Monthly Archives

Februar 2018

Bücher

[Rezension] Andreas Eschbach – Submarin (Aquamarin #2)

Autor: Andreas Eschbach
Titel: Submarin
Reihe: Aquamarin
Seitenzahl: 456
Erscheinungsdatum: 19. Juni 2017
Verlag: Arena Verlag
Preis: 18,00€ (Taschenbuch); 14,99€ (E-Book)

Reihe:

  1. Aquamarin (Rezension)
  2. Submarin

Achtung! Spoiler für alle, die Teil 1 (Rezension hier) nicht kennen!

Inhalt:
„Noch immer kann es Saha kaum glauben: Sie ist ein Submarine, halb Mensch, halb Meermädchen. Gemeinsam mit ihrem Schwarm erkundet sie den Ozean. Als Saha auf den mysteriösen Prinzen des Graureiter-Schwarms trifft und mit ihm auf seinem Wal reitet, ist sie wie verzaubert. Sie ist entschlossen, von nun an selbst über ihr Schicksal zu bestimmen. Doch der König der Graureiter hegt finstere Pläne für die Submarines, in denen ausgerechnet Saha als Mittlerin zwischen den Welten eine wichtige Rolle spielt. Saha gerät in große Gefahr und muss eine folgenschwere Entscheidung treffen …“
(Arena Verlag)

Meine Meinung:

Zwei Jahre nachdem der 1. Teil „Aquamarin“ erschienen ist, kam nun endlich die Fortsetzung. Ich hatte immer mal wieder geschaut, ob Eschbach eine Fortsetzung geschrieben hat, nach einer Weile hatte ich es jedoch aus den Augen verloren bzw. nicht mehr daran geglaubt, so dass ich tatsächlich verpasst habe, dass im letzten Juni bereits „Submarin“ herauskam.

Vom 1. Teil war ich ja recht angetan, auch wenn ein Jugendroman über Meeresmenschen natürlich nicht besonders anspruchsvoll ist. Wer wie ich jedoch einfach mal eine nette Geschichte zum Abschalten sucht, der kann getrost zu der Aquamarin reihe von Eschbach greifen.

Wir befinden uns in ferner Zukunft in Australien. Neben den Menschen gibt es sogenannte Submarins, die vor vielen Jahren aus einem Genexperiment heraus entstanden sind. Auch im 2. Teil begleiten wir wieder Saha, die nun herausgefunden hat, dass sie halb Mensch und halb Submarin ist. Dies ermöglicht ihr einen Wechsel zwischen den Welten und nun im 2. Teil lernen wir vor allem die Wasserwelt kennen. Zusammen mit dem Submarin Schwimmt-Schnell möchte Saha ihren Vater in den Weiten des Ozeans finden. Die Submarins haben übrigens alle recht komische Namen, die manchmal auf sehr lustige Weise die Sätze sinnentstellen, weil ich die Namen zu wörtlich gelesen habe (z.B. Nur-ein-Fuß oder auch Lacht-Immer).

Die Welt, die Eschbach hier gezeichnet hat ist gespickt mit vielen Anspielungen auf die heutige Zeit und greift auch aktuelle Problematiken auf. Genexperimente, die zu Verboten geführt haben, Kriege und damit einhergehend veränderte Ordnungen liegen im Buch zwar weit in der Zukunft, doch wer genau hinschaut, entdeckt, dass Eschbach viele Dinge hier nur etwas überspitzter darstellt und damit eine sehr unschöne Zukunftsvision zeigt.

Zunächst beschäftigt sich „Submarin“ sehr eingehend mit der Unterwasserwlt, die wir zusammen mit Saha kennen lernen. Das Leben im Meer scheint recht sorglos zu sein, doch bald beginnt Saha sich zu fragen, ob dieses in den Tag leben unter Wasser denn genug ist. Ganz so sorglos ist es dann natürlich nicht, denn schon bald tauchen erste Probleme auf. Saha wird in keiner Welt wirklich akzeptiert. Unter Wasser ist sie zu sehr „Luftatmer“ und an Land denkt man, dass an ihr illegale Genveränderungen durchgeführt wurden. Saha fühlt sich also sehr hin- und hergerissen.

Die Story war insgesamt locker und leicht. Ich mochte die seichte Story, die eben doch wichtige Themen anspricht und dies sehr natürlich in die Geschichte einbaut. Das Ende ließ wieder einige Fragen offen, so dass ich fast annehme, dass es eine weitere Fortsetzung geben wird. Ich hoffe natürlich, dass man nicht wieder zwei Jahre warten muss.

