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[Bücher] Neuerscheinungen Juni 2017

Auch für den kommenden Monat Juni möchte ich euch meine Top Neuerscheinungen an Büchern vorstellen. Ich möchte keine vollständige Liste aufzeigen, sondern nur meine persönlichen Highlights, die ich mir früher oder später vielleicht selbst zulegen möchte, zusammentragen. Es erscheinen im Juni vor allem Thriller, die mich interessieren.


Amnesia – Ich muss mich erinnern – Jutta Maria Herrmann (01. Juni 2017)

Du hast nichts zu verlieren.
Du hast eine mörderische Wut.
Und du kannst dich an nichts erinnern …
Als die Berlinerin Helen die Diagnose Krebs im Endstadium erhält, ist es ihr einziger Wunsch, sich vor ihrem Tod endlich mit ihrer Mutter auszusöhnen, zu der sie ein schwieriges und distanziertes Verhältnis hat. Bei ihrer Familie in der südwestdeutschen Heimat angekommen, muss sie dann schockiert erfahren, dass ihre schwangere Schwester Kristin von ihrem Ehemann Leon misshandelt wird. Am liebsten würde Helen Leon dafür umbringen, zu verlieren hat sie ja nichts mehr. Aber einen Menschen töten? Helen glaubt nicht, dass sie dazu wirklich fähig ist.
Am nächsten Morgen allerdings ist Leon tot – und Helen, die Medikamente mit schwersten Nebenwirkungen nimmt, hat keinerlei Erinnerung an die vergangene Nacht. Amnesie …


Totenstarre – Patricia Cornwell (12. Juni 2017)

Es ist ein idyllischer Sommerabend in Cambridge, Massachusetts, an dem Dr. Kay Scarpetta zu der Leiche einer Radfahrerin in einem Park gerufen wird. Der Körper ist starr, doch die junge Frau kann noch nicht lange tot sein. Teile der Kleidung sind ihr vom Körper gerissen, doch nicht von Menschenhand. Die goldene Totenkopfkette ist noch da, doch sie hat sich in die Haut der jungen Frau eingebrannt. Alles deutet auf einen Blitzschlag hin, doch es gab kein Gewitter.
Noch ahnt Scarpetta nicht, dass diese mysteriöse Leiche auch mit ihr zu tun hat. Dass sie eine tödliche Nachricht von einem Menschen ist, der von Hass zerfressen ist – und der nicht aufhören wird, bis er am Ziel ist.


Don’t You Cry – Falsche Tränen – Mary Kubica (12. Juni 2017)

Mitbewohnerin.
Freundin.
Mörderin?

Eines Nachts verschwindet die junge Studentin Esther Vaughan spurlos aus ihrem Appartement in Chicago. Ihre Mitbewohnerin Quinn findet nur einen mysteriösen Brief, der vor die Frage stellt, wie gut sie die vermeintlich brave Frau wirklich kennt. Als sie dann noch erfährt, dass schon längst per Anzeige nach einer Nachmieterin für ihr Zimmer gesucht wird, bekommt sie langsam Angst. Quinn beginnt zu recherchieren: Was ist eigentlich aus dem Mädchen geworden, das vorher mit Esther zusammengewohnt hat? Je mehr sie erfährt, desto mehr bringt Quinn sich in tödliche Gefahr.


Verhängnis der Begierde – Marie Force (12. Juni 2017)

Richtig feiern kann Samantha ihre Beförderung nicht. Denn schon wird sie zum nächsten Tatort gerufen: Ein Familienvater hat seine Frau erschossen und seine beiden Kinder brutal erschlagen. Was muss vorgefallen sein, um einen Mann zu solch einer Grausamkeit zu treiben? Noch schockierender ist für Samantha allerdings eine Entdeckung im Schlafzimmer des Täters, die sie selbst betrifft. Bevor sie den Hinweisen nachgehen kann, geschieht ein weiterer Mord in ihrem direkten Umfeld.


Murder Park – Jonas Winner (13. Juni 2017)

Zodiac Island vor der Ostküste der USA: ein beliebter Freizeitpark – bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. Der Täter Jeff Bohner wird schnell gefasst, der Park aber geschlossen. Die Schreie der Opfer scheinen vergessen zu sein. 20 Jahre später: Die Insel soll zur Heimat werden für den Murder Park – eine Vergnügungsstätte, die mit unseren Ängsten spielt. Paul Greenblatt wird zusammen mit elf weiteren Personen auf die Insel geladen. Und dann beginnen die Morde.

Ein Killer ist auf der Insel …keiner kann dem anderen trauen …die nächste Fähre kommt erst in drei Tagen …


The Walking Dead 7 – Jay Bonansinga (13. Juni 2017)

Fast scheint es, als könnten Lilly Caul und die anderen Überlebenden im Städtchen Woodbury eine Atempause schöpfen. Die Bedrohung durch den verrückten Prediger und seine Anhänger ist abgewendet, und nun denken Lilly und ihre Mitstreiter an den Wiederaufbau von Woodbury …

Bis nach einem blutigen Überfall all ihre Kinder entführt werden. Diesmal steht alles auf dem Spiel, und Lilly schwört Rache. Mit seinem postapokalyptischen The-Walking-Dead-Universum hat Robert Kirkman ein internationales Bestseller-Phänomen erschaffen, in dem er einen schonungslosen Blick in die Abgründe der menschlichen Natur wirft.


Ich will brav sein – Clara Weiss (19. Juni 2017)

Der Sommer steht vor der Tür, als die Studentin Juli das kleine Dachzimmer in dem charmanten Münchner Mietshaus bezieht. Sie teilt die Wohnung mit der jungen Schauspielerin Greta, die ihr auf Anhieb sympathisch ist, und zunächst ist Juli glücklich in ihrer neuen Umgebung. Doch dann mehren sich die Hinweise, dass Greta ein ebenso undurchsichtiges wie grausames Spiel mit ihr treibt – und während eine mörderische Hitzewelle die Stadt wie eine Glocke umschließt, gerät Julis Leben immer mehr zur Hölle: Sie entdeckt eine Leiche auf dem Dachboden, ihre beste Freundin verschwindet, ein stummes Mädchen im Treppenhaus versetzt sie in Angst und Schrecken. Als sich weitere Todesfälle ereignen, weiß sie, dass auch sie selbst in höchster Gefahr ist. Aber da ist es fast schon zu spät …


Corruption – Don Winslow (20. Juni 2017)

