Bücher

[Bücher] Gelesen im Dezember 2016

Ein Monat ist rum und dank der Weihnachtszeit und ein paar freier Tage konnte ich ordentlich Lesestoff verschlingen. Zwischendurch habe ich auch wieder die Zeit genutzt und ein Hörbuch gehört, das mache ich besonders gerne beim Putzen oder Autofahren.


Autor: Luana Lewis
Titel: Lügenmädchen
Seitenzahl: 321
Erscheinungsdatum: 11. Mai 2015
Verlag: Goldmann
Preis: 9,99€

Inhalt:
Stella lebt völlig zurückgezogen in einem luxuriösen, einsam gelegenen Haus in der Nähe von London. Sie hat es kaum verlassen, seit sie nach einem traumatischen Ereignis an Panikattacken leidet. Eines kalten Winterabends steht überraschend ein völlig durchgefrorenes junges Mädchen vor ihrer Tür und bittet um Einlass. Alles in Stella sträubt sich, aber die Gestalt macht einen so hilflosen Eindruck, dass sie schließlich widerwillig die Tür öffnet. Sie bereut es schnell, denn von dem Mädchen scheint eine merkwürdige Bedrohung auszugehen. Und dann beginnt Blue, Geschichten zu erzählen, die Stella zutiefst verstören. Ist das Mädchen eine Psychopathin? Oder sagt sie gar die Wahrheit? Stella weiß nicht mehr, was sie glauben soll, sie weiß nur eines: dass sie entsetzliche Angst hat …“
(Goldmann)

Meine Meinung:
Die Handlung besteht aus drei Strängen, die zeitlich verschieden liegen. Am Anfang ein wenig verwirrend, man hat jedoch schnell den Dreh heraus, wie diese miteinander zusammenhängen. Dadurch konnte man sich aber relativ schnell denken, in welche Richtung das Ganze gehen wird und die Handlung ist nicht mehr sehr geheimnisvoll. Ich fand die Charaktere allesamt nicht sympathisch, mitunter gingen sie mir richtig auf die Nerven, da ich vieles absolut nicht nachvollziehen konnte. Dennoch war das Buch insgesamt sehr flüssig geschrieben und ist ein gutes, seichtes Werk für zwischendurch.


Autor: Ivar Leon Menger
Titel: Monster 1983 : 2. Staffel
Spieldauer: 9 Stunden 52 Minuten
Erscheinungsdatum: 31. Oktober 2016
Verlag: Audible GmbH
Preis: 19,95€

Inhalt:
Oregon, 1983 – nach einer grausamen Serie mysteriöser Morde scheint in dem kleinen Küstenstädtchen Harmony Bay endlich wieder Normalität einzukehren. Zumindest, wenn es nach Bürgermeister White geht. Doch Deputy Landers traut dem Frieden nicht, denn zu viele Fragen sind noch immer ungeklärt: Warum und wohin sind Sheriff Cody und seine beiden Kinder verschwunden? Wieso war die Regierung hinter dem Nachtmahr her? Was hat es mit dem ominösen Manila Club auf sich? Und warum will der Bürgermeister unbedingt Gras über die Sache wachsen lassen?

Für Landers steht fest: Er muss auf eigene Faust ermitteln! Und während er dabei immer tiefer in einem gefährlichen Sumpf aus Macht und Korruption versinkt, befinden sich Cody und seine Familie auf einer Flucht quer durch das Land. Sie müssen versuchen, seine Tochter vor der Regierung zu verstecken – und einen Weg finden, Amy von dem Nachtmahr zu befreien. Denn dieser ergreift Tag für Tag mehr Besitz von dem kleinen Mädchen – und wie sich bald herausstellen soll: nicht nur von ihr…“
(Amazon)

Meine Meinung:
Als ich mit der ersten Staffel fertig war, konnte ich es kaum erwarten gleich die zweite zu verschlingen. Gott sei Dank bin ich ja recht spät auf dieses Hörspiel aufmerksam geworden, daher gab es dann auch schon pünktlich die zweite Staffel als Download. Die Story hat mich auch hier wieder sehr gefesselt und man trifft all die bekannten Gesichter aus der vorherigen Staffel wieder. Die Liebe zum Detail findet sich auch hier abermals wieder und man kann sehr tief in das Geschehen eintauchen. Nichtsdestotrotz ist das Ende auch hier wieder so gehalten, dass ich mit einer dritten Staffel rechne. Ich bin allerdings sehr betrübt, dass ich nun knapp ein Jahr warten muss…


Autor: Richard Laymon
Titel: Das Ufer
Seitenzahl: 592
Erscheinungsdatum: 12. September 2016
Verlag: Heyne Hardcore
Preis: 9.99€

Inhalt:
Der dunkle See … Das einsame Haus am Ufer … Zwei junge Menschen, die dort eine Liebesnacht verbringen wollen … Doch einer von ihnen wird den nächsten Morgen nicht mehr erleben … 18 Jahre später wird die Kleinstadt Tiburon von einem Serienkiller heimgesucht. Angst und Wahnsinn greifen um sich, und das Haus am Ufer wird wieder zum Ort unvorstellbaren Grauens!“
(Random House)

Meine Meinung:
Richard Laymon taucht hier zwar zum ersten Mal in meinen Rezensionen auf, aber er ist seit vielen Jahren mein Lieblingsautor. Die Bücher von ihm sind die einzigen, die ich mir seit Jahren noch als tatsächliches Buch kaufe, einfach weil ich sie gern im Regal stehen haben möchte. Obwohl der Autor leider bereits verstorben ist, warten noch einige Bücher von ihm auf eine deutsche Veröffentlichung, so dass hier recht regelmäßig neuer Lesestoff erscheint.

