben, wer also etwas sensibel ist, der sollte vielleicht nicht zu dieser Reihe greifen. Für alle anderen – greift unbedingt zu!

 


Autor: Lisa Gardner
Titel: Die Überlebende (D.D. Warren #6)
Seitenzahl: 544
Erscheinungsdatum: 21. Juli 2017
Verlag: rororo
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„472 Tage lang lernte sie, wie viel ein Mensch ertragen kann:
Flora Dane, College-Studentin, am hellichten Tag gekidnappt. Wie durch ein Wunder überlebte sie. Und entkam ihrem Peiniger. Sieben Jahre ist das nun her – doch vergessen kann Flora nicht. Die Wände ihres Zimmers sind voller Fotos: Mädchen, die weniger Glück hatten als sie. Mädchen, die jetzt tot sind. Flora schwört, sie niemals im Stich zu lassen.
Und dann ist wieder eine junge Frau verschwunden. Kurz darauf wird Detective D.D. Warren an den Tatort eines grausigen Verbrechens gerufen: Ein Mann – verbrannt. Eine junge Frau – nackt und gefesselt. Flora Dane. “

Meine Meinung:

‚Die Überlebende‘ ist Teil 6 der Reihe um D.D. Warren, die Fälle sind jedoch immer abgeschlossen. Allerdings wird ab und zu Bezug genommen auf Geschehnisse aus der früheren Bänden, so dass sich ein Lesen in chronologischer Reihenfolge empfiehlt.

In der Story wechseln wir zwischen verschiedenen Perspektiven, hauptsächlich verfolgen wir jedoch Flora. Hier bekommen wir auch mittels einiger Rückblicke Einblicke in Floras Vergangenheit, die viel darüber verrät, was für eine Person Flora ist bzw. geworden ist. Auch nach den vielen Rückblicken blieb Flora ein wenig verschlossen, mir kan sie recht kalt vor. Andererseits ist es genau das, was Flora vermutlich auch ausstrahlen sollte, mir nahm es jedoch etwas an Tiefe.

Mit dem Schreibstil hatte ich anfangs ein wenig Probleme, im Laufe des Buches hatte ich mich weitestgehend daran gewöhnt. Ich finde den Schreibstil etwas abgehackt und irgendwie nicht ganz flüssig. Die gut 500 Seiten haben sich dadurch etwas gezogen, auch gab es einige Stellen, die gewiss etwas kürzer hätten ausfallen können. Allgemein hätte das Buch wohl mit 100 Seiten weniger auch gut funktioniert.

Das Buch war insgesamt recht solide, da ich trotz der Länge und des ungewöhnlichen Schreibstils, sehr interessiert war an der Auflösung.


Autor: Nicola Moriarty
Titel: Der letzte Verrat
Seitenzahl: 336
Erscheinungsdatum: 01. August 2017
Verlag: Piper
Preis: 15,00€ (Broschiert); 11,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

Jedes Geheimnis haben sie geteilt – den ersten Kuss, das erste Mal, die erste große Enttäuschung –, aber die einst vier besten Freundinnen haben sich aus den Augen verloren. Ein paar gemeinsame Tage in einem Strandhaus an Australiens Ostküste sollen Abhilfe schaffen. Bereits am ersten Abend erkennen Eden, Joni, Trina und Deb jedoch, dass sie nicht mehr viel voneinander wissen, darum soll jede in einem anonymisierten Brief ihre geheimsten Wünsche, Ängste und Obsessionen offenbaren. Doch es taucht ein fünfter Brief auf, der sich mit hasserfüllten Drohungen gegen eine von ihnen wendet. Plötzlich ist jedes Vertrauen verloren, stattdessen herrschen Angst und Zwietracht ..

Meine Meinung:

‚Der letzte Verrat‘ ist ein Roman über eine jahrelange Freundschaft von vier Frauen, die inzwischen erwachsen geworden sind und mit Alltagsproblemen zu kämpfen haben. Bei ihrem jährlichen gemeinsamen Urlaub kommen jedoch einige Geheimnisse ans Licht…

Die vier Frauen werden uns nacheinander näher gebracht, uns wird erzählt wie sich alle kennen gelernt haben und wo die Damen heutzutage stehen. Man könnte meinen, dass die Frauen eine tiefe Freundschaft verbindet, doch mit der Zeit stellt sich heraus, dass sie sich voneinander entfernt haben, nicht mehr viel voneinander wissen und eben auch Geheimnisse voreinander haben.