Bücher

[Rezension] Marc Raabe – Schlüssel 17 (Tom Babylon #1)

Autor: Marc Raabe
Titel: Schlüssel 17*
Reihe: Tom Babylon #1
Genre: Thriller
Seitenzahl: 512
Erscheinungsdatum: 09. Februar 2018
Verlag: Ullstein
Preis: 15,00€ (Broschiert); 9,99€ (E-Book)
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

In der Kuppel des Berliner Doms hängt eine grausam zugerichtete Tote mit schwarzen Flügeln: Es ist die prominente Dompfarrerin Dr. Brigitte Riss. Um den Hals trägt sie einen Schlüssel. In den Griff ist die Zahl 17 geritzt. Tom Babylon vom LKA will diesen Fall um jeden Preis. Denn mit diesem Schlüssel verschwand vor vielen Jahren seine kleine Schwester Viola. Doch Tom bekommt eine unliebsame Partnerin für die Ermittlungen. Die Psychologin Sita Johanns fragt sich schon bald, wer in diesem Fall mehr zu verbergen hat: Tom oder der Mörder, der sie beide erbarmungslos vor sich hertreibt.“
(Ullstein)

Meine Meinung:

In den frühen Morgenstunden wird im Berliner Dom die Leiche der Pfarrerin gefunden, die auf bestialische Weise ermordet und zur Schau gestellt wurde. An ihrem Hals hängt ein Schlüssel mit der Nummer 17. Als Tom Babylon von LKA zum Schauplatz des Verbrechens kommt, ist er wie vom Donner gerührt, denn er sieht diesen Schlüssel nicht zum ersten Mal. Vor 20 Jahren verschwand seine Schwester Viola und hatte diesen Schlüssel bei sich. Wie kommt also der Schlüssel zur Leiche der Dompfarrerin? Tom merkt schnell, dass der Fall sogar noch weitaus komplizierter ist…

„Schlüssel“ 17 ist der Auftakt der neuen Reihe um den LKA Ermittler Tom Babylon aus der Feder von Marc Raabe. Tom Babylon ist kein Sympathieträger, jedoch auch kein Paradebeispiel des gebrochenen Polizisten. Tom hat auch 20 Jahre nach dem Verschwinden seiner Schwester noch an dem Erlebten zu knabbern. Auch wir als Leser dürfen an den Geschehnissen von damals teilnehmen. Neben der chronologischen Erzählung, reisen wir immer wieder in die Vergangenheit. Steht der Mord an der Pfarrerin tatsächlich in Verbindung zu Toms Vergangenheit?

Ich muss sagen, dass das Buch einem recht viel Konzentration abverlangt. Das ist grundsätzlich nicht verkehrt, jedoch war ich nicht so richtig darauf eingestellt gewesen. Ich hab also mein möglichstes getan, um der Story gut folgen zu können – trotzdem fand ich manche Entwicklungen und Abläufe etwas verwirrend. Der Plot selbst ist recht verstrickt und generell sehr groß, was aber oft passiert, wenn mehrere Zeitebenen eine Rolle spielen. Es gibt einige Personen, die eine Rolle spielen, auch wenn hier merklich versucht wurde, den Charakteren durch ungewöhnliche Details Leben einzuhauchen.

Bei der Auflösung des Falles blieben einige Fragezeichen stehen, so dass man nur hoffen kann, dass das in den folgenden Bänden der Reihe aufgeklärt wird. Generell fand ich den Schreibstil, trotz der Komplexität des Falles, ganz gut zu lesen. Die Abwechslung zwischen den Perspektiven hat mir gut gefallen. Ganz warm geworden bin ich mit den Charakteren noch nicht, aber das darf sich gerne noch im Folgeband etwas entwickeln.

