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Buchrezension

Bücher, Buchrezension

[Rezension] Harlan Coben – In ewiger Schuld

Autor: Harlan Coben
Titel: In ewiger Schuld
Genre: Thriller
Seitenzahl: 416
Erscheinungsdatum: 21. August 2017
Verlag: Goldmann
Preis: 14,99€ (Taschenbuch); 9,99€ (E-Book)

Inhalt:

„Maya – Pilotin und nach einem umstrittenen Einsatz aus dem Militär entlassen – blickt fassungslos auf die Filmaufnahmen ihrer Nanny-Cam: Dort spielt ihre kleine Tochter seelenruhig mit Mayas Ehemann Joe. Doch Joe wurde zwei Wochen zuvor brutal ermordet – und Maya hat tränenblind an seinem Grab gestanden. Kann Maya ihren Augen trauen? Wer würde sie so grausam täuschen? Und was geschah wirklich in der Nacht, in der Joe ermordet wurde? Um Antworten auf all ihre Fragen zu finden, muss Maya sich den düsteren Geheimnissen nicht nur ihrer eigenen Geschichte stellen. Sie muss auch tief in die Vergangenheit von Joes reicher Familie eintauchen. Doch dort ist sie plötzlich nicht mehr willkommen …“
(Goldmann)

Meine Meinung:

Harlan Coben gehört zu den Schriftstellern, die ich gerne lese und inzwischen haben sich auch einige Bücher von ihm bei mir angesammelt. Nicht alle Bücher haben mir uneingeschränkt gefallen, doch waren sie immer sehr spannend, unterhaltsam und haben mir so sehr gefallen, dass ich immer wieder Bücher von ihm gekauft habe.

Mit ‚In ewiger Schuld‘ bin ich leider nicht zufrieden gewesen. Der Klappentext hat mich sehr begeistert und ich war voller Spannung auf die Geschichte, zumal das Cover des Buches auch sehr ansprechend ist. Der Schreibstil von Harlan Coben ist sehr gleichbleibend in all seinen Büchern. Coben versteht es mich zu fesseln, so dass ich seine Bücher normalerweise in kürzester Zeit durchlesen muss. Dieses Mal habe ich mich etwas dahingeschleppt, was einerseits an der Story selbst lag, aber auch an unserer Hauptfigur Maya, mit der ich einfach nicht warm werden wollte.

Wer Harlan Coben kennt, der weiß, dass der Autor gerne die Spannung hochhält und auch gerne mal den ein oder anderen Plottwist einbaut. So auch hier in der Geschichte – jedoch fand ich diesen Twist so unnötig und auch an den Haaren herbeigezogen, dass mir das Weiterlesen wirklich schwer fiel.

Mit der Auflösung der ganzen Plotline war ich unzufrieden, was natürlich Geschmackssache ist. Doch für mich machten so viele Dinge, auch in Anbetracht der Auflösung, einfach keinen Sinn.

Auch wenn ‚in ewiger Schuld‘ und ich keine Freunde geworden sind, so war es objektiv betrachtet eine durchaus lesbare Story, nur eben nicht mein persönlicher Geschmack. Für alle, die gerne mal etwas von Harlan Coben lesen möchten, gäbe es viele andere, und meiner Meinung nach bessere Stories, als eben diese. Trotzdem bin ich weiterhin interessiert an seinen Büchern und freue mich einfach mal auf sein nächstes Werk.