Die Charakterzeichnung der Frauen ist teilweise gut gelungen, zumindest zwei der Damen konnte ich mir recht gut vorstellen, während ich die anderen beiden bis zuletzt verwechselte. Die besagten Geheimnisse der Frauen waren mitunter eher kleine, kindische Geheimnisse, während andere schon größeres Ausmaß hatten. Bis zuletzt wird man mehrfach aufs Glatteis geführt, wer welchem Geheimnis zugeordnet werden kann. Die Auflösung des ‚großen Geheimnisses‘ ist zugegeben etwas gewöhnungsbedürftig. Auch das Ende vermochte mich nicht unbedingt vom Hocker zu reißen.

Trotzdem ein gelungenes Buch, das mich mit seiner unaufgeregten Art trotzdem fesseln konnte.


Autor: Laura Madeleine
Titel: Der Duft von Meer und Thymian
Seitenzahl: 368
Erscheinungsdatum: 21. Juli 2017
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 10,90€ (Taschenbuch); 8,49€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

1919. Die junge Britin Emeline Vane flieht tief traumatisiert vom Schrecken des Krieges in den Süden Frankreichs. Dort lernt sie den Fischer Aarò kennen. Die unbeschwerte Lebensweise, die Gerichte der südfranzösischen Küche und Aaròs zärtliche Zuwendung sind Balsam für Emelines wundes Herz. Stück für Stück findet sie zurück ins Leben. Dass Aarò schon lange einer anderen versprochen ist, versuchen die Liebenden verzweifelt zu verdrängen …

Meine Meinung:

‚Der Duft von Meer und Thymian‘ erzählt die Geschichte von Emeline, die viel Unglück erleben musste und ihrer Heimat den Rücken kehrt. Wir erleben die Geschehnisse auf zwei Ebenen: Emeline erzählt von der Vergangenheit, während später die Geschichte aus der Perspektive eines jungen Anwalts beschrieben wird. Jener junger Anwalt ist auf der Suche nach Spuren von Emeline, um herauszufinden, was damals geschah.

Der Schreibstil des Buches ist sehr leicht und locker, so dass man der Geschichte wunderbar folgen kann. Der Wechsel der Perspektiven bringt viel Frische in die Geschehnisse. Ich hätte nicht gedacht, dass mir das Buch so gut gefallen würde, aber mich hat es tatsächlich berührt. Vor allem das Ende, das vielleicht ein wenig zu schnell kam, hat mich sehr berührt, da ich Emeline wirklich ins Herz geschlossen hatte.

‚Der Duft von Meer und Thymian‘ ist leicht und locker, aber auch erfrischend und emotional berührend. Ein Roman, der perfekt ist für faule Tage am Strand!


Autor: Andreas Gruber
Titel: Todesreigen (Maarten S. Sneijder & Sabine Nemez #4)
Seitenzahl: 576
Erscheinungsdatum: 21. August 2017
Verlag: Goldmann
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)

Inhalt: 

Nachdem eine Reihe von Kollegen auf brutale Art Selbstmord begangen haben, wird Sabine Nemez – Kommissarin und Ausbilderin beim BKA – misstrauisch. Vieles weist auf eine jahrzehntealte Verschwörung und deren von Rache getriebenes Opfer hin. Sabine bittet ihren ehemaligen Kollegen, den vom Dienst suspendierten Profiler Maarten S. Sneijder, um Hilfe. Doch der verweigert die Zusammenarbeit, mit der dringenden Warnung, die Finger von dem Fall zu lassen. Dann verschwindet Sabine spurlos, und Sneijder greift selbst ein. Womit er nicht nur einem hasserfüllten Mörder in die Quere kommt, sondern auch seinen einstigen Freunden und Kollegen, die alles tun würden, um die Sünden ihrer Vergangenheit endgültig auzulöschen …

Meine Meinung:

Nachdem Band 3 der Reihe von Andreas Gruber so spannend geendet hatte, konnte ich Band 4 kaum erwarten! Wir schließen nicht zeitnah an das Geschehen an, sondern befinden uns einige Zeit nach den Begebenheiten aus ‚Todesmärchen‘. Prinzipiell sind zwar alle Bücher abgeschlossene Fälle, jedoch empfiehlt sich durch die Charakterentwicklung ein Lesen in chronologischer Reihenfolge.