Bücher

[Rezension] Karen McManus – One of us is lying

Autor: Karen McManus
Titel: One Of Us Is Lying*
Seitenzahl: 448
Erscheinungsdatum: 01. Februar 2018 bzw. 26. Februar 2018 (als gebundene Ausgabe)
Verlag: cbj Jugendbücher
Preis: 18,00€ (Gebunden); 4,99€ (E-Book) – im Moment reduziert im Kindle Deal!
*Rezensionsexemplar

Inhalt: 

„Eine Highschool, ein Toter, vier Verdächtige …

An einem Nachmittag sind fünf Schüler in der Bayview High zum Nachsitzen versammelt. Bronwyn, das Superhirn auf dem Weg nach Yale, bricht niemals die Regeln. Klassenschönheit Addy ist die perfekte Homecoming-Queen. Nate hat seinen Ruf als Drogendealer weg. Cooper glänzt als Baseball-Spieler. Und Simon hat die berüchtigte Gossip-App der Schule unter seiner Kontrolle. Als Simon plötzlich zusammenbricht und kurz darauf im Krankenhaus stirbt, ermittelt die Polizei wegen Mordes. Simon wollte am Folgetag einen Skandalpost absetzen. Im Schlaglicht: Bronwyn, Addy, Nate und Cooper. Jeder der vier hat etwas zu verbergen – und damit ein Motiv…“
(cbj Jugendbücher)

Meine Meinung:

An „One of us lying“ kommt man ja im Moment kaum vorbei, da für das Buch anscheinend kräftig die Werbetrommel gerührt wurde. Ich hatte den Jugendroman bereits bei meiner Recherche zu den monatlichen Neuerscheinungen entdeckt und war generell schon mal ganz angetan vom Klappentext und Cover.

In „One of us is lying” begleiten wir 5 Schüler zum Nachsitzen, jedoch gehen danach nur 4 von ihnen nach Hause, denn ein Teenager stirbt durch ungeklärte Umstände. Schnell werden die 4 übrigen Teenies verdächtigt mit dem mysteriösen Tod des Mitschülers etwas zu tun zu haben. Alles artet zu einer Art Hetzkampagne gegen sie aus, wobei auch nicht vor dem Waschen schmutziger Wäsche zurückgeschreckt wird.

Generell konnte ich nicht entdecken, dass „One of us is lying“ einem Genre zugeordnet wurde, ich würde sagen, dass es sich um einen Jugendroman mit Thrillerelementen handelt. Das Ganze ist generell ein ziemlicher Mix aus Pretty Little Liars, Gossip Girl und Breakfast Club. Wer mit den genannten Serien bzw. Film nichts anfangen kann, für den wäre „One of us is lying“ vermutlich auch nichts.

Wir haben so ziemlich jeden Klischeecharakter einer High School vertreten, jedoch machen alle 4 Charaktere über das Buch hinweg eine kleine Wandlung durch. Das geschieht bei manchen recht glaubwürdig und bei anderen wiederum eher nicht.

Wir erfahren die Geschichte abwechselnd aus allen 4 Perspektiven und natürlich hat jeder der Teenager ein kleines oder größeres Geheimnis, das im Laufe der Zeit ans Tageslicht drängt. Interessant ist hier vor allem wie die Person selbst damit umgeht und auch wie die Umgebung darauf reagiert, was dann tatsächlich aber eher klischeemäßig abläuft. Außerdem hat man ja ständig im Hinterkopf, dass, wie der Titel schon sagt, einer aus der Gruppe vermutlich lügt.

Karen McManus Schreibsstil ist sehr angenehm zu lesen, man fliegt wunderbar durch die Seiten. Da immer wieder neue und interessante Details ans Licht kamen, konnte ich auch keine langatmigen Passagen feststellen.

Insgesamt hat mir „One of us is lying” recht gut gefallen. Es ließ sich prima lesen, ich wurde gut unterhalten und konnte miträtseln. Wenn man eine Geschichte schreibt, die an einer High School spielt, kommt man vermutlich nicht an den gängigen Stereotypen vorbei, trotzdem hätte das ruhig etwas einfallsreicher ausfallen können. Auch das Ende hat mich nicht so sehr überrascht, wie es wohl angedacht war.

Hörbücher

[Hörbuchrezension] Stephen King – Mr. Mercedes (Bill Hodges #1)

Autor: Stephen King
Titel: Mr. Mercedes
Reihe: Bill Hodges #1
Genre: Roman
Spieldauer: 16 Stunden 38 Minuten
Sprecher: David Nathan
Erscheinungsdatum: 08. September 2014
Anbieter: Random House Audio
Preis: 13,95€ oder ein Guthaben (Audible)

Bill Hodges Reihe

  1. Mr. Mercedes
  2. Finderlohn
  3. Mind Control

Inhalt: 

„Ein Mercedes SL 500 – »zwei Tonnen deutsche Ingenieurskunst« – rast in eine Menschenmenge. Es gibt viele Todesopfer, der Fahrer entkommt. Der Wagen wird später gefunden. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Clownsmaske, das Lenkrad ziert ein grinsender Smiley. Monate später meldet sich der Massenmörder und droht ein Inferno mit Tausenden Opfern an. Stephen King, der Meister des Schreckens, verschafft uns in Mr. Mercedes beunruhigende Einblicke in den Geist eines besessenen Mörders bar jeglichen Gewissens.

