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[Rezension] Sarah Morgan – Lichterzauber in Manhattan

Autor: Sarah Morgan
Titel: Lichterzauber in Manhattan*
Reihe: From Manhattan With Love
Genre: Roman
Seitenzahl: 384
Erscheinungsdatum: 09. Oktober 2017
Verlag: Mira Taschenbuch
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Reihenfolge:

Band 0 Mitternacht in Manhattan

Band 1 Schlaflos in Manhattan

Band 2 Ein Sommergarten in Manhattan

Band 3 Lichterzauber in Manhattan

Band 4 Verliebt bis über beide Ohren (05. März 2018)

Band 5 Verliebt bis in die Fingerspitzen (04. Juni 2018)

Band 6 Verliebt für eine Weihnachtsnacht (08. Oktober 2018)

Inhalt: 

„Eva ist eine hoffnungslose Romantikerin und sieht nur die guten Seiten des Lebens. Kein Wunder, dass sie Weihnachten in New York liebt wie kein anderes Fest im Jahr. Um ihr Konto aufzustocken, tritt die New Yorker Food-Bloggerin eine Stelle bei dem erfolgreichen Horror-Autor Lucas Bale an. Womit sie nicht gerechnet hat: Der grimmige Brite kann die Feiertage nicht ausstehen. Mit Tannenschmuck und Plätzchenduft will Eva ein kleines Weihnachtswunder an ihm wirken – mit mehr als frostigem Ergebnis. Warum nur fühlt sie sich zu ihm hingezogen, obwohl sie unterschiedlicher kaum sein könnten?“
(Mira Taschenbuch)

Meine Meinung:

‚Lichterzauber in Manhattan‘ gehört zur Reihe ‚From Manhattan With Love‘. Jedes Buch bezieht sich auf eine andere Person, die sich aber teilweise untereinander kennen. Die Bände sind abgeschlossen, man könnte sie also durcheinander lesen, jedoch kann man sich unter Umständen den persönlichen Werdegang einzelner Figuren spoilern. Wer jedoch, wie ich, einfach mal Lust auf eine lockere und leichte Weihnachtsgeschichte hat, der kann hier bedenkenlos zugreifen.

‚Lichterzauber in Manhattan‘ besticht schone alleine durch sein charmantes Cover, was mich sofort in Weihnachtsstimmung versetzt hat. New York zur Weihnachtszeit ist einfach ein Erlebnis, das man kaum in Worte fassen kann und ich bin sehr glücklich darüber, dass ich meine Lieblingszeit des Jahres bereits einmal in New York verbringen konnte. Die Stadt hat einfach etwas ganz magisches an sich und Sarah Morgan hat diese Atmosphäre wunderbar eingefangen.

Wir begleiten Eva, die immer noch ganz hoffnungsvoll auf ihren Traumprinz wartet. Sie bekommt den Auftrag die Wohnung des Weihnachtsmuffels Lucas herzurichten, während dieser außer Haus ist. Der Thrillerautor ist jedoch zu Hause und zeigt sich von seiner kalten Seiten. Natürlich kann man hier bereits erahnen in welche Richtung die Story sich entwickeln könnte… An sich folgt die Geschichte wohl dem typischen Liebesroman Klischee. Durch den flüssigen Schreibstil der Autorin fliegt man jedoch nur so durch die Seiten.

Unsere Charaktere bedienen auch so ziemlich jedes Schubladen-Klischee, dennoch liest sich alles recht angenehm, wenn auch vorhersehbar. Der Abschluss des Buches war etwas too much für meinen Geschmack, aber letztlich wohl die vorhersehbare Konsequenz der ganzen Geschichte.

Insgesamt ist ‚Lichterzauber in Manhattan‘ ein sehr leichtes und angenehmes Buch, das wunderbar in die Weihnachtszeit passt. Wer gerne Bücher liest, bei denen man abschalten kann, der ist mit diesem hier gut beraten.

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[Rezension] Felicia Yap – Memory Game

Autor: Felicia Yap
Titel: Memory Game – Erinnern ist tödlich*
Genre: Thriller
Seitenzahl: 448
Erscheinungsdatum: 25. September 2017
Verlag: Penhaligon
Preis: 14,99€ (Broschiert); 11,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

Wie findet man einen Mörder in einer Welt, in der es keine Erinnerungen gibt?

In Claires Welt gibt es zwei Arten von Menschen: solche, die wie sie sind und sich nur an die Ereignisse des vorangegangenen Tages erinnern können, und solche wie ihren Ehemann Mark, deren Gedächtnis zwei Tage zurückreicht. Claire hat nur eine Verbindung zu ihrer Vergangenheit: ihr Tagebuch. Was sie nicht rechtzeitig aufschreibt, geht für immer verloren. Eines Morgens steht die Polizei vor Claires Tür. Die Leiche einer Frau wurde im Fluss gefunden. Nach Aussage der Beamten war sie Marks Geliebte und er wird des Mordes verdächtigt. Sagt die Polizei die Wahrheit? Kann Claire ihrem Ehemann vertrauen? Und vor allem: Kann sie sich selbst vertrauen?“
(Penhaligon)