‚Todesreigen‘ bietet wieder mal einen äußerst spannend konstruierten Fall. Sabine Nemez gehört für mich zu den sympathischsten Ermittlerinnen, und sie wird mir sogar von Band zu Band sympathischer. Wir ermitteln dieses Mal in einem Fall, dessen Wurzeln weit zurück reichen und der trotzdem schwerwiegende Folgen für die Gegenwart bereithält. Die Story ist in zwei verschiedene zeitliche Stränge geteilt, die sich nach und nach annähern. Ich habe anfangs gar nicht bemerkt, dass sich der eine Handlungsstrang zeitlich vor dem eigentlichen Geschehen bewegt. Vielleicht war ich etwas unaufmerksam oder Herr Gruber wollte den Leser absichtlich etwas hinters Licht führen, was ihm in meinem Fall sehr gut gelungen ist.

Der Fall selbst war, wie bereits erwähnt, sehr spannend konstruiert, jedoch im gesamten nicht unbedingt ‚mein Fall‘. Manche Dinge fand ich ein wenig zu konstruiert und an den Haaren herbeigezogen. Auch finde ich die extreme Entwicklung von Gut zu Böse manchmal etwas übertrieben, und eben nicht glaubwürdig.

Insgesamt war die Story aber wieder so spannend und ereignisreich geschrieben, dass ich sie in kürzester Zeit durchlesen musste. Auch wenn das Thema nicht ganz mein Fall war, konnte mich Andreas Gruber trotzdem unglaublich gut an das Buch fesseln.

Bücher

[Bücher] Neuerscheinungen September 2017

Auch für den kommenden Monat September möchte ich euch meine Top Neuerscheinungen an Büchern vorstellen. Ich möchte keine vollständige Liste aufzeigen, sondern nur meine persönlichen Highlights, die ich mir früher oder später vielleicht selbst zulegen möchte, zusammentragen. An den Titeln merkt man teilweise, dass es langsam Richtung Herbst geht, denn es sind viele Bücher dabei, die in einem eisigen Setting spielen.


Die Kinder – Wulf Dorn (04. September 2017)

Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.


Die Stadt des Affengottes – Douglas Preston (04. September 2017)

Schon seit dem 16. Jahrhundert gab es Gerüchte über eine Provinz im Regenwald von Honduras, deren Städte reich und prachtvoll seien, ganz besonders die Weiße Stadt, auch Stadt des Affengottes genannt. Immer wieder machten sich Abenteurer und Archäologen auf die Suche nach den Zeugnissen dieser Zivilisation, die offenbar nicht zu den Mayas gehörte. Manchmal stießen sie tatsächlich auf Ruinen, aber eine wirkliche Erforschung war in dem von giftigen Schlangen und tödlichen Krankheitserregern verseuchten und vom Dschungel überwucherten Gelände unmöglich. Erst die moderne Lasertechnik, mit deren Hilfe das Gelände aus der Luft gescannt wird, ermöglichte genauere Hinweise, wo sich größere Ansiedlungen befinden. Um sie vor Ort zu untersuchen muss man sich allerdings auch heute noch auf den beschwerlichen Weg durch den Dschungel machen. Der Schriftsteller und Journalist Douglas Preston schloss sich kürzlich einer archäologischen Expedition an. Sie fand tatsächlich die eindrucksvollen Ruinen einer untergegangenen Stadt, aber sie zahlte am Ende auch einen hohen Preis.


Snowblind – Tödlicher Schnee – Christopher Golden (04. September 2017)

Das kleine Städtchen Coventry in New England hat schon tausende Schneesturme erlebt … aber noch keinen wie diesen. Menschen gingen in das weiße Gestöber und kamen nie mehr zuruck. Jetzt, zwölf Jahre später, zieht ein weiterer Sturm auf und die Bewohner von Coventry erinnern sich an diejenigen, die sie im Schnee verloren haben. Ein Fotograf trauert um seinen kleinen Bruder. Der Tod seiner Frau hat tiefe Narben im Leben eines Gelegenheitsdiebs hinterlassen. Und auf der anderen Seite des Landes erhält eine Frau einen Anruf … von einem Mann, der seit zwölf Jahren tot ist. Der neue Sturm wird noch schrecklicher als der Letzte werden und die Erkenntnis bringen, dass der Albtraum gerade erst anfängt.