Das neue, große Kriminal-Epos des amerikanischen Bestseller-Autors Don Winslow.
In den Straßenschluchten von New York lässt der internationale Star-Autor Don Winslow ein alptraumhaft realistisches Szenario von Drogen, Menschenhandel, Mord entstehen. Er zeichnet die todbringende Allianz von staatlichen Stellen und organisiertem Verbrechen: Sie sehen sich als Elitetruppe der Polizei, eine verschworene Einheit, ausgestattet mit weitreichenden technischen und rechtlichen Möglichkeiten. Gemeinsam sollen sie für Ruhe und Ordnung in ihrem Revier sorgen, dem nördlichen Manhattan. Und genau das tun sie. Hier gelten ihre Spielregeln, hier geschieht nichts ohne ihr Wissen. Doch die Truppe ist extremem Stress ebenso ausgesetzt wie extremen Risiken … und extremen Verlockungen …


Game of Thrones 5 – Ein grimmiger Feind, ein treuer Freund – George R. R. Martin (26. Juni 2017)

Der Krieg der Fünf Könige neigt sich dem Ende zu, das Schicksal der Sieben Königslande scheint entschieden zu sein. Da tritt eine neue Macht aus den Schatten hervor. Aegon Targaryen, ein totgeglaubter Erbe des alten Königsgeschlechts, greift mit der Goldenen Kompanie Greifenhorst und Sturmkap an. Er hat nur ein Ziel: die Herrschaft der Lennisters und Tyrells über den Eisernen Thron zu brechen und wieder einen rechtmäßigen König einzusetzen – einen Herrscher aus dem Haus Targaryen!


Verrottet – Bryan Smith (26. Juni 2017)

Noah lebt in einer abgelegenen Berghütte an der Ostküste Amerikas. Seit Jahren hat er keinen anderen Menschen mehr gesehen, denn eine Zombie-Seuche hat fast alle dahingerafft. Die Einsamkeit ist so unerträglich, dass sich Noah in stummer Verzweiflung langsam um den Verstand säuft.
Doch als überraschend seine Schwester Aubrey mit ihrem Freund auftaucht, erwacht Hoffnung in Noah: Er hätte nie gedacht, dass sie noch lebt.
So entschließt er sich, nach Westen zu ziehen, um Lisa zu finden. Auf dem College war sie seine große Liebe. Ihr Foto trägt er immer noch bei sich. Wahrscheinlich ist sie längst tot, aber jetzt hat er endlich ein Ziel …

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[Bücher] Gelesen im Mai 2017 #1

Die erste Mai-Hälfte ist schon wieder vorbei und ich habe wieder sehr quer durch die Genres gelesen. Meine Favoriten sind tatsächlich aus zwei sehr verschiedenen Genres, konnten mich aber vollends überzeugen. Mit dabei war endlich mal wieder ein Fortsetzungsband einer Reihe, denn ich habe Band 2 der Selection Buchreihe gelesen, die ich bereits im Januar angefangen habe.


Autor: Gail Honeyman
Titel: Ich, Eleanor Oliphant
Seitenzahl: 528
Erscheinungsdatum: 24. April 2017
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 20,00€ (Hardcover); 15,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt:

„Wie Eleanor Oliphant die Liebe suchte und sich selbst dabei fand.
Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Eine Pizza bestellen, mit Freunden einen schönen Tag verbringen, einfach so in den Pub gehen? Für Eleanor undenkbar! Und das macht ihr Leben auf Dauer unerträglich einsam. Erst als sie sich verliebt, wagt sie sich zaghaft aus ihrem Schneckenhaus – und lernt dabei nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst noch einmal neu kennen.“
(Bastei Lübbe)

Meine Meinung:

Als ich das Cover und den Klappentext sah, dachte ich zunächst, dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt. Doch unsere Protagonistin ist bereits 30 Jahre alt und wirklich sehr speziell. Anfangs könnte man meinen, dass man hier einen typisch einsamen, grummeligen und schrulligen Charakter vor sich hat, doch ich wurde schnell eines besseren belehrt. Eleanor Oliphant ist seit langem der sympathischste Charakter, der mir untergekommen ist und sie ist mir regelrecht ans Herz gewachsen.

Wir begleiten Eleanor durch ihr anfangs sehr monotones Leben, das aber plötzlich an Fahrt aufnimmt. Die Geschichte ist keineswegs von viel Spannung gekennzeichnet, man könnte fast sagen sie plätschert eher etwas dahin und dennoch fand ich das Buch grandios! Insgesamt betrachtet passiert im Buch gar nicht viel, aber für Eleanor haben halt kleine Dinge schon eine viel höhere Bewandniss als für Otto Normal. Unsere Protagonistin macht im Buch so viele positive Veränderungen durch, dass es einfach Freude macht, ihr dabei zuzusehen wie sie regelrecht aufblüht. Damit meine ich keine Hässliches-Entlein-wird-zu-schönem-Schwan-Geschichte, sondern viele Kleinigkeiten, die das Leben von Eleanor wirklich lebenswert machen. Sehr erfrischend, dass die Protagonistin am Ende der Story nicht als neugeborener Superheld gezeigt wird, sondern schlichtweg einfach herrlich normal ist.

Der Schreibstil war wunderbar flüssig und man konnte nur so durch die Story fliegen. Besonders gefallen haben mir die inneren Monolage von Eleanor. Eleanos Gedankengänge waren mitunter wirklich sehr witzig, da sie viele Dinge einfach anders sieht als die meisten Menschen. Wahrscheinlich hat jeder so seine Macken und ich habe mich ab und zu doch in Elenor wiedererkannt. Für mich ist ‚Ich, Eleanor Oliphant‘ mein Monatshighlight. Ich bin sehr begeistert von Gail Honeymans Debütroman und hoffe, dass in Zukunft noch mehr von ihr erscheinen wird.


Autor: Sebastian Fitzek
Titel: AchtNacht
Seitenzahl: 416
Erscheinungsdatum: 14. März 2017
Verlag: Knaur
Preis: 12,99€ (Broschiert); 9,99€ (E-Book)

Inhalt:

„Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten – und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!“
(Knaur)

Meine Meinung:

AchtNacht scheint ja durchaus die Leute in 2 Lager zu spalten. Wer es nicht enttäuschend fand, der fand es grandios. Ich muss sagen, ich gehöre zu den Leuten, die es toll fanden! Ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden durchgelesen und das sagt schon vieles aus.

Fitzek verweist direkt zu Beginn an den Film ‚The Purge‘ und dass dieser als Inspiration diente. Warum finden das viele so blöd? Heutzutage das Rad neuzuerfinden ist wirklich schwierig und irgendwo wird man doch immer inspiriert. Ich habe den Film vor einigen Jahren gesehen und das Buch hat abgesehen von der Grundidee nichts damit gemein.