Bücher, Buchrezension

[Rezension] Julia Meyer – Das Becken

Autor: Julia Meyer
Titel: Das Becken
Genre: Thriller
Seitenzahl: 295
Erscheinungsdatum: 03. Juni 2017
Verlag: Independently published
Preis: 8,99€ (Taschenbuch); 2,99€ (E-Book), Kindle Unlimited

Inhalt:

„Ein namenloses Grauen lauert in den Ruinen des Moorbads, das vor Jahren aufgrund einer Reihe mysteriöser Vorfälle geschlossen wurde. Mit der Schließung endet die zweifelhafte Geschichte des Schwimmbades aber nicht, denn immer wieder verschwinden dort Menschen spurlos. Von den Schauermärchen, die sich rund um das alte Moorbad ranken, wollen die sechs Studenten um Mark Wilke nichts wissen, als sie voller Vorfreude auf ein feuchtfröhliches Wochenende in die baufälligen Bauten eindringen …“
(Amazon)

Meine Meinung:

‚Das Becken‘ von Julia Meyer wurde mir beim Stöbern auf Amazon als Empfehlung angezeigt. Das Buch kann man ganz bequem im Kindle Unlimited Abo ausleihen, was ich dann auch gerne gemacht habe. Vor allem das Cover hat mich gleich in seinen Bann gezogen und ich finde es wirklich sehr gelungen. Bei selfpublished Büchern finde ich die Cover nicht immer gelungen, aber hier hat es mich gleich gepackt!

Die Bewertungen auf Amazon waren allerdings nicht die Besten, was mich jedoch selten davon abhält, ein Buch zu kaufen. Ich bilde mir einfach gerne selbst meine Meinung und es kommt nicht selten vor, dass ich Bücher toll finde, die andere eben nicht gut fanden.

Der Schreibstil der Autorin ist definitiv mal etwas anderes. Nicht weil die Story irgendwie besonders aufgebaut war, sondern weil sie einfach ihre ganz eigene Art hat. Anfangs fand ich die Schreibweise etwas unruhig, irgendwie unrund. Mit der Zeit hatte ich mich jedoch daran gewöhnt.

Der Storyaufbau war recht typisch für das Genre. Wir starten zunächst mit einem kleinen Teaser, der schon mal andeutet was uns in der Geschichte erwartet. Danach folgt die Figuren Vorstellung und wir kommen so langsam in die Geschichte rein, die sich dann natürlich steigert und letztlich sehr dramatisch endet. Die Geschichte ist nicht linear aufgebaut, denn wir haben in den Kapiteln wechselnde Zeitangaben. Mal wechseln wir von der Gegenwart in die weite Vergangenheit, und mal nur wenige Tage oder Stunden zurück. Ich muss zugeben, dass ich mich hier etwas konzentrieren musste, um dem Zeitverlauf folgen zu können. Wenn man aber einmal drin ist in der Story, ist das leichter zu stemmen als anfangs.

Die Story hat mich im Endeffekt sehr an typische Teeniehorrorfilm erinnert. Ich muss gestehen, dass ich ein besonderes Faible für Teeniehorrorfilme habe, die die meisten wahrscheinlich total blöd und stumpf finden. Ich finde, die Story hätte sich auch sehr gut als Film gemacht! Leider kann ich nicht besonders viel über die Story selbst verraten, da ich natürlich nicht spoilern will. Wer also wissen möchte, welches Grauen genau die Studenten erwartet, der muss selber zum Buch greifen. Zusammengefasst empfinde ich ‚Das Becken‘ als einen recht soliden Horror-Thriller. Wer keine Probleme mit zackigen Zeitsprüngen hat und auf Horror und Blut steht, kann sich dieses Buch getrost mal anschauen.

Buchrezension, Reihenrezension

[Reihenrezension] Trinity – Audrey Carlan

Bereits seit meiner Kindheit lese ich für mein Leben gerne und kann mich an keine Zeit erinnern, in der ich keine wirkliche Lust zum Lesen hatte. Meist habe ich bereits in jungen Jahren zu Thrillern, Krimis und Horror gegriffen, doch mit der Zeit hat sich mein Lesegeschmack etwas breiter gefächert. Und so stolperte man irgendwann gezwungenermaßen über Romane wie ‚Shades of Grey‘, womit sich für mich ein ganz neues Genre öffnete. Ich hätte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass ich es mag, aber hin und wieder bin ich in Stimmung für relativ belanglose und wenig tiefgründige Bücher, die mich aber durchaus gut unterhalten. Bücher müssen doch nicht immer eine wertvolle Botschaft übermitteln, manchmal möchte ich einfach nur unterhalten werden.