Brennendes Verlangen – Trinity #5 – Audrey Carlan (08. September 2017)

Der Mann, der ihre Freundin Gillian Callahan töten wollte, hat Kathleen Bennetts Leben zerstört: Bei dem Brand, den er gelegt hat, wurde sie so schwer verletzt, dass sie den Arm und die Hand nie mehr wird benutzen können. Die talentierte Schneiderin muss sich vom Traum einer Karriere als Modedesignerin verabschieden. Carson Davis, der Mann, der sie liebt, versucht alles, um ihr in ihrer Verzweiflung zu helfen. Doch Kathleen weist ihn ab. Immer wieder – und einmal zu oft. Sie muss aus eigener Kraft zurück ins Leben finden. Doch wer weiß, ob sie am Ende dieser Reise ihre große Liebe Carson wiedertrifft …


Breakthrough – Michael Grumley (11. September 2017)

Im Karibischen Meer muss ein U-Boot von einer Sekunde auf die andere seine Mission abbrechen. Dann verschwindet es spurlos. Die näheren Umstände sind ungeklärt. In seiner Verzweiflung wendet sich Sonderermittler John Clay an die Meeresbiologin Alison Shaw, der das scheinbar Unmögliche gelungen ist: Sie hat einen Weg gefunden, mit Delfinen zu kommunizieren. Clay schickt Alisons Schützlinge los, in der Hoffnung, die hochintelligenten Tiere könnten eine Spur des verschollenen U-Boots finden. Doch was sie auf dem Grund des Ozeans entdecken, wird die Menschheit in ihren Grundfesten für immer erschüttern…


Das Auge – Richard Laymon (11. September 2017)

Sie sieht Dinge, die andere nicht sehen … grausame Dinge … Menschen, die sterben … Blut … Sie glaubt an ihre Visionen … Sie glaubt, dass diese Bilder reale Begenbenheiten zeigen…Morde…Vielleicht hat sie recht … vielleicht ist sie einfach nur wahnsinnig …Wer weiß?


Im finsteren Eis – Bracken Macleod (11. September 2017)

Als sich die Crew des Versorgungsschiffes Arctic Promise plötzlich im Zentrum eines Orkans findet, ahnen die von Wind und Wetter gehärteten Männer nicht, dass dies erst der Beginn ihrer Irrfahrt ist. Vom rücksichtslosen Kapitän immer weiter in die schwarze, eisige See getrieben, läuft das Schiff in einer gigantischen Eisscholle auf. In Kälte und Dunkelheit eingeschlossen, bricht eine seltsame Krankheit unter den Männern aus. Doch sie sind nicht alleine. In der Ferne sind die Umrisse eines zweiten Schiffes zu sehen. Dunkel, bedrohlich … In ihrer Verzweiflung machen sich die Überlebenden auf, um nach Rettung zu suchen. Sie ahnen nicht, dass in dem Schiff bereits etwas haust … etwas Böses …


Das Mädchen im Eis – Robert Bryndza (11. September 2017)

Ein bitterkalter Wintertag hüllt London in Schnee und Schweigen. Das Klingeln eines Handys durchbricht die gespenstische Stille eines zugefrorenen Sees. Doch niemand antwortet. Nur wenige Zentimeter daneben ragen Finger aus dem Eis … Acht Monate sind vergangen seit Detective Erika Fosters letztem Einsatz, der in einer Katastrophe endete und ihrem Mann das Leben kostete. Doch es ist an der Zeit, nach vorn zu blicken. Die Tochter einer der mächtigsten Familien Londons wurde ermordet, und Erika setzt alles daran, den Schuldigen zu finden. Während sie noch gegen die Dämonen der Vergangenheit kämpft, rückt sie ins Visier eines gnadenlosen Killers.