Die Story beginnt gleich sehr rasant und dieses Tempo wird im ganzen Buch deutlich. Unser Protagonist hat keine Zeit zu verschnaufen und die Geschichte lässt tatsächlich genau das Feeling aufkommen, das wohl auch unser Protagonist gepürt hat – wir befinden uns mitten in einer Hetzjagd. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, es war einfach alles zu spannend und ich wollte unbedingt wisse wie alles ausgeht.

Das Ende der Geschichte war dann leider etwas ernüchternd, weshalb ich einen Stern abgezogen habe. Das Ende ist eine einizige Klischee-Lösung, ich würde es bestenfalls einfallslos nennen. Dafür kann ich umso mehr das Nachwort empfehlen, denn hier werden mal wieder gesellschaftskritische Töne angeschlagen, was wirklich zum Nachdenken anregt.


Autor: Peter Swanson
Titel: Die Gerechte
Seitenzahl: 416
Erscheinungsdatum: 16. Januar 2017
Verlag: Blanvalet
Preis: 12,99€ (Broschiert); 9,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt:

„Eine Flughafenbar in London. Es ist Abend, und Ted Severson wartet auf seinen Rückflug nach Boston, als eine attraktive Frau sich neben ihn setzt. Kurz darauf vertraut er der geheimnisvollen Fremden an, dass seine Frau ihn betrogen hat. Mit ihrer Reaktion jedoch hat er nicht gerechnet: Sie bietet ihm Hilfe an – beim Mord an seiner Ehefrau. Ein Trick? Ein morbider Scherz? Oder ein finsteres Rachespiel, das nur ein böses Ende nehmen kann?“
(Blanvalet)

Meine Meinung:

Wenn man viele Bücher liest, dann hat man oftmals eine gewisse Ahnung, wohin sich die meisten Stories bewegen. Und doch hat ‚Die Gerechte‘ mich eiskalt erwischt. Dieses Buch war so unvorhersehbar und ich bin quasi mitten in die Ahnungslosigkeit getappt.

Das Buch ist in verschiedene Teile untergliedert und wir lesen aus verschiedenen Perspektiven, sowohl in Vergangenheit als auch Gegenwart. Der Schreibstil des Autoren ist sehr flüssig lesbar, ich konnte das Buch kaum weglegen. Hinzu kam der straff gespannte Spannungsbogen und einige unvorhersehbare Wendungen, die mich wirklich überrascht haben. Einizg ganz zum Schluss war etwas die Luft heraus, jedoch musste auch dann natürlich noch eine Überraschung lauern.

Die Figuren sind wirklich gut beschrieben, ich habe mit einigen Personen richtig mitgefiebert und Sympathien entwickelt. ‚Die Gerechte‘ war für mich mal wieder ein Thriller, der durch und durch überzeugen konnte. Ich muss mir unbedingt noch weitere Bücher von Peter Swanson anschauen.


Autor: Jack Ketchum, Lucky McKee
Titel: SCAR
Seitenzahl: 336
Erscheinungsdatum: 10. April 2017
Verlag: Heyne Hardcore
Preis: 14,99€ (Broschiert); 11,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt:

„Mit elf Jahren ist Delia Cross bereits ein gefeierter Fernsehstar – aber nicht glücklich. Ihre Mutter ist von krankhaftem Ehrgeiz getrieben. Ihr Vater dem Alkohol verfallen. Ihr Bruder von Eifersucht zerfressen. Einzig der Familienhund Caity hält immer treu zu ihr. Dann droht ein tragischer Unfall, Delias Karriere für immer zunichtezumachen. Doch sogar ihre Narben werden gegen ihren Willen vermarktet. Bis sie beginnt, sich zu wehren … “

Meine Meinung:

Jack Ketchum gehört zu meinen liebsten Autoren und das schon über viele Jahre hinweg. Ich liebe seinen schockierenden Schreibstil und finde seine Geschichten immer sehr interessant und flüssig zu lesen. ‚SCAR‘ durfte also auch in meinem Bücherregal nicht fehlen.

Das Cover erregt sofort Aufmerksamkeit und der Klappentext macht extrem neugierig. Wir begleiten in der Geschichte Delia, ein junges Mädchen, das gerade dabei ist ihren schauspielerischen Durchbruch zu erleben. Gleich zu Beginn kann man hinter die heile Familienwelt blicken und feststellen, dass hier gar nichts so rosig ist, wie es nach außen scheint. Wärme und Nähe sucht Delia bei ihrer Hündin Caity, die beiden sind unzertrennlich. Als dann der besagte Unfall geschiet, beginnt die eigentliche Wendung der Geschichte.

Zunächst einmal würde ich gerne anmerken, dass das Buch zwar als ‚Roman‘ deklariert ist, aber dennoch von Heyne Hardcore verlegt wurde. Wer den Verlag kennt, der weiß, dass es hier normalerweise sehr blutig und radikal zugeht, da hier schonungslos über rohe Gewalt geschrieben wird. Bei ‚SCAR‘ fehlt mir das ein bisschen, da lediglich ganz zum Schluss der ‚Hardcore-Teil‘ losgeht. Trotzdem finde ich es für die Story recht passend. Sie beginnt langsam und gipfelt eben in einem Showdown, der auf jeden Fall Hardcore genannt werden darf. Zarte Seelchen sollte nicht unbedingt zu diesem Buch greifen.

Die Geschichte wird uns aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wir begleiten alle Familienmitglieder, wenn auch in verschiedenem Ausmaß. Sogar die Familienhündin Caity kommt quasi zu Wort, diese Abschnitte fand ich allerdings nicht immer notwendig. Jede der Figuren wird so etwas näher beleuchtet und man erfährt, dass anscheinend jeder mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen hat, was jedoch gewisse Personen nicht sympathischer macht. Der Schreibstil von Jack Ketchum ist für mich sehr flüssig lesbar, da die Sprache recht einfach gehalten ist.

Für mich ist ‚SCAR‘ nicht unbedingt das, was ich von Ketchum gewohnt bin, aber dennoch konnte das Buch bei mir punkten. Wer Geschichten über heile Welten mit tiefen Abgründen mag, vor Gewaltszenen nicht zurückschreckt, der sollte sich dieses Buch unbedingt mal angucken.