Da ich die Autorin Audrey Carlan bereits durch eine andere Reihe kannte, habe ich mich sehr auf die neue Reihe ‚Trinity‘ von ihr gefreut, die von Januar bis September 2017 erschienen ist und nun beendet ist. Da ich alle 5 Bände nun gelesen habe, möchte ich das Ganze mit einer Reihenrezension abschließen.

Audrey Carlan ist mir bekannt durch die ‚Calendar Girl‘ Reihe, die ich letztes Jahr zu Weihnachten regelrecht verschlungen habe und euch auch hier rezensiert habe. Audrey Carlan schreibt im Erotik / ChickLit Bereich, was sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Für mich geht es bei Büchern jedoch vorrangig um die Unterhaltung, und so darf es auch gerne mal etwas aus dem Bereich sein.

Da ich natürlich im Zweifelsfall niemanden spoilern möchte, möchte ich hier nur den Klappentext des ersten Bandes zeigen:

„Ich liebe dich. Ich will dich. Ich werde dich nie verlassen. Beim Gedanken an diese Worte bekommt Gillian Callahan Panik. Jahrelang wurde sie von ihrem gewalttätigen Ex-Freund misshandelt. Jetzt ist sie frei und arbeitet für Safe Haven, die Hilfsorganisation, der sie ihre Rettung verdankt. Das Thema Männer hat sie abgehakt. Bis sie bei einer Konferenz den Vorsitzenden von Safe Haven, Chase Davis, kennenlernt. Der attraktive Milliardär ist so sexy, dass Gillian schwindelig wird. Außerdem bekommt er immer, was er will – und er will Gillian. In ihr kämpfen Lust und Angst gegeneinander. Wird sie Chase vertrauen können? Ist sie bei ihm wirklich sicher? Und wie gefährlich ist ihre dunkle Vergangenheit?“
(Ullstein)

Reihenfolge:

Titel: Trinity – Verzehrende Leidenschaft (Trinity #1)
Seitenzahl: 433
Erscheinungsdatum: 02. Januar 2017
Verlag: Ullstein
Preis: 12,99€ (Broschiert); 9,99€ (E-Book)

 

 

 

 

 

Titel: Trinity – Gefährliche Nähe (Trinity #2)
Seitenzahl: 433
Erscheinungsdatum: 26. Januar 2017
Verlag: Ullstein
Preis: 12,99€ (Broschiert); 9,99€ (E-Book)

 

 

 

 

 

Titel: Trinity – Tödliche Liebe (Trinity #3)*
Seitenzahl: 304
Erscheinungsdatum: 24. Februar 2017
Verlag: Ullstein
Preis: 12,99 (Broschiert); 9,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

 

 

 

 

Titel: Trinity – Bittersüße Träume (Trinity #4)*
Seitenzahl: 320
Erscheinungsdatum: 14. Juli 2017
Verlag: Ullstein
Preis: 12,99€ (Broschiert); 9,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

 

 

 

 

Titel: Trinity – Brennendes Verlangen (Trinity #5)*
Seitenzahl: 320
Erscheinungsdatum: 08. September 2017
Verlag: Ullstein
Preis: 12,99€ (Broschiert); 9,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

 

 

 

 


So viel sei verraten: Nicht alle Bände haben die selbe Hauptfigur. Typisch für das Genre rotieren wir innerhalb einer Gruppe von Menschen, die sich untereinander kennen, so dass wir je nach Buch eine andere Hauptfigur haben. Buch 1-3 handeln von Gillian, während Buch 4 von ihrer Freundin Maria handelt und Buch 5 von Kat. Es wird also nicht langweilig.

Ich persönlich finde den Schreibstil von Audrey Carlan sehr angenehm zu lesen, da sie sehr umgangssprachlich schreibt. Lediglich bei manchen Figuren war mir das Gerede dann doch zu salopp, zum Beispiel fand ich den Sprachmix von Maria nicht unbedingt angenehm zu lesen. Insgesamt fliegt man aber nur so durch die Bücher und sie sind wirklich schnell gelesen, eben weil Sprache und Inhalt nicht sehr anspruchsvoll sind.