Redemption Road – Straße der Vergeltung – John Hart (11. September 2017)

Ein Junge wartet mit einer Waffe auf den Mann, der seine Mutter getötet hat. Eine Polizistin, die in Schwierigkeiten steckt, wird nach einer brutalen Schießerei mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Nach dreizehn Jahren im Gefängnis wird ein Polizist in die Freiheit entlassen – doch für wie lange?
John Hart beschreibt eine Stadt am Abgrund. Ihre Einwohner scheinen alle auf der Straße der Verdammnis unterwegs zu sein. Voller Geheimnisse, Verrat und nervenzerfetzender Spannung: Mit seinem neuen Buch beweist John Hart, dass er ein Meister des Thrillers aus den Südstaaten der USA ist.


Der verbotene Liebesbrief – Lucinda Riley (18. September 2017)

Als der berühmte Schauspieler Sir James Harrison in London stirbt, trauert das ganze Land. Die junge Journalistin Joanna Haslam soll in der Presse von dem großen Ereignis berichten und wohnt der Trauerfeier bei. Wenig später erhält sie von einer alten Dame, die ihr dort begegnet ist, einen Umschlag mit alten Dokumenten – darunter auch einen Liebesbrief voller mysteriöser Andeutungen. Doch wer waren die beiden Liebenden, und in welch dramatischen Umständen waren sie miteinander verstrickt? Joannas Neugier ist geweckt, und sie beginnt zu recherchieren. Noch kann sie nicht ahnen, dass sie sich damit auf eine Mission begibt, die nicht nur äußerst gefährlich ist, sondern auch ihr Herz in Aufruhr versetzt – denn Marcus Harrison, der Enkel von Sir James Harrison, ist ein ebenso charismatischer wie undurchschaubarer Mann …


Scythe – Die Hüter des Todes (21. September 2017)

Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.
Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster. Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …


Melodie der Zauberbucht – Laura walden (29. September 2017)

Stella Wilson ist Muschelzüchterin auf Neuseelands Südinsel. Bei der gestandenen Geschäftsfrau bringt allein ihre Tochter eine weichere Seite hervor, denn Holly ist das Unterpfand einer unvergessenen Jugendliebe. Stella musste den begnadeten Pianisten Oliver zwar damals gehen lassen, doch die Trennung hat sie nur schwer verwunden. Nun endlich, mehr als zwanzig Jahre später, ist sie drauf und dran, dem Charme ihres Nachbarn Jayden zu erliegen – da kündigt Oliver seinen Besuch an. Was will er von ihr? Die alte Liebe zurück? Und wie wird er reagieren, wenn er von Holly erfährt?

Bücher

[Bücher] Gelesen im August 2017 #1

Die erste Hälfte des Augusts habe ich vor allem für Fortsetzungen genutzt. Da diesen Monat noch der vierte Teil der Todes-Reihe von Anderes Gruber erscheinen soll, habe ich mich erstmal dran gemacht, die mir fehlenden Teile 2 und 3 noch zu lesen. Außerdem habe ich die House of Night Reihe weiter fortgesetzt.


Autor: Andreas Gruber
Titel: Todesurteil (Maarten S. Sneijder & Sabine Nemez #2)
Seitenzahl: 592
Erscheinungsdatum: 16. Februar 2015
Verlag: Goldmann
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„In Wien verschwindet die zehnjährige Clara. Ein Jahr später taucht sie völlig verstört am nahen Waldrand wieder auf. Ihr gesamter Rücken ist mit Motiven aus Dantes „Inferno“ tätowiert – und sie spricht kein Wort. Indessen nimmt der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder an der Akademie des BKA für hochbegabten Nachwuchs mit seinen Studenten ungelöste Mordfälle durch. Seine beste Schülerin Sabine Nemez entdeckt einen Zusammenhang zwischen mehreren Fällen – aber das Werk des raffinierten Killers ist noch lange nicht beendet. Seine Spur führt nach Wien – wo Clara die einzige ist, die den Mörder je zu Gesicht bekommen hat …“
(Goldmann)

Meine Meinung:

‚Todesurteil‘ ist der zweite Band rund um Sneijder und Nemez. Nemez hat es inzwischen auf die Akademie des BKAs geschafft und beginnt dort ihre Ausbildung bei Sneijder. Natürlich ist sie dirt nicht eine einfache Studentin, denn Nemez wird sehr schnell in eine Reihe von Fällen hineingezogen, bei denen sie einen Zusammenhang vermutet.

Wir verfolgen die Fallermittlungen von Nemez und Sneijder und erleben außerdem einen weiteren Fall, den wir aus der Sicht der Staatsanwältin in Wien verfolgen. Es kommt natürlich wie es kommen muss, denn die Fälle sind alle irgendwo miteinander verwoben.