Autor: JP Delaney
Titel: The Girl Before – Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.
Seitenzahl: 400
Erscheinungsdatum: 25. April 2017
Verlag: Penguin
Preis: 13,00€ (Broschiert); 9,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt:

„Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.“
(Penguin)

Meine Meinung:

‚The Girl Before‘ ist der erste Thriller von JP Delaney, der aber bereits unter anderem Namen erfolgreiche Romane verfasst hat. Das Cover und der Titel haben sofort meine Aufmerksamkeit erregt, obwohl ich langsam etwas durcheinander komme mit all den Bücher, die irgendwas mit ‚Girl‘ im Titel tragen. Andererseits ist der Buchtitel durchaus passend für die Geschichte.

In der Geschichte begleiten wir Jane, die uns durch die gegenwärtige Zeit führt und Emma, die wir in Rückblicken kennen lernen. Jane hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich und hat nun die Chance auf einen Neuanfang in einem technisch hochmodernen Haus. Das Haus ist sehr speziell und stellt gewissermaßen Ansprüche an seine Bewohner – es verfügt kaum über Möbel, strahlt allgemein keine Gemütlichkeit aus und alles funktioniert digital. Als Jane erfährt, dass ihre Vormieterin, Emma, im Haus gestorben ist, fängt sie an zu recherchieren und deckt so ungeahnte Dinge auf.

Durch den Wechsel der Perspektiven lernen wir beide Figuren sehr gut kennen. Allerdings sind sich die beiden nicht unähnlich, es dreht sich oft um ähnliche Begebenheiten, so dass ich manchmal mitten im Kapitel zurückblättern musste, weil unklar war, aus welcher Perspektive ich gerade lese. Beide Frauen haben recht naiv und gutgläubig gehandelt, was mich manchmal schon etwas aufgeregt hat. Wie oft kann man bitte das Schrillen sämtlicher Alarmglocken überhören? Und warum kamen den Damen teilweise erst Monde später Gedanken, die quasi auf der Hand lagen? Nichtsdestotrotz haben mir beide Perspektiven insofern gefallen, dass ich das Buch kaum weglegen konnte. Der sogenannte ‚charismatische‘ Besitzer und Architekt des Hauses war mir jedoch die unerträglichste Person des Buches. Edward wies so viele Parallelen zu typischen männlichen Hauptfiguren in New Adult Romanen auf, dass ich nicht umhin kam, ihn als eine Art ‚Psycho-Mr.Grey‘ zu sehen.

Trotz der gewöhnungsbedürftigen Figuren, habe ich die Geschichte in kurzer Zeit durchgelesen. Anfangs war mein Lesefluss etwas gestört von der Tatsache, dass in den Rückblenden die wörtliche Rede nicht gekennzeichnet war, daran habe ich mich aber schnell gewöhnt.

Im Verlauf gab es einige Überraschungen und auch das Ende gehörte für mich nicht unbedingt zu den vorhersehbarsten. Alles in allem fand ich das Buch durchaus überzeugend. Übrigens ist auch schon eine Verfilmung geplant, die ich mir dann gerne anschauen würde.


Autor: Kiera Cass
Titel: Selection – Die Elite (Selection #2)
Seitenzahl: 384
Erscheinungsdatum: 20. Februar 2014
Verlag: Fischer Sauerländer
Preis: 16,99€ (Gebunden); 9,99 (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)

Inhalt:

„Das ganz große Glück?
Von den 35 Mädchen, die um die Gunst von Prinz Maxon und die Krone von Illeá kämpfen, sind mittlerweile nur noch 6 übrig. America ist eine von ihnen, und sie ist hin- und hergerissen: Gehört ihr Herz nicht immer noch ihrer großen Liebe Aspen? Aber warum hat sich dann der charmante, gefühlvolle Prinz hineingeschlichen? America muss die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen. Doch dann kommt es zu einem schrecklichen Vorfall, der alles ändert.
Auch im zweiten Band der ›Selection‹-Trilogie geht es um die ganz großen Gefühle! Kiera Cass versteht es meisterhaft, das im ersten Band vorgestellte Liebesdreieck noch ein bisschen verzwickter zu machen und die Leserinnen gemeinsam mit America hin- und her schwanken zu lassen: Maxon oder Aspen? Aspen oder Maxon?“
(Fischer Sauerländer)

Meine Meinung:

Endlich bin ich dazu gekommen die Fortsetzung der Selection Reihe zu lesen. Band 2 knüpft an das Geschehen vom ersten Band an, wir begleiten also weiterhin die übrigen Kandidatinnen des Castings. America gehört irgendwie zu den Figuren, die ich einerseits mag, aber andererseits geht sie mir manchmal wirklich auf die Nerven. Wir haben hier wieder das klassische Liebesdreieck und America ändert laufend ihre Meinung, vieles wird sehr theatralisch dargestellt und doch fiebert man irgendwie mit.

Das Buch ist also sowohl für America als auch für mich eine Achterbahn der Gefühle. Natürlich muss man bedenken, dass America erst 17 Jahre alt ist und ich mich nicht mehr unbedingt in ihre Gefühlswelt eindenken kann. Gefallen hat mir, dass ein wenig mehr auf die Geschichte Illéas eingegangen wird, ich hoffe man bekommt auch im nächsten Band noch ein wenig mehr über das politische Geschehen mit.

Insgesamt betrachtet passiert nicht sonderlich viel im zweiten Band, aber der Schreibstil der Autorin ist einfach so fesselnd, dass man einfach weiterlesen musste. Das Buch ist mit seinen 384 Seiten auch relativ schnell durchgelesen. Am Ende steht kein riesen Cliffhanger, das Casting mit den letzten verbleibenden Teilnehmerinnen wird in Band 3 weitergeführt.

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[Bücher] Gelesen im April #2

Weiter geht es mit dem zweiten Teil meiner gelesenen Bücher im April. In der zweiten Hälfte habe ich nicht ganz so viele Bücher geschafft, aber insgesamt bin ich recht zufrieden mit meiner Auswahl. Insbesondere freue ich mich, dass ich mit ‚Dem Ozean so nah‘ eine Reihe beenden konnte.

Zur ersten Hälfte der gelesenen Bücher im April kommt ihr HIER.