Meine Meinung:

Eine Welt wie unsere, nur ganz anders – Felicia Yap hat hat mit ‚Memory Game‘ eine Welt erschaffen, in der es zwei Klassen von Menschen gibt. Monos, die sich nur an den direkt vorangegangenen Tag erinnern und Duos, deren Gedächtnis zwei Tage umfasst. Alles woran sich die Menschen erinnern wollen, muss in ein Tagebuch eingetragen werden, was heutzutage alles elektronisch funktioniert. Nun steht plötzlich die Polizei vor der Tür von Mark und Claire, weil eine Leiche gefunden wurde, die offenbar Marks Geliebte war. Claire weiß nicht mehr, ob sie Mark noch trauen kann…

Die Story von ‚Memory Game‘ umfasst genau einen Tag. Wir begleiten abwechselnd verschiedene Figuren und Ereignisse, die teilweise in der Vergangenheit liegen. Das bietet sich natürlich insbesondere an, da die Kommunikation oftmals alte Tagebucheinträge umfasst. Die Monos und Duos müssen quasi nahezu alles in ihren Tagebüchern nachschlagen, wenn sie etwas über vergangene Tage gefragt werden. Dieser Fakt lässt die Ermittlungen recht zäh werden. Auch kann man durch den häufigen Figurenwechsel keine große Bindung zu den Personen aufbauen, da alles nur etwas an der Oberfläche kratzt.

Die Idee selbst, dass es Monos und Duos gibt, war eine gute Vorlage, um generelle Probleme zwischen den Klassen darzustellen. Die Monos gelten als dümmer, da sie sich nur an einen Tag erinnern können und werden demnach immer etwas belächelt und degradiert. Hier wurde meiner Meinung etwas Potential verschwendet, da man diese Rivalität noch etwas besser hätte ausbauen können. Auch generell hat sich die anfänglich gute Idee in eine etwas zähe Story entwickelt. Ein Großteil der Story besteht darin, dass jemand etwas fragt und der Gefragte dann zunächst sein Tagebuch zückt und nachliest.

Auch wenn ich zunächst von der Idee sehr angetan war, hat es für mich etwas an der Umsetzung gefehlt. Viele Passagen waren recht langatmig. Einzig der sehr flüssige und angenehme Schreibstil der Autorin hat es geschafft, dass ich trotzdem gut durch die Seiten gekommen bin.

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[Rezension] Tess Gerritsen – Blutzeuge

Autor: Tess Gerritsen
Titel: Blutzeuge*
Reihe: Rizzoli & Isles #12
Genre: Thriller
Seitenzahl: 416
Erscheinungsdatum: 20. November 2017
Verlag: Limes
Preis: 19,99€ (Gebunden); 15,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Rizzoli & Isles Reihe

  1. Die Chirurgin
  2. Der Meister
  3. Todsünde
  4. Schwesternmord
  5. Scheintot
  6. Blutmale
  7. Grabkammer
  8. Totengrund
  9. Grabesstille
  10. Abendruh
  11. Der Schneeleopard
  12. Blutzeuge

Inhalt: 

„Sie haben das Böse gesehen – und er lässt sie mit ihrem Blut zahlen.

In Boston wird die Leiche einer jungen Frau gefunden – in der offenen Handfläche liegen ihre Augäpfel. Die Verstümmelung geschah post mortem, wie bei der Obduktion eindeutig festgestellt wird. Doch die genaue Todesursache bleibt unklar. Kurze Zeit später taucht die Leiche eines Mannes auf – Pfeile ragen aus seinem Brustkorb, die ebenfalls erst nach seinem Tod dort platziert wurden. Beide wurden Opfer desselben Täters, ansonsten scheint es keine Verbindung zwischen ihnen zu geben. Detective Jane Rizzoli von der Bostoner Polizei steht vor einem Rätsel, bis eine Spur sie zu einem Jahrzehnte zurückliegenden Fall von Misshandlungen in einem katholischen Kinderhort führt …“
(Limes)

Meine Meinung:

Lange musste ich auf den 12. Band der Rizzoli & Isles warten, doch am 20. November ist es nun so weit – die Fortsetzung einer meiner liebsten Reihen steht in den Läden. Ich durfte das Buch bereits vorab lesen und kann euch nun schon meine Einschätzung geben.

Die Stories der jeweiligen Bücher sind alle abgeschlossen, jedoch empfehle ich die Bücher in der vorgesehenen Reihenfolge zu lesen. Die Charaktere entwickeln sich weiter, erleben Höhen und Tiefen im Privatleben und oftmals wird Bezug genommen auf vergangene Fälle.

Im 12. Band ‚Blutzeuge‘ ermitteln wir in einem besonders grausamen Fall. Die Leiche einer jungen Frau wird gefunden, ihre Augen wurden ihr entfernt und in ihre Hände gelegt. Nach einiger Zeit bemerkt man, dass ein weiterer Mord mit diesem in Verbindung steht, auch wenn beide Tote vermeintlich nichts miteinander gemein haben.