Gerade Nemez konnte in ‚Todesurteil‘ nochmals etwas tiefgehender kennengelernt werden, und ich empfinde sie als eine sehr sympathische Ermittlerin. Der häufige Schlagabtausch zwischen Nemez und Sneijder ist mitunter sehr witzig.

Die Fälle, die wir kennenlernen, zeichnen nach und nach ein immer eindeutigeres Bild ab und mit der Zeit setzen sich die Puzzleteilchen zusammen. Aufmerksame Leser, die immer selbst nach Hinweisen suchen, könnten schon vor der Auflösung eine leichte Ahnung haben.

Ich fand den Fall sehr interessant und die Story sehr mitreißend geschrieben. Todesurteil gehört mit seinen annähernd 600 Seiten nicht gerade zu den schnell durchgelesenen Büchern, dennoch hat es mich bis zum Ende hin gefesselt, ohne mich durch irgendwelche Längen zu langweilen.


Autor: P.C. Fast & Kristin Cast
Titel: Ungezähmt (House of Night #4)
Seitenzahl: 544
Erscheinungsdatum: 11. November 2010
Verlag: Fischer FJB
Preis: 16,95€ (Gebunden); 8,99€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book), Spotify

Inhalt: 

„Das Leben ist total ätzend, wenn deine Freunde so richtig sauer auf dich sind.
Zoey weiß, wovon sie spricht. In nur einer Woche wenden sich alle Ihre Freunde von ihr ab und sie wird zur absoluten Außenseiterin. Jetzt bleiben ihr nur noch zwei wirkliche Freunde, allerdings ist die eine untot und der andere nicht mal Gezeichnet. Außerdem hat die Hohepriesterin Neferet den Menschen den Krieg erklärt und Zoey weiß tief in ihrem Herzen, dass das falsch ist. Aber wird irgendjemand auf sie hören? Zoeys Abenteuer auf dem Vampyr-Internat nehmen eine gefährliche Wendung: Ihr Vertrauen wird auf eine harte Probe gestellt, schreckliche Pläne kommen ans Licht, und eine uralte, böse Macht erhebt sich.“
(Fischer FJB)

Meine Meinung:

Auch im August geht es weiter mit der House of Night Reihe, daher habe ich auch diesen Monat wieder zu einem Teil gegriffen. Durch die lockere Sprache und die große Schrift komme ich in den Büchern immer recht schnell voran.

Der Sprachstil zieht sich wohl durch die gesamte Reihe und ist eher jugendlich gehalten. Die Welt um Zoey und das House of Night ist inzwischen gut bekannt und wir spinnen die Geschichte rund um den roten Faden weiter. Teil 4 knüpft wieder direkt an den Vorgänger an. Die Machenschaften im Hintergrund werden weitergesponnen und vertieft und auch im persönlichen Bereich von Zoey tun sich wiedermal einige Dinge. Zoey war  in diesem Band nicht mehr ganz so kopflos und unbedacht, dennoch hat sie bis Teil 4 noch keine große Veränderung durchgemacht, wie ich finde.

Die Autorinnen haben es wieder geschafft das Buch nach Schema F aufzubauen. Erstaunlicherweise haben wir wieder einmal eine gefühlsverwirrte Zoey, die sehr wechselnde Gefühle gegenüber Männern hegt und sich hin und her gerissen fühlt… Wir haben eine dunkle Bedrohung, die aber am Ende durch seichte Element-Beschwörungen besiegt werden kann. Und natürlich den bedrohlichen roten Faden, der wohl noch eine Weile verfolgt werden wird.. Die Story war wieder sehr seicht und angenehm zu lesen, die perfekte Lektüre für zwischendurch.