April 2017

Anzahl Bücher: 12
Anzahl Seiten: 4758
Seiten pro Tag: 158


Autor: Jessica Koch
Titel: Dem Ozean so nah (Danny Trilogie #3)
Seitenzahl: 368
Erscheinungsdatum: 16. Dezember 2016
Verlag: rororo
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 3,49€ (E-Book)

Inhalt:

„Sie teilen das gleiche Schicksal und sind doch ganz verschieden: Danny ist erfolgreich und unabhängig, auch wenn er hart dafür kämpfen musste – nach einer Kindheit, die für ihn keine war. Tina hingegen hat die letzten Jahre auf der Straße verbracht. Als die beiden, denen das Leben nichts geschenkt hat, einander begegnen, spüren sie eine nie erlebte Nähe. Verzweifelt bemüht Danny sich, Tina zu zeigen, dass das Leben auch schöne Seiten hat. Hilft den beiden ihre Freundschaft, die Schatten der Vergangenheit endgültig abzuwerfen?“
(rororo)

Meine Meinung:

‚Dem Ozean so nah‘ ist der dritte und letzte Band der Danny Trilogie. Nachdem wir im zweiten Band Danny in seiner Kindheit begleitet haben, befinden wir uns nun zeitlich gesehen vor den Geschehnissen des ersten Bandes und erleben nun die Zeit als Danny Christina kennen lernte.

Die beiden Vorgänger haben mich emotional sehr berührt, auch der letzte Teil ist nichts für zarte Seelchen. Dennoch muss ich sagen, dass mir im dritten Teil ein paar Dinge gefehlt haben und ich nicht ganz so mitgerissen wurde wie vorher. Ich hätte gerne noch mehr darüber erfahren, wie es Christina genauer erging nachdem Danny Jessica kennen gelernt hat. Das Buch endet ziemlich abrupt genau zu diesem Zeitpunkt. Natürlich weiß man bereits aus dem ersten Buch wie alles ausgeht, aber mich hätten die Erlebnisse aus Christinas Sicht interessiert. Das Wissen um das ganze Ende macht für mich den Schluss des dritten Teils umso trauriger. Wüsste man nicht bereits wie alles endet, könnte man den Schluss hier durchaus hoffnungsvoll betrachten.

Insgesamt hat mir die Reihe sehr gut gefallen. Es ist definitiv keine leicht verdauliche Geschichte. Die Erlebnisse der Protagonisten sind voller Leid und man fragt sich zu was Menschen alles fähig sind, solch ein Leid zu erschaffen.


Autor: Audrey Carlan
Titel: Trinity – Tödliche Liebe (Trinity #3)
Seitenzahl: 304
Erscheinungsdatum: 24. Februar 2017
Verlag: Ullstein
Preis: 12,99 (Broschiert); 9,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt:

„Gillian Callahan hat alles verloren: ihre große Liebe, ihre Freiheit – und vielleicht sogar bald ihr Leben. Ihr Körper ist in der Gewalt des Mannes, der von ihr besessen ist, der keine Skrupel kennt und der nur eines noch will: Gillians Herz. Doch niemand wird es je schaffen, die Liebe zwischen ihr und ihrem Verlobten Chase zu zerstören. Sie weiß, dass Chase sie verzweifelt sucht und die Polizei alles tun wird, um sie zu finden. Können sie das Rennen gegen die Zeit gewinnen?“
(Ullstein)

Meine Meinung:

Band 3 der Trinity Reihe knüpft nahtlos an das Ende des zweiten Teils an. Mit diesem Einstieg kommt auch gleich mal wieder etwas Fahrt in die ganze Geschichte, denn die Storyline bietet etwas mehr als nur das typische Liebesdrama und Sex. Wenn man die drei Teile recht nah nacheinander liest, kann es schon mal vorkommen, dass einen die Sexszenen langsam nerven, da sie nunmal recht ähnlich gestrickt sind. Umso erfrischender war dann die Auflockerung durch etwas Spannung und Thrill.

Insgesamt muss ich wieder bemängeln, dass Chase mir mächtig gegen den Strich ging. Absolut affiges Alphamännchen-Gehabe, das ich so noch nie bei einem erwachsenen Mann erlebt habe. Und die Protagonistin findet das auch noch gut. Außerdem waren einige Sachen in der Geschichte nicht ganz logisch, aber wie schon bei den ersten beiden Teilen gesagt – mit Logik sollte man der Trinity Reihe eher nicht begegnen. Für mich war der dritte Teil wieder ein absoluter Pageturner, ich wurde sehr gut unterhalten und werde die Reihe weiterverfolgen.


Autor: Christof A. Niedermeier
Titel: Mörderisches Menü – Ein kulinarischer Krimi (Jo Weidinger #2)
Seitenzahl: 416
Erscheinungsdatum: 10. Februar 2017
Verlag: Ullstein
Preis: 9,99 (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt:

„Küchenchef Jo Weidinger braucht für sein Restaurant hoch über der Loreley frischen Fisch. Als Jo beim Fischhändler seines Vertrauens Erich Sattler eintrifft, findet er ihn tot in einem seiner Teiche treibend. Sattler war ein jähzorniger Eigenbrötler, der bei seinen Fischweihern hauste. Die Polizei geht von einem Unfall aus, denn das Wetter war schlecht und die Stege rutschig. Doch Jo glaubt nicht an diese Theorie und beginnt selbst zu ermitteln. Dabei stößt er auf Dinge, die er vielleicht besser unberührt gelassen hätte. Denn seine Gegner aus der Fischindustrie sind mächtig und skrupellos …“
(Ullstein)

Meine Meinung:

Das Buch ‚Mörderisches Menü ist mir zunächst durch sein schönes Landschaftscover aufgefallen. Als ich dann den Untertitel las – ein kulinarischer Krimi – war ich sofort interessiert, denn was gibt es besseres als Mord und leckeres Essen in einem Buch? Dass das Buch bereits ein Teil 2 einer Reihe ist, habe ich erst im Verlauf der Geschichte bemerkt, da öfter mal Hinweise darauf gefallen sind. Mich hat es im Lesefluss und Verständnis nicht beinträchtigt, da das Buch selbst eine abgeschlossene Geschichte ist.

In der Geschichte begleiten wir den jungen Koch Jo, der scheinbar gerne den Hobbydetektiv in seiner Freizeit spielt. Natürlich stolpert er auch praktischerweise immer wieder über Leichen im Zuge seiner Ermittlungen. Immer wieder wird abseits des Kriminalfalles auf seine Tätigkeit im Restaurant eingegangen und man bekommt eine sehr genaue Vorstellung über seine Kochkünste, die er in kreativen Menüs unter Beweis stellt. Die Gerichte werden wirklich sehr appetitanregend beschrieben, ich empfehle also das Buch nicht mit knurrendem Magen zu lesen, denn sonst ist der Gang zum Kühlschrank vorprogrammiert.

Auch das gesamte landschaftliche Setting wird sehr eindrucksvoll beschrieben. Die Gegend rund um den Rhein klingt wirklich sehr einladend und für mich als unwissenden Leser auch sehr glaubhaft geschildert, denn persönlich bin ich noch nicht in der Gegend gewesen.