Die Hauptfiguren der Buchreihe sind natürlich allesamt sexy, klug und vor allem schutzbedürftig.Alle haben mehr oder weniger Glück in der Vergangheit gehabt was ihre Männerwahl betrifft, so dass ihre Herzen schwer erkämpft werden müssen. Je nach Hauptfigur bekommen wir hierfür einen anderen klischeegeladenen Alphatyp von Mann geliefert. Diese handeln meist nach dem Höhlenmensch-Prinzip und gehören eher der besitzergreifenden Sorte Mann an, was manchmal echt nervig zu lesen sein kann. Wer jedoch nichts gegen ein wenig Augenrollen hat, der kann hier getrost weiterlesen. Auch unsere Damen treffen nicht immer unbedingt die klügsten Entscheidungen, in den unpassendsten Situation wird an Sex gedacht oder gleich seitenweise ausgeübt. Ich muss zugeben, dass sich das mit der Zeit etwas … ausgelutscht hat. Je mehr Sexszenen ich gelesen habe, umso ähnlicher wurden sie und ich war sehr versucht das ganze Geplänkel nur grob durchzulesen.

Die Damen sind mir prinzipiell recht sympathisch, manche nun mal mehr und manche eben weniger. Einige Aktionen wenig nachvollziehbar und alle handelten meiner Ansicht nach nicht immer sinnvoll, manchmal sogar sehr sprunghaft. Die Herren der Schöpfung, allen voran Chase und Eli, mögen vielleicht in einer Fantasiewelt ganz anziehend wirken, realistisch betrachtet wäre sie aber viel zu anstrengend und auch teilweise sehr anmaßend und völlig über das Ziel hinaus.

Die ganze Story klingt ein bisschen wie Shades of Grey und weist auch tatsächlich einige Parallelen auf, zumindest was das Grundgeschehen angeht. Insgesamt bekommt man hier nicht nur die üblichen Liebeselemente geboten, sondern auch teilweise eine gute Portion Spannung und Thrillerelemente. Wer aber generell dieses Genre á la ’50 Shades of Grey‘ verteufelt, der sollte wohl die Finger davon lassen, denn Moral oder Tiefsinn sucht man hier vergeblich. Aber solche Bücher sollte man vielleicht einfach nicht mit der Moralkeule im Anschlag lesen. Wie bei den meisten New Adult Büchern darf man hier einfach nicht die Logik-Lupe ansetzen, denn vieles ist einfach irrational, moralisch eher bedenklich oder einfach fragwürdig und voller Klischees. Für mich jedoch geht es beim Lesen solcher Bücher vorrangig um eins – nämlich um Unterhaltung und das hat hier prima funktioniert. Ich habe die einzelnen Teile der Trinity Reihe teilweise an einem Tag gelesen und habe mich zu keiner Sekunde gelangweilt. Solche Geschichten sind für mich einfach No-Brainer, d.h. ich kann prima abschalten und einfach mal vor mich hin lesen.

Band 1 und 3 haben von mir jeweils 4 Sterne bekommen, während die anderen jeweils 3 Sterne bekommen haben. Insgesamt komme ich also zu einer guten 3-Sterne-Bewertung für die gesamte Reihe.

Bücher, Buchrezension

[Bücher] Gelesen im September 2017 #1

Den Anfang des Monats konnte ich noch lesend am Strand verbringen, daher sind einige Bücher für die erste Monatshälfte zusammen gekommen. Zeitgleich lese ich mal wieder an einem besonders dicken Buch, denn vor der Kinopremiere von Stephen Kings ES wollte ich unbedingt noch das Buch lesen. Die über 1000 Seiten sind jedoch nicht sehr schnell weggelesen, weshalb ich es wohl erst kurz vor knapp beenden werde.