Wir begleiten Detective Rizzoli und die Gerichtsmedizinerin Isles bei den Ermittlungen und kommen wie immer der Wahrheit Stück für Stück näher. Doch dieser Fall scheint besonders komplex, denn manche Dinge sind nicht so wie sie scheinen. Natürlich kann sich die Wahrheit nicht lange vor Rizzoli verbergen.

Besonders schön empfinde ich in diesem Teil die Charakterentwicklung. Maura Isles Privatleben rückt wieder etwas in den Fokus, aber auch bei in Rizzolis Familienleben tut sich einiges.

Der Schreibstil von Tess Gerritsen war wie immer sehr flott und flüssig, so dass man nur so durch die Seiten geflogen ist. Auch der Fall selbst war sehr interessant und hat dazu geführt, dass ich das Buch kaum weglegen konnte.

Insgesamt eine sehr gelungene Fortsetzung und ich hoffe wir können noch lange auf neue Teile in der Rizzoli & Isles Reihe hoffen.

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[Rezension] Deon Meyer – Fever

Autor: Deon Meyer
Titel: Fever*
Genre: Roman
Seitenzahl: 702
Erscheinungsdatum: 09. Oktober 2017
Verlag: Aufbau Verlag
Preis: 19,99€ (Gebunden); 14,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

»Ich will vom Fieber erzählen, von unserer Stadt Amanzi – und von dem Mord an meinem Vater Willem.«

Nicolaas Storm fährt mit seinem Vater Willem durch ein vollkommen verändertes Südafrika. Nach einem Fieber, das weltweit fünfundneunzig Prozent der Menschen getötet hat, versuchen die beiden, einen sicheren Platz zum Leben zu finden. Das Land ist in einem Zustand der Gesetzlosigkeit. Gangs ziehen schwerbewaffnet umher, wilde Tiere bedrohen die Menschen. Schließlich aber finden Vater und Sohn einen Platz für eine Siedlung. Andere Menschen stoßen zu ihnen – Abenteurer, elternlose Kinder, ehemalige Soldaten. Sie alle müssen die Gesetze des Überlebens neu lernen. Nico wird zum Schützen ausgebildet. Er verliebt sich in Sofia, die wildeste Frau, die jemals ihre kleine Stadt betreten hat, und er beginnt wieder an eine Zukunft zu glauben. Bis die Katastrophe passiert – und sein Vater ermordet wird.“
(Aufbau Verlag)

Meine Meinung:

Ihr mögt Endzeit-Serien wie The Walking Dead, könnt aber getrost auf die ganzen Zombies verzichten? Dann ist ‚Fever‘ vielleicht genau das Richtige für euch!

Wir befinden uns in Südafrika, das sogenannte Coronavirus hat 95% der Weltbevölkerung ausgelöscht. Wir begleiten Nico und seinen Vater Willem durch eine nahezu menschenleere Welt, auf der Suche nach einem sicheren Platz. Bereits der Klappentext verrät, dass die Geschichte auf eine Katastrophe hinsteuert, zunächst ist jedoch nicht klar, wann das passiert und so rechnet man hinter jeder Ecke mit einer Gefahr.

Durch den angedeuteten Tod des Vaters ist zunächst die Spannung sehr hoch – jedenfalls bis ein Hinweis gegeben wird, dass dieser Tod wohl erst zum Ende der Geschichte passieren wird. Die Beschreibung der menschenleeren und trostlosen Welt hat Deon Meyer sehr bildhaft und authentisch hinbekommen. Dass die Gefahr in einer solchen Endzeitgeschichte eben vor allem von den Menschen selbst ausgeht, wurde in der Story glaubhaft dargestellt. Dass außerdem die geografischen Gegebenheiten von Südafrika nochmal ganz anderen Gefahren bergen, wurde auch sehr eindrucksvoll bewiesen. Hier in Deutschland würde ich während einer Apokalypse jedenfalls nicht mit beispielsweise Löwen rechnen.

Auch der Hoffnungsschimmer, der von der neuen Siedlung Amanzi hervorging, war nahezu greifbar. Hier wurde sehr interessant davon berichtet, wie die Menschen sich in dieser Notlage zusammenfanden und die Stadt neu errichteten.

Die Geschichte wird zwar hauptsächlich von Nico erzählt, jedoch kommen auch viele andere Bewohner der Stadt zu Wort. Dies alles geschieht tagebuchartig. Leider muss ich sagen, dass sich die Geschichte generell etwas gezogen hat, vor allem jedoch ab etwa der Hälfte. Durch einige Ereignisse versuchte der Autor etwas Spannung hineinzubringen, was jedoch nur fragmentartig gewirkt hat. Auch die kleine Enthüllung zum Ende hat für mich die Story selbst nicht unbedingt verbessert.

Wer gerne Endzeit-Romane liest, und Menschen dabei begleitet, wie sie sich ein neues Leben aufbauen, der wird mit ‚Fever‘ womöglich glücklich. Mir hat etwas die Spannung gefehlt, denn als die Stadt letztlich halbwegs aufgebaut war, kreisten die Themen immer wieder um die selben Probleme.

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