Ich bin nicht unbedingt ein Fan vom „Normalbürger“ der plötzlich zum Hobbydetektiv mutiert, jedoch fand ich die Umsetzung hier recht gelungen. Hin und wieder fand ich einige Sachen etwas unlogisch und besagter Hobbydetektiv hatte meiner Meinung nach viel zu viel Glück und auch zu leichten Zugang zu manchen Dingen. Trotzdem fand ich die Gesamtstory relativ stimmig, auch das Ende konnte mich überzeugen. Ich werde sicherlich bald mal den ersten Band um unseren Küchenchef Jo lesen und auf weitere Teile in diesem wunderschönen Setting hoffen.


Autor: Kerry Drewery
Titel: Marthas Widerstand (Cell 7 #1)
Seitenzahl: 447
Erscheinungsdatum: 16. März 2017
Verlag: One
Preis: 16,00€ (Hardcover); 11,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt:

„Martha ist des Mordes angeklagt und sitzt in der ersten von sieben Zellen. Sieben Tage lang stimmt das gesamte Volk darüber ab, ob sie freigesprochen oder in eine kleinere Zelle verlegt wird. Die siebte und letzte Zelle ist klaustrophobisch klein, und genauso klein sind Marthas Chancen auf einen Freispruch. Denn die Umfragen zeigen, dass der Großteil der Bevölkerung sie sterben sehen will …
Doch was wäre, wenn Martha genau darauf spekuliert. Um dem Volk zu zeigen, dass es nicht in einer perfekten Demokratie lebt, sondern von den Machthabern perfide manipuliert wird? Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, bei dem viel mehr als ein einzelnes Menschenleben auf dem Spiel steht …

Spannende Mischung aus Thriller und Dystopie rund um ein packendes Gedankenspiel: Was wäre, wenn nur noch über Fernsehvotings Recht gesprochen würde?“
(One)

Meine Meinung:

Dieses Buch habe ich schon seit Anfang des Jahres sehnsüchtig erwartet, denn der Klappentext klang einfach grandios. Wir befinden uns in einer Welt, in der das gängige Rechtssystem, das wir kennen, durch ein Fernsehvoting ersetzt wurde. Diese Welt, die dort gezeichnet wurde und die ganze Idee dahinter fand ich wirklich sehr interessant.

Dem Verlauf der Geschichte können wir aus der Perspektive verschiedener Personen folgen. Mitunter sind einige Kapitel in einer Art Interviewform geschrieben, da wir der zugehörigen TV-Show beiwohnen. Ich fand alle Perspektiven sehr interessant und ich konnte wunderbar flüssig von Kapitel zu Kapitel lesen. Lediglich das Hervorheben der Sprache einer Person fand ich etwas überflüssig. Bei besagter Person wurde eine sehr informelle Schreibweise benutzt und genau so geschrieben, wie die Person eben auch sprechen sollte. Also sehr umgangssprachlich und mit einer Art Dialekt. Ich hatte dann zwar direkt eine Vorstellung im Kopf, aber andererseits stört es mich auch etwas im Lesefluss. Mit unserer Hauptfigur Martha bin ich noch nicht ganz warm geworden, ich fand aber auch generell, dass sie etwas distanziert rüberkam.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen, wenn auch der Plot durchaus schnell vorhersehbar war. Trotzdem hat es mir Spaß gemacht das Geschehen zu verfolgen und am Ende wirklich Recht zu behalten, was meine Vorahnung betraf.

‚Marthas Widerstand‘ ist nur der Auftakt einer Reihe und wie zu erwarten bleibt das Ende hier beim ersten Teil sehr offen. Ich hoffe wir müssen nicht zu lange auf den zweiten Teil warten, ich habe gesehen, dass die englische Ausgabe Mitte Juni erscheinen soll. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.


Autor: Jay Asher
Titel: Tote Mädchen lügen nicht
Seitenzahl: 288
Erscheinungsdatum: 08. Oktober 2012
Verlag: cbt
Preis: 8,99€ (Taschenbuch); 7,99€ (E-Book)

Inhalt:

„Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf »Play« – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ..“
(cbt)

Meine Meinung:

Durch die kürzlich erschienene Serie ’13 Reasons Why‘ ist auch die Buchvorlage wieder in aller Munde. Ich habe mich dieses Mal dazu entschlossen zunächst das Buch zu lesen und dann anschließend die Serie zu gucken. Ich kann also nicht sagen, ob die Serie bei mir noch anderes bewirkt hätte.

Denn so sehr das Buch auch zur Zeit wieder gehypt wird, ich mochte es nicht wirklich. Das Buch selbst habe ich sehr schnell durchgelesen gehabt, was einerseits an den ’nur‘ knapp 300 Seiten lag, aber auch weil es sich einfach wunderbar flüssig lesen ließ. Ich war zu keiner Zeit gelangweilt oder musste mich durch das Buch kämpfen und trotzdem hat es mir irgendwie missfallen.

Es ist mir fast schon unangenehm das zu sagen, aber Hannah war mir nicht sympathisch. Ich habe selbst keinerlei Erfahrungen mit dem Thema und möchte da sicherlich auch keine Grundsatzdiskussion einleiten, aber ich fand Hannahs Verhalten einfach nicht schlüssig. Ich verstehe die Grundbewandniss, die das Buch einem als Leser sicherlich mitgegeben sollte – nämlich ein Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen – aber für mich hat das mit Hannah einfach nicht funktioniert. Auch wenn es immer wieder betont wurde, dass diese Kassetten nicht als Rache dienen sollten, und Hannah damit nur aufzeigen wollte, dass im Prinzip jede Handlung ihre Konsequenzen hat, so schwang für mich im ganzen Buch ein Grundtenor mit: Hannah zeigt auf die 13 Personen, die ihrer Meinung nach zu ihrem Selbstmord beigetragen haben. Ich fand es eher unreflektiert und vor allem unausgewogen betrachtet man die ‚Schuldigkeit‘ der Personen. Hannah zeigt also das ganze Buch über auf andere und sagt im Grunde genommen ‚Hier, der da wars‘.