Autor: Elizabeth Haran
Titel: Im Tal der Eukalyptuswälder
Seitenzahl: 442
Erscheinungsdatum: 01. Juli 2017
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 18,00€ (Gebunden); 13,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

Sydney, 1925: Die junge Matilda fühlt sich von jeher als Kuckuckskind in ihrer schillernden High-Society-Familie. Als durch einen Skandal um ihren Vater ihre Verlobung platzt, flieht sie in die Idylle des Hinterlandes von New South Wales. In dieser Abgeschiedenheit schreibt sie unter falschem Namen einen Roman über ihre ungeliebte Familie, der unerwartet zum Bestseller wird. Damit wird ihr Leben erst recht kompliziert, vor allem in Hinblick auf die Liebe …“

Meine Meinung:

Auf der Suche nach Strandlektüre bleibe ich oft bei Büchern hängen, die locker, leichte Geschichten versprechen und am besten auch schon ein sehr sommerliches Cover bieten. Daher bin ich ziemlich schnell auf ‚Im Tal der Eukalyptuswälder‘ gestoßen.

Das Buch bietet genau die richtige Atmosphäre für entspannte Stunden am Strand. Wir begleiten unsere Hauptfigur Matilda, die noch recht naiv und ein wenig steif daherkommt, was vielleicht auch an der Zeit liegen mag, denn wir befinden uns im Jahre 1925. Matildas Ansichten sind für heutige Maßstäbe ein wenig altbacken und was damals schnell aufgestoßen ist, würde heute vielleicht kaum mehr für ein Schulterzucken sorgen. Dennoch war ich sehr schnell im Geschehen drin, denn die Welt von Matilda wurde sehr schön und eingehend beschrieben.

‚Im Tal der Eukalyptuswälder‘ ist mein erstes Buch der Autorin und ich fand ihren Schreibstil wirklich sehr angenehm zu lesen. Insgesamt gab es vielleicht ein paar kleine Längen im Buch und manche Dinge sind recht klischeehaft abgelaufen, aber dennoch fühlte ich mich sehr gut unterhalten von der Story. Wer also eine locker, leichte Sommerstory sucht, der kann getrost zu diesem Buch greifen!


Autor: Richard Laymon
Titel: Kill For Fun
Seitenzahl: 320
Erscheinungsdatum: 11. März 2014
Verlag: Festa Verlag
Preis: 13,95€ (Taschenbuch); 4,99€ (E-Book)

Inhalt: 

„Wie böse Deine Fantasie auch sein mag – die von Richard Laymon ist schlimmer!

Inhalt: Triage, Der Greifer, Herman, Eine gute Zigarre kann man rauchen, Ich bin kein Krimineller, Oscars Vorsprechen, Die gute Tat, Wunschknochen, Das Aufräumkommando, Graces Rettung, Die Turmspringerin, Der Pelzmantel“

Meine Meinung:

Da im September ein neues Buch von meinem Lieblingsautoren Richard Laymon erschienen ist, wollte ich mich mal wieder ein wenig einstimmen und habe daher zu ‚KIll For Fun‘ gegriffen, welches ich bereits damals zum Erscheinungsdatum gelesen hatte.

‚Kill For Fun‘ ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, wobei ‚Triage‘ und ‚Das Aufräumkommando‘ im Vergleich größere Geschichten sind. Die Geschichten sind recht durchwachsen und nicht alle haben mir komplett gefallen. Dennoch kann man bei allen Geschichten die Handschrift von Laymon erkennen, denn wir haben es wie immer mit Charakteren zu tun, die nicht logisch handeln, die sogar eher verrückte Sache tun und in den blödesten Momenten zu Sexgedanken abdriften, statt sich um das Wesentliche zu kümmern.

Doch genau diese Kombination macht für mich eine gelungene Laymon Story aus und insgesamt war ich wieder mal begeistert von den Geschichten und auch der Zusammenstellung. Gerade in solchen Sammelbänden von Kurzgeschichten kann einem kaum jede Geschichte gefallen, daher finde ich die Gesamtheit sehr in Ordnung.


Autor: Wulf Dorn
Titel: Die Kinder
Seitenzahl: 320
Erscheinungsdatum: 04. September 2017
Verlag: Heyne
Preis: 16,99€ (Broschiert); 13,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.“

Meine Meinung:

‚Die Kinder‘ ist mein erstes Buch von Wulf Dorn, wenngleich ich bereits mehrere Bücher von ihm auf meinem SuB liegen habe. Nach allem, was ich bereits gehört habe, sollten seine Bücher theoretisch genau in mein bevorzugtes Schema passen, jedoch hat mich ‚Die Kinder‘ nicht ganz überzeugen können.

Die Story fängt sehr spannend an, denn unsere Hauptfigur Laura wird aus einem Unfallwagen gerettet, jedoch birgt der Kofferraum des Autos ein schreckliches Geheimnis. Im Laufe der Story wird langsam aufgedeckt wie es zu eben jenem Geschehnis gekommen ist. Dies geschieht indem wir neben der gegenwärtigen Handlung, Rückblicke von Laura erzählt bekommen. Zu diesen zwei Strängen kommen noch einzelne, unabhängige Handlungen, die scheinbar sehr willkürlich gewählt sind und nicht mit dem eigentlichen Geschehen zu tun haben. Im Großen und Ganzen ergeben diese eingeschobenen Geschichten zwar am Ende Sinn, dennoch sind sie nicht wirklich zielführend. Zum Zeitpunkt des Lesens fand ich sie zwar interessant, aber sie haben mich verwirrt. Auch Allgemein war mir kurz vor Schluss nicht klar, wie der Autor diesem großen Plott, den er zu Beginn eröffnet hatte, noch so schnell auflösen will, denn ich bin bis zuletzt im Dunklen getappt.

Genau das hat mir am Buch leider auch nicht gefallen. Der eigentliche Plott wurde zu Beginn der Story eröffnet, dann jedoch bis zum Ende nicht mehr wirklich erwähnt. Das Ende mitsamt der Auflösung entsprach leider gar nicht meinem Geschmack. Jedoch war ich durch das gesamte Buch hindurch von der Atmosphäre gefesselt, denn Wulf Dorn versteht es wirklich seine Leser zu fesseln. Daher ist das Buch auch kein wirklicher Flop für mich, denn der Schreibstil hat mich tatsächlich dazu angehalten immer weiter lesen zu müssen. Ich werde mein Glück also in Zukunft einfach mit einem anderen Werk von Wulf Dorn versuchen, letztlich war dieses Buch hier einfach nicht mein Geschmack.


Autor: Richard Laymon
Titel: Das Auge
Seitenzahl: 352
Erscheinungsdatum: 11. September 2017
Verlag: Heyne Hardcore
Preis: 9,99€ (Taschenbuch); 8,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„Sie sieht Dinge, die andere nicht sehen … grausame Dinge … Menschen, die sterben … Blut … Sie glaubt an ihre Visionen … Sie glaubt, dass diese Bilder reale Begenbenheiten zeigen…Morde…Vielleicht hat sie recht … vielleicht ist sie einfach nur wahnsinnig …Wer weiß?“

Meine Meinung:

‚Das Auge‘ ist die deutsche Erstausgabe eines Werkes von Laymon, das bereits 1992 veröffentlicht wurde. Ich freue mich wirklich sehr, dass nach und nach auch die Altwerke des Autors veröffentlicht werden, denn ich bin ein großer Fan seiner Geschichten.

Im Buch gebleiten wir Melanie, die in einer Vision ein Familienunglück erahnt, und ihren Freund, die sich sogleich zusammen auf den Weg Richtung Heimat machen. Dort begegnen sie Melanies Schwester, Pen, und zu dritt versuchen sie einen Unfall, in den ihr Vater verwickelt war, aufzuklären.

Die Story ist für Laymon-Verhältnisse recht übersichtlich, auch was die Anzahl der Charaktere angeht. Wir haben drei Hauptcharaktere, die Laymon wieder mal recht gut eingefangen hat, wenngleich er nie zu den Atoren für mich gehörte, die besonders tiefsinnige Charakterzeichnung betreiben. Doch gerade diesen Aspekt finde ich für seine Stories immer sehr passend. Gerade weil die Charaktere tendenziell oberflächlich beschrieben sind, nehme ich ihnen ihre dummen Entscheidungen viel besser ab. Denn unsere Charaktere machen jede Menge dumme Entscheidungen. Doch genau davon leben Laymon Geschichten, man sollte sie einfach nicht zu ernst nehmen.

Man fliegt nur so durch die Seiten des Buches, denn die Laymons Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Die Sätze sind kurz und präzise, außerdem verwendet Laymon viel wörtliche Rede. Im Gegensatz zu anderen Büchern von Laymon ist ‚Das Auge‘ fast schon harmlos, denn wir haben gar nicht so viel rohe Gewalt und vor allem kaum Sexszenen. Natürlich lassen es sich unsere Charaktere trotzdem nicht nehmen in den unmöglichsten Momenten an Sex zu denken.

Insgesamt wieder mal eine gelungene Geschichte aus der Feder von Laymon und definitiv nicht meine letzte!


Autor: Karin Slaughter
Titel: Die gute Tochter
Seitenzahl: 608
Erscheinungsdatum: 03. August 2017
Verlag: HarperCollins
Preis: 19,99€ (Gebunden); 16,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt:

„Lauf!“, fleht ihre große Schwester Samantha. Mit vorgehaltener Waffe treiben zwei maskierte Männer Charlotte und sie an den Waldrand. „Lauf weg!“ Und Charlie läuft. An diesem Tag. Und danach ihr ganzes Leben. Sie ist getrieben von den Erinnerungen an jene grauenvolle Attacke in ihrer Kindheit. Die blutigen Knochen ihrer erschossenen Mutter. Die Todesangst ihrer Schwester. Das Keuchen ihres Verfolgers.
Als Töchter eines berüchtigten Anwalts waren sie stets die Verstoßenen, die Gehetzten. 28 Jahre später ist Charlie selbst erfolgreiche Anwältin. Als sie Zeugin einer weiteren brutalen Bluttat wird, holt ihre Geschichte sie ganz ungeahnt ein.“

Meine Meinung:

‚Die gute Tochter‘ fängt sogleich spannend an, denn wir erfahren die tragische Vorgeschichte der Familie, denn sie wurden Opfer eines Überfalls, wobei die Mutter der Familie erschossen wird. In der Gegenwart begleiten wir die jüngere Tochter, während der Verbleib der älteren Tochter lange etwas verschleiert dargestellt wird, so dass ich als Leser nicht wusste, ob diese den Überfall überlebt hat.

Im Handlungsstrang der Gegenwart wird unsere Hauptfigur Zeugin eines Amoklaufes an ihrer alten Schule, dessen Aufklärung die weitere Handlung des Buches bestimmt. Dennoch werden wir einige Male in die Vergangenheit zurückgeworfen, um die Geschehnisse des Überfalls aus den verschiedenen Blickwickeln zu erfahren. Auch hierbei erfährt man Stück für Stück weitere Details, die viele Sachen in einem anderen Licht erscheinen lassen.

‚Die gute Tochter‘ ist mit seinem 608 Seiten kein schnell zu lesendes Buch, wenngleich die Autorin definitiv versteht, den Leser zu fesseln. Das Buch hat ein paar Längen, für mich hätten es einige Seiten weniger auch getan, dennoch war ich durch den flüssigen Schreibstil der Autorin immer bestens unterhalten.

Das Buch wird als Thriller deklariert, ich würde eher sagen, dass es ein Familiendrama, mit einigen Thrillerelementen ist. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für das Buch und ‚Die gute Tochter‘ war definitiv nicht mein letztes von Karin Slaughter.

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