Eine wirtschaftlich geplagte Kleinstadt im Mittleren Westen der USA. In den frühen Morgenstunden haben sich auf dem Parkplatz vor der Stadthalle Hunderte verzweifelte Arbeitsuchende eingefunden. Jeder will der Erste sein, wenn die Jobbörse ihre Tore öffnet. Im Morgendunst blendet ein Autofahrer auf. Ohne Vorwarnung pflügt er mit einem gestohlenen Mercedes durch die wartende Menge, setzt zurück und nimmt erneut Anlauf. Es gibt viele Tote und Verletzte. Der Mörder entkommt. Noch Monate später quält den inzwischen pensionierten Detective Bill Hodges, dass er den Fall des Mercedes-Killers nicht aufklären konnte. Auf einmal bekommt er Post von jemand, der sich selbst der Tat bezichtigt und ein noch diabolischeres Verbrechen ankündigt. Hodges erwacht aus seiner Rentnerlethargie. Im Verein mit ein paar merkwürdigen Verbündeten setzt er alles daran, den geisteskranken Killer zu stoppen. Aber der ist seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus.“
(Random House Audio)

Meine Meinung:

Wie aus dem Nichts rast ein Mercedes in eine wartende Menschenmenge und reist viele damit in den Tod. Auch Monate später ist dieses Unglück nicht vergessen und der mittlerweile pensionierte Detective Bill Hodges hat immer noch daran zu knabbern, dass er den Täter nicht finden konnte. Doch plötzlich bekommt Hodges Post und wird vom vermeintlichen Täter per Brief verhöhnt. Mit einigen Helfern setzt Hodges nun alles daran den irren Psychopathen endlichen zu stellen, bevor dieser ein noch größeres Unheil planen kann.

„Mr. Mercedes“ ist ein Buch, welches ich so nicht von Stephen King erwartet hätte. Vieles im Buch erinnert mehr an einen Thriller als an einen Roman. Zu Beginn des Buches tauchen wir sogleich in die Gedanken des Psychopaten Brady ein. Brady wird den Rest des Buches als kein geringerer als Mr. Mercedes bekannt sein. Im Laufe der Story wechseln wir die Perspektive zwischen Detective Hodges und Mr. Mercedes. Ich kann kaum sagen was ich spannender fand – die Ermittlungsarbeit oder die irren Gedanken von Mr. Mercedes.

Mr. Mercedes lebt tatsächlich sehr angepasst und unauffällig in der Kleinstadt, schaut man jedoch mal genauer hin, offenbaren sich tiefe Abgründe. Ich fand es sehr interessant sein Leben und seinen Alltag ein wenig mitzuverfolgen.

Detective Hodges ist schnell dabei Hinweise zu sammeln und die einzelnen Puzzlestückchen zusammen zu setzen. Langsam kommt er Brady immer näher und die Lage wird brenzlig – denn Brady bleiben die Ermittlungsarbeiten von Hodges natürlich nicht verborgen. Mit wirklich hinterhältigen Methoden versucht Brady den Ermittler außer Gefecht zu setzen.

Ich habe hier ja auf das Hörbuch zurückgegriffen, da ich auf dem stetigen Arbeitsweg gerne etwas anderes als nur Radio hören möchte. Am bequemsten funktioniert das für mich immer per Audible, da ich hier einfach bessere Funktionen habe als bei Spotify. Ich mag, dass ich die Geschwindigkeit anpassen kann und für abends ist die Sleep-Funktion einfach Gold wert. Der Sprecher, David Nathan, hat seinen Job wirklich sehr gut gemacht und mittlerweile freue ich mich immer regelrecht, wenn ich sehe, dass Nathan etwas vertont hat. Hier weiß ich einfach immer im Voraus, dass ich gut mit seiner Art zu Sprechen und seinem Sprechtempo klar komme.

Insgesamt war ich wirklich sehr begeistert vom Roman „Mr. Mercedes“. King hat den Spannungsbogen kontinuierlich sehr hoch gehalten. Stellenweise kam auch einiges an Humor durch, was immer mal wieder für kleine Schmunzler gesorgt hat. Ich freue mich schon darauf, bald die Fortsetzung zu lesen oder vielleicht auch wieder zu hören.

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