Eine Begebenheit ging mir besonders lange nicht aus dem Kopf, wer also das Buch noch nicht gelesen hat sollte vielleicht diesen Absatz überspringen. Hannah wird Zeuge einer Vergewaltigung und unternimmt nichts. Gar nichts. Das ganze wird mit Angst und Trunkenheit begründet und Hannah gibt auch zu, dass sie nicht richtig gehandelt hat. Was mir aber besonders missfallen aht, ist die Tatsache, dass sie im Nachhinein nicht mit einer Silbe das Vergewaltigungsopfer erwähnt, sondern immer nur sich selbst bemitleidet, weil sie ja alles gesehen hat und nichts unternommen hat. Keine Silbe darüber, dass sie sich fragt, wie es wohl Jessica ergeht. Nein – Hannah ist ja arm dran und das Opfer hier.

Ich könnte noch so einiges bemängeln, aber ich Grunde wollte ich sagen, dass ich es prinzipiell gut finde, wenn ein Bewusstsein zu diesem Thema geschaffen wird. Ist einem jedoch die Hauptfigur eines Buches unsympathisch, kann einem das vieles verhageln. Die Grundidee ist gut, der Schreibstil flüssig und ich werde mir jetzt definitiv die Serie dazu anschauen.

Bücher

[Bücher] Neuerscheinungen Mai 2017

Auch für den kommenden Monat Mai möchte ich euch meine Top Neuerscheinungen an Büchern vorstellen. Ich möchte keine vollständige Liste aufzeigen, sondern nur meine persönlichen Highlights, die ich mir früher oder später vielleicht selbst zulegen möchte, zusammentragen und umreißen. Es erscheinen einige interessante Einzelbände, aber auch einige Fotzsetzungen von Reihen, die ich gerne  weiterlesen würde.


Besuch von Oben – Jochen Siemens (02. Mai 2017)

Johannes Schweikert kann es nicht glauben: Vor 22 Jahren sind seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen – und nun stehen sie auf einmal vor ihm! Eine Halluzination? Ein Trick?
Zunächst ist der Architekt mit dieser Situation schlichtweg überfordert, zumal er zu seinem Vater nie ein gutes Verhältnis hatte. Und nun stellt dieser plötzlich Fragen nach seinem Leben, nach seiner Familie, nach seinem Beruf – und wundert sich über Dinge wie Handys und Internet . Es ist kompliziert – vor allem weil Johannes ihm eigentlich ein paar unangenehme Wahrheiten beichten müsste. Der tote Vater und der lebende Sohn – der alte Konflikt flammt wieder auf.
Wie soll er seinen toten Eltern gestehen, dass auf dem Friedhof kein Platz für zwei Särge war und er sie deshalb einäschern lassen musste? Und das wäre erst der Anfang dieses Besuchs aus dem Jenseits.


Der Schwarze Thron 1 – Die Schwestern (09. Mai 2017)

Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …


Fireman – Joe Hill (09. Mai 2017)

Eine weltweite Pandemie ist ausgebrochen, und keiner ist davor gefeit: Alle Infizierten zeigen zunächst Markierungen auf der Haut, bevor sie urplötzlich in Flammen aufgehen. Die USA liegt in Schutt und Asche, und inmitten des Chaos versucht die Krankenschwester Harper Grayson, sich und ihr ungeborenes Kind zu schützen. Doch dann zeigt auch sie die ersten Symptome. Jetzt kann sie nur noch der »Fireman« retten – ein geheimnisvoller Fremder, der wie ein Racheengel durch die Straßen New Hampshires wandelt und scheinbar das Feuer kontrollieren kann.


Junktown – Matthias Oden (09. Mai 2017)

Diese Zukunft ist ein Schlaraffenland: Konsum ist Pflicht, Rauschmittel werden vom Staat verabreicht, und Beamte achten darauf, dass ja keine Langeweile aufkommt. Die Wirklichkeit in »Junktown«, wie die Hauptstadt nur noch genannt wird, sieht anders aus. Eine eiserne Diktatur hält die Menschen im kollektiven Drogenwahn, dem sich niemand entziehen darf, und Biotech-Maschinen beherrschen den Alltag. Als Solomon Cain, Inspektor der Geheimen Maschinenpolizei, zum Tatort eines Mordes gerufen wird, ahnt er noch nicht, dass dieser Fall ihn in die Abgründe von Junktown und an die Grenzen seines Gewissens führen wird. Denn was bleibt vom Menschen, wenn der Tod nur der letzte große Kick ist?


Der schwarze Schmetterling – Harlan Coben (09. Mai 2017)

Schlimmer geht’s nicht, denkt Mickey Bolitar: Sein Vater ist tot, seine Mutter auf Entzug und jetzt muss der 14-Jährige auch noch zu seinem ungeliebten Onkel Myron ziehen! Doch es kommt noch schlimmer: Gerade als er neue Hoffnung schöpft, verschwindet seine Freundin Ashley spurlos! Fest entschlossen herauszubekommen, was mit Ashley passiert ist, findet er sich plötzlich in einem Strudel mysteriöser Ereignisse wieder – die auch mit dem Tod seines Vaters zu tun haben …


Dark Universe – Der Aufbruch – Daniel F. Galouye (10. Mai 2017)

Jared gehört zu den „Überlebenden“.
Vor Jahrhunderten löschte ein gewaltiger Krieg die menschliche Zivilisation aus und machte die Erde unbewohnbar. Die wenigen Überlebenden der Katastrophe konnten sich in ein unterirdisches Tunnelsystem retten. Seit Generationen leben sie im Untergrund – ohne Licht – in völliger Dunkelheit. Ihre Sinne haben sich perfekt an die ewige Nacht angepasst. Erinnerungen an die alte Welt, sogar an Licht, sind nicht mehr als Legenden – bewahrt in den Mythen der Überlebenden.
Jared will den Geschichten auf den Grund gehen und wagt den riskanten Aufstieg…

Dark Universe erschien erstmals 1962 zur Zeit des Kalten Krieges. Die post-apokalyptische Vision einer vom Atomkrieg zerstörten Zivilisation war für den Hugo Award nominiert. Ein Meisterwerk der Science-Fiction Literatur.