Autor: Simone Trojahn
Titel: Kellerspiele
Seitenzahl: 371
Erscheinungsdatum: 10. September 2015
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Preis: 12,84€ (Taschenbuch); 2,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Zwei erwachsene Brüder hausen zusammen mit ihrer bettlägerigen Mutter in einem völlig heruntergekommenen alten Bauernhaus mitten im Wald. Nachdem die Mutter gestorben ist und ihre Leiche in einem verschlossenen Zimmer den eigenen Katzen überlassen wurde, reift in dem älteren Bruder allmählich ein perfider Plan. Er baut im Keller eine Art Gefängniszelle. Nun braucht er nur noch ein hilfloses Opfer, um sich seinen langgehegten Wunsch von der eigenen, unterwürfigen Sexsklavin zu erfüllen. Gegen den Willen seines schockierten Bruders setzt er diesen Plan schließlich in die Tat um und entführt ein junges Mädchen. Der Keller wird ihre Hölle, wo sie von den beiden Brüdern auf unterschiedlichste Weise gefoltert wird. Der eine will ihr wehtun, was schlimm ist. Der andere will ihr helfen, was noch viel schlimmer ist! Ein hässliches Spiel um Schmerz, Liebe und Verrat beginnt. Ein Spiel, in dem es keine Gewinner gibt…“
(Amazon)

Meine Meinung:

Bereits im Juni hatte ich meinen ersten Psychothriller von Simone Trojahn gelesen und war recht angetan von ihrer schonungslosen, rauen Erzählweise. Auch in diesem Buch muss vorweg gesagt werde, dass es absolut nichts für schwache Nerven oder zartbesaitete Menschen ist, und erst recht nichts für Leute unter 18 Jahren. Hier wird schonungslos und äußerst direkt die Geschichte einer Entführung erzählt.

Die Bücher von Simone Trojahn sind definitiv nicht jedermanns Geschmack. Und auch hier könnte man jetzt wieder eine Debatte darüber anheizen, dass die Story vollkommen krank, pervers und eklig ist. Die Geschichte ist fiktiv und entweder möchte man sowas lesen oder man lehnt es nunmal ab. Trojahn überspannt mit ihrer Erzählweise den Bogen definitiv und man bekommt sehr explizite Szenen geliefert, die einen nur den Kopf schütteln lassen.

Die Charaktere werden nicht sehr tiefgehend dargelegt, jedoch ausreichend für die Story. Unglauben und Entsetzen sind wohl die Begriffe, die mir am meisten durch den Kopf gegangen sind, während des Lesens.

Damit könnte man wohl sagen, dass das Buch absolut sein Ziel erreicht hat – ich habe es förmlich verschlungen. Auch bei ‚Kellerspiele‘ tue ich mich etwas schwer, was die Sternvergabe betrifft, denn irgendwie kommt es mir unangemessen vor. Trotzdem möchte ich es irgendwo einordnen und würde dem Buch 4 Sterne vergeben.


Autor: Andreas Gruber
Titel: Todesmärchen (Maarten S. Sneijder & Sabine Nemez #3)
Seitenzahl: 544
Erscheinungsdatum: 15. August 2016
Verlag: Goldmann
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus. Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen Häftling interessiert: Piet van Loon. Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel …“
(Goldmann)

Meine Meinung:

Da Band 4 der Reihe bald erscheint, habe ich mich sogleich an den dritten Band gemacht. Durch die abwechslungsreichen Fälle von Nemez und Sneijder, kann man die Bände auch getrost ohne Pause nacheinander lesen, ohne dass es langweilig wird. Im Gegenteil, ein Hinweis der am Ende des zweiten Bandes kam, hat mich direkt neugierig auf die Fortsetzung gemacht.

In ‚Todesmärchen‘ folgen wir mehreren Handlungssträngen, die teilweise Jahre zurückliegen oder auch nur wenige Tage auseinander liegen. Wir folgen Sneijder in die Vergangenheit, welche die Grundlage für den jetzigen Fall liefert. Die Zusammenhänge werden nach und nach geklärt, die letztliche Auflösung erfolgt recht spät im Buch. Im Laufe der Story kann man aber durchaus schon vermuten, worauf das Ganze hinauslaufen wird.

Nachdem mir gerade Band 2 Nemez etwas näher gebracht hat, kann man sich mit Band 3 etwas besser in Sneijder hineinversetzen. Außerdem verfolgen wir eine junge Therapeutin, deren Geschichte auch maßgeblich zur Story beiträgt.

‚Todesmärchen‘ ist sehr mitreißend geschrieben und die vielen Seiten sind nur so dahingeflogen. Mir hat die Story in diesem Teil sogar bisher am besten gefallen und das Ende verspricht einen sehr interessanten vierten Teil, auf den ich mich jetzt umso mehr freue!

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