Das Ufer gehört sicherlich nicht zu den stärksten Stories von Laymon, für Fans und Genreliebhaber aber ein gewohnt solides Stück. Wer die übliche Beschreibung von Mord, Gemetzel und Sex erwartet, wird genau das hier bekommen. Die Charaktere werden, wie bei ihm üblich, nicht besonders tiefgehend dargestellt, die ganze Story lässt sich sehr flüssig und schnell lesen, vor allem aufgrund der recht einfach gehaltenen Sprache und vieler Dialoge. Ich weiß, dass viele Leute Laymons Stil eher fragwürdig finden, ich denke entweder liebt man seine Werke oder man findet sie tatsächlich eher etwas befremdlich.


Autor: Simon Beckett
Titel: Totenfang
Seitenzahl: 560
Erscheinungsdatum: 14. oktober 2016
Verlag: Wunderlich
Preis: 22,95€

Inhalt:
Hunter is back!
Sein fünfter Fall führt Dr. David Hunter in die Backwaters, ein unwirtliches Mündungsgebiet in Essex, wo die Grenzen zwischen Land und Wasser verschwimmen. Aber die wahren Gefahren lauern nicht in der Tiefe, sondern dort, wo er sie am wenigsten erwartet.
Seit über einem Monat ist der 31-jährige Leo Villiers spurlos verschwunden. Als an einer Flussmündung zwischen Seetang und Schlamm eine stark verweste Männerleiche gefunden wird, geht die Polizei davon aus, Leo gefunden zu haben. Der Spross der einflussreichsten Familie der Gegend soll eine Affäre mit einer verheirateten Frau gehabt haben, die ebenfalls als vermisst gilt: Leo steht im Verdacht, Emma Darby und schließlich sich selbst umgebracht zu haben. Doch David Hunter kommen Zweifel an der Identität des Toten. Denn tags darauf treibt ein einzelner Fuß im Wasser, und der gehört definitiv zu einer anderen Leiche.
Für die Zeit seines Aufenthalts kommt David Hunter in einem abgeschiedenen Bootshaus unter. Es gehört Andrew Trask, dessen Familie ihm mit unverholener Feindseligkeit begegnet. Aber sie scheinen nicht die einzigen im Ort zu sein, die etwas zu verbergen haben. Und noch ehe der forensische Anthropologe das Rätsel um den unbekannten Toten lösen kann, fordert die erbarmungslose Wasserlandschaft erneut ihren Tribut…“
(Rowohlt Verlage)

Meine Meinung:
Simon Beckett gehört ebenfalls zu meinen Lieblingsautoren und besonders die Geschichten rund um seine Figur David Hunter habe ich voller Freude gelesen. Auch in seinem 5. Fall hat mich eine sehr packende Geschichte erwartet, die sich sehr flüssig lesen ließ. Zu keiner Zeit musste ich mich durch das Buch kämpfen, ich habe alle 560 Seiten gespannt gelesen. Vor allem die besonderen geografischen Beschreibungen fand ich sehr gelungen und konnte mich direkt in das Geschehen hineinversetzen. Ich finde vor allem die Hauptfigur David Hunter wirklich sehr sympathisch. Kurzzeitig war ich von einem Teilstück der Auflösung etwas enttäuscht, aber je mehr es dem Ende zuging, desto mehr Sinn machte alles und das Ende war dann doch ganz rund.


Autor: S. K. Tremayne
Titel: Stiefkind
Seitenzahl: 400
Erscheinungsdatum: 25. November 2016
Verlag: Knaur TB
Preis: 14.99€

Inhalt:
Rachel hat es endlich gut getroffen. Nach langen Single-Jahren hat sie den Anwalt David Kerthen kennengelernt und zieht mit ihm in sein Herrenhaus auf den Klippen von Cornwall. Mit den besten Absichten, auch für Davids Sohn aus erster Ehe, den 9-jährigen Jamie, eine gute Mutter zu sein. Denn Davids erste Frau kam auf tragische Weise in einer der überfluteten Zinngruben an Cornwalls Küste ums Leben.
Doch Jamie verändert sich, scheint von düsteren Visionen geplagt – und platzt schließlich mit einem Satz heraus, den Rachel nicht mehr vergessen kann: „ An Weihnachten wirst du sterben … und meine Mummy kommt zurück.““
(Droemer Knaur)

Meine Meinung:
Dieses Buch war eine richtige Achterbahnfahrt für mich. Ständig war ich hin und hergerissen, wer hier im Recht ist, wer schlichtweg verrückt oder einfach nur ein Arschloch. Zum Ende hin war ich regelrecht fassungslos und trotzdem etwas ratlos was die Auflösung betrifft. Es war etwas anstrengend am Ball zu bleiben, da zum Schluss hin auch viel mit Wortfetzen und bruchstückhaften Sätzen gearbeitet wurde. Das sollte wohl die Situation besonders realistisch beschreiben, ich fand es anstrengend.

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