Baby Doll – Hollie Overton (15.Mai 2017)

Lily Risers neues Leben beginnt an einem kalten Winterabend: Nur mit einem dünnen Schlafanzug bekleidet tritt sie vor die Tür, drückt ihre Tochter an sich – und rennt los. Weg von dem Haus im Wald, weg von dem Mann, der sie acht Jahre lang gefangen hielt. Dem Vater ihrer Tochter Sky, dem Mann, der an diesem Abend zum ersten Mal einen Fehler machte, als er vergaß, die Tür zu verriegeln. Doch schnell wird klar, dass es für Lily kein Zurück zur Normalität gibt. Zu viel ist geschehen, zu tief sind die Wunden, die sie und ihre Familie durch die Entführung davongetragen haben. Schritt für Schritt tasten sie sich in eine mögliche Zukunft, ohne zu ahnen, dass die dramatischste Bewährungsprobe noch vor ihnen liegt. Denn selbst im Gefängnis plant Lilys Entführer bereits, wie er sie, seine Babydoll, für ihren Ungehorsam bestrafen wird …


In Rache entflammt (Eve Dallas #33) – J.D. Robb (15. Mai 2017)

Lieutenant Eve Dallas sieht sich mit einem ihrer schlimmsten Feinde konfrontiert – der Büroarbeit. Gerade als sie sich fast schon wünscht, ein neuer Fall würde sie von den Papierbergen erlösen, passiert etwas, das fast schlimmer ist als ein Mord: Isaac McQueen, ein gewalttätiger Pädophiler, den Eve kurz nach ihrer Ausbildung gefasst hat, ist aus dem Gefängnis geflohen. Und er scheint sich ein Ziel gesetzt zu haben: sich an ihr zu rächen. Sein perfides Katz- und Mausspiel führt Eve und ihren Mann Roarke ausgerechnet nach Dallas, wo die Dämonen ihrer Vergangenheit schon auf sie warten …


Vom Ende an – Megan Hunter (18. Mai 2017)

Eine Frau, die Erzählerin, bekommt ihr erstes Kind. Gleichzeitig sucht eine gewaltige Naturkatastrophe das Land heim. Eine Flut überschwemmt weite Teile Englands, Feuer brechen aus. Die Frau und ihr Gefährte müssen mit ihrem kleinen Sohn den Ort verlassen, Zuflucht suchen, sich auf eine Insel flüchten. Die kleine Familie wird getrennt. Der Schrecken eines sich steigernden Umweltdramas und die Intimität und das Glück einer Mutter-Kind-Liebe entfalten sich parallel. Mit den Augen eines Neugeborenen wird eine Welt entdeckt, die sich zugleich womöglich zu verabschieden droht.
Lyrisch und lakonisch, durchsetzt mit Passagen, die sich wie Bibelzitate lesen, von archaischer Wucht und poetischer Zartheit, klug, komisch, dann wieder wie in Stein gemeißelt – einen solchen Text hat man lange nicht mehr zu lesen bekommen.


Die Schule der Nacht – Ann A. McDonald (22. Mai 2017)

»Du kannst dich nicht für immer vor der Wahrheit verstecken. Bitte komm zurück, und bring alles zu einem guten Ende.« Diese Nachricht erhält die Amerikanerin Cassandra Blackwell in einem mysteriösen Päckchen, zusammen mit einem alten Foto ihrer verstorbenen Mutter, gekleidet in die schwarze Robe der Oxford Universität. Kurzerhand beschließt sie, nach England zu reisen, um mehr über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren. Dort entdeckt Cassie eine Welt voller Traditionen und Privilegien und merkt schnell, dass hier eine dunkle Macht am Werk ist – verbunden mit einer geheimen Gesellschaft, die sich Die Schule der Nacht nennt …


Die Stunde der Schuld – Nora Roberts (22. Mai 2017)

Naomi Carson war elf, als sie ihrem Vater eines Nachts in den Wald folgte. Sie vermutete dort ihr Geburtstagsgeschenk, ein neues Fahrrad. Stattdessen machte sie eine grausige Entdeckung, die ihre Welt zerbrechen ließ – denn ihr Vater war nicht der Mann, für den ihn alle hielten. Trotz allem wuchs Naomi zu einer starken jungen Frau heran und bereiste als erfolgreiche Fotografin die Welt. Nun hat sie beschlossen, ihr unstetes Leben aufzugeben und endlich sesshaft zu werden. Sie verliebt sich in ein altes Haus an der Küste – und in den attraktiven Xander Keaton, doch als im Wald bei ihrem Haus eine Frauenleiche auftaucht, scheint der Albtraum von Neuem zu beginnen …


Einzig – Kathryn Evans (24. Mai 2017)

Stell dir vor, dein Leben dauert nur 365 Tage.
Danach übernimmt jemand anderes dein Leben: deine Clique, deinen Freund – alles, von dem du meinst, dass es einzig und allein dir gehört …
Die sechzehnjährige Teva scheint ein vollkommen normales Mädchen zu sein. Nicht einmal ihr beste Freundin Maddy oder ihr Freund Ollie ahnen, dass sie nicht ist, was sie vorgibt zu sein. Dass Teva sie anlügt, an jedem einzelnen Tag. Dass sie nur eine von vielen ist. Zu Hause warten ein Dutzend jüngere Versionen von ihr, für immer und ewig acht, neun oder zehn Jahre alt. Weggesperrt, nachdem sie 365 Tage lang so getan haben, als würden sie ein ganz normales Leben leben.
Teva ist nicht bereit, ihre Freiheit und ihre Freunde aufzugeben, doch ihre Zeit läuft langsam ab. Nummer Siebzehn wartet nur darauf, endlich an die Reihe zu kommen. Tee beschließt, dass es ein Ende haben muss. Sie wird kämpfen, koste es, was es wolle …


Das Herz des Verräters (Die Chroniken der Verbliebenen #2)  – Mary E. Pearson (26. Mai 2017)

Seit Lia in den feindlichen Palast verschleppt wurde, muss sie um ihr Leben fürchten. Rafe ist zwar an ihrer Seite, aber hier kann auch er sie nicht mehr beschützen. Der Komizar von Venda will Lias Tod – und erst als Kaden ihm verrät, dass Lia die Gabe der Vorsehung besitzt, steigert das in den Augen des Feindes Lias Wert. Sie gewinnt Zeit – doch was sagt ihr der Blick in die Zukunft? Lia muss wichtige Entscheidungen treffen und einen Weg finden, um endlich ihrem Gefängnis zu entfliehen …


Engelsherz (Gilde der Jäger #9) – Nalini Singh (26. Mai 2017)

Die Welt der Engel und Vampire – geheimnisvoll und unwiderstehlich

Einer der gefährlichsten Erzengel der Welt ist verschwunden. Niemand weiß, ob Lijuan tot ist oder den Schlaf der Unsterblichen gewählt hat. Doch als ihr Territorium von einer wachsenden Menge blutrünstiger Vampire heimgesucht wird und zunehmend im Chaos versinkt, ruft der Engelsorden Luminata den Kader zusammen, um über das Schicksal des Gebietes zu beraten. Elena und Raphael reisen auf das Anwesen der Luminata und kommen einem Geheimnis auf die Spur, das die Welt für immer verändern